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Samuraifilm
Japan 2012
Alternative Titel Ruroni Kenshin: Meiji kenkaku roman tan; るろうに剣心 -明治剣客浪漫譚

Regie Keishi Ohtomo
Darsteller Takeru Sato, Emi Takei, Munetaka Aoki, Teruyuki Kagawa, Yu Aoi, Koji Kikkawa,
Gou Ayano, Genki Sudo, Taketo Tanaka, Yosuke Eguchi, Eiji Okuda

Länge 134 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 16

     

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
.

©  Text Marco, molodezhnaja 1.5.2013
©  Bilder Warner Bros., Screenshots molodezhnaja


STORY
Während des Bakumatsu-Kriegs war der junge Samurai Himura Kenshin (Takeru Sato) als Kampfmaschine mit dem Namen Hitokiri Battosai bekannt. Doch 1867 enden die Kriege mit der blutigen Schlacht von Toba-Fushima, die den Beginn der Meiji-Restauration einläutete. Für Kenshin ist dies das Zeichen, mit dem Töten aufzuhören. Fortan zieht er mit einem kampfuntauglichen Schwert durchs Land. Zehn Jahre später trifft er in Tokio auf die zierliche Kamiya Kaoru (Emi Takei), die eine Schwert-freie Kendo-Schule betreibt. Von ihr erfährt er vom sadistischen Geschäftsmann Takeda Kanryu (Teruyuki Kagawa), der seine Zwangsarbeiter dazu nötigt, Opium herzustellen - unter ihnen auch die verletzliche Takani Megumi (Yu Aoi), die Kenshin um Hilfe bittet.

 

REVIEW
Die alte Geschichte vom pazifistischen gewordenen Krieger wird hier modern aufgemacht. Als Grundlage diente der
Nobuhiro Watsuki in den Jahren 1994 bis 1999 publizierte Manga, der bereits etliche Anime-Serien und andere Werke nach sich zog. Ich habe lediglich vor Jahren den Anime-Ableger Samurai X gesehen habe, insofern gehe ich als Novize an "Rurouni Kenshin" heran, ohne Vergleiche, wie sich Figur X mit derselben im Comic verhält. Rein aus cineastischer Sicht ist dem TV-Serien-Regisseur Keishi Ohtomo auf jeden Fall ein sehenswertes Stück Unterhaltung gelungen. Grosses Kino vielleicht nicht, aber Fun allemal.

Vor allem stimmt der Ton: Manches wirkt überzeichnet, die Bösewichter haben leuchtende Augen, der Held androgyne Züge - doch alles ist dennoch erdig gehalten und zumindest in diesem Kontext auch glaubwürdig erzählt. Ähnlich ausgewogen auch die Ernsthaftigkeit des Ganzen, denn obwohl es um Tod und Rache und alle möglichen düsteren Sachen geht, so ist doch eine gewisse Leichtigkeit vorhanden. Mal schmunzelt der Held, mal flirtet er, mal blutet er heftig. Diese Balance verleiht "Rurouni Kenshin" eine Qualität, die manch anderer Manga-Adaption abgeht. Die Kehrseite dieses Ansatzes ist der Hang zum anbiedern an den Massengeschmack. Man stelle sich vor, ein Takashi Miike hätte den Film inszeniert, dann hätte er im Idealfall eine ganz eigene Sprache. Eine solche ist bei dieser Version nicht vorhanden.

Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn trotz seiner recht happigen Überlänge ist "Rurouni Kenshin" nie träge, sondern kommt flott voran und erzählt seine Geschichte in ansprechenden Bildern. Das kam wohl bei Fans und Neulingen gleichermassen an, weswegen sich der Film in den japanischen Kinojahrescharts in die Top 20 manövrierte, knapp hinter "Men in Black 3" und knapp vor Skyfall. Mit seinen Anteil daran hat sicherlich auch Hauptdarsteller Takeru Sato, der sich eine Karriere mit Mangaverfilmungen aufgebaut hat, etwa "Kamen Rider" oder MW. Er wirkt immer etwas distanziert, macht auf typischen Teenie-Weltschmerz, obwohl er schon deutlich jenseits der 20 ist. Doch das kommt gut an, sozusagen Jugendlichkeit und Reife in einem.

Die anderen Akteure haben es da schwer: Die TV-Darstellerin Emi Takei wirkt etwas austauschbar, ihre Romanze mit Kenshin wenig erfrischend und wenig prickelnd. Es ist eher eine freundschaftliche Beziehung, die hier rüber kommt. Noch schlimmer erwischt es die von mir eigentlich sehr verehrte Yu Aoi, die eine blasse Rolle inne hat, sich schauspielerisch nie entfalten kann und somit wie ein Fremdkörper wirkt. Auch etwas fremd sind die Schurken, doch ihr Chargieren verleiht dem Film etwas mehr Leben - das gilt vor allem für Teruyuki Kagawa, der genussvoll den Schmierfink gibt.

Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich auf der Action, macht die doch schon im Manga einen wichtigen Teil aus. Hier ist sie sauber umgesetzt, choreografiert von Kenji Tanigaki, der schon bei Hongkong-Filmen wie Wu Xia die Choroegrafie übernahm. Er beginnt die Kämpfe meistens langsam mit einer klar definierten Kampfstellung und lässt die Action dann explosiv kommen. Unterbrochen wird sie jeweils von kurzen Dialogen, die meistens darauf abzielen, den Gegenüber zu necken und das Publikum zu amüsieren. Ein guter Mix. Damit sind wir schon wieder bei der Mischung: "Rurouni Kenshin" ist ein gelungener Cocktail aus Samuraifilm, Manga-Style, Action, Humor, Romantik und Drama, ansprechend verquirlt und bereit für Fortsetzungen. Meinetwegen gern. Nur dann vielleicht mit ein wenig mehr Mut zum Aussergewöhnlichen, dann gibts auch den an sich verdienten halben Stern mehr ...

 

MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Japanisch 5.1 mit englischen und chinesischen Untertiteln.

 

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EXTERNE LINKS 
imdb.com

 

SCREENSHOTS

Screenshots der DVD mit PowerDVD 12, verkleinert und geschärft mit Photoshop CS2


 

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