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best-of

 

3 0 1 ,   3 0 2

Reviewed 10.10.03

Südkorea 1995 Song-Hee (Eun-jin Bang) ist besessen vom Kochen und vom Sex. Sie lebt in Wohnung 301 eines Appartment-Blocks, seit ihr Gatte sie rausgeworfen hat (wieso sei hier nicht verraten ...). Gegenüber in 302 wohnt Yoon-Hee (Sin-Hye Hwang). Sie verabscheut Sex und ist magersüchtig. Schon der Anblick von Essen bringt sie zum Kotzen. 301 beschliesst, 302 zu bekochen. Doch 302 wirft alles bloss weg. Als 301 dies entdeckt, will sie sie zum Essen zwingen, doch nun erzählt 302 endlich, wieso sie Essen nicht ausstehen kann. 
"301, 302" ist ein Thriller mit dramatischen, grotesken und feministischen Einschlag. Regisseur Chul-Soo Park reiht sich in die Tradition von leckeren asiatischen Filmen über das Thema essen ein, von welchen "Eat Drink Man Woman" wohl der Bekannteste sein dürfte. In "301, 302" ist das Kochen aber nicht nur eine beinahe magische Angelegenheit, wie es so oft in asiatischen Filmen der Fall ist. Park wechselt nämlich zwischen Symbolisierung, Mystifizierung, Erotisierung des Essens und purem Ekel. Je nachdem, durch wessen Augen wir mitessen. Ist es mit 302, dann sieht das Essen schleimig aus, es stinkt regelrecht aus dem TV. Und für jemanden wie mich, der Meeresfrüchte nicht ausstehen kann, hats eh ein paar unappetitliche Dinge in der Pfanne. Durch 301s Augen bekommen wir jedoch Frische serviert, Lebensfreude, Spass am Essen. Der Kontrast ist wunderbar.
Als die beiden Frauen dann ihre Vergangenheit auftischen, kommt der Film richtig in Schwung. Zuvor war er vor allem skurrill und amüsant, doch 302s Background wirft uns gleich mal aus der Bahn. Er ist höchst ungemütlich und deutet an, was denn da kommen wird. Das Ende habe ich gerochen, doch Park präsentiert es angenehm doppeldeutig und beendet seinen kulinarisch-cineastischen Leckerbissen so off-beat, wie er den ganzen Film gehandhabt hat. "301, 302" ist ein Film, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt, der sich feministisch gibt und zu manchem Interpretationsversuch einlädt. Etwas zu lang und mit ein paar allzu offenen Handlungssträngen - aber lohnend.

Hier auf DVD erhältlich (US)
Meine Disk (SK): Code 3 NTSC. Koreanisch 5.1. mit englischen Untertiteln. Vollbild.
Regie: Chul-Soo Park

Groteske /
Tragikomödie

Humor * *

Erotik * *

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A n   A f f a i r   ~   J u n g   S a

Reviewed 2002

Südkorea 1998 Die Südkoreanerin So-Hyun (Mi-Sook Lee) führt ein langweiliges Leben mit einem ebenso langweiligen Ehemann. Da trifft sie U-in (Jung-Joe Lee). Der rund zehn Jahre jüngere Mann wird bald ihre Schwester heiraten, die in den USA lebt. Er will nun daheim mit So-Hyun die nötigen Vorbereitungen treffen. Doch dabei verlieben sich die zwei und beginnen eine leidenschaftliche Affäre.
Eine edel gefilmte Liebesgeschichte, die irgendwo zwischen zurückhaltend, subtil, langweilig und gewöhnlich pendelt. Dem Film kann man eigentlich nichts Schlechtes vorwerfen, ausser eben, dass er sehr schleppend vorankommt. Die zweite Hälfte bietet als Schmankerl einige erotisch angehauchte Szenen und vermag deshalb visuell durchaus zu unterhalten.
Hier auf DVD erhältlich
Ich habe den Film am TV in koreanisch mit deutschen Untertiteln gesehen.
Alternativer Titel: Jung Sa
Regie: E.J. Yong

Liebesdama

Erotik * *

Gefühl * *

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A s s a s s i n

Südkorea 1969 Ausführliche Kritik: hier.

 

A t t a c k   t h e    G a s   S t a t i o n   ~   J u y u s o   s e u b g y u k s a g e u n

Reviewed 2002

Südkorea 1999 Vier junge Männer überfallen eine Tankstelle - einfach aus Langeweile. Sie zertrümmern das Mobiliar, nehmen die Mitarbeiter als Geiseln, finden aber kein Geld, da der Besitzer es versteckt hat. Also beschliessen die vier, die Tankstelle einfach selbst zu führen und das Geld zu kassieren, das sie den Kunden abnehmen. Natürlich füllen sie die Tanks zu voll, behandeln die Kundschaft schlecht und legen sich mit allerlei Typen an.
"Attack the Gas Station" hat eine ziemlich treue Anhängerschaft, weshalb ich
mir den Film bestellt habe. Die Enttäuschung war aber umso grösser, als ich entdeckte, dass dieser Film bei mir einfach nicht funktioniert. Zu keinem Zeitpunkt war ich in den hektischen Film involviert. Kurzzeitig bin ich sogar eingepennt und musste zurückspulen, aber wirklich verpasst hätte ich nichts. Die "Story" plätschert vor sich hin und reiht eigentlich bloss skurrille Szenen aneinander. Der Streifen ist zudem viel zu lang, es hat ein paar Gags, aber nie viel Witz. Einzelne Szenen sind angenehm offbeat ... doch was soll das Ganze eigentlich? Der Film ist nicht wirklich schlecht, aber eben: Bei mir hats einfach nicht "klick" gemacht.
Fortsetzung: Attack the Gas Station 2 (2010)
Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die Korea-Version (Code 0) mit englischen Untertiteln gesehen.

Alternativer Titel: J
uyuso seubgyuksageun
Regie: Sang-Jin Kim

Actionkomödie

Humor * *

Action *

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B a d   M o v i e   ~   N a p p u n   y e o n g h w a

Reviewed 25.7.05

Südkorea 1999 Eine Gruppe koreanischer Teenager schlägt sich durch die Metropole Seoul. Die Mädchen brechen in eine geschlossene Bar ein und feiern ab. Ein Junge versucht, sich mit Toilettenpapier zu ersticken. Ein paar Jungs versuchen eine Gruppenvergewaltigung. Regisseur Sun-Woo Jang hält alles mit verschiedenen Kamera-Typen fest und interagiert mit den Teenagern. Derweil zeigt er am Bahnhof die Randständigen, die von den Ladenbesitzern weggescheucht und von den Passanten ignoriert werden. Droht den Jungen dasselbe Schicksal?
Sun-Woo Jang (Lies, Resurrection of the Littl
e Match Girl) ging mit "Bad Movie" ganz nah dran. Er hat die Kids die Drehbücher spontan entwickeln lassen, zeigt Aufnahmen vom Casting, redet im Film mit der Crew, vermischt Fiktion und Realität. Dieses Dokudrama hat deshalb den Anspruch, den Zustand der koreanischen Jugend vor der Jahrtausendwende realistisch abzubilden. Mag sein, dass es dies auch geschafft hat, doch besonders gelungen ist der Film trotzdem nicht.
Da ist erst einmal die Überlänge. Meine Hongkong-Fassung läuft 121 Minuten, der an Festivals gezeigte Director's Cut soll um die 140 Minuten lang sein. Das ist viel zu viel, für einen derart improvisierten Streifen, der kein Ziel hat, sondern auf gut Glück die Ereignisse abfilmt. Schnell durchschaut man die Taktik und Technik der Filmemacher und ärgert sich über repetitive Szenen. Klar ist das Thema an sich faszinierend, aber das darf kein Freipass sein für Strukturlosigkeit und eine Endlosschleife. "Bad Movie" fehlt eine Dramaturgie - und das wird bei dieser Lauflänge leider deutlich. Darüber täuschen auch die witzigen Regie-Einfälle wie Zeichentrick-Episoden, CGI-Einlagen und stets ihn grossen Lettern angekündigte Kapitel-Überschriften letztendlich nicht hinweg.
Der andere Grund für die gedämpfte Resonanz meinerseits ist der Umgang mit dem Thema. Truffaut sagte einst, man könne keine Antikriegsfilme drehen, weil Filme Krieg aufregend darstellen würden. Bei Teenie-Filmen im Stile von "Kids" und "Bad Movie" stimmt das im weitesten Sinne eben auch. Will Jang die Verwahrlosung der Teenager porträtieren? Kann sein, denn er filmt ihre Prügeleien, ihre Gruppenbesäufnisse und Zerstörungsorgien aus einer neutral beobachtenden Position, die deutlich machen sollen, wie weit die heutige Jugend geht. Meist aus purer Langeweile. Das Zielpublikum indes dürfte dies durchaus cool finden. Jang muss sich deshalb eine zwiespältige Faszination vorwerfen lassen, die an Voyeurismus grenzt. Seine Präsenz und jene der Kamera peitscht die Jugendlichen eventuell sogar noch auf und so liefern sie ihrem Filmemacher genau die Exzesse, die er danach einfangen kann. Die Eigendynamik der Symbiose aus Filmemachern und Teenagern erzeugt ein ungutes Gefühl.
Erst gegen Schluss scheint Jang die Sympathien deutlich zu wechseln. Die Jugendlichen verhalten sich weiterhin wie gestörte Rabauken, während die "echten" Obdachlosen den Film hindurch nie eine Verbesserung oder Veränderung ihrer Situation herbeiführen konnten. Sie liegen am Boden, werden herumgeschuppst, weggeschoben, ignoriert. Hier macht "Bad Movie" vielleicht ein paar ungewollt moralische Aussagen: Die Clochards sind Opfer, die Teenager dagegen hätten noch eine Chance - die sie jedoch nicht nutzen wollen. Dadurch verlieren sie auch beim Regisseur an Sympathie und das scheint sich auch aufs Publikum zu übertragen.
Das passiert aber nur ganz dezent. Im Grossen und Ganzen ist Jang trotzdem stark fasziniert vom rebellischen, unkontrollierbaren Charakter dieser Teens und sein dokumentarischer Anspruch, ganz nahe dran zu sein an ihren Exzessen, verkommt zum Voyeurismus. Der Schockeffekt wird höher gewertet als die Aussage. Selbst wenn dieser filmethisch dubiose Aspekt ausgeblendet wird, so hat "Bad Movie" noch andere Probleme, massgeblich seine Überlänge, seinen Mangel an Erzählbogen und sein diffuser Stil. Jang wollte den Film wohl so drehen, wie seine Teens sind: spontan, schnell, frech, unkontrollierbar. Doch leider geriet er dabei oft genauso obe
rflächlich wie seine "Studienobjekte".
Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (US): Code 0 NTSC. Koreanisch, Mandarin und Kantonesisch 5.1. mit englischen Untertiteln. Anamorphic Widescreen.
Alternative Titel: Nappun yeonghwa; Timeless Bottomless Bad Movie
Regie: Sun-Woo Jang

Dokudrama

Gewalt * *

Erotik * *

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B a e k b e o m   K i m - g u

Südkorea 1960 Ausführliche Kritik: hier.

 

B e a t

Reviewed 23.2.04

Südkorea 1997 Min (Woo-sung Jung, Musa) und Tae Soo (Oh-seong Yu, Champion, Attack the Gas Station) sind die besten Freunde. Doch um bessere Noten zu bekommen, wechselt Min die Schule und sieht Tae Soo kaum mehr wieder. Er freundet sich dafür mit dem Draufgänger Whan (Chang Jung Lim, Sex Is Zero) und der hochintelligenten, aber etwas angeschlagenen Romi (So-young Ko, Comrade) an. Plötzlich taucht Tae Soo auf und vererbt Min sein Motorrad. Der Grund: Tae Soo muss in den Knast. Dort wächst er zum Gangster heran und als er frei kommt, tritt er als Schläger in die Dienste von Boss Scorpio. Bald wird auch Min in den Dunstkreis gezogen. Romi, die ihn bräuchte, sieht, dass er ihr zu entgleiten droht.
Mit seinem Frühwerk "Beat" orientiert sich der spätere Musa-Regisseur Sung-su Kim visuell stark beim Hongkong-Kino Wong Kar-Wais (etliche Shots erinnern an "Chungking Express") und inhaltlich an fast jedem Gangsterfilm, der jemals da war. Dazu noch etwas "Rebel Without a Cause" - das Endgebräu hat zwar wenig Widererkennungswert, geschweige denn Originalität, unterhält aber ziemlich gut. Kim versteht es, am Anfang schnell zum Punkt zu kommen und seine Charaktere einzuführen. Min, Whan und Tae Soo sind denn auch sofort als Typen erkennbar, was auch daran liegt, dass sie angelegt sind nach gängigen Film-Stereotypen: Der eigentlich gutmütige Fighter, der in den Strudel gezogen wird (Min), sein etwas naiver, aber treuer Begleiter, der immer wieder als sein Gewissen fungiert (Whan) und der von Wut und Orientierungslosigkeit gepackte "negative Einfluss" (Tae Soo). Obwohl auch nie ganz geklärt wird, wieso die Kerle so kaputt sind und was sie eigentlich antreibt, funktionieren sie in der aufgebauten künstlichen Filmwelt. Mehr Mühe hatte ich mit den Frauen. Ihre Probleme scheinen psychologisch motiviert und sind deshalb schwerer zu fassen. Da aber jegliche Ursache für ihre Sorgen einfach ausgeblendet wird, kommen die Girls als Psycho-Wracks herüber, weshalb sie nicht sonderlich sympathisch wirken. Ihre "kleinen" Probleme verblassen gegenüber jenen der Jungs. Das ist unfair, denn Romi scheint ganz offensichtlich genauso sehr zu leiden wie Min. Bloss wirkt ihr Leiden oberflächlich - definitiv ein Fehler des Films.
Doch "Beat" ist eben a Man's Movie. Und da sind die Kerle natürlich die wichtigeren Figuren. Ihre Fights, ihre mehrmals homoerotisch anmutende Freundschaft und ihre Suche nach Sinn in ihren verkappten Leben. Besagte Fights dreht Kim leider immer in einem verwackelten, verschmierten Stil, der ein wenig ein Anime-Feeling erzeugen soll. Die Bilder sind echt schlecht und man bekommt das Gefühl, Kim wolle verschleiern, dass siene Leute nicht fighten können. Oft macht der grelle Neon-Hong-Kong-Stil Sinn, doch bei den Kämpfen ist die Technik, die Kim einsetzt, absolut daneben. Nur wenn es zu Gewaltakten kommt, wird das Bild schärfer und gegen Schluss gibts doch einige davon. Überhaupt ist das Finale recht derb und mutig in seinem Pessimismus. Das rundet "Beat" doch gut ab. Der Film hinterlässt trotz Überlänge und inszenatorischer Fehlentscheidungen so einen ganz guten Eindruck.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (SK): Code 0 NTSC. Koreanisch 5.1. mit englischen Untertiteln. Anamorphic Widescreen.
Regie: Sung-su Kim

Actiondrama

Action * * *

Gewalt * *

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B i r d c a g e   I n n   ~   P a r a n   d a e m u n

Reviewed 5.10.03

Südkorea 1999 Die 24-jährige Prostituierte Jin-a (Ji-eun Lee) mietet ein Zimmer in der heruntergekommenen Herberge "Birdcage Inn". Die Familie, die das Haus betreibt, ist auf den Verdienst von Jin-a angewiesen, aber dennoch torpediert die Aktivität der Hure den familiären Frieden. Der Sohn und der Vater haben schon mal Sex mit Jun-a, die Tochter Hye-mi (Hae-eun Lee) fühlt sich angewidert. Obwohl Jin-a ihr immer wieder Freundschaft anbietet, hasst Hye-mi sie innbrünstig. Erst als sie entdeckt, dass sogar ihr Freund mit Jin-a schläft, geht in Hye-mi ein Wandel vor.
"Birdcage Inn" ist der bisher zugänglichste Film, den ich von Ki-duk Kim gesehen habe.
Die dritte Arbeit des koreanischen Ausnahmeregisseurs ist für Fans dennoch von Interesse, weil er viele Themen seiner späteren Filme bereits anreisst. Das Thema Prostitution wird in The Isle und Bad Guy thematisiert, die Hassliebe zwischen Hure und Zuhälter besonders in Bad Guy. Der heimliche Verehrer der Prostituierten, der am Meer lebt und Armeehosen trägt, erinnert leicht an den Protagonisten von Coast Guard. Suizid und Lebens-Unlust sind in Address Unknown omnipräsent. Zudem sind einmal mehr Fische zentrale Tiere im Film - wie in fast allen Kim-Filmen. "Birdcage Inne" vereint all diese Themen zu einem kühl inszenierten Drama über eine unfreiwillige Wohngemeinschaft. Es gibt reichlich Sexszenen, aber die sind noch nicht so verstörend, wie in späteren Kim-Filmen. Dennoch zeigen eine ungeschützte Vergewaltigung und (fast) erzwungener Analsex auch schon hier die unerfreulicheren Seiten der Sexualität.
Zentraler als diese auf den ersten Blick schockierenden Szenen ist jedoch die Beziehung der beiden Frauen. Frauen spielen stets eine zentrale und diffuse Rolle in Kims Filmen. Oft sind sie die Opfer, die Leidenden, die Kranken. In "Birdcage Inn" leiden sie auch, doch sie sind die Personen, die den Ton angeben. Die Männer glauben, sie zu kontrollieren, doch in Wahrheit sind sie die Marionetten ihrer Triebe. Die Frauen dagegen überlegen kühler. Insofern ist "Birdcage Inn" vielleicht der Film von Ki-duk Kim mit den stärksten Frauenfiguren. Aber (und das mag jetzt seltsam klingen) ich liebe Kims Filme ja auch wegen seiner unkonventionellen Charakterisierung, wegen seiner surreal anmutenden Frauenrollen, wegen seiner kranken Protagonisten. In "Birdcage Inn" sind sie mir fast zu normal. Erst ganz zum Schluss kommt die wohl seltsamste Überlegung im Film zum Zuge: Jin-a und Hye-mi schliessen Freundschaft. Und Hye-mi findet die Befreiung von ihren Minderwertigkeitskomplexen und ihrem Lebensfrust - in der Prostiution. Prostitution als Aufsteller. Fürwahr eine Aussage, die nur in einen Kim-Film passt. "Birdcage Inn" ist ein inspiriertes, sehenswertes Frühwerk, dass noch nicht mit solch visueller Brillanz und solch schockierenem Inhalt auffährt, wie spätere Filme von Ki-duk Kim, das aber durchaus den Fans des asiatischen Kinos gefallen mag.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (HK): Code 0 NTSC. Koreanisch 5.1. mit englischen UT. Widescreen (nicht anamorph)..
Alternative Titel: Paran daemun; Blue Gate
Regie: Ki-duk Kim

Drama

Erotik * * *

Gewalt  * *

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B l a c k   H a i r

Südkorea 1964 Ausführliche Kritik: hier.

 

B l o o d l i n e

Südkorea 1963 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   C o a c h m a n

Südkorea 1961 Ausführliche Kritik: hier.

 

C o n f e s s i o n s   o f   a n   A c t r e s s

Südkorea 1967 Ausführliche Kritik: hier.

 

C r o c o d i l e

Südkorea 1996 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   D a e h a n   E m p i r e   a n d   M i n   Y e o n g - h w a n

Südkorea 1959 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   D a u g h t e r s   o f   K i m ' s   P h a r m a c y

Südkorea 1963 Ausführliche Kritik: hier.

 

A   D a y   O f f

Südkorea 1968 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   D M Z

Südkorea 1965 Ausführliche Kritik: hier.

 

D r i f t i n g   I s l a n d

Südkorea 1960 Ausführliche Kritik: hier.

 

E t e r n a l   E m p i r e

Südkorea 1995 Ausführliche Kritik: hier.

 

A  F e m a l e   B o s s

Südkorea 1959 Ausführliche Kritik: hier.

 

F i r s t   K i s s   ~   K i s s   h a r g g a y o

Reviewed 18.4.04

Südkorea 1998 Die schüchterne Yun-Hwa Song (Ji-Woo Choi) arbeitet als Reporterin beim Magazin "Entertainment World". Auf der kleinen Redaktion ist sie die Aussenseiterin, hat noch nie einen Mann richtig geküsst und ist modisch eine Niete. Als sich auch noch ihr Freund von ihr trennt, ist sie am Boden. Ihre Arbeitskollegin Kyong-hee Park (Hye-kyeong Hu) nervt sich darüber so sehr, dass sie beim verheirateten Chef (Kyeong-yeong Lee), der auch ihr Liebhaber ist, Yun-Hwas Kündigung verlangt. Doch sie darf bleiben, hat aber fortan den Fotografen Kyung-Kyun Han (Jae-wook Ahn) am Hals, der als Assistent zum Team stösst. Der junge Kerl versucht alles, um Yun-Hwa aufzulockern. Und während sie alles abblockt, verliebt er sich langsam in sie.
Bei "First Kiss" von Tae-gyun Kim (Volcano High) ist das geschehen, was einem Filmkritiker nicht passieren sollte: Ich weiss nicht, ob ich den Film mag oder nicht. Ich bin angenehm überrascht von seiner Zurückhaltung, beeindruckt von seinen unspektakulären Figuren, halbwegs berührt von den Schicksalen. Doch die Geschichte ist schon grauenhaft banal, die Charaktere langweilig und die Inszenierung bieder. So ist Yun-Hwa rund eine Stunde am Grollen, Schmollen und Nerven. Es mag ja sein, dass man sich nach einer zerbrochenen Liebschaft in ein emotionales Schneckenhaus zurückzieht, aber das will man nicht eine Stunde lang sehen. Mit der Zeit wird die Figur der Yun-Hwa nur noch schwer erträglich. Klar gibt es Leute wie sie und ja, sie verdienen auch einen Film - aber dann muss man inszenatorisch anders rangehen. Es kann ja nicht Sinn und Zweck sein, dass man der Hauptfigur einen Tritt in den Arsch geben will.
Kyung-Kyun ist nicht viel besser. Er ist zwar ein easy-going-Kerl, aber doch nervös. Er ist forsch, aber doch romantisch. Er ist talentiert, aber unentschlossen. Den Film hindurch kann man ihn nicht richtig fassen. Selbst seine Sexualtität steht in Frage, wenn sein Freund einmal einer Frau sagt, er sei schwul - war das, um sie abzuschrecken? Sie zu verarschen? Oder ist Kyung-Kyun tatsächlich gay? Die Frage wird aber nie wirklich thematisiert, es bleibt höchstens im Hinterkopf der Zuschauer. Der Film plätschert einfach vor sich hin, ohne irgendwelche Elemente aufzugreifen, die wirklich spannend wären. Ein bisschen ehelicher Seitensprung, ein bisschen Lady-Sexismus, ein wenig Kritik an Filmemachern ... alles ohne Lust und Pfiff. Ja, nach diesem Text ist es mir klar geworden: ich mag "First Kiss" nicht. Man kann ihn schwer hassen, weil er eine gewisse alltägliche Leichtigkeit  und Wahrheit hat, aber als Film ist er eine Enttäuschung.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (SK): Code 0 NTSC. Koreanisch stereo mit englischen Untertiteln. Anamorphic Widescreen.
Alternativer Titel: Kiss harggayo;
Kiseuhalkka-yo
Regie: Tae-gyun Kim

Liebesdrama

Humor *

Gefühl * *

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F l o w e r   i n   H e l l

Südkorea 1958 Ausführliche Kritik: hier.

 

F o r e v e r   W i t h   Y o u

Südkorea 1958 Ausführliche Kritik: hier.

 

G a g m a n

Südkorea 1989 Ausführliche Kritik: hier.

 

G e n e a l o g y

Südkorea 1979 Ausführliche Kritik: hier.

 

G i n g k o   B e d   ~   E u n h a e n g n a m o o   c h i m d a e

Reviewed 2003

Südkorea 1996 Vor vielen hundert Jahren hat sich Prinzessin Mi-dan in den einfachen Jong-mun (Suk-kyu Han, Shiri) verliebt. Der eifersüchtige Gen. Hwang (Hyun-joon Shin, Bichunmoo) köpfte Jong-mun. Seine und Mi-dans Seele fanden Zuflucht in Gingko-Bäumen. Der Geist von Hwang hat einen zerstört, der andere wurde zu einem Bett verarbeitet. 170 Jahre später kommt der 30-jährige Kunstlektor Sue-hyun (auch Suk-kyu Han) in den Besitz des Bettes. Der Mann ist die Reinkarnation von Jong-mun und schon bald kriegt er es mit der Reinkarnation von Hwang zu tun, der verhindern will, dass sich Sue-hyun abermals in Mi-dan verliebt, deren Seele im Bett gefangen war und nun einen Körper sucht.
"Gingko Bed" (in Deutschland seltsamerweise als "The Legend of Gingko 2" erschienen) ist das Regiedebüt von Shiri-Regisseur Je-gyu Kang und gilt bei vielen als der Impuls für das Erwachen des neuen koreanischen Genrekinos. Rückblickend muss ich sagen, der Film ist zwar gut und war damals sicher eine handfeste Überraschung, aber nach den vielen euphorischen Kritiken (u.a. Cinema) habe ich mir doch mehr erwartet. Die Handlung ist relativ dünn und mythisch durchzogen - und schrecklich kompliziert erzählt. Der Schnitt ist gewöhnungsbedürftig und die Rückblenden seltsam angeordnet. Dennoch solltet ihr euch dadurch nicht abschrecken lassen. Vieles wird später aufgeklärt und eine höchst melancholische Fantasy-Liebesgeschichte entwickelt sich. Zum Schluss wirds wieder konfuser und fast erdrückend schwermütig, doch der Film hat zumindest Ideenreichtum bewiesen - und das alleine rechtfertigt in der heutigen Zeit ideenloser Massenproduktionen das Ansehen. "Gingko Bed" mag nicht der Überhit sein, für den er manchmal angepriesen wird, aber er ist bewegend und interessant zugleich. Warnung: Man erwartet hier eigentlich keine Gewalt, aber es hat sporadisch derbe Szenen. In einer wird ein Kopf abgetrennt, in einer anderen ein Herz herausgerissen. Der Film ist kein Gore-Fest, aber für sanfte Gemüter ist die Warnung wohl angebracht.
Fortsetzung: Gingko Bed 2 / The Legend of Gingk
o
Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die Korea-Version (Code 0) mit englischen Untertiteln gesehen.
Alternativer Titel: Eunhaengnamoo chimdae; The Legend of Gingko 2
Regie: Je-gyu Kang

Fantasy-
Liebesdrama

Melancholie * * *

Gewalt * *

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G o r y e o j a n g

Südkorea 1963 Ausführliche Kritik: hier.

 

G u e s t s   o f   t h e   L a s t   T r a i n

Südkorea 1967 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e    H a n d   o f   F a t e

Südkorea 1954 Ausführliche Kritik: hier.

 

H o l i d a y   i n   S e o u l

Südkorea 1956 Ausführliche Kritik: hier.

 

A   H o m e t o w n   i n   H e a r t

Südkorea 1949 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   H o u s e m a i d

Südkorea 1960 Ausführliche Kritik: hier.

 

I e o h   I s l a n d

Südkorea 1977 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   I n s e c t   W o m a n

Südkorea 1972 Ausführliche Kritik: hier.

 

K i n g   G o j o n g   a n d   M a r t y r   A h n   J u n g - g e u n

Südkorea 1959 Ausführliche Kritik: hier.

 

L i e s   ~   G o j i t m a l

Reviewed 2002

Südkorea 1999 Der 38-jährige J (Sang Hyun Lee) und die Schülerin Y (Tae Yeon Kim) haben Sex per Telefon. Doch nun will sich Y unbedingt entjungfern lassen, bevor sie 20 ist. Sie trifft sich mit J und schläft mit ihm. Sogar Analsex lag beim ersten Date drin, wie sie ihrer Freundin Woori (Hye Jin Jeon) erzählt. Sie treffen sich wieder und bald werden ihre Vorlieben härter. J beginnt, Y zu verprügeln. "Ich mag alles, was J tut", sagt Y zu Woori. Manchmal ist sie so wund, dass sie nicht mehr sitzen kann. Eines Tages dreht sie den Spiess um und verprügelt ihn. Auch er liebt es ...
Das Problem mit sogenannt schockierenden Filmen ist, dass wenn man mal über den Schock-Wert hinweg ist meistens Langeweile aufkommt. Bei "Lies" von Sun-Woo Jang (Resurrection of the Littl
e Match Girl) ist das nicht anders. Der Film basiert auf einem in Korea verbotenen Roman und versucht ganz absichtlich, die Grenzen des Möglichen auszuloten, die Zensur in Korea herauszufordern und mit gewagten Sex-Szenen zu provozieren. Doch "Lies" wird nie ganz zum In the Realm of the Senses (obwohl etliche Kritiker den Film mit dem japanischen Klassiker verglichen), weil die Elemente zwischen dem Sex schlicht zu langweilig sind. Klar hat es leise Ironie, klar sind die Sexszenen mit der Zeit eher witzig, als erotisch und klar sind Dialoge wie "Denk bei meinem Schwanz an Scheisse, dann gehts leichter" wenn er sie anal penetrieren will doch ziemlich offenherzig - aber reicht das? Ich finde nein.
Aber sehen wir erst mal, was "Lies" im Erotik-Departement zu bieten hat. Viel. Etwa 70% des Films besteht aus Nacktszenen. Am Anfang sind die wirklich noch erotisch, später wird auf alle nur erdenklichen Fetische eingeschwenkt. Erst kommt der Analsex (tja, eigentlich schon beim ersten Date), ein bisschen Fuss- und Geruchsfetischismus, dann das Prügeln mit immer härteren Stöcken und letztendlich sogar eine Szene, in der er so in etwa sagt "ich liebe deine Scheisse". Keine Angst, es ist kein zweites "Salò", aber die Szene suggeriert klar fäkale Liebe ... nun, ich weiss, das hört sich für nicht-Fetischisten echt abstossend an (und eben, genau das wollte Regisseur Sun-Woo Jong ja), aber die Sequenzen sind recht zurückhaltend und eigentlich zahm gehalten. Um nochmals "Salò" herbeizuziehen - da ging Passolini etliche Meilen weiter und war fast 25 Jahre schneller. Damit ist wohl auch gleich gesagt, dass für westliche Augen das Schock-Potential gering ist. Jong kann zum Beispiel auch die Geschlechtsteile so gut wie nie zeigen, etwas, was Filme wie "Romance" oder "Baise-moi" mittlerweile zum Standard westlicher Erotik-Skandalfilme erhoben haben. Und von einem erigierten Penis ist "Lies" eh meilenweit entfernt. Also kein Schock? Doch, ein bisschen. Aber gerade weil der Film eigentlich zahmer ist, als Jong das glaubt, ist er für mich halbwegs gelungen. So sieht man hinter all dem Sex eher die Liebe, als den Schock. Und dann ist "Lies" eigentlich zärtlicher, als die meisten Kritiker ihn einstufen. Sicher kein Meisterwerk, aber eine sehr spezielle Liebesgeschichte irgendwo jenseits von "Last Tango in Paris".

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (US): Code 1 NTSC. Koreanisch 5.1. mit englischen UT. Widescreen (nicht anamorph)..
Alternative Titel: Gojitmal; Kojitmal
Regie: Sun-Woo Jong

Erotikdrama

Erotik * * * * *

Humor *

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T h e   L o v e   M a r r i a g e

Südkorea 1958 Ausführliche Kritik: hier.

 

M a n d a l a

Südkorea 1981 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   M a r i n e s   W h o   N e v e e r   R e t u r n e d

Südkorea 1963 Ausführliche Kritik: hier.

 

M e m e n t o   M o r i    ~   Y e o g o    g o e d a m   I I

Reviewed 2002

Südkorea 1999 Korea: Die Schülerin Min-ah (Min-sun Kim) findet das wunderschön aufgemachte Tagebuch des lesbischen Paars Hyo-shin (Yeh-jin Park) und Shi-eun (Young-jin Lee). Besessen von dem Geschichten der beiden Aussenseiter stöbert Min-ah in dem Buch. DIe Liebe der Schülerinnen ist so stark, dass die eine eine Giftpille ins Tagebuch gelegt hat. Sie habe das Gegengift - und wenn ihre Freundin eines Tages aufhören würde, sie zu lieben, würde sie sterben. Dummerweise schluckt Min-ah die Pille und ist fortan auf der Jagd nach dem Gegenmittel. Da begeht Hyo-shin aus heiterem Himmel Selbstmord!
"Memento Mori" ist eine ungewöhnliche, ebenso bezaubernde wie unheimliche Mischung aus Lesbendrama und Gruselthriller an einer koreanischen Schule. Die jungen Darstellerinnen sind enorm überzeugend und die Atmosphäre getränkt mit Melancholie und Vorausahnungen. Ein höchst interessanter und empfehlenswerter Film, der nur durch ein übertrieben wirres Ende und die Überbetonung des Geister-Aspekts gegen Schluss Punkte verliert.
Der Film ist die Fortsetzung von Whispering Corridors, mit dem "Memento Mori" aber nur das Schul-Setting und die übersinnlichen Aspekte gemein hat. Gleiches gilt für die weiteren Teile der Reihe:
Whispering Corridors (1998)
Memento Mori (1999)
Wishing Stairs (2003)
Voice (2005)
A Blood Pledge (2009)

Hier auf DVD erhältlich (D)
Hier auf DVD erhältlich (HK)
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.
Alternativer Titel: Yeogo goedam II, Whispering Corridors 2
Regie: Tae-Yong Kim, Ky-Dong Min

Gruseldrama

Gewalt * *

Spannung * * *

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M i s t

Südkorea 1967 Ausführliche Kritik: hier.

 

M o n e y

Südkorea 1958 Ausführliche Kritik: hier.

 

N i g h t   J o u r n e y

Südkorea 1977 Ausführliche Kritik: hier.

 

N o w h e r e   t o    H i d e   ~   I j o n g    s a j o n g   p o l k o t   o p t a

Reviewed 2003

Südkorea 1999 Die Hafenstadt Incheon in Südkorea: In strömendem Regen tötet der mysteriöse Sungmin (Sung-kee Ahn, Last Witness) auf einer Treppe einen Mann. Er verschwindet mit einem Koffer voller Geld, während seine herbei eilenden Komplizen den Begleiter des Toten killen. Die Polizei geht von einem Drogenkrieg aus und setzt die Detectives Woo (Joong-Hoon Park, Say Yes) und Kim (Dong-Kun Jang, 2009) mit ihrem Team auf Sungmin an. Der ist jedoch ein Meister der Verkleidung und ihnen immer einen Schritt voraus.
"Nowhere to Hide" ist eine der grösseren Enttäuschungen, die ich in letzter Zeit aus Korea gesehen habe. Stellt euch einen Regisseur vor, der sich Szenen parat legt, die er mit allerlei ausgeflippten Stilmitteln anreichern will - und dann vor einem Problem steht: Wie verknüpfe ich diese Ideen zu einem Film? Nun, das Geheimnis heisst "Handlung". Und diese findet man hier nicht. "Nowhere to Hide" ist der ultimative Sieg von Stil über Substanz. Ich quälte mich durch die eineinhalb Stunden, beäugte hie und da ein paar nette visuelle Gags, doch war ansonsten dem Einschlafen nah. Die Charaktere sind oberflächlich, die Story banal, das Interesse auf einem Minimum. "Nowhere to Hide" beweist eindrücklich, dass aller technischer Firlefanz nicht ausreicht, wenn man dem Publikum im Grunde nichts zu erzählen hat. Ich mag Freeze Frames, Zeitlupe, Zeitraffer, Flutlicht, Gegenlicht, Musik/Action-Kontrast, mangaesque Action etc. - aber nicht, wenn es einzig zum Selbstzweck dient. Wie man verspielte visuelle Ideen mit einer Story und Charakteren verbindet, mit denen man mitfiebert, zeigte etwa "Lola rennt". Regisseur Myung-se Lee (Gagman) hätte Tom Tywkers Film vielleicht studieren sollen.
Die Schauspieler sind gut, haben aber kein Material zum Arbeiten, das Ende scheint ganz kurz eine Hommage an "The Third Man" zu sein und einige Bilder sind wirklich wunderschön. Aber das Finale enttäuscht, die Story ist wie erwähnt nichtig und Lees Spielereien letzendlich Stil-Wichserei. Schade.

Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die GB-Version (Code 2) in koreanisch mit englischen Untertiteln gesehen.
Alternativer Titel: Ijong sajong polkot opta
Regie: Myung-se Lee

Thriller

Action * * *

Spannung *

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T h e   O l d   P o t t e r

Südkorea 1969 Ausführliche Kritik: hier.

 

O l g a m i    ~   T h e    T r a p

Reviewed 2002

Südkorea 1997 Jin-suk liebt ihren erwachsenen Sohn Dong-woo abgöttisch - bisweilen fast inzestuös. Als er ihr erzählt, er werde die hübsche Su-jin heiraten, fällt Mutter aus allen Wolken. Geheiratet wird trotzdem und Su-jin zieht bei Mutter und Sohn ein. Su-jin gibt sich freundlich, doch ihre Schwiegermutter behandelt sie wie Dreck, sobald Dong-woo aus dem Haus ist. Als Su-jin sieht, wie Dong-woo sich unter der Dusche von seiner Mutter waschen lässt, erklärt sie ihrem Gatten, dass dies für einen Erwachsenen alles andere als normal ist. Er verspricht, es in Zukunft zu unterlassen. Damit bricht der Krieg zwischen den beiden Frauen offen aus.
Die "Böse Schwiegermutter"-Ausgangslage ist einfach gestrick, wird aber effizient und spannend umgesetzt. Dank dem inzestuösen Touch kriegt das Ganze noch einen zusätzlichen Kick. Klar, es passiert nichts, was man nicht erahnen kann, aber der eskalierenden Situation zuzuschauen, hat durchaus seinen Reiz.
Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.

Alternativer Titel: The Trap, Hole
Regie: Hye-yeong Yeo

Thriller

Spannung * * *

Gewalt * *

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O u r   S w e e t   D a y s

Südkorea 1987 Ausführliche Kritik: hier.

 

P a s s a g e   t o   B u d d h a

Südkorea 1993 Ausführliche Kritik: hier.

 

P e p p e r m i n t   C a n d y

Südkorea 1999 Ausführliche Kritik: hier.

 

P h a n t o m :   T h e    S u b m a r i n e   ~   Y u r y e o n g

Reviewed 2003

Südkorea 1999 Bei einer Flottenübung erschiesst der Kommandant Chan-suk Lee (Woo-sung Jung, Musa) den Kapitän eines koreanischen U-Boots und wird dafür von einem Gericht zum Tode veruteilt. Nach dem Erschiessungskommando wacht der Soldat jedoch wieder auf, kriegt die Nummer 431 und findet sich an Bord des streng geheimen Nuklear-U-Boots "Phantom" wieder. Das Prunkstück der südkoreanischen Armee läuft gerade Richtung Pazifik aus, als der erste Offizier 202 den Kapitän erschiesst und das Kommando an sich reisst. Der Kapitän habe den Auftrag gehabt, das Schiff zu versenken. Er, 202, werde damit nun jedoch einen nuklearen Krieg gegen den Erzfeind Japan starten. 431 will das verhindern.
"Phantom: The Submarine" ist ein spannender U-Boot-Thriller mit Anliehen bei westlichen Vorbildern wie "The Hunt for the Red October". Die Klaustrophobie besserer U-Boot-Filme vermisse ich hier zwar ein bisschen, doch an Bord dieser mächtigen Sardinenbüchse kommt dennoch gehörig Spannung auf. Die mit einigen Budget-limitierten, aber überzeugenden Effekten gespickte Produktion hat den nötigen Schwung, um 2 Stunden lang gut zu unterhalten. Die Botschaft des Films ist aber ziemlich diffus. Meistens scheint Regisseur Byung-chun Min die Aktion von 202 zu verurteilen, aber es gibt etliche heroische Momente, in denen 202, die Crew - und damit ihre Mission glorifiziert werden. Dies passt zu den üblichen anti-japanischen Ressentiments in koreanischen Filmen, aber in diesem Fall, wo um die nukleare Zerstörung des ganzen Landes gepokert wird, dünkt mich die Huldigung derartige Rivalitäten fehl am Platz. Das hinterkässt einen schalen Nachgeschmack und schmälert die Qualität des routinierten Werks nachhaltig.
Hier auf DVD erhältlich (SK)

Hier auf DVD erhältlich (D)
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.

Alternative Titel: Yuryeong; Phantom
Regie: Byung-chun Min

Actionthriller

Spannung * * *

Action * *

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P o r t r a i t   o f   Y o u t h

Südkorea 1991 Ausführliche Kritik: hier.

 

P r o m i s e   o f   t h e   F l e s h

Südkorea 1975 Ausführliche Kritik: hier.

 

A   P u b l i c   C e m e t e r y   o f   W o l - h a

Südkorea 1967 Ausführliche Kritik: hier.

 

P u r s u i t   o f   D e a t h

Südkorea 1980 Ausführliche Kritik: hier.

 

Q u i e t   F a m i l y   ~   S o o c h w i e e n   b o d m y u n g

Reviewed 2003

Südkorea 1998 Die südkoreanische Familie Kang zieht von der Stadt aufs Land, um dort die Herberge "Misty Inn" zu eröffnen. Leider kommen keine Gäste. Als doch einer auftaucht, mietet er das Zimmer nur, um darin Selbstmord zu begehen. Um das Geschäft nicht abzuwürgen verbuddeln die Kangs die Leiche im Wald. Doch der Tote ist erst der Anfang einer ganzen Reihe tödlicher Unglücke und Missverständnisse. Es wird noch so mancher Spaten eingesetztwerden.
Ein sehr morbider koreanischer Film, der manch herzhaften Lacher birgt. Die vielen Morde werden zwar mit der Zeit repetitiv, aber ein Grinsen entlocken sie noch allemal. Knapp an der 3½-Stern-Bewertung vorbei saust die schwarze Komödie einzig wegen ihrem Ende, das ziemlich unbefriedigend ist. Noch ein besonderes Merkmal: Der Soundtrack besteht ausschliesslich aus amerikanischer Rock- und Popmusik. Und noch eine Randnotiz: Der japanische Kult- und Schock-Regisseur Takashi Miike (Audition, Fudoh) hat im Jahr 2001 ein Remake namens Happiness of the Katakuris gedreht.
Hier auf DVD erhältlich (GB)
Hier auf DVD erhältlich (D)
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.

Alternativer Titel: Soochwieen bodmyung
Regie: Ji-woon Kim

Schwarze Komödie

Humor * * *

Gewalt * *

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R a i n y   D a y s

Südkorea 1979 Ausführliche Kritik: hier.

 

R e h e a r s a l

Südkorea 1995 Ausführliche Kritik: hier.

 

R e p t i l i a n   ~   Y o n g g a r a y

Reviewed 17.2.04

Südkorea / USA
1999 / 2001
Der grössenwahnsinnige Professor Campbell (Richard B. Livingston) ist auf ein gigantisches Dinosaurierskelett gestossen, das er nun von illegalen Einwanderern ausgraben lässt. Doch schon bald häufen sich bei der Ausgrabungsstätte mysteriöse Todesfälle. Campbells Assistentin Holly (Donna Philipson) hat genug davon und verschwindet. Da trifft sie auf den alten Prof. Hughes (Harrison Young, der alte Ryan aus "Saving Private Ryan"!), der ihr eine unglaubliche Theorie vorlegt: das Skelett gehört dem Monster Yonggary, das Aliens vor 200 Millionen Jahren vergraben und deaktiviert haben. Tatsächlich sind die Ausserirdischen bereits wieder da und lassen per Knopfdruck das Fleisch an die Knochen zurückkehren: Yonggary wütet wieder und soll die Erde in Schutt und Asche legen!
Regisseur Hyung-rae Shim hatte 10 Millionen Dollar und eine Bande unbekannter US-Akteure zur Verfügung, um mit koreanischem und amerikanischem Geld einen Monsterfilm zu drehen, der auf dem ganzen Globus vermarktet werden kann. Die Idee ist gut, aber der Film so schlecht, dass ihn auf dem ganzen Erdball niemand sehen wollte. Weder die Japaner, noch die Amis noch die Koreaner selbst.
Das Anschauen lohnt sich echt nur für Fans von Monstertrash der untersten Schublade. Die Fortsetzung bzw. Remake des 1967er-Godzilla-Ripoffs
Yongary: Monster from the Deep wurde 1999 im Windschatten von Roland Emerichs US-"Godzilla" iniziiert und wurde 2001 für den internationalen Markt noch etwas gestrafft. Das Resultat enttäuscht wie immer man es auch drehen mag. "Damn. This place is turning into a friggin' prehistoric petting zoo". Ja, so etwa diese Gadanken gingen mir bei diesem Kaiju Eiga für ganz ganz Arme. Im Ernst: Die Dialoge sind ein Graus und die Darsteller, die sie aussprechen müssen, gehören zum Schlechtesten, was ich jemals gesehen habe. Die ersten Minuten sind ein Fest an Overacting, das höchstens besoffen auszuhalten ist. Die Schauspieler aus der Z-Liga tragen ihre Texte mit absoluter Ernsthaftigkeit vor. Man denke etwa an "I've been surrounded by male testosterone for way too long".  Oder, als ein Shuttle im luftlosen All explodiert "it vanished into thin air." Ja, die Redewendung gibts, aber nein, sie ist hier nicht besonders angebracht. Man könnte meinen, die Dialoge wurden in Korea geschrieben und dann mittelprächtig übersetzt. Na ja, wenigstens sprechen die Aliens englisch ...
Die Effekte kann man halbwegs brauchen, wenn man das Budget bedenkt. Und es gibt tatsächlich einige Städte-in-Trümmer-leg-Szenen, die alte Kaiju-Eiga-Fans einigermassen erwärmen können. Aber der Rest von Handlung über Schauspiel bis Musik, Kameraführung und Dialoge ist wirklich absolut unsäglich. "Compared to this guy, Godzilla is a pussy", sagt ein Soldat. In dem Fall ist eine Pussy diesem Schlappschwanz von Monster zweifellos vorzuziehen.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (US): Code 1 NTSC. Englisch 5.1. Anamorphic Widescreen.
Alternative Titel:
Yonggary; 2001 Yonggary
Regie: Hyung-rae Shim

Monster-
Trash

Action * * *

Humor *

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R h e e   S y n g - m a n   a n d   t h e   I n d e p e n d e n t   M o v e m e n t

Südkorea 1959 Ausführliche Kritik: hier.

 

R i n g   ~   R i n g   V i r u s

Reviewed 2002

Südkorea / Japan 1999 Vier Schüler sterben, ihre Augen sind verdreht, die Polizei redet von Herzstillstand. Sun-ju (Eun-kyung Shin), die Tante eines Opfers, will es genauer wissen und entdeckt, dass die Teenager ein Video geschaut haben. Sie findet es auch - es endet mit der Botschaft, "wer dies gesehen hat stirbt in einer Woche". Wie man den Tod verhindern kann wurde dummerwese überspielt. Also muss Sun-ju das Geheimnis des Tapes lüften. Der zynische Dr. Choi hilft ihr dabei, denn auch er hat das Video gesehen.
Der Hit-Roman von Suzuki Koji wurde 1998 nicht nur in Japan, sondern auch in Korea adaptiert - weshalb sich Ringu und "Ring Virus" (Alternativtitel) stark ähneln. Doch "Ring Virus" hat kein Brot gegen den Horrorknüller aus Japan, da die Story am Schluss grössere Sprünge macht, die Pointe keinen solche Wucht hat - und weil wahrhaft grossartige Szenen fehlen. Wie Sadako aus dem TV steigt, lässt noch immer das Blut gefrieren, aber in Ringu war dies eine Liga besser inszeniert.
Hier auf DVD erhältlich (US)
Hier auf DVD erhältlich (HK)
Hier auf DVD erhältlich (D)
Ich habe die koreanische Version (Code 0) mit englischen Untertiteln gesehen.
Alternativer Titel: The Ring Virus
Regie: Dong-bin Kim

Horrorfilm

Gewalt * *

Spannung * * *

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T h e   R o a d   t o   S a m p o

Südkorea 1975 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   R o a d   t h e   R a c e   T r a c k

Südkorea 1991 Ausführliche Kritik: hier.

 

R o b o t   T a e k w o n   V

Südkorea 1977 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   S e a s h o r e   V i l l a g e

Südkorea 1965 Ausführliche Kritik: hier.

 

S h i r i   ~   S w i r i

Reviewed 2002

Südkorea 1999 Die 21-jährige Bang-hu Lee (Yoon-jin Kim) wird 1992 in Nordkorea zur Elitekämpferin ausgebildet. Sie wird die beste ihrer Einheit und als Scharfschützin und Attentäterin nach Südkorea geschickt. 1996, nach etlichen erfolgreichen Anschlägen taucht sie unter und beginnt zwei Jahre später wieder zu morden. Die auf sie angesetzten Cops Jong-won Yu (Suk-kyu Han, Tell Me Something) und Jang-gil Lee (Kang-ho Song, JSA) entdecken, dass sie für die Nordkoreaner hinter einem höchst explosiven, flüssigen Sprengstoff her ist.
"Shiri", die zweite Regiearbeit von Regisseur Je-kyu Kang (Gingko Bed), avancierte in Südkorea zum grössten Hit aller Zeiten und machte den Weg frei für teuer produzierte Action-Epen, die es mit anderen asiatischen Filmen international aufnehmen können. Es ist leicht zu sehen, was den Film fürs Massenpublikum so attraktiv macht: Edel choreografierte Action gemischt mit einem Liebesdrama sowie einem deftigen Schuss südkoreanischem Patriotismus. So etwas gefällt - auch wenn die Pointe um Bang-hus Existenz letztendlich vorausgesehen werden kann und der überlange Film ein paar Logiklöcher aufweist.
Für Fans des modernen koreanischen Kinos ist dieser Eckpfeiler der Filmindustrie zweifellos ein Muss.
Hier auf DVD erhältlich (US)
Hier auf DVD erhältlich (D)
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.

Alternativer Titel: Swiri
Regie: Je-kyu Kang

Actionfilm

Gewalt * *

Spannung * *

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T h e   S h o w e r

Südkorea 1979 Ausführliche Kritik: hier.

 

A   S i n g l e   S p a r k   ~   J e o n   t a e - i l

Reviewed 26.2.04

Südkorea 1996 1975 leidet Südkorea unter der Militärdiktatur, die alle politischen Gegner zum Tode verurteilt. In dieser Zeit der Repression schreibt der von der Polizei gesuchte Intellektuelle Young-su Kim ein Buch über den jungen Aktivisten Tae-il Jeon. In den 60ern, der Zeit des nationalen Aufschwungs, in der alles dem wirtschaftlichen Boom geopfert wurde, arbeitete Tae-il in einer Textilfabrik unter menschenunwürdigen Zuständen. 15-Stunden-Tage sind keine Ausnahme, es existierten keine brauchbare Lüftung und Beleuchtung, der Staub verursacht Tuberkulose und wenn es hart auf hart kommt, müssen die Arbeitere mehrere Tage am Stück arbeiten - aufgebputscht von Drogen des Militärs. Tae-il hat genug und sucht sich Verbündete. Als "Fool's Association" planen sie den Protest ...
Tae-il Jeon ist ein tatsächlich existierender Held der Arbeiterbewegung, der sich 13. November 1970 im Alter von nur 22 Jahren mit dem Arbeitsgesetzbuch in der Hand lebendig verbrannte und dabei schrie "wir sind keine Maschinen". Die ideale Biografie also für den sozial engagierten Regisseur Kwang-su Park. Er präsentiert das Leben von Tae-il in schwarzweiss, jenes des fiktiven Young-su in Farbe. Doch obwohl einige Zeit zwischen den beiden Geschichten verstrichen ist, betont Park, dass die Repression durch die Zeit der Militärdiktatur von
General Chung-hee Park (1961-1979) anhielt
Der Film ist relativ kurz und deshalb frei von Längen. Die Handlung um Tae-il ist spannender und interessanter, gespickt mit einigen bewegenden Szenen. Etwa, wenn ein an TB erkranktes Mädchen Blut spuckt und nach langer Suche heult "ich kann nirgens meine Hände waschen!" - "A Single Spark" ist zwar politisch klar positioniert, doch Park widersteht dem grossen Polit-Aktivismus und verzichtet auf grosse Demos, Umwälzungen und zum Schluss hin Siegesbotschaften im Stil von "nach etlichen Aufständen sind wir endlich frei". Er konzentriert sich lieber auf das private Elend. Und eben den "kleinen Funken", den es braucht, um Veränderungen herbeizuführen. Um Falle von Tae-il ist es ein Funken, der ihm das Leben kostet - und Park natürlich eine sehr bewegende Szene liefert.
Doch zum Schluss ist "A Single Spark" auch ernüchternd. Park weiss sehr wohl, dass der politische Aktivismus heute weltweit und besonders in Korea massiv abgenommen hat. Das Geld ist da, man geniesst den Wohlstand. Protestierende Studenten sieht man heute kaum mehr. Erst die Asienkrise brachte Arbeiter und Studenten wieder mehr politisch-wirtschaftliche Sensibilität. Man erinnere sich etwa an die Massenproteste in den Jahren 2000 und 2001, als Tausende von Arbeitern entlassen wurden, um den verschuldeten Konzern für ausländische Käufer attraktiver zu machen.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (SK): Code 3 NTSC. Koreanisch 5.1. mit englischen UT. Widescreen (nicht anamorph).
Alternativer Titel: Jeon tae-il; Tae-il Jeon
Regie: Kwang-su Park

Drama

Anspruch * *

Spannung *

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S o p y o n j e

Südkorea 1993 Ausführliche Kritik: hier.

 

S o u l   G u a r d i a n s   ~   T o e m a r o k

Reviewed 14.12.03

Südkorea 1998 Eine Satanssekte wütet. Die Polizei findet inmitten von Leichen eine junge schwangere Frau. Der Arzt Shin-bu Park (Sung-kee Ahn) will sie retten, hat aber keine Chance. Nur ihr Kind überlebt. Shin-bu gibt seinen Job auf und wird Priester. 20 Jahre später ist er wieder gefordert, denn aus dem Baby von damals ist die schöne Seung-hie (Sang-Mi Chu) gewachsen. Und auf deren Körper hat es der Teufel abgesehen. Das würde das Ende der Welt bedeuten, weshalb Shin-bu, sein kleiner Sohn Jun-ho (Hyun-chul Oh) und der edle, übersinnlich begabte Ritter Hyun-am (Hyeon-jun Shin, Bichunmoo) sich auf die Suche nach ihr machen. Aber auch die Polizei und eine ehrgeizige Reporterin mischen noch mit.
Kwang-chun Park hätte für sein Regiedebüt "Soul Guardians" wohl noch ein paar Monate Post-Production gebraucht. Selten habe ich einen so uneinheitlichen, konfus geschnittenen und unfokussierten Film gesehen, den ich beinahe noch tiefer bewertet hätte. Doch es gibt soviel in dem Werk, das geradezu schreit: Hey hier wäre ein guter Film vergraben. Eine asiatische Antwort auf den fast zeitgleich erschienenen "End of Days". Koreas eigener Milleniums-Horror. Doch oh je, daraus wurde nichts. "Soul Guardians" sieht gut aus - ist aber ein grenzenloses Durcheinander.
Liebesdrama, Glaubensverlust, Okkultismus, Magie, Familienzwist - weiss der Teufel, was Park in den bloss 98 Minuten alles unterbringen will. Nichts davon ist gut ausgearbeitet. Manche Handlungsstränge sind richtig debil zusammengesetzt. So hört sich etwa die Reporterin vom Priester die Wahrheit an, verduftet und taucht mit den Cops wieder auf. Wieso? Nichts deutete darauf hin - passiert einfach. Oder wieso hat Hyun-am bei Bedarf magische Kräfte? Wer kam auf die Idee, demTeufel einen Davidsstern anstatt ein Pentagramm zuzuordnen? Wer hat das doofe Kind eingestellt?? Zur Verteidigung des Streifens: Ich habe leider eine deutsche DVD erstanden, die durchaus einen koreanischen Track draufhat, aber ohne Untertitel. Also musste ich den Film auf deutsch schauen und da möchte man die Synchronsprecher einfach ohrfeigen. Das Kind spielt schon schlecht, hat eine nervige Rolle und die deutsche Synchro bringt das Fass zum Überlaufen.
Und dann ist da das beschissene Finale. Der Teufel kommt als absolut traurige Gestalt herüber, den ein paar billige Tricks besiegen können. Das soll der Herrscher der Dunkelheit sein? Na ja, vielleicht hat ihm der Davidsstern zugesetzt. Aber mit einem solch schwachen Teufel bringt das Finale nichts. Und wenn zur melancholischen Liebesszene die Musik von "Titanic" (leicht variiert) eingespielt wird, verkommt der Film auch noch zum plumpen Plagiat. Nein, "Soul Guardians" ist nicht gut. Er hat tolle Szenen (der Priester wird von Händen ergriffen, ein Soldat schlachtet Leute ab etc.) und nette Gore-Effekte, aber die komplette Inkoherenz der Präsentation macht allen Spass zunichte.

Hier auf DVD erhältlich (Koreanisch + deutsch - ohne UT)
Hier auf DVD erhältlich (Koreanische Disk - englische UT)
Meine Disk (D): Code 2 PAL. Koreanisch 2.0. und Deutsch 5.1. ohne UT. Anamorphic Widescreen.
Alternative Titel: Toemarok; The Soul Guardians
Regie: Kwang-chun Park

Horrorthriller

Action * *

Gewalt * *

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S t r a y   B u l l e t

Südkorea 1961 Ausführliche Kritik: hier.

 

T h e   S u r r o g a t e   W o m b

Südkorea 1987 Ausführliche Kritik: hier.

 

T e l l   M e   S o m e t h i n g

Reviewed 2002

Südkorea 1999 In Seoul werden drei verstückelte Leichen in Plastiksäcken gefunden. Für den Cop Cho (Suk-kyu Han) der Auftakt zu einem grausigen Psychospiel.
Der Film macht mich wütend: Er beginnt düster und blutig, ein Thriller in der Tradition von "Seven" (bei weitem nicht so gut, versteht sich), er hat enorme Atmosphäre. Ein grosses Filmereignis bahnt sich an - doch dann geht alles bachab. Diese Story macht plötzlich keinen Sinn mehr. Zum Schluss steht man da, völlig verdutzt, und ist sich nicht sicher, ob man einfach etwas nicht verstanden hat. Iwo, der Regisseur hat einfach keine Ahnung von Schnitt und Geschichtenerzählen. Er sagte selbst, er musste etliche Szenen rauschneiden - und das merkt man: Da werden Dinge zu grossen Enthüllungen aufgebauscht (das Foto etwa, die Fische, oder die letzte Rückblende) - dabei sind es gar keine. Man merkt genau, der Regisseur will eine Lösung präsentieren, er will dem Zuschauer den "Aha"-Schock geben. Der bleibt aus: Zurück bleibt Verwirrung, Enttäuschung und das Wissen, dass ein Drehbuch halt doch eine wichtige Sache ist. Den Drehbuchautor sollte man blutig prügeln, echt.
Das soll aber nicht heissen, dass "Tell Me Something" Schrott ist. Seht ihn euch an, weil er visuell und spannungsmässig einiges zu bieten hat. Fans von italienischen Krimis (Gialli) werden wohl auch noch die eine oder andere Parallele entdecken. Da ist vielleicht auch der Hund begraben: So mancher Giallo macht am Ende auch keinen Sinn. Wie "Tell me Something".

Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die koreanische Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.
Regie: Yoon-Hyun Chang

Thriller

Gewalt * * * *

Spannung * * *

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T h e   T e r r o r i s t

Südkorea 1995 Ausführliche Kritik: hier.

 

L a   v i e   e n   r o s e

Südkorea 1994 Ausführliche Kritik: hier.

 

W a n g s h i b r i   -   M y   H o m e t o w n

Südkorea 1976 Ausführliche Kritik: hier.

 

W h i s p e r i n g   C o r r i d o r s   ~   Y e o g o   g o e d a m

Reviewed 22.9.03

Südkorea 1998 An einer koreanischen Mädchenschule findet die schroffe Lehrerin Mrs. Park gewaltsam den Tod. Ihre Nachfolgerin wird Miss Eun-Young Hur (Mi-yeon Lee, Last Witness), die selbst einmal diese Schule besuchte. Sie wird bald mit mysteriösen Ereignissen konfrontiert, die sich um die drei Mädchen Yae-Yi Youn (Se-yeon Choi), Ji-oh Lim (Gyi-ri Kim, Nightmare) und Jung-sook Kim (Ji-hye Yun) zu drehen scheinen. Der Verdacht kommt auf, dass eine von ihnen von Jin-Ju besessen ist, einer Schülerin, die zu Miss Hurs Schulzeit in dem Gebäude einen qualvollen Tod fand ....
"Whispering Corridors" von Regiedebütant Ki-Hyung Park ist im Westen noch relativ unbekannt, weil er lange nicht als untertitelte DVD erhältlich war (in Thailand wurde dieses Manko nun endlich behoben) - und so war die Fortsetzung für einmal viel bekannter: Memento Mori oder eben "Whispering Corridors II" wurde ein kleiner Geheimtipp und ist tatsächlich ein höchst gelungenes Werk im koreanischen Horror-Kanon. Mit "Whispering Corridors" hat der Streifen jedoch - bis auf das Setting - relativ wenig zu tun. Die Charaktere sind verschieden, der Regisseur und die Machart ebenfalls.
Von den beiden ist "Whispering Corridors" der schwächere Film, aber noch immer ein lohnendes Stück Gruselkino. Der langsame Aufbau des unheimlichen Triebens an der Schule ist gelungener als das etwas abstruse Finale, das mehr Fragen offenlässt, als beantwortet. Der allerletzte Shot ist sogar richtig doof. Aber was davor kommt, ist netter Mitternachtsgrusel, solide gespielt, kompetent inszeniert. Nichts, was einen vom Hocker haut. Die lesbische Faszination der Mädchen wird höchstens im Hintergrund gehalten, erst bei Memento Mori tritt dieses Thema dann in den Vordergrund. Man kann beide Filme für sich betrachten - und beide sind einen Blick wert. Erwartet bei "Whispering Corridors" bloss kein Horrormeisterwerk. Sondern ein subtiles, intimes und recht gelungenes Horrordrama. Zudem fragt man sich danach, ob das koreanische Schulsystejm eigentlich von der Prügelstrafe dominiert wird.
Fortsetzungen
Memento Mori (1999)
Wishing Stairs (2003)
Voice (2005)
A Blood Pledge (2009)

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (Thai): Code 3 NTSC. Koreanisch / Thai mit englischen Untertiteln. Widescreen.
Alternative Titel: Yeogo goedam; Whispering Corridor; Girls' High School Ghost Story
Regie: Ki-Hyung Park

Horrordrama

Spannung * *

Humor *

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W h i t e   B a d g e

Reviewed 2003

Südkorea 1994 Südkorea im November 1979: Präsident Park wurde ermordet, weshalb der geschiedene, alkoholkranke Autor Kiyu Han (Sung-kee Ahn, Last Witness) beschliesst, endlich seine Erlebnisse als Sergeant während des Vietnamkriegs niederzuschreiben. Die Erinnerungen kommen nur langsam - und sie sind schmerzhaft. Han war Mitglied einer kleinen koranischen Einheit, die erst nicht im Feindesgebiet eingesetzt wurde. Als es doch zu Feindkontakten kam, gab es Tote auf beiden Seiten. Nun folgten mehrere traumatisierende Ereignisse.
Das mehrfach preisgekrönte Kriegsdrama "White Badge" gilt bei vielen Freunden des koreanischen Kinos als Meisterwerk  - eine Einschätzung, der ich mich nicht ganz anschliessen kann. "White Badge" bleibt in meinen Augen weit hinter den beiden Vorbildern "The Deer Hunter" und "Bullet in the Head" zurück. Die Charakterzeichnung ist zwar gut, doch die visuelle Umsetzung eher mässig und das eigentliche Drama in Vietnam zieht sich sinnlos in die Länge. Mich liess den ganzen Film hindurch der Gedanke nicht los, dass man daraus viel mehr hätte machen können. Schlecht ist "White Badge" keinesfalls, dazu ist er zu gut gespielt und interessant ausgelegt. Aber von genial dann doch keine Spur.
Hier auf DVD erhältlich (SK)
Hier auf DVD erhältlich (D)
Ich habe die Korea-Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.
Regie: Ji-yeong Jeong

Kriegsdrama

Spannung * *

Gewalt * *

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W i d o w

Südkorea 1955 Ausführliche Kritik: hier.

 

Y a n g s a n   P r o v i n c e

Südkorea 1955 Ausführliche Kritik: hier.

 

Y e l l o w   F l o w e r

Reviewed 2003

Südkorea 1998 / 2002 Ein Mann (Jung-Ki Kim) und eine Frau (Jung Seo) um die dreissig halten sich mit Diebstählen über Wasser. Das Geld geben sie jedoch meistens wieder weg, da sie eh nichts mehr essen sondern nur noch Sex haben. Bis sie eines Tages auf offener Strasse erschossen werden und Arm in Arm sterben. Zweite Story: Eine 19-Jährige (Mi-Ru Jang) nimmt einen Polizistensohn (Hyoung-Il Cho) mit nach Hause. Dort hat sie eigentlich schon einen Freund für Sex und Drogen. Aber da die Handlung eh keinen Sinn macht, ist das auch egal.  
"Yellow Flower" ist Mist. Absoluter Mist. Das Regiedebüt von Ji-Sang Lee will kontrovers sein, künstlerisch anspruchsvoll und modern. Es ist nichts von alledem. Vielmehr langweilig, prätentiös, lahm, künstlerisch verbrämt, unlogisch, ärgerlich und eben vor allem langweilig. Der Streifen wurde 1998 fertig gestellt und landete wegen der expliziten Sexszenen bei der Zensurbehörde. Erst 2002 gab ein Gericht den Film mit dem 18+ Rating frei. Aber: Die Sexszenen sind zwar in der Tat recht direkt, jedoch nichts, was westliche Augen nicht kennen. Und es hat viele Sexszenen. Viel zu viele. Der Sex soll als roher Akt gezeigt werden, echt und nicht ästhetisch verzerrt.
Das ist schnell gesagt - aber was bringt es, wenn der Film drum herum dies nicht rechtfertigt? Man hat nun halt "echte" Sexszenen in einem ästhetisch und inhaltlich verklärten Film. Das ist künstlerisch nicht interessant, sondern nur bis aus Mark langweilig. Und verlogen: Denn so wie der Film Sex zeigt, ist Sex auch nicht. Er wird den Facetten von Sex nicht gerecht sondern behauptet, die Wahrheit über Sex für sich gepachtet zu haben. Eingebildeter Kunst-Schnösel. Das Gleiche gilt für die Charakterzeichung. Das erste Paar stiehlt Geld und legt es dann auf den Boden. Der Polizistensohn macht beim Sterben einen Handstand. Haha. Das soll die Charaktere wohl aus den Angeln der Wirklichkeit heben - tut es nicht, es zeigt nur, dass Lee keine Ahnung von Drehbuchschreiben hat. Des weiteren versucht er mit Handkamera, Freeze Frames, Photos und weiteren technischen Mätzchen den wortkargen Film aufzupeppen. Das Resultat ist Dasselbe wie beim "Inhalt": Stilwichserei, Möchtegern-Anspruch - um die Leere zu kaschieren. Wenn der Film die Leere in den Menschen zeigen will, dann hat er insofern Erfolg, weil er genauso leer ist. Aber das kann ja nicht das Ziel eines Werks sein. "Yellow Flower" ist 72 Minuten lang und fühlt sich an wie eine nicht enden wollende Werbung für Durchfallpillen. Nein, das wollt ihr nicht sehen. Und über Risiken und Nebenwirkungen seid ihr ja nun aufgeklärt. 

Hier auf DVD erhältlich
Ich habe die koreanische Version (Code 3) mit englischen Untertiteln gesehen.
Alternative Titel: Dul hana sekseu; Dul hana sex
Regie: Ji-Sang Lee

Erotikdrama

Erotik * * * *

Anspruch *

Want to know more?

 

Y o n g a r y :   M o n s t e r   F r o m   t h e   D e e p   ~   T a e k o e s u   Y o n g g a r a y

Reviewed 27.4.04

Südkorea 1967 Ein koreanischer Astronaut, der gerade mit Oo-na auf Hochzeitsreise war, wird ins All geschickt, um einen Atomtest in China (in der US-Version: ein Raketentest im mittleren Osten) zu überwachen. Als er landet, sucht ein Erdbeben das Land heim. Die anscheinend durch den nuklearen Test ausgelösten Beben beginnen zu wandern. Da wird den Behörden klar, dass dies kein Erbeben ist: das Monster Yongary ist aufgewacht und aus der Tiefe nach oben gestiegen. Nun marschiert das zerstörerische Reptil gen Seoul. Der Wissenschafter Ilo, der Freund von Oo-nas Schwester Su-na, sowie der freche 8-jährige Icho hecken einen Plan aus, Yongary aufzuhalten.
In Japan feierte Godzilla Erfolge und selbst ein Ripoff wie Gamera kam gut an. Da dürfen doch die Koreaner nicht hinten anstehen, oder? Basierend auf einer koreanischen Legende (hust) drehte Vielfilmer Ki-duk Kim (nicht der Kid-uk Kim) die Antwort: "Yongary". Sieht fast so aus wie "Godzilla", brüllt fast wie "Godzilla" und zerstört wie "Godzilla". Den Rest kann man sich ausmalen.
Unter "Want to know more" findet ihr eine ausführliche und witzige Kritik des Films. Ein paar Dinge möchte ich aber anhängen: der Film ist extrem langweilig. Das Monster, gespielt von einem Kerl im Gummianzug, versteht sich, taucht erst nach 25 Minuten auf und schleppt sich danach Richtung Seoul. Unterwegs trifft es auf lächerlichste Gegner, die amüsantesten sind die Spielzeug-Panzer. Auch Yongarys Auswahl an Waffen ist eher zum Lachen: ein Flammenwerfer im Mund und ein Laser im Horn. Die werden ein bisschen eingesetzt. Und nach nur 78 Minuten ist es auch bereits überstanden.
Zuvor wird das Monster natürlich getötet. Zum einen ist dies für die Kids im Publikum noch traurig, weil der kleine und grauenhaft nervige Icho sich gerade mit der Bestie angefreundet hat. Und zum anderen scheint das Ökosystem danach nicht mehr wirklich intakt zu sein. Nicht nur wegen dem aus dem Arsch blutenden Tier, sondern wegen der Menge an eingesetztem Gift. Ach ja, hätte ich fast vergessen: Bevor er getilgt wird, darf Yongary noch etwas tanzen. Spätestens da habe ich den Film aufgegeben und nur noch wegen seinem Trash-Wert weitergeguckt. Schwache Schauspieler, miese Effekte, grottenschlechte Dialoge und fade Story. Ja, das ist tatsächlich kein guter Film. Und in der englischen Dub-Version ist er noch übler.
PS: 1999 entstand ein Big-Budget-Remake, das sogar noch schlechter ist: Reptilian.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (US): Code 1 NTSC. Englisch 2.0. Vollbild.
Alternative Titel: Taekoesu Yonggary; Great Monster Yongary; Great Monster Yongkari; Monster Yongkari; Yongkari: Monster of the Deep
Regie: Ki-duk Kim

Monster-
Trash

Action * *

Humor *

Want to know more?

 

Y o u n g - j a :   O n   t h e   L o o  s e

Südkorea 1975 Ausführliche Kritik: hier.



 

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