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Tragikomödie
Japan 1973
Alternative Titel Otoko wa tsurai yo: Watashi no tora-san; Tora-San 12;
It's Tough to Be a Man: My Tora-San; Tora San's Loves an Artist; 男はつらいよ・私の寅さん

Regie Yoji Yamada
Drehbuch Yoji Yamada, Yoshitaka Asama
Darsteller Kiyoshi Atsumi, Keiko Kishi, Chieko Baisho,
Tatsuo Matsumura, Chieko Misaki,
Gin Maeda, Hisao Dazai, Chishu Ryu, Takehiko Maeda, Masahiko Tsugawa, Hayato Nakamura

Länge 108 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
o.A.

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 25.8.08
©  Bilder Shochiku, Screenshots molodezhnaja


STORY
Tora (Kiyoshi Atsumi) reist heim nach Shibamata zu Onkel Tatsuzo (Tatsuo Matsumura), Tante Tsune (Chieko Misaki), Schwester Sakura (Chieko Baisho) und deren Ehemann
Hiroshi (Gin Maeda). Dort erfährt er, dass die Familie einen Ausflug auf die südliche Insel Kyushu unternehmen wird und er nicht informiert wurde. Wütend bleibt er zurück und passt mit Umetaro (Hisao Dazai) auf den Laden auf. Als die Verwandten zurückkommen, eskaliert schon bald der Streit, doch Tora bleibt für einmal im Haus. So trifft er seinen alten Schulfreund Fumihiko (Takehiro Maeda)
wieder - und wichtiger noch: dessen Schwester, die Künstlerin Ritsuko (Keiko Kishi). Nach anfänglichen Turbulenzen kommen sie und Tora sich näher.

 

REVIEW
Ähnlich wie der Vorgänger
Tora-San's Forget Me Not ist auch der zwölfte Beitrag dieser herrlichen Serie nicht gänzlich gelungen. Vielmehr teilt sich die Qualität in zwei verschiedene Ebenen auf: Die erste Hälfte ist solide und trotz einer leichten Abwandlung der typischen Tora-Formel nicht übermässig aufregend. Dafür ist die zweite Hälfte umso besser und macht auch diese Episode zu einem sehenswerten Film. Grund daran hat die Madonna (so heissen die Frauen, in die sich Tora jeweils verliebt): Sie wird gespielt von der entzückenden Keiko Kishi (Early Spring, Hunter in the Dark, "Kwaidan"), die ihren reifen Charme formidabel einsetzt und dem Film ebenso zu amüsanten wie nachdenklichen Szenen verhilft. Ihre Chemie mit Kiyoshi Atsumi ist jedenfalls vorzüglich. Und der Tora-Darsteller selbst glänzt einmal mehr mit Pathos und Slapstick-Witz.

Eröffnet wird "Tora-San Loves an Artist", wie jede Episode seit Tora-San's Dear Old Home, mit einer Traumsequenz. Diese ist ziemlich gut und zeigt Tora als Beschützer der Armen - inklusive eines schön kitschigen Abschlusses. Danach folgt die eigentliche Routine: Heimkehr nach Shibamata, Streit mit der Familie, Wegzug. Doch diesmal stellt Yamada die Formel auf den Kopf, indem Tora zurückbleibt und den Laden hütet, während die Familie auf Reisen geht - unter anderem in einen Affenpark und zum Vulkan Aso auf Kyushu. Ein ungewohnter Anblick, der über die ansonsten etwas witzarme Hälfte hinwegtröstet. Der tollste Cut des Films kommt, als der Wildparkhüter den alleine sitzenden Affen auf dem Fels anspricht und der nächste Schnitt Tora in derselben Pose zeigt.

Dann kommt endlich Ritsuko ins Spiel und dies erst noch furios, denn als erstes beginnt sie mit Tora, der ein Bild von ihr verwüstet hat, einen heftigen Streit. Später finden die beiden zusammen und die Dynamik stimmt sofort. Warum es nicht funktionieren darf zwischen ihnen, wirkt diesmal etwas gesucht, doch das schwächt die reife Beziehung kaum ab. Sie steht im Zentrum des Films und hält ihn hochwertig. Dazu kommen natürlich jede Menge klassischer Elemente, so etwa Toras erster Auftritt daheim. Wie immer schleicht er zuerst still vorbei, guckt im Bildhintergrund unauffällig durch die Tür, nur um danach im zweiten Anlauf das Haus zu stürmen. Ein Evergreen. Und auch die klassische Musik, die mir seit Tora-San's Dear Old Home aufgefallen ist, kommt wieder zum Zug: Auf Strauss, Vivaldi und Back folgt diesmal Schubert.

Für Freunde der Reihe bietet "Tora-San Loves an Artist" den gewohnt hohen Standard, auch wenn das gewisse Etwas fehlt, um ihn zu einem überragenden Beitrag zu machen. Die "Madonna" Keiko Kishi ist klasse, die Traumsequenz am Anfang gefällt und den Mix zwischen Humor und Wehmut trifft Regisseur Yoji Yamada einmal mehr perfekt. Doch vielleicht wäre eine bessere Verknüpfung der beiden Filmhälften sinnvoll gewesen. Und mehr Szenen zwischen Ritsuko und Tora. Aber wer weiss, vielleicht braucht es einfach ein Quäntchen unerklärbarer Magie, welche eine gute von einer grandiosen "Tora-San"-Episode unterscheidet. Auf jeden Fall ist auch diese Folge mehr als gelungen und wird dem Ruf der charmanten Erfolgsserie voll gerecht.

Fortsetzung: Tora-San's Lovesick (1974)

 

MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Japanisch mono mit englischen und chinesischen Untertiteln.

 

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YesAsia (Japanischer Re-Release mit überarbeitetem Bild)

 

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