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A s s a u l t !   J a c k   t h e   R i p p e r

Japan 1976 Ausführliche Kritik: hier.

 

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Japan 1975 Ausführliche Kritik: hier.

 

C o p s   V s   T h u g s   ~    K e n k e i    t a i   s o s h i k i   b o r y o k u

Reviewed 2003

Japan 1975 Kurashima City 1963: Sieben Jahre lang hat die Polizei damit verbracht, die Yakuza-Gruppen zu zerschlagen. Zwei sind aber noch übrig und bekämpfen sich erbittert: Ohara und Kawade. Der Boss von Ohara ist im Knast, weshalb Kawade die Chance für einen Schlag gekommen sieht. Doch Oharas Interimsboss Ken Hirotani hat einen starken Verbündeten: Den korrupten Detective Kuno (Bunta Sugawara). Der boxt seinen Freund Ken immer wieder raus und kriegt dafür Geld und Frauen. Das funktioniert bestens - bis ein neuer Polizei-Leutnant das Revier übernimmt und den Yakuzas den Kampf ansagt ...
In den 70ern drehte der am 12. 1. 2003 verstorbene Kinji Fukasaku (Battle Royale) unzählige erstklassige Yakuza-Thriller (siehe Yakuza Graveyard, Graveyard of Honor). "Cops Vs Thugs" gehört sicherlich zu den Höhepunkten seines Schaffens. In seinem typisch frenetischen Stil zeigt der Altmeister, wie ähnlich sich Cops und Yakuza doch sind. Beide brauchen rohe Gewalt, aber die Yakuza sind letztendlich wenigstens ehrenhaft - etwas, was man von den Cops in den Film nicht gerade behaupten kann. Insofern ist "Cops Vs Thugs" auch eine sozialkritische Studie von Japans maroden Justizsystem.
Aber so tief will der Film wohl gar nicht graben. Es ist letztendlich "nur" ein düsterer, extrem roher (bei Sex und Gewalt), moralisch durchzogener und sehr unterhaltsamer Gangsterstreifen mit sozialkritischer Note, toller, westlich geprägter Musik und flinker Kamera. Bei Prügelein kippt das extreme Widescreen-Bild manchmal so stark, dass die Charaktere horizontal liegen. Wegen der enormen Breite des Bilds (wohl 2.35:1) wirkt dieser Kameratrick besonders reizvoll und gibt dem Werk einen Pulp-Stil, der ihm zu Gute kommt. Liebhaber des japanischen Gangsterfilms kommen wohl nicht um einen aus Fukasakus Schaffen herum. Dieser hier ist jedenfalls zu empfehlen.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (UK): Code 2 PAL. Japanisch mono mit englischen UT. Anamorphic Widescreen.

Alternativer Titel: Kenkei tai sashiki boryoku
Regie: Kinji Fukasaku

Gangsterfilm

Gewalt * * *

Spannung * * *

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Japan 1975 Ausführliche Kritik: hier.

 

G r a v e y a r d   o f    H o n o r   ~    J i n g i   n o   h a k a b a

Reviewed 2003

Japan 1975 Tokyo 1946: Der brutale Gangster Rikio Ishikawa (Tetsuya Watari) schliesst sich der Kawada-Yakuza-Gang an. Schon bald bringt seine unkontrollierbare Neigung zu Gewalt Schande über den Clan. Als Rikio sogar seinen Boss tätlich attackiert, wird er für 10 Jahre aus allen Yakuza-Organisationen ausgeschlossen, weshalb er nach einer kurzen Haftstrafe nach Osaka zieht. Dort verfällt er den Drogen und braucht bald Geld. Er kehrt zurück nach Tokyo und legt sich sogar mit seinem einzigen Freund, dem Yakuza-Führer Imai (Kozaburo Imai) an. Nun steht er auf der Abschussliste aller Gangster. Rikio verfällt immer mehr dem Rauschgift und seine geschundene Frau Chieko (Yumi Takigawa) resigniert ebenfalls ...
Von allen Yakuza-Filmen des Altmeisters Kinji Fukasaku (Yakuza Graveyard, Cops Vs Thugs), die ich bisher gesehen habe, ist "Graveyard of Honor" der brutalste. 1975 war der Film eine Zäsur im japanischen Kino. Ein Zenit in der Gewaltdarstellung, ähnlich wie im Westen "The Wild Bunch". Nicht nur das: Auch die völlige Sinn-Entleerung des Yakuza-Ehrenkodexes in "Graveyard of Honor" hat das ganze Genre in eine scheinbare Sackgasse manövriert. Nicht zuletzt Fukasaku selbst hat sich jedoch in dieser Nische ein neues Zuhause geschafen: Brutal, nihilistisch, moralisch zwiespältig - wie viele seiner späteren Filme. Und wie jene von Takashi Miike. Genau der drehte 2002 nämlich ein Remake, das noch mehr Blut fliessen lässt, aber qualitativ dem Fukasaku-Werk nicht wirklich überlegen ist. Ich bewerte beide gleich ...
Aber zurück zum Original: Battle Royale-Regisseur Fukasaku perfektionierte mit dem Film seine Markenzeichen: Der Film ist rastlos inszeniert, wie bereits erwähnt sehr brutal, unterlegt mit einem coolen Soundtrack und gefilmt mit einer sich oft in Schräglage befindenden Kamera. Das erzeugt eine Disharmonie - und trägt zum allgemein hektischen Geschehen (v.a. in der ersten Stunde) bei. Während den 94 Minuten wird es einem also bestimmt nicht langweilig. "Graveyard of Honor" ist rohes, besonders Frauen gegenüber wie gewohnt besonders brutales Yakuza-Kino der Extraklasse. Die paar Jährchen sieht man dem Film zwar an und die Voice-Over sind etwas gar plakativ, aber das sind kleine Mankos ... Ein Wort noch zur Gewalt: Für alle, die einmal einen Miike-Film gesehen haben, ist das Gore-Level in "Graveyard of Honor" natürlich nichts. Die Gewaltszenen während dem Film sind aber für die damalige Zeit schon sehr gewagt. Und dann dieses Ende. Wie Miike in seinem Remake bewahrt sich Fukasaku den blutigsten (und surrealsten) Stunt für den Schluss auf. Der ist sogar 30 Jahre später noch recht deftig.

Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (UK): Code 2 PAL. Japanisch mono mit englischen UT. Anamorphic Widescreen.
Alternative Titel: Jingi no hakaba; Death of Honor
Regie: Kinji Fukasaku

Gangsterfilm

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Japan 1976 Ausführliche Kritik: hier.

 

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Japan 1975 Ausführliche Kritik: hier.

 

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W a t c h e r   i n   t h e   A t t i c

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A   W o m a n   C a l l e d   A b e   S a d a   ~    J i t s u r o k u   A b e   S a d a

Reviewed 28.11.05

Japan 1975 Tokio 1936: Die jung zur Geisha gewordene Abe Sada (Junko Miyashita) tritt unter dem Namen Kayo in die Dienste von Ishida Kichizo (Hideaki Esumi). Die 31-Jährige und der verheiratete Restaurantbesitzer entwickeln bald eine ungemeine Leidenschaft füreinander. Sie verlassen ihr Liebesnest kaum mehr und Abe Sada wird immer stärker davon besessen, Kichi für sich alleine zu haben.
Bereits ein Jahr vor Nagisa Oshimas Klassiker
In the Realm of the Senses verfilmte Noboru Tanaka dieselbe Tatsachen-Vorlage als "A Woman Called Abe Sada". Das erotische Drama entstand im Rahmen der "roman poruno"-Reihe des Studios Nikkatsu, einer Serie von kunstvollen und vergleichsweise romantischen Erotikfilmen innerhalb des blühenden "pinku eiga"-Sex-Genres der 70er-Jahre. Visuell knüpft "A Woman Called Abe Sada" deshalb auch eher an die hochstehenden Exploitation- und Erotikstreifen der Ära an, Filme wie Female Prisoner #701 oder Zero Woman. Von In the Realm of the Senses ist er trotz deckungsgleichem Inhalt bisweilen überraschend weit entfernt.
Die Handlung ist identisch, wobei Oshima sie noch weiter einengt. Tanaka erlaubt der Hauptfigur später im Film einen kurzen Background, doch auch er beschränkt sich hauptsächlich auf das Zimmer, in dem Abe Sada und Kichi ihrer Leidenschaft nachgehen. Was bei Oshima aber stets fatalistische und psychologisch tief schürfende Züge trug, wirkt in "A Woman Called Abe Sada" leichter. Das Wort ist nicht falsch zu verstehen, denn die Todeslust oder die Selbstverstümmelungen deuten die Tragödie von Beginn weg an - doch die Bildsprache wirkt weniger einengend (trotz des kleinen Raums) und die Akteure agieren lockerer. Ja verliebter. Und deswegen auch erotischer.
Ich möchte
In the Realm of the Senses keineswegs den Klassiker-Status oder die Erotik absprechen, doch "A Woman Called Abe Sada" ist der deutlich sinnlichere Film. In jeder Aktion stecken Lust und Zärtlichkeit - im Essen, im Würgen, im Baden, im Bestrafen. All dies durchaus mit sadomasochistischem Einschlag, aber ohne den so destruktiven Beigeschmack des Nachzüglers. Ausserdem war In the Realm of the Senses expliziter: Er entstand teilweise im Ausland, was den Filmemachern den Einbezug von Hardcore-Szenen erlaubte. "Abe Sada" dagegen wurde unter dem japanischen Zensur-Code gedreht und ist nur suggestiv explizit. Wirklich sehen tut man erstaunlich wenig. Und wie so oft heisst dies: Die Fantasie ist stärker - der Film ist erotischer. Das hat seine Vor- und Nachteile.
Der grösste Vorteil ist die berauschende Präsentation. Die Bilder sind edel und wenn sie dann noch derartige Berührungen und exzessive Liebe zeigen, haben sie eine aufheizende Wirkung. Der Nachteil ist das doch ziemlich deutliche Wegfallen von Tiefgang. Natürlich birgt die Geschichte selbst interessanten Diskussions-Spielraum, doch letztendlich ist "Abe Sada" anders als im
In the Realm of the Senses eine einfache, wenn auch zerstörerische Liebesgeschichte. Doppeldeutige und vielschichtige Szenen gibt es alleweil. Mir hat besonders die berühmte Entmannung von Kichi gefallen, die natürlich jedem männlichen Zuschauer einfährt. Hier sieht man jedoch relativ wenig wirklich, stattdessen geht Tanaka ganz nahe dran mit der Kamera und lässt die Sache aussehen wie eine Geburt mit umgedrehten Geschlechtervorzeichen: Sie ist die Geburtshelferin, er gebärt ein Baby: seinen Penis, den sie danach liebkosen kann. Doch eine echte Aussage ist dahinter nicht zu entdecken. Es ist eher Spielerei.
Welchen Film ich besser mag, ist schwer zu sagen. Ich habe
In the Realm of the Senses schon eine geraume Zeit nicht mehr gesehen. Doch "A Woman Called Abe Sada" ist in jedem Fall ein hoch faszinierender, enorm sinnlicher und edel gefilmter Klassiker, der seinen verdienten Status erst langsam anerkannt bekommt. Jahrelang stand er im Schatten seines expliziteren Nachzüglers - und dies nicht unbedingt zu Recht. In Sachen Ästhetik, Schauspiel und v.a. Erotik braucht sich Tanakas Werk jedenfalls nicht zu verstecken.
Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (D): Code 2 PAL. Japanisch und Deutsch 2.0 mit deutschen UT. Anamorphic Widescreen.
Alternativer Titel:
Jitsuroku Abe Sada; Die Geschichte von Abe Sada; A Woman Called Sada Abe
Regie: Noboru Tanaka

Erotikdrama

Erotik * * * *

Gewalt * *

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Reviewed 2003

Japan 1976 Japan steckt in einer Wirtschaftskrise, das kriegen auch die Gangstersyndikate zu spüren. Die mächtige Yamashiro-Organisation will deshalb den Nishido-Yakuzas einen Teil des lukrativen Glücksspiel-Markts in Osaka abnehmen. Der daraus resultierende Bandenkrieg belastet die Polizei. Einer der Ermittelnden ist der knallarte Cop Kuroiwa (Tetsuya Watari). Er verliebt sich dabei in die Nishido-Frau Keiko und wird zum besten Freund des prügelstarken Iwata "Bull". Genau diese Beziehung bringt Kuroiwa aber den Ärger seiner Bosse ein, die zum Grossteil in Yamashiros Tasche stecken ...
Regisseur Kinji Fukasaku, der am 12. Januar 2003 73-jährig einem Krebsleiden erlag, ist in unseren Breitengraden berühmt für seine Mitwirkung an "Tota! Tora! Tora!", seinen Yakuza-Filmen (z.B. Cops Vs Thugs, Graveyard of Honor, Yakuza Papers) und natürlich Battle Royale. "Yakuza Graveyard" gehört zu seinen besten Gangsterfilmen und fungiert nicht nur als Wegweiser für Fukasakus Schaffen in den Mitte-Siebzigern, sondern auch als ein Film, der den Übergang des klassischen japanischen Gangster-Pulps von Seijun Suzuki und Co. hin zum modernen Gangster-Pulp von heute (u. a. Takashi Miike) markiert. Der Streifen ist roh, brutal und moralisch ambivalent. Inszeniert ist "Yakuza Graveyard" höchst impulsiv, das extreme Breitbild (2.35:1) kontrastiert herrlich mit den hektischen Kamerabewegungen und dem körnigen Filmmaterial. Die 96 Minuten gehen da im Nu vorbei. "Yakuza Graveyard" mag die Eleganz der Suzuki-Filme oder die surreale Gewalt eines Miike fehlen, doch Fukasaku weiss einfach, wie man einen harten Gangsterfilm dreht. 
Hier auf DVD erhältlich
Meine Disk (UK): Code 2 PAL. Japanisch mono mit englischen UT. Anamorphic Widescreen.
Alternative Titel: Yakuza no hakaba: Kuchinashi no hana; Yakuza Burial: Yasmin Flower
Regie: Kinji Fukasaku

Gangsterfilm

Gewalt * * *

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