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Horrorfilm
Hongkong 2007
Alternative Titel Gong tau: An Oriental Black Magic; VoodDoo; 降頭

Regie Herman Yau Lai-To
Drehbuch Herman Yau Lai-To, Lam Chun-Yue
Darsteller Mark Cheng
Ho-Nam, Maggie Siu Mei-Kei, Lam Suet, Kenny Wong Tak-bun,
Kris Gu Yu,
Hui Shiu-Hung, Teng Tzu-Hsuan, Pauline Yam Bo-Lam, Lau Kam-Ling

Länge 97 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 18

 

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 5.8.07
©  Bilder Point of View Movie, Screenshots molodezhnaja


STORY
Karpi (Maggie Siu) wird in ihrer Wohnung von Schwarzer Magie befallen. Ihr Kind stirbt in seiner Krippe, durchbohrt von nicht sichtbaren Nägeln. Karpis Ehemann, der Polizist "Rockman" Lok-Man (Mark Cheng) und sein Partner Sum (Lam Suet) vermuten den Schurken Lam Chiu (Kenny Wong) hinter der Tat, der mit Rockman noch eine Rechnung offen hat. Ihre Recherchen ergeben, dass Karpi mit einem lebensgefährlichen Gong-tau-Fluch belegt wurde und dieser so schnell wie möglich weg muss. Langsam dämmert Rockman, dass das Unheil, das seine Frau befallen hat, mit seinem Trip nach Thailand in Verbindung stehen könnte: Dort hatte er eine Affäre mit der Nachtclub-Tänzerin Elli Lam (Teng Tzu-Hsuan
).

 

REVIEW
In letzter Zeit bekam der geneigte Hongkong-Filmfan das Gefühl, Herman Yau habe mit Untold Story und Ebola Syndrome bloss zwei Zufallstreffer gelandet. Jene Kategorie-III-Schocker aus den Jahren 1992 und 1996 sind immer noch seine bekanntesten und wohl besten Werke. Dahingegen tauchten Yaus jüngere Kreationen wie Cocktail, Dating Death oder der Karrieretiefpunkt Astonishing in kaum einer Bestenliste auf. Nicht verwunderlich also, dass sich der Regisseur mal wieder auf das besann, was anscheinend am besten kann: Kategorie-III-Horror für ein kleines, aber hungriges Publikum. Sein Beitrag: "Gong tau", ein kurzweiliger, ziemlich derber Schwarzmagie-Schocker, der mit dem Shaw Brothers-Film Black Magic den Originaltitel teilt, inhaltlich aber kaum Überschneidungen hat.

Yau spinnt vielmehr aus bekannten Versatzstücken vieler Voodoo- und Schwarzmagie-Filme ein Gruselfilmchen, das nicht mit widerlichen Szenen geizt und, da damit das Kategorie-III-Rating eh bereits sicher ist, auch noch ein paar Nacktszenen einstreut. Die Art Film also, die Hongkong-Fans in den letzten Jahren immer weniger zu sehen bekam. Für Yau jedenfalls ist die Rückbesinnung ein Segen: "Gong tau" ist zwar kein wirklich guter Film, aber einer, der Genrefans bei Laune hält.

Höhepunkte sind natürlich die Zeremonien des Magiers, die ihre blutigen Auswirkungen haben, welche bis ins Kinderzimmer reichen. Tote Babys gibt es nur in wenigen Filmen - das blutige Abmurksen von Säuglingen gilt fast als Tabu unter Horrorfilmern, doch Yau schreckt davor nicht zurück. Danach tischt er das Auswürgen von Tausendfüsslern, eine überaus fleischige Obduktion und das Abtrennen eines fliegenden Kopfes auf. Diese herumschwirrenden Geisterköpfe gehören zum Standardrepertoire des südostasiatischen Kinos von Hongkong über Thailand bis nach Indonesien. Yaus CGI-lastige Darstellung des Kopfs ist zwar etwas steril, erfüllt aber ihren Zweck.

Und das gilt für fast alle Splatterszenen des Films. Körpersäfte, Maden, Fleischwunden - alles da, alles ganz adrett anzuschauen. Dazu ein wenig Samenflüssigkeit, giftige Viecher und sonstige Nettigkeiten. Ähnlich gut sieht es beim Look des Films aus, bei dem Dunkelheit die Szenerie dominiert. Die Musik dazu ist unspektakulär und die Schauspieler leisten ebenso solide Arbeit. Nur Maggie Siu (Election) sticht mit ihrem hysterischen Getue aus dem Ensemble heraus, der Rest, von Mark Cheung (Election 2) bis Nebendarsteller-Ikone Lam Suet, ist unaufdringlich gut und tauscht auch die bizarrsten Dialoge mit fast absurder Ernsthaftigkeit auf.

Doch wer guckt sich einen Film wie "Gong tau" schon für allfällige technische Qualitäten an? Er sollte vielmehr das bieten, was das Kategorie-III-Rating möglich macht: Sex and Gore. Bei Letzterem trumpft Herman Yau auf, zwar manchmal etwas digital-steril, aber meist überzeugend. Und selbst Sex gibts ein wenig, massgeblich der nackte Körper von Teng Tzu-Hsuan, die auch ein paar doppeldeutige Texte über ihre schönen Lippen kommen lässt. Das alles macht kaum grosses Kino aus, aber einen kleinen Arschkick für das etwas dahinsiechende Kategorie-III-Kino Hongkongs und eine brauchbare Ablenkung für Genre-Fans.

 

MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Katonesisch 5.1 und DTS sowie Mandarin 5.1 mit englischen und chinesischen Untertiteln.

 

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SCREENSHOTS

 


 

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