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Tragikomödie
Japan 1972
Alternative Titel Otoko wa tsurai yo: Shibamata bojo; Tora-San 9;
It's Tough Being a Man: Shibamata Longing; 男はつらいよ・柴又慕情

Regie Yoji Yamada
Drehbuch Yoji Yamada, Yoshitaka Asama
Darsteller Kiyoshi Atsumi, Chieko Baisho,
Sayuri Yoshinaga, Tatsuo Matsumura, Chieko Misaki,
Seiji Miyaguchi, Gin Maeda, Hisao Dazai, Gajiro Satoh, Masaaki Tsusaka, Hayato Nakamura

Länge 108 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
o.A.

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 14.8.08
©  Bilder Shochiku, Screenshots molodezhnaja


STORY
Torajiro (Kiyoshi Atsumi) kehrt einmal mehr nach Shibamata zurück, nur um am Süssigkeitenladen und Gasthaus von Onkel Tatsuzo (Tatsuo Matsumura) und Tante Tsune (Chieko Misaki) ein "Zimmer zu vermieten"-Schild zu sehen. Er fühlt sich ausgesperrt und will wieder gehen, bleibt dann aber doch - nur so lang, bis er seine Schwester Sakura (Chieko Baisho) und deren Mann Hiroshi (Gin Maeda) unglücklich beleidigt. Kurzum zieht er wieder von dannen. Auf seiner Reise trifft er in Kanazawa erstmals auf eine kleine Reisegruppe von drei Damen. Es dauert nicht lange und er unterhält das Trio mit seiner charmanten Tölpelhaftigkeit. Zwei der Damen besuchen Tora bald schon daheim. Die dritte, Utako (Sayuri Yoshinaga), schaut bald ebenfalls vorbei - und Tora ist umgehend über beide Ohren verliebt. Doch Utako hat eine Sorge in ihrem Leben: ihren Vater
(Seiji Miyaguchi), einen deprimierten Schriftsteller.

 

REVIEW
Na was ist denn das? "Tora-San's Dear Old Home" beginnt mit einer Traumsequenz, in der Tora-San den lange verlorenen heldenhaften Bruder spielt, der seine Schwester und ihren Mann vor der Gewalt bösartiger Geldeintreiber schützt. Das wäre an sich nichts Besonderes, schon Tora-San's Cherished Mother und Tora-San's Runaway bauten am Anfang Traumsequenzen ein, doch diesmal bedeutete es den Auftakt zu einer Tradition: Fortan begann für viele Jahre jede Tora-San-Folge mit einer Traumszene - manche davon reichlich bizarr, bis hin zu Gastauftritten von Godzilla und UFOs. Es ist schön, mitzuerleben, wie sich diese Reihe langsam fortentwickelt und immer neue Standardelemente anäuft. Sie verharrt in ihren geliebten Mustern und erweitert diese jedoch auch immer wieder.

Es ist auch nicht die einzige Neuerung in dieser Episode. Die zweite ist trauriger: Shin Morikawa, der die Rolle des Onkels spielte, verstarb 1972 im Alter von nur 60 Jahren und musste durch Tatsuo Matsumura ersetzt werden, der zuvor kurz in Tora-San's Shattered Love zu sehen war. Der Neue ist nicht schlecht, hat vielleicht eine gewöhnungsbedrüftige Stimme, doch Morikawas Fehlen sorgt schon für Wehmut. Als wolle Yamada dies ausgleichen ist diese neunte Folge auch eine der witzigsten. Vor allem mit Toras erstem Auftauchen daheim kommen die Pointen in Schuss und erreichen etwa um die Stundenmarke ihre Höhepunkte. Hier eine kleine Auswahl:

Legendär ist etwa der "Butter"-Gag, den Yamada schon in allerersten Tora-San anwandte. Diesmal ist es Tora selbst, der aus Versehen beim Foto Machen "Buttaaa" statt "Cheese" sagt und damit seine Begleiterinnen in einen Lachanfall versetzt. Mit geradezu perfektem Timing spielt Yamada danach Johann Strauss' berühmten "Frühlingsstimmen-Walzer" ein und steigert den Effekt der Szene noch. Einfach herrlich. Später daheim zupft Tora mal aus Versehen beim Strecken eine Topfpflanze aus - was simpel klingt ist ungeheuer amüsant, auch dank Toras peinlich berührtem Gemurmel.

Bald darauf besucht ihn Utako zum ersten Mal. Er kriegt regelrechte Schweissanfälle als er mit ihr alleine im Haus sitzt. Ihr erstes Abendessen ist nicht minder köstlich, wenn Tora erst versucht, die Familie zum Ernstsein zu verdammen und nach und nach alle einen Lachanfall bekommen. Da spürt man wirklich, Utako könne es endlich sei - könne die Frau sein, die Toras Liebe erwidert. Dass es nicht so ist, weiss man auch, schliesslich gehört dies zur Standardformel der Reihe. Doch man würde es sich ernsthaft wünschen. Wenn er ganz am Ende sagt "ich habe wieder einmal die Liebe verloren" dann ist das richtiggehend rührend. Diese Serie verdient sich ihre Emotionen.

Mit einer der schöneren Romanzen, einigen der besten Gags, der gewohnt hochwertig-einfachen Inszenierung und Kiyoshi Atsumi in Hochform schwingt sich "Dear Old Home" zu einer der besten Episoden überhaupt hoch. Ich habe selten bei einem "Tora-San"-Film so oft geschmunzelt oder gar lauthals gelacht wie bei dieser Episode. Und Utako, verkörpert von der zauberhaften Sayuri Yoshinaga, die 35 Jahre später in Yamadas rührendem Kabei: Our Mother die Titelrolle spielte, ist ein echter Aufsteller. Dazu die Neuerung mit der Traumsequenz und (etwas ganz Nebensächliches) den ersten gesprochenen Worten von Sakuras Filmsohn - das hat schon etwas. Von mir gibts vier Sterne für einen witzigen, berührenden und hochgradig liebevollen Film. Tora-Fans kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Und weil der Film wohl auch beim Publikum gut ankam, durfte Utako in Folge 13 namens Tora-san's Lovesick noch einmal zurückkehren ...

Fortsetzung: Tora-San's Dream Come True (1972)

 

MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Japanisch mono mit englischen und chinesischen Untertiteln.

 

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Yesasia (Liefert aus HK)
YesAsia (Japanischer Re-Release mit überarbeitetem Bild)

 

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