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28.6.17

Kritik des Animes Angel's Egg (* * * ½)

24.6.17

Kritik von Cutie Honey: Tears (* *)
Kritik des indonesischen Actionfilms Headshot (* * *)
Kritik des koreanischen Dramas A Girl at My Door (* * * ½)

Beguiled, The (2017) * * * Sofia Coppolas Adaption des Romans ist weniger auf Macho getrimmt als das Clint-Eastwood-Don-Siegel-Original von 1971, setzt den Fokus dafür voll auf Atmosphäre und Bilder. Die Akteure glänzen, die erste Hälfte ist gelungen, doch am Ende wirkt der Film seltsam dünn.

Wedding Ringer, The (2015) - Die Trauzeugen AG * * ½ Kurzweilige, aber auch höchst vorhersehbare Komödie mit Kevin Hart, der die Hochzeit von Josh Gad aufpeppen soll. 

21.6.17

Kritik von Bong Joon-hos Okja (* * *)

Girl With All the Gifts, The (2016) * * * Die Romanverfilmung wirft einen spannenden neuen Blick aufs Zombiegenre, wenn auch das Ende etwas mehr bieten dürfte. Überzeugende Schauspieler runden die Sache ab.

Transformers: The Last Knight (2017) * * Die erste "ungerade" Transformers-Folge, die nicht viel taugt: Mehr vom selben, uninspiriert und recht orientierungslos zusammenmontiert, nur um dann auch wieder auf zweieinhalb Stunden aufgebläht zu werden. Wenn es wirklich der letzte Film sein sollte, dann auch gut, denn diesen öden Figuren trauert kaum jemand eine Träne nach. Solides im Film? Die Action ist etwas entschleunigt (aber so chaotisch wie gewohnt), die Tricks sind sauber.

Party, The (2017) * * * ½ Sally Potter drehte in Schwarzweiss und mit einer Luxus-Besetzung ein Beinahe-Theaterstück, das komplett im selben Haus spielt. Es geht um Feminismus, Politik, Glaube, Sex, Liebe - und das alles in nur 70 Minuten. Daher endet der Film fast zu abrupt, ich hätte den Figuren (etwa Bruno Ganz als netter, esoterisch verblendeter Deutscher, Patricia Clarkson als Erz-Zynikerin, Cillian Murphy als Koks-Banker oder Cherry Jones als Lesbe und Gender-Spezialistin). Man kann das Ganze auch als Parabel auf das England von Heute anschauen, nicht umsonst läuft in den Credits die Ersatz-Nationalhymne "Jerusalem".

Gifted (2017) * * * "Amazing Spider-Man"-Regisseur Marc Webb inszenierte Chris Evans als Vater eines hochbegabten Kindes. Die Story nimmt so ziemlich jede Wendung, die man vorausahnen kann, aber mit viel Charme und erstaunlicher Zurückhaltung.

20.6.17

Rough Night (2017) - Girls' Night Out * * ½ Mit Scarlett Johansson ungewöhnlich prominent besetzte Girl-Comedy, die auch den Mut hat, morbides "Very Bad Things"-Terrain zu betreten. Aber die Gags sind oft plump, der Film findet nicht den richtigen Ton. Potential verschenkt. 

Collateral Beauty (2016) * * ½ Das starstark besetzte Melodrama (Will Smith, Kate Winslet, Helen Mirren, Edward Norton, Keira Knightley) ist so unglaubwürdig wie plump, drückt bemüht auf die Tränendrüsen und schafft es trotzdem nicht, nachhaltig zu bewegen. 

Voice from the Stone (2017) * * Schwaches Mysteryfilmchen mit "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke und den üblichen Haunted-House-Zutaten, die mehr schlecht als recht mit Melodrama gekoppelt werden.  

Masterminds (2017) * * ½ Die schön überzeichnete Komödie beruht auf Tatsachen, doch die Figuren snd so übertrieben seltsam, dass weder Glaubwürdigkeit noch Spass so richtig aufkeimen wollen. 

Fences (2016) * * * Die Theaterverfilmung von Denzel Washington ist zweifellos stark gespielt (von Washington selbst sowie Viola Davis), doch die endlosen Dialoge strengen an und die Charaktere nimmt man nicht wirklich für voll. Gibt es wirklich Müllmänner, die einen so seltsamen Mix aus Gossensprache (Nigger hier, Nigger da) gemixt mit hochgestochenen Theaterphrasen von sich geben?

Shimmer Lake (2017) * * ½ Bankräuber und Polizisten übertrumpfen sich gegenseitig mit Dummheit. So weit, so gewöhnlich. Doch die Handlung ist Tag für Tag rückwärts erzählt. Eine reizvolle Idee, aus welcher die Netflix-Krimikomödie jedoch nicht wahnsinnig viel herausholt.

Everything, Everything (2017) * * ½ Durchaus charmante und bewegende Jugendromanverfilmung, die aber etwas gar konstruiert wirkt und im letzten Drittel alle Glaubwürdigkeit einbüsst.

12.6.17

Kritik des koreanischen Thrillers Hide and Seek (* * *)
Kritik des Trashfilms Teenage Zombies (*)

10.6.17

Kritik des Bollywood-Films Dear Zindagi (* * *)
Kritik des britischen Sci-Fi-Films The Tunnel (* * *)
Kritik des Horrorfilms Beast from Haunted Cave (* *)
Kritik des koreanischen Thrillers Asura - The City of Madness (* * *)
Kritik von Takashi Miikes Shield of Straw (* * *)

Wonder Woman (2017) * * * * Dank "Monster"-Regisseurin Patty Jenkins, die aus unerfindlichen Gründen 15 Jahre lang weg vom Fenster war, kommt das DC-Universum zu seinem besten Film seit langem: tiefgründig in seinen Themen, locker in seiner Präsentation, dynamisch in seiner Inszenierung, wirkungsvoll in seinem Zeitlupeneinsatz, sauber gefilmt und vertont, und vor allem hervorragend besetzt mit der quicklebendigen Gal Gadot. Dass ihre Rolle auch eine Frauenpower-Botschaft in die doch eher männerlastigen Comicverfilmungen bringt, ist sozusagen ein Bonus nebenbei.

Snatched (2017) * * Lahme Komödie, die nie das richtige Timing findet. Amy Schumer ist zu unsympathisch und Goldie Hawn (in ihrem ersten Film seit 15 Jahren) darf ihre typische Energie nie rauslassen. 

Billy Lynn's Long Halftime Walk (2016) - Die irre Heldentour des Billy Lynn * * * In der Romanverfilmung von Ang Lee ("Life of Pi") wird ein junger US-Soldat in der Heimat als Held inszeniert. Dabei hat ihn seine Fronterfahrung im Irak traumatisiert. Der gewagt montierte Film holpert etwas, zeigt aber auf schlaue Weise die Verlogenheit der amerikanischen Heldenkultur auf. 

Kind of Murder, A (2016) * * Die Patricia-Highsmith-Verfilmung ist zwar solide besetzt, erzählt aber die fade Geschichte ohne Flair und mündet im Nichts. 

33, The (2015) * * * Die international besetzte Produktion basiert auf dem chilenischen Grubenunglück von 2010 und weicht kaum von den Formeln eines solchen Films ab. Aber er bewegt fraglos und ist überzeugend in Szene gesetzt. 

Ballerina (2016) * * * Putziger Trickfilm aus Frankreich, gerichtet an das Zielpublikum Mädchen. Die Bildsprache ist gelungen, die Inszenierung flott. 

Void, The (2016) * * * Der per Crowdfunding finanzierte, schön schleimige Horrorschocker ist ein angenehmes Revival des 80er-Genrekinos à la John Carpenter. Etwas vieles spielt im Dunkeln, weshalb man die teils sehr gelungenen Tricks (die meist nicht aus dem Computer stammen) gar nicht richtig bestaunen kann. 

5.6.17

Kritik des Animes Appleseed Alpha (* * *)
Kritik des Stummfilmdramas Regeneration (* * *)
Kritik des japanisch-indonesischen Schockers Killers (* * * ½)

Männerhort (2014) * * Einfallslose Komödie, die alte Männerwitze hortet, und dabei die gute Besetzung (u.a. Elyas M'Barek, Christoph Maria Herbst) vergeudet. 

Juif pour l'example, Un (2016) * * * Ein wichtiger Schweizer Film um eine reale Tragödie zur naziverseuchten Zeit. Die Inszenierung ist etwas gewöhnungsbedürftig (moderne Autos und Klamotten in einem Film aus den 40ern) und das Ganze etwas steif. Aber starke Akteure und das eindringliche Thema machen's wett. 

Allied (2016) * * * Sauber inszenierte, aber etwas sterile Zweit-Weltkriegs-Agentenromanze von Robert Zemeckis. Bei Brad Pitt fällt auf, dass er Französisch sehr gut spricht, aber einfach ungeheuer flach. Kein Franzose murmelt so unmelodiös wie er, daher versteht man ihm kaum, das fiel mir schon bei "By the Sea" negativ auf. 

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016) * * Plumpe und ideenlose Umsetzung des Kinderabenteuers, für Kinder vielleicht ganz nett, für alle anderen im Nu langweilig.

Sherlock: The Six Thatchers (2017) - Sherlock: Die sechs Thatchers * * * Brauchbarer Auftakt zur neuen Staffel, doch der Fall wirkt etwas gesucht, die Überraschungen scheinen forciert. Schauspieler und Inszenierung retten darüber hinweg.

Sherlock: The Lying Detective (2017) - Sherlock: Der lügende Detektiv * * * ½ Toby Jones liefert einen schön diabolischen Gegenspieler und das Ende ist bestens - aber wie schon der Vorgänger wirkt auch diese Folge zu forciert.

Sherlock: The Final Problem (2017) - Sherlock: Das letzte Problem * * * Und auch die dritte Episode ist weit hergeholt. Zwar sind die sadistischen Spiele spannend, aber das Ganze hat die Konfusion der "Saw"-Sequels und verrät teilweise auch seine Figuren. Langsam geht dieser Reihe die Luft aus.

29.5.17

Baywatch (2017) * * ½ Ein paar nette Gags, eine überzeugende Besetzung - aber der Film ist weder Parodie der Serie noch echte Hommage, und vergisst vor lauter Bodyschau und (mehr oder weniger gelungenen) One-Linern eine packende Story. Daher schleicht sich in der zweiten Hälfte Langeweile ein. Da setzte "21 Jump Street" definitiv eine höhere Messlatte in Sachen Serien-Verfilmung/Veräppelung.

Rings (2017) * * Lahmer Versuch einer Neubelebung der Reihe, kaum jemals unheimlich oder überraschend. Aus der Idee am Ende hätte man eventuell einen Film machen können, aber alles davor wirkt wie eine Teenie-Horror-Fassung des "Ring"-Kanons. 

Florence Foster Jenkins (2016) * * * Stephen Frears verfilmte die späte Gesangskarriere von Jenkins, der "schlechtesten Sängerin der Welt". Anfang ist das lustig, später rührend. Und Meryl Streep sowie Hugh Grant tragen diese Balance bestens. Wirklich überraschen tut der Film indes nicht. 

Fifty Shades Darker (2017) * * Routinier James Foley übernahm die Reihe, liefert aber nur ideenlose Fliessbandware ab, die inhaltlich nicht vorankommt und angesichts des folgenden dritten Teils auch unfertig wirkt. Die Sexszenen sind immer noch extrem brav für ein Sadomaso-Thema.

Usgrächnet Gähwilers (2017) * * Die Schweizer Komödie will den Bünzlis den Spiegel vorhalten, langweilt aber mit stereotypen Figuren und einer Story, die ins Nichts führt.

22.5.17

War Machine (2017) * * * Der Film des Australiers David Michôd ("The Rover") greift den US-Truppeneinsatz in Afghanistan auf, reichert die wahren Ereignisse aber mit satirischem Witz an. Brad Pitt spielt den General, der das Land unter dem Motto "Wir können sie nicht gleichzeitig beschützen und töten" befrieden soll. Derweil guckt Präsident Karzai (Ben Kingsley) lieber "Dumm und Dümmer" am TV. Das Ganze könnte noch mehr Biss und etwas mehr Zugkraft haben, überzeugt aber immer wieder mit Top-Szenen.

Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales / Pirates of the Caribbean: Salazar's Revenge (2017) - Pirates of the Caribbean: Salazars Rache * * * Ein Fortschritt gegenüber den den letzten Teilen: In Episode fünf übernehmen die zwei norwegischen Regisseure hinter "Kon-Tiki" das Ruder und knüpfen vom Tempo und Spass her an den ersten Teil ein. Also weniger aufgeblasen als die Vorgänger, dafür wieder mehr Fokus auf nautischem Abenteuer. Damit einher geht auch, dass die Optik heller und knackiger ist, nicht mehr das ununterbrochene Braun-in-grau-Gedöns aus den Teilen 2 und 3. Schade nur, bietet die Story so gut wie nichts Neues.

17.5.17

Kritik des japanischen Dramas Destruction Babies (* * *)

16.5.17

Kritik des Animes Psychic School Wars (* * *)

Es war einmal in Deutschland... (2017) * * ½ Der belgische "Irina Palm"-Regisseur Sam Garbarski widmet sich in dieser Romanverfilmung dem jüdischen Überleben im kriegsversehrten Deutschland. Der (Galgen)-Humor funktioniert recht gut, aber das Drama wird dadurch abgeschwächt und bisweilen wirken Szenen, die eindringen sollten, gar bieder. Ein solider, aber leicht frustrierender Genremix.

12.5.17

Alien: Covenant (2017) * * * ½ Die Fortsetzung von "Prometheus" ist ein weiteres Bindeglied hin zu "Alien" und als solches recht vorhersehbar, wohl auch, weil Ridley Scott kaum Wagnisse eingeht. Bei allen Problemen, die "Prometheus" hatte, er wirkte frischer und atmosphärischer als diese Nummernrevue. Die besten Segmente sind das Ankommen und das Flüchten vom Planeten. Und auch die Schauspieler überzeugen, von Scotts Gespür fürs Visuelle ganz zu schweigen. Ein technisch solides, aber einfach nicht inspiriertes Werk, das in der Reihe keine neuen Akzente setzen kann - im Gegenteil, es raubt der Figur des Alien-Xenomorphes sogar etwas von seiner Mystik.

10.5.17

King Arthur: Legend of the Sword (2017) * * * Guy Ritchie macht aus der Artus-Sage Fun-Fantasy der lauten und lärmigen Art, eine Art Musikvideo-Ritterspektakel zur betont bombastischen Musik von "Man from U.N.C.L.E."-Komponist Daniel Pemberton. Und erstaunlicherweise passt das alles recht gut, vor allem auch, weil sich die Harte-Kerle-Schose nicht zu ernst nimmt.

4.5.17

7 morts sur ordonnance (1975) - Quartett Bestial * * ½ Der gut gespielte Film basiert auf Tatsachen, wirkt aber trotzdem weit hergeholt und weiss nie richtig, worauf er sich fokussieren will. Schade um die Besetzung um Michel Piccoli und Gérard Depardieu.

Who Am I? (2015) * * * ½ Hochwertiges deutsches Genre-Kino zum Miträtseln, kraftvoll inszeniert, sauber gespielt. Die Parallelen zu Fight Club aufzuzählen, würde Bücher füllen, von kleinen Dingen (Säure, Fahrt durchs Hirn, M’Bareks Mara-Auftritt) bis hin zu den gröberen Plot-Parallelen, etwa dem biederen/schlaflosen Helden, der sich mit einer Tyler-Durden-Figur verbündet.

Million Dollar Arm (2014) * * * ½ Formelhafter, aber bewegender und sportgeistlicher Baseball-Film um einen Amerikaner, der in Indien zwei Spieler rekrutiert. Das Skript schrieb der "Spotlight"-Regisseur Tom McCarthy.

Loving (2016) * * * Stark gespieltes, thematisch wichtiges Liebesdrama, basierend auf Tatsachen. Wenn das Ganze nur nich so zerdehnt und träge wäre. 

Willkommen bei den Hartmanns (2016) * * * Formelhafte deutsche Komödie, aber gut besetzt und mit ein paar träfen Kommentaren auf die aktuelle Politlage in Deutschland. 

Our Kind of Traitor (2016) - Verräter wie wir * * ½ Gut besetzte John-Lé-Carré-Verfilmung, die aber einfach nicht packen will. Am ehesten hält noch Stellan Skarsgard bei Laune, der Rest wirkt erstaunlich uninvolviert. 

Wild Horses (2015) * * Die gut gemeinte Regiearbeit von Robert Duvall will schauspielerisch und drehbuchtechnisch nicht funktionieren, grenzt mit seinem Mangel an Subtilität sogar oft ans Peinliche.

20th Century Women (2016) * * * ½ Intimes, autobiographisch angehauchtes Drama von Mike Mills ("Beginners"), der seine etwas schrägen, aber immer höchst glaubhaften Figuren von erstklassigen Akteuren spielen lässt. 

Skiptrace (2016) * * Jackie Chan wird für diese plumpe Actionkomödie mit Co-Star Johnny Knoxville völlig vergeudet. Regie führte bei der chinesisch-amerikanischen Co-Produktion Renny Harlin. 

Allein gegen die Zeit (2016) * * Während die zu Grunde liegende TV-Serie noch Lob bekam, ist dieser mit plumpen Fantasymurks angereicherte Kino-Ableger kaum der Rede wert. 

Demain tout commence (2016) - Plötzlich Papa * * * Französisches Remake eines mexikanischen Hits, durchaus unterhaltsam und amüsant, aber auch recht formelhaft und etwas manipulativ. 

Hollars, The (2014) * * * Mit seiner zweiten Regiearbeit instenierte John Krasinski eine einfühlsame Tragikomödie, die aber nicht gerade mit Überraschungen prahlen kann. Neben Krasinski spielen u.a. Anna Kendrick, Richard Jenkins und Sharlto Copley. 

Get Out (2017) * * * Mit dem satirisch angehauchten Horrorfilm gibt der Komiker Jordan Peele sein hochgelobtes Regiedebüt. Der Hype ist etwas übertrieben, aber der Film überzeugt mit seiner unterschwelligen Gesellschaftskritik und dem schnörkellosen, spannenden Aufbau. 

Humbling, The (2014) - Der letzte Akt * * Al Pacino mag in dieser Tragikomödie von Barry Levinson glorios spielen und manche Dialoge sind wunderbare Geschlechterkonflikte. Aber ich hab mich bei diesem theatralischen Gemurmel ungeheuer gelangweilt. 

24.4.17

Kritik von Guardians of the Galaxy Vol. 2 (* * * ½)

21.4.17

Kritik von Kiyoshi Kurosawas Creepy (* * * ½)
Kritik der Groteske R100 (* * ½)
Kritik von Twin Peaks: Fire Walk With Me (* * * ½)

Elvis & Nixon (2016) * * * Der leichtfüssige, aber auch oberflächliche Film behandelt das Treffen der Polit- und der Musikgrösse mit humoristischem Touch. Nur wird man nie das Gefühl los, dass da mehr dringelegen hätte.

9th Life of Louis Drax, The (2016) - Das 9. Lebenm des Louis Drax * * ½ Alexandre Aja verfilmte den gleichnamigen Roman als vielo zu umständlich und darum kalt lassendes Fantasydrama, das nie so richtig weiss, was es sein will.

Shut In (2016) * * Solide bestezter, aber abstruser wie fader Horror mit Naomi Watts.

Date and Switch (2014) * * ½ Eine typische Teeniekomödie, aber mit schwulem Twist. Das ist interessant und frisch, doch beides lässt sich von der Inszenierung nicht behaupten. In einer Nebenrolle der spätere "Fifty Shades"-Star Dakota Johnson.  

Cooties (2014) * * ½ Schön schräger Zombiefilm um fleischfressende Kinder, doch mit der Zeit wird die Sache recht repetitiv. Mit dabei u.a. Elijah Wood, Rainn Wilson und Co-Drehbuchautor Leigh Whannell ("Saw").

15.4.17

Fate of the Furious, The (2017) - Fast & Furious 8 * * ½ Künstlerisch ein Rückschritt, weil man das Gefühl hat, bei all dem Action-Bombast stehe nichts mehr auf dem Spiel, und wenn selbst der Superschurke aus Teil 7 nun zum Co-Helden Nummer zwanzig wird, fühlt sich das Ganze so willkürlich und überfüllt an. Ein paar gute Szenen gibts allemal, aber es fehlen dem Ganzen noch deutlicher die Glaubwürdigkeit (das will was heissen bei dieser eh schon unglaubwürdigen Reihe) und eine richtige Motivation für die Bösewichtin (Charlize Theron).

2.4.17

Kritik des Schweizer Dokudramas Der Sittlichkeitsverbrecher (* * ½)

Underworld: Blood Wars (2016) * * Lahmer fünfter Teil, welcher der Reihe nichts mehr Neues hinzuzufügen hat. Zudem hab ich die Optik dieser Reihe satt, in der (gezwungenermassen) ein Grossteil der Action bei Nacht stattfindet. Wenn ich auf einen schwarzen Bildschirm starren will, kann ich ihn auch ausschalten. 

Whole Truth, The (2016) * * * Mit Keanu Reeves und Renée Zellweger namhaft besetzter Gerichtsthriller, der nicht immens überrascht, aber kompetent das Rätselraten hochzuhalten weiss. 

31.3.17

Kritik des Bollywoodfilms Mohenjo Daro (* * ½)

Founder, The (2016) * * * ½ Nicht überraschendes, aber stark gespieltes Porträt des McDonald’s Bosses (Michael Keaton), der den eigentlichen Gründern sozusagen das Geschäft entriss. Ein böser Blick auf den Kapitalismus, verpackt in einen süffissanten Film. 

Deepwater Horizon (2016) * * * Formelhafter, aber solide gemachter Katastrophenfilm. Das politische und wirtschaftliche Element um die Katastrophe wäre an sich spannender, aber Regisseur Peter Berg rückt das menschliche Leid in den Vordergrund, was gut gemeint ist, aber etwas beliebig wirkt. 

American Pastoral (2016) * * ½ Ultradüstere Romanverfilmung, mit der Ewan McGregor sein noch etwas verkrampftes Regiedebüt gibt. 

Edge of Seventeen, The (2016) * * * ½ Freche und schlaue Jugendkomödie, die ihre Protagonisten (und die Zuschauer) ernst nimmt. 

Welt der Wunderlichs, Die (2016) * * ½ Die starbesetzte Komödie von Dani Levy hat Potential, doch die Dauerhysterie der Figuren laugt rasch aus. 

Morgan (2016) - Das Morgan-Projekt * * ½ Mit Produktions-Hilfe seines Vaters Ridley schuf Luke Scott einen Mix aus "Splice" und "Ex Machina", nur nicht so gut wie jene. Die Grundidee ist spannend, die Besetzung überzeugt, doch die Handlung birgt keine Überraschungen und der Schlusstwist wirkt forciert.

Superfast! (2014) * ½ Dumme und völlig vorhersehbare Verarsche von "Fast and Furious" vom notorisch untalentierten Duo Friedberg-Seltzer.

29.3.17
Kritik des Bollywood-Liebesdramas Ae Dil Hai Mushkil (* * *)

Kritik des Animes Ghost in the Shell (* * * *)
Kritik des Sci-Fi-Films Ghost in the Shell (* * * ½)

22.3.17

Life (2017) * * * ½ Der starbesetzte Sci-Fi-Horrorfilm ist nicht besonders innovativ oder intelligent, doch er kitzelt die Thrills raus und unterhält mit Kurzweil.

16.3.17

Kritik des koreanischen Horror-Blockbusters Train to Busan (* * * ½)

15.3.17

Denial (2016) * * * Das auf Tatsachen basierende Drama ist der erste Kinofilm von Mick Jackson ("The Bodyguard“) seit 20 Jahren. Und er kanns noch: Das Thema der Holocaustleugnung ist in Zeiten von "alternativer Geschichtsschreibung“ brandaktuell und die namhaften Stars gehen mit Überzeugung ans Werk. Schade ist alles nur etwas gar vorhersehbar und formelhaft dargeboten.

Hunt for the Wilderpeople (2016) - Wo die wilden Menschen jagen * * * ½ Der Neuseeländer Taika Waititi schuf einen weiteren ganz eigenen Film: höchst unterhaltsam kombiniert er Gefühle, absurden Humor und überzogenes Abenteuer zu einem höchst sympathischen Film. Die Story mag etwas dünn sein, aber der Charme obsiegt.

Deliver Us from Evil (2014) * * ½ Lärmiger und viel zu langer Exorzisten-Horror von "Doctor Strange"-Regisseur Scott Derrickson. Es gibt gute Ansätze, die aber im Getümmel untergehen.

Stung (2015) * * ½ Das Langfilm-Regiedebüt des deutschen Trickspezialisten Benni Diez ist ein schön schleimiges Creature Feature, das immer wieder zum Schmunzeln anstachelt, aber doch nur selten über Trash-Charme hinauskommt. 

A United Kingdom (2016) * * * Das Liebes- und Politdrama um den ersten Präsidenten Botswanas und seiner Liebe zu einer weissen Frau greift spannende Themen auf und ist solide inszeniert. Aber alles wirkt etwas geschliffen und fad, am Ende schleicht sich Langeweile ein.

Attack of the Killer Donuts (2016) * ½ Ganz auf Trash getrimmte Horrorkomödie um das, was der Titel sagt: Donuts fressen Menschen. Ist aber zu plump um doof, als als Genre-Satire durchzugehen. 

Bad Santa 2 (2016) * * ½ Vulgäre Fortsetzung des Überraschungs-Hits. Es wird viel geflucht und schmutzig gequasselt, was Billy Bob Thornton abermals bestens meistert - aber dem Ganzen geht rasch die Luft aus.

9.3.17

Kritik des Animes Pokémon the Movie: Volcanion and the Mechanical Marvel (* *)

7.3.17

Kritik des Animes The Boy and the Beast (* * * ½)

Beauty and the Beast (2017) * * * ½ Die Live-Action-Adaption von einem der besten Disney-Filme aller Zeiten ist nicht mehr ganz so genial, aber allemal märchenhaftes Schwelg-Kino mit gelungenen Song-Einlagen und einer klassischen Lovestory. Etwas lang, visuell nicht immer inspiriert, aber immer der ideale Sonnenschein-Stoff bei schlechtem Wetter.

6.3.17

Kritik des Bollywood-Thrillers Fan (* * *)

5.3.17

Kritik des Bollywood-Blockbusters Sultan (* * *)
Kritik der japanischen Horrorkomödie Greatful Dead (* * *)

Kong: Skull Island (2017) * * * ½ Kurzweiliger und visuell erquickender King-Kong-Beitrag, der ganz auf Monsterfilm-Fun setzt. Dabei gehen die menschlichen Figuren vergessen und manche ihrer Dialoge wirken daher wie aus dem Klischee-1x1, aber sobald wieder Monster oder 70’s-Kriegsfilm-Atmosphäre ins Spiel kommen, wirds toll. Apropos: Bei den Referenzen an "Apocalypse Now“ kommt man kaum mit dem Zählen nach, vom irren Colonel über die Flussfahrt, den Soundtrack, den Nachnamen Conrad, das Napalm bis hin zum Heli-Anflug mit Musik. Ideal für ein Trinkspiel… 

Before I Wake (2016) * * * Beginnt als psychologisch interessanter Horror, schweift dann etwas ab, aber endet wieder ganz brauchbar. Kein Knüller, aber ein immerhin halbwegs überraschendes Gruseldrama. 

Accountant, The (2016) * * * Ein paar interessante Ideen machen den ansonsten recht stromlinienförmigen Thriller sehenswert.  

1.3.17

Kritik von Lady Hamilton - Zwischen Schmach und Liebe (* * ½)
Falls sich jemand fragt, warum ich diesen Film bespreche - er läuft auf dem Schweizer Sender StarTV und da er am TV so gut wie nie zuvor lief, hab ich die DVD bestellt, um mir ein Bild zu machen. Nichts passiert zufällig hier :)

Lost City of Z, The (2016) * * * ½ Sehr sphärischer Mix aus Abenteuerfilm und Biopic, stark gespielt und sauber inszeniert. Etwas lang und Kameramann Darius Khondji hätte seinen extrem grünen Filter weglassen sollen, was das Ganze realistischer gemacht hätte. Aber auf jeden Fall ein faszinierender Film.

Boy 7 (2015) * * Deutsche Sci-Fi-Romanverfilmung, die wirkt, als sei sie aus Bekanntem zusammengesetzt worden und verheizt seine potentiell spannenden Ideen für ein Fliessbandprodukt, bei dem man nie Emotionen oder Interesse investiert.

27.2.17

Logan (2017) * * * * Unter der Regie von James Mangold, der bereits den Vorgänger inszenierte, findet die "Wolverine"-Saga einen phänomenalen Abschluss: düster, emotional, kernig und sogar etwas politisch aufgeladen. Hugh Jackman ist voll im Element, die Bildgestaltung nimmt gleichsam Westernmotive ("Shane") und Endzeit auf. Und all das wunderbar blutig, so wie es sich eigentlich von Anfang an für einen kaputten Superhelden mit Freddy-Kruger-Messern gehört hätte. Was für ein Schwanengesang. 

I, Daniel Blake (2016) * * * ½  Wenn diese in Cannes preisgekrönte Tragikomödie wirklich Ken Loachs letzter Film bleibt, dann wäre es ein souveränes Abschiedswerk: das bewegende Porträt eines kleinen Mannes und Aufruf für Menschlichkeit und gegen Bürokratie.  

Shanri-La Suite (2016) - Kill the King * * ½ Möchtegerin-hipper "Bonnie und Clyde"-Verschnitt, der zwar ein paar gelungene Ideen auf Lager hat, aber in seiner Monotonie nie wirklich mitreissen kann. 

Fifty Shades of Black (2016) * ½ Die "Fifty Shades"-Reihe ist ein leichtes Parodie-Opfer, aber diese simpel gestrickte Klamotte äfft nur die bekanntesten Sequenzen nach und veräppelt sie mit völlig vorhersehbaren, oft peinlichen Pointen. 

Barbie Star Light Adventure (2016) * * Die immergleichen Barbie-Themen, diesmal verpflanzt in ein Sci-Fi-Ambiente. Das verspricht wenigstens mal eine andersartige Optik, doch der Film verspielt alle Chancen - letztendlich auch die, mit ein paar Sci-Fi-Zitaten die Erwachsenen wenigstens halbwegs bei der Stange zu halten. 

Dog Eat Dog (2016) * * "Taxi Driver"-Kultautor Paul Schrader macht auf brutalen Trash. Die Eröffnungsszene mit Willem Dafoe ist wirklich noch speziell und erschreckend (v.a. auch, weil die Szene unappetitlich menschenfeindlich wirkt). Doch alles danach, inklusive Nicolas Cage, ist so plump wie plakativ. 

Collide (2016) * * ½ Der stromlinienförmige Thriller verschenkt sein Potential, das heisst: vor allem seine Stars. Nicholas Hoult und Felicity Jones werden nämlich von Anthony Hopkins, Ben Kingsley und Joachim Król unterstützt! Bummer.  

Genius (2016) * * Trotz Stars (Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman) ein langweiliges, lustlos inszeniertes Schriftstellerdrama, basierend auf Tatsachen. 

Sea of Trees, The (2016) * * Gus Van Sant inszeniert Matthew McConaughey als leidenden Witwer. Was kann da schief gehen? Oh so vieles: Der esoterisch verbrämte Langweiler wirkt wie ein Mix aus dem Natur-und-Ennui-Kino von Naomi Kawase und einem Tränendrücker à la Nicholas Sparks. 

In a Valley of Violence (2016) * * ½ Angenehm altmodischer B-Western mit Ethan Hawke und John Travolta, der anmutet wie eine Wild-West-Version von "John Wick" - bloss deutlich träger und weniger explosiv, natürlich. 

Race (2016) * * * Gar stromlinienfürmig inszeniertes, aber durchaus packendes Biopic über den Sprinter Jesse Owens. Gelungen auch das Drumherum um Olympia 1936 - bis auf Barnaby Metschurat, der so gar nicht als Goebbels durchgeht. 

Duel, The (2016) * * ½ Nicht immens überraschendes, immerhin kernig besetztes Westerndrama. 

21.2.17

Kritik des Bollywood-Blockbusters Bajrangi Bhaijaan (* * *)

Cure for Wellness, A (2017) * * * Edel gefilmter Horror von Gore Verbinski, der leider in Deutschland, statt der Schweiz gedreht wurde (wenn auch zugegebenermassen die Burg Hohenzollern prächtig aussieht). Nur: Der Mix aus "Shutter Island", Thomas Manns „Zauberberg" und klassischem Gothic Horror ist viel zu lang, kippt ins Repetitive, später gar ins Abstruse.  Für alle, die nach Gänsehaut dürsten, ist "A Cure for Wellness" also eher Placebo statt echte Medizin.

Unnatural (2015) * ½ Billiger Horror, dessen Actionszenen im zweiten Teil erst noch fast alle bei Nacht spielen. Das einzig Gute: Man sieht die "Twin Peaks"-Darsteller Ray Wise und Sherilyn Fenn kurz zusammen!

Mojave (2015) * * Möchtegern-existenzialistischer, immerhin ironisch angereicherter Thriller von William Monahan, der schon nach wenigen Minuten langweilt. 

Ouija: Origin of Evil (2016) * * * Das Prequel ist tatsächlich besser als der Vorgänger: Vor allem die erste Hälfte gefällt mit atmosphärischer Inszenierung. Gegen Ende wirds etwas formelhafter. 

American Honey (2016) * * * Faszinierendes zweieinhalbstündiges Roadmovie der Britin Andrea Arnold, die den amerikanischen Traum demontiert und ein verträumtes Teenagerporträt zeigt. Doch die Länge strapaziert und der Fokus fehlt etwas.

16.2.17

Kritik der Bollywood-Liebeskomödie Befikre (* *)

15.2.17

John Wick: Chapter 2 (2017) * * * ½ Der Film dürfte den Rekord an Kopfschüssen knacken, denn keiner killt effizienter als Keanu Reeves alias John Wick. Schon der Vorgänger (2014) fackelte nicht lange  und bot den Zuschauern einen der pursten Actionfilme der letzten Jahre. Auch Kapitel 2 ist simpel gestrickt (Wick vs. Mafiaboss) – aber die ausgefeilten, ohne Wackelkamera und Stakkato-Schnitt gedrehten Actionszenen sind eine Freude. Und der lakonische Humor ist zum Glück auch zurück.

Patriots Day (2017) - Boston * * * Formelhafte und bisweilen mit etwas Pathos befrachtete Rekonstruktion des Marathon-Attentats und der nachfolgenden Täterjagd. Trotzs Mankos auf jeden Fall packend, bewegend und würdevoll gegenüber den Opfern.

Zoombies (2016) * ½ Billiger und vorhersehbarer Horror um zu Zombies mutierenden Tieren. Die Tricks dazu sind tierisch schlecht.

13.2.17

Kritik des koreanischen Dramas The Himalayas (* * ½)

9.2.17

Kritik des Bollywood-Films Ki & Ka (* * ½)
Kritik des chinesischen Fantasyabenteuers Chronicles of the Ghostly Tribe (* * ½)
Kritik des chinesischen Fantasyabenteuers Mojin - The Lost Legend (* *)

8.2.17

Kritik des koreanischen Horrorfilms The Wailing (* * *)

7.2.17

Das alte Gästebuch war schon lange down. Darum gibts nun ein neues:
http://46590.my-gaestebuch.de

Barbie: Video Game Hero (2017) * * Die Optik im Stil von Animes und Videogames (etwa Minecraft) mag kurzfristig reizvoll sein, aber inhaltlich gibts hier nichts ausser Fliessbandware und die hektische Action strengt trotz kurzer Laufzeit von einer Stunde serh schnell an.

Final Girls, The (2015) * * * Angenehm selbsiorinisch und Genre-versierter Horrorfilm um ein paar Teenager, die in einen 80er-Jahre-Horrorfilm gezogen werden. Dürfte etwas blutiger sein, macht aber auf Meta-Ebene gehörig Spass.

Ma Ma (2016) * * * Etwas gar schmalziges, aber meistens bewegendes spanisches Drama, das (typisch für Regisseur Julio Medem) sexuell sehr offenherzig ist. Doch grösster Verkaufspunkt ist ganz klar der Star: Pénelope Cruz.

Camp X-Ray (2014) * * * ½ Das behutsame Drama um eine Soldatin (Kristen Stewart), die sich auf Guantanamo mit einem Häftling anfreundet, bietet interessante Einblicke und Denkanstösse. 

Cell (2016) - Puls * * Die Stephen-King-Verfilmung mit John Cusack und Samuel L. Jackson ist simpel in ihrer Aussage und ungeheuer plump in ihrer Inszenierung. Bisweilen ist das unfreiwillig komisch.  

Light Between Oceans, The (2016) - Liebe zwischen den Meeren * * * Hochklassige Literaturverfilmung mit dem Power-Pärchen Michael Fassbender und Alicia Vikander. Doch das aufgesetzte Melodrama erdrückt alle Spontaneität und macht den durchaus schönen Film sehr bleiern. 

Infiltrator, The (2016) * * * ½ Ein eher konventioneller Undercover-Thriller, der aber durch seine starken Schauspieler und präzisen Figurenzeichnungen massiv aufgewertet wird. 

Fille inconnue, La (2016) * * * Die Dardenne-Brüder auf Autopilot: in ihrem bisher schwächsten Film fehlt der dramaturgische Fokus. Schauspielerisch und atmosphärisch kommen sie aber einmal mehr ans Ziel. 

6.2.17

T2: Trainspotting (2016) * * * Auf Nostalgie getrimmte späte Fortsetzung, die in allen Belangen schwächer ist: Tempo, Witz, Tragik, Musik, Kamera - aber kein Wunder, denn der erste Teil ist einer der definierenden Filme der 90er-Jahre. Für Fans ist das Wiedersehen allemal unterhaltsa, zumal das Team komplett zurückkehrte.

LEGO Batman Movie, The (2017) * * * Schön ironischer, temporeicher Ausflug in die Superhelden-Welt mit viel Meta-Humor. Doch ich mag das Design der Lego-Filme nicht besonders und vieles wirkt etwas gar hektisch. 

Space Between Us, The (2017) - Den Sternen so nah * * ½ Sympathisch besetzte, aber im Kern formelhafte Teenie-Romanze mit Sci-Fi-Beigaben, die aber extrem lange braucht, um sich aufzubauen, und dann erstaunlich wenig draus macht. Meine Gefühle: Als Anime hätte das besser funktioniert. Und der 16 Jahre Zeitsprung böte eigentlich Spannenderes (ohne Mutter Baby grossziehen auf dem Mars) als vieles später. 

31.1.17

Kritiken von Attack on Titan: Part 1 (* * ½) und Attack on Titan: Part 2 (* * ½).

30.1.17

Kritik von Ip Man 3 (* * *).

Live by Night (2017) * * * Solider, adrett bebilderter, nicht sonderlich innovativer Gangsterfilm von und mit Ben Affleck. Der ist mit seiner etwas blassen Performance einer der Schwachpunkte - alle anderen Figuren sind spannender. 


25.1.17

Mal wieder Zeit für die Oscar-Prognosen ...

Kritik von The Great Wall (* * * ½).

Foreign Affair, A (1948) * * * * Billy Wilders Nachkriegskomödie lebt vom Trümmerschauplatz Berlin, den grossartigen Dialogen, dem zynischen Humor und den beiden tollen Frauen im Liebesdreieck (Jean Arthur, Marlene Dietrich). Nur ihr männlicher Co-Star John Lund ist etwas fad.

Monster Calls, A (2016) * * * ½ Geschickte Kombination aus Fantasy-Elementen und einem waschechten Drama um eine sterbende Mutter. Kraftvoll inszeniert und gegen Ende so richtig bewegend.

Manchester by the Sea (2016) * * * * Zutiefst trauriges (und nur selten durch Humor aufgelockertes) Drama um einen Mann, der Schuld und Leid mit sich herumträgt, und so mit den Menchen nicht mehr klar kommt. Casey Affleck spielt diese Rolle so konsequent, dass man ihn fast durchschütteln möchte. Auch gelungen: Die Struktur mit den Rückblenden und die hochrealistische Zeichnung einer Kleinstadt in Massachusetts.
Purge, The: Election Year (2016) * * ½ Die ganze Reihe bleibt unglaubwürdig und die politische Aussage diffus. Als Reisser aber solide. 
Homme à la hauteur, Un (2016) - Mein ziemlich kleiner Freund  * * ½ Jean Dujardin spielt einen kleingewachsenen Mann, der sich verliebt. Die Gags, die daraus resultieren, sieht man von Weitem kommen; grosse Lacher bleiben daher aus.
Don't Breathe (2016) * * * Kleiner, feiner Schocker um drei Teens, die bei einem Blinden einbrechen. Aber der schlägt zurück. Einige der spannenderen Ideen im Mittelteil werden leider nicht durchgezogen und wirklich neu ist an dem Film auch nichts - aber er liefert Horror-Kurzweil der unprätentiösen Art.

19.1.17

Hacksaw Ridge (2016) * * * ½ Mel Gibsons Kriegsfilm ist etwas schizophren: Er heroisiert einen realen Mann, grandios gespielt von Andrew Garfield, der sich weigerte, im Zweiten Weltkrieg eine Waffe zu tragen. Allfällige pazifistische Ideen werden aber durch die Glorifizierung des Tötens wieder unterwandert, vor allem das letzte Viertel ist fast befremdlich in diesem Bereich. Aber die Inszenierung ist, ganz Mel, höchst kraftvoll; manche Szenen sind glorios und es gibt allemal genügend Denkanstösse.

Ma vie de courgette (2016) - Mein Leben als Zucchini * * * ½ Das Regiedebüt des Schweizers Claude Barras, das mit Hilfe der französischen Drehbuchautorin  Celine Sciamma ("Tomboy") entstand, ist ein sehr kurzer (65min), aber präziser und einfühlsamer Stop-Motion-Trickfilm über das Leben im Heim. Oft süss, aber auch immer mit düsterer Note und sehr direkten Dialogen (à la "explodierende Pimmel"). War durchaus verdient der eidgenössische Vorschlag für den Auslands-Oscar.

xXx: Return of Xander Cage (2017) * * * Routinierte Rückkehr für Vin Diesel, der sich mit allerlei asiatischer Stars umgibt (Donnie Yen, Deepika Padukone, Tony Jaa). Das wirkt manchmal genauso anbiedernt wie die Coolness, der Soundtrack und die gezeigten Sportarten - und auch das nervige Machismo ist leider zurück. Doch das Ensemble mit Vin im Zentrum macht Spass, die Action ist trotz Hektik recht frisch und Langeweile gibts nur selten.

Moonlight (2016) * * * ½ Sehr zurückhaltende, intime Romanverfilmung um einen Schwarzen (in drei Lebensabschnitten), der mit seiner Homosexualität klarkommen muss. Als träumerisch inszenierter Einblick in ein Leben, das nicht in die Gesellschaft passt, ist dies ein bemerkenswerter Film. Das extreme Lob, das Kritiker dem Film zuteil werden liessen, kann ich allerdings trotz aller Qualitäten nicht ganz nachvollziehen, dazu ist die Story doch zu dünn, sind manche Figuren zu bruchstückhaft.

18.1.17

Mein Computer lag vor über einer Woche ab, der neue steht und ist weitgehend installiert. Weil mir aber noch ein paar wichtige Elemente fehlen bitte ich bis Ende Monat um Geduld.

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Lion (2016) * * * ½ Kraftvolle true story um einen indischen Buben, den es nach Calcutta verschlägt, und der als Adoptivkind in Australien aufwächst. Die Indien-Szenen sind höchst authentisch und toll, die zweite Hälfte holpert leicht und wirkt etwas gedehnt, hat aber grandiose Momente und lässt teilweise bedingunglos mitheulen.

Enemy (2013) * * * ½ Denis Villeneuves erster englischsprachiger Film (kurz vor „Prisoners") ging etwas unter. Die schön doppelbödige Romanverfilmung ist denn auch etwas kryptisch und nimmt sich gar ernst. Aber die Bilder sind ein Genuss, das Spiel von Jake Gyllenhaal und Co überzeugt und der Soundtrack sorgt für eine schön gespenstische Aura.

Split (2017) * * * Wie seine Hauptfigur leidet der Film von M. Night Shyamalan an einer Persönlichkeitsstörung: Einerseits fast trashig, übertrieben, chargierend - andererseits sehr kraftvoll und sauber inszeniert, stark gespielt. Definitiv ein Showcase für James McAvoy, und ein weiterer Beweis, dass man Shyamalan noch nicht abschreiben darf. Aber von allen seinen Filmen ist dies vielleicht der am wenigsten Überraschendste, weil von Anfang an recht klar ist, wohin dies geht. Nicht verpassen: gelungene Szene im Abspann, die für Kontext sorgt.

Toni Erdmann (2016) * * * ½ So ganz kann ich den enormen Hype um den Film nicht nachvollziehen. Er ist toll gespielt, macht sich sehr böse über die Businesswelt lustig und zeigt abwechselnd intim und grotesk eine Vater-Tochter-Dynamik. Die Figuren sind (und das ist gewollt) schwer auszuhalten - nur frage ich mich immer wieder: warum soll ich dann? In der aufgeblasenen Laufzeit gibt es aber zum Glück immer wieder Szenen, die in der Tat genial sind.

Sweeney, The (2012) * * ½ Austauschbarer britischer Polizistenthriller, der auf hart und düster macht, aber vor allem langweilt. Mit Ray Winstone, der übrigens als Bettpartner von Hayley Atwell 25 Jahre zu alt ist.

Bad Moms (2016) * * In der ansprechend besetzten Komödie gäbe es genug Potential für Geschechterkonflikte und Frauenpower. Doch die Witze sind recht flach und die Moralinsäure untergräbt bald den Humor.

Money Monster (2016) * * * Jodie Fosters Anklage an Banken und Medien ist gut gemeint, gut gespielt, gut inszeniert. Aber alles wirkt eine Spur zu forciert und auf wichtig getrimmt.

Don Verdean (2016) * * ½ Die Komödie um bigotte Kirchenleute und kriminelle Artefaktjäger hat einiges an Potential, schöpft dieses aber nicht aus, da die Spässe doch eher flach sind, die satirischen Seitenhiebe eher durchschaubar.

3.1.17
Kritik des koreanischen Liebesdramas
Unforgettable (* * ½).

Jackie (2016) * * * ½ Ungewöhnlich intimes und psychologisches Porträt von Jackie Kennedy, eindrücklich gespielt von Natalie Portman. Die Kamera geht nah an die Hauptfigur, der Soundtrack ist herrlich dissonant, die Erzählweise passend desorierentierend. Am Ende schaut inhaltlich gar nicht so viel heraus, aber als Charakterstudie ist dies höchst facettenreich und inszenatorisch sehr stimmig

Vier gegen die Wand (2016) * * ½ Vorhersehbares und nicht gerade spritziges Remake des gleichnamigen TV-Films von 1976, den der damalige Regisseur Wolfgang Petersen gleich selbst inszenierte - sein erster deutschsprachiger Film seit 1981. Doch trotz Megastars unter der Ägide des Comeback-willigen Regisseurs fehlt der Komödie alle Einzigartigkeit.

Why Him? (2016) * * ½ Hat man mal erkannt, wohin die Pointen abzielen, ist der Film nicht mehr wahnsinnig lustig, sondern fühlt sich auch ungeheuer lang an. Die Besetzung spielt mit, aber bis auf ein paar echt gute Lacher wirkt der Film uninspiriert.

3.1.17
Kritik von Kim-Ki-duks
Moebius (* *).

2.1.17
Kritik der Kim-Ki-duk-Produktion
Rough Play (* * ½).

23.12.16
Noch einmal Gucken, dann hat er wohl seine 5 Sterne ... Kritik von Barry Lyndon (* * * * ½).

22.12.16
Kritik von Pokémon the Movie: Hoopa and the Clash of Ages (* *).

20.12.16

Resident Evil: The Final Chapter (2016) * ½ Nach diesem langweiligen, todernsten und visuell richtig üblen Film findet die Reihe hoffentlich ihr Ende. Mir brummt jetzt noch der Schädel von dem überdunkelten, zu schnell geschnittenen Ramsch, der in 3D kaum einen Blick auf die Action zulässt. Manchmal sieht man schlicht nicht, was passiert - oder wem. 

Detention of the Dead * * Holprige Teenie-Horrorkomödie, die dann am besten ist, wenn sie Filme à la "Breakfast Club" persifliert. Aber die Gags verdünnen sich bald, die Sache wird peinlich.

Smaragdgrün (2016) * * Schwacher Abschluss der eh nicht gerade rosigen Reihe. Die Figuren sind einem auch nach drei Filmen nicht ans Herz gewachsen, das muss man auch erst einmal schaffen.

Now You See Me 2 (2016) * * ½ Grundsolide, aber einfallslose Fortsetzung, die sich für schlauer und spannender hält, als sie eigentlich ist.

19.12.16

Assassin's Creed (2016) * * Für die Game-Verfilmung kamen Michael Fassbender und Marion Cotillard wieder mit ihrem "Macbeth"-Regisseur Justin Kurzel zusammen. Doch der verwurstet den abenteuerlichen Plot zum bierernsten, sterbenslangweiligen Fantasy-Mix, bei dem man vor lauter Rauch und Staub nichts erkennen kann.

Passengers (2016) * * * Aus dem jahrelang herumgreichten Drehbuch hätte man mehr herausholen können: Isolation, Geschlechterdynamik, Dystopie - doch mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt als Stars entschieden sich die Macher für ein unnötig glattpoliertes Sci-Fi-Vehikel. Nie langweilig. oft sogar gut, aber verschwendet.

14.12.16
Kritik des "Star Wars"-Ablegers Rogue One (* * * *).
Kritik des koreanischen Actionthrillers Veteran (* * *).

11.12.16
Kritik des koreanischen Horrorfilms Killer Toon (* * *).

La La Land (2016) * * * * Etwas langes, aber jazziges, herzerwärmendes Musical mit viel Nostalgie und der perfekten Balance aus Romantik und Melancholie. Ryan Gosling ist toll, aber die Show stiehlt ihm die zauberhafte Emma Stone, mit der er schon zum dritten Mal zusammenarbeitet.

10.12.16
Kritik des koreanischen Dramas Don't Cry Mommy (* * ½).

Moana (2016) - Vaiana * * * ½  Visuell berauschender Disney-Trickfilm, der tief in die polynesische Mythologie eintaucht, und so für ein schön andersartiges Setting sorgt. Leider ist die Story jedoch stromlinienförmig und die Inszenierung nicht immens aufregend. Aber die Tracks zünden (vor allem "We Know The Way", "I Am Moana", Johnsons grooviger "You're Welcome" und "How Far Will I Go") und souveräne Familienunterhaltung ist garantiert.

Elle (2016) * * * ½ Endlich wieder ein Paul-Verhoeven-Film - ein typischer und irgendwie doch nicht. Neu ist, dass er sehr arthousig daherkommt und in Französisch gefilmt ist. "Klassisch" ist der Fokus auf halbschattige Figuren, und die Vermischung aus Sex und Gewalt, die denn auch ziemlich verstört. Doch Isabelle Huppert trägt die recht unsympathische Hauptfigur mit solcher Bravour, dass man nicht anders kann, als in diese kaputte Welt mitgerissen zu werden. 

3.12.16
Kritik von Sion Sonos The Virgin Psychics (* * ½).

Nocturnal Animals (2016) * * * ½ Die zweite Regiearbeit von Designer Tom Ford ist ein durchgestyltes Psychothriller-Drama, verschachtelt erzählt, bestens vertont und bebildert, und vorzüglich gespielt. Das Ende mag etwas schwach wirken, aber dies hält alles glaubhaft und ist, wenn man länger sinniert, doch so konsequent depro wie alles davor.

Office Christmas Party (2016) * * ½ Was als witziger Mix aus Bürosatire und Weihnachtskomödie beginnt, wird bald zum reinen Exzess, bei welchem die Gags stets platter werden.

Belgica (2006) * * * Realistisches und mit Bar-Vibe gesättigtes Drama des belgischen Regisseurs von "Broken Circle". Doch bei über zwei Stunden Laufzeit fehlt etwas der Anker für die Geschichte, die in alle Richtungen ausfranst. 

3.12.16
Kritik von Shunji Iwais A Bride for Rip Van Winkle (* * *).

Miles Ahead (2015) * * * Das teilweise fiktive Porträt von Miles Davis war ein Herzensprojekt für Don Cheadle, der damit sein Regiedebüt gab. Sein intensives Spiel udn die Musik trösten über die etwas holprige Story hinweg. 

Desierto (2015) * * ½ Der Sohn von Alfonso Cuarón inszenierte einen packenden, aber gar simplen gestrickten Reisser um illegale Einwanderer und einen Rassisten, der Jagd auf sie macht. Das grenzt fast an Exploitation, aber rüttelt immerhin auf. Und ist visuell gelungen. 

Mothers and Daughters (2016) * * Trotz Stars wie Susan Sarandon, Sharon Stone und Mira Sorvino ist diese gut gemeinte Episodengeschichte um Mütter und Töchter so fad wie holprig.

1.12.16
Kritik von Takashi Miikes Terra Formars (* *).

30.11.16
Kritik des koreanischen Dramas Sea Fog (* * *).

Arrival (2016) * * * * Der Kanadier Denis Villeneuve ("Sicario") verfilmte eine preisgekrönte Kurzgeschichte und schuf einen Hirn- und Herzlastigen Alien-"Invasionsfilm" mit extrem starker Atmosphäre, tollen Schauspielern und Diskussionspunkten aus den Bereichen Linguistik, Psychologie und Philosophie.

Sing (2016) * * * Sympathischer Trickfilm aus der Küche der "Minions"-Macher mit coolen Songs und gelungenen Figuren. Die Story ist etwas formelhaft und der Film leicht zu lang, aber er macht Spass.

28.11.16
Kritik von Assassination Classroom: The Graduation (* *).

24.11.16
Kritik von Park Chan-wooks The Handmaiden (* * * ½).

Sully (2016) * * * ½ Heldenverehrung auf nüchterne Art: Clint Eastwood porträtiert den Heldenakt des Piloten mit souveränen Schauspielern (u.a. Tom Hanks) und erfahrener Inszenierung. Die emotionalen Momente zünden, die dramatischen Auch - wohl eben, weil Eastwood Sully als normalen Menschen zeigt, aber trotzdem seine Notlandung auf dem Hudson als die unglaubliche Aktion zeigt, die sie auch war. 

Imperium (2016) * * * Der Film bietet verstörende Einblicke in die amerikanische Neonazi-Welt, etwas formelhaft und nicht immer treffsicher - aber stets engagiert und vor allem stark gespielt: Daniel Radcliffe dürfte hier seine visher wohl beste Darbietung zeigen. 

Secret Life of Pets, The (2016) - Pets * * * Genormte, aber kuezweilige Trickfilmkomödie der "Minions"-Macher. Am meisten Spass machen die Szenen, in denen gezeigt wird, was Haustiere allein daheim so treiben. 

Julieta (2016) * * * Ein nüchterner Almodóvar, der aber auch nicht lange haften bleibt. Einzig die Schauspielleistungen sind beeindruckend. 

Keanu (2016) * * * Endlich mal eine Katze und kein Hund als sympathisches Filmtier: Die Komödie ist deswegen für Katzenfreunde fast ein Muss, doch auch sonst ist die auf 80er-Jahre-Action getrimmte Sache recht spassig. Könnte noch einfallsreicher sein, unterhält aber. 

Everybody Wants Some (2016) * * * Richard Linklater taucht in die 80er ein und liefert eine Art spirituelle Fortsetzung seines Kultfilms "Dazed and Confused", wenn auch beliebiger als jener. 

18.11.16
Kritik von Naomi Kawases Still in the Water (* *).
Kritik des Stummfilms Schatten (* * * ½).

17.11.16

Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016) * * * ½ Sympathischer Auftakt zum "Harry Potter"-Ableger. J.K. Rowling schrieb das Skript gleich selbst, ein ab und zu holpriges, aber effektives. Und Potter-Veteran David Yates inszenierte gewohnt düster, wenn auch mit Humor aufgeheitert. Die Tricks sind toll, nur das Pixel-Gewirr gegen Ende (sozusagen der Boss-Gegner) ist schwach. Eins erreicht der Film jedenfalls: Die Lust auf diese neue Reihe ist geweckt, wenn auch nicht so euphorisch wie bei Potter.

11.11.16

Juste la fin du monde (2016) * * * ½ Xavier Dolan spielt selbst nicht mit, aber heuerte für seine Theaterverfilmung die crème de la crème an (u.a. Marion Cotillard, Vincent Cassel) - entsprechend grandios die Schauspielleistungen. Inszeniert ist der Film einmal mehr hochintensiv, visuell eindrücklich und mit tollen Musikeinsatz. Die Story an sich ist dünn und manchmal ist Dolan immer noch ein Showoff, doch die Energie in den Film ist immens.

Operation Avalanche (2016) * * * Hübsch im Zeitkolorit gehaltenes Mockumentary über die Fälschung der Mondlandung. Das wird Verschwörungstheoretikern leider Auftrieb geben, aber immerhin auch Filmfans einigermassen beglücken: Vor allem die Anfangsphase, bei der auch Stanley Kubrick zum Zug kommt, ist gelungen. Der Thriller-Teil später wirkt formelhafter. 

Jack Reacher: Never Go Back (2016) * * * Knüpft nicht direkt an den Vorgänger an und ist unter der Regie von Edward Zwick ein zwar extrem rasanter, aber auch völlig austauschbarer Actionfilm geworden. 

Chambre bleue, La (2014) - Das blaue Zimmer * * ½ Mathieu Amalric inszenierte sich und seine Ehefrau Stéphanie Cléau in einer Georges-Simenon-Adaption, die zwar kurz, verwinkelt erzählt und erotisch aufgeladen ist, aber trotzdem irgendwie fad. 

Equals (2015) * * ½ Das dystopische Sci-Fi-Liebesdrama orientiert sich visuell wie inhaltlich an George Lucas’ "THX 1138", aber geeicht auf heutige Teenie-Bedürfnisse und auf Dauer recht monoton. Immerhin solide besetzt, unter anderem mit Kristen Stewart und Nicholas Hoult in den Hauptrollen. 

Central Intelligence (2015) * * ½ Austauschbare Buddy-Komödie mit Kevin Hart und Dwayne Johnson, die immerhin ein bemerkenswertes Gespann abliefern und ein paar gelungene Pointen verbuchen können. 

Into the Inferno (2016) * * * ½ Wie alle Natur-Dokus von Werner Herzog ist auch diese Vulkan-Dok faszinierender Stoff. Wegen Herzogs Erzählstimme, wegen dem psychologischen und spirituellen Gehalt der Bilder und Texte, und veredelt mit den Klängen eines russischen Chors. Nur der porträtierte Vulkanologe ist für Herzog-Verhältnisse etwas langweilig. Immerhin attestiert er dem Regisseur netterweise "er sei nicht verrückt". 

5.11.16
Kritik von Sabus Miss Zombie (* * *).

Café Society (2016) * * * ½ Die Tragikomödie ist Woody Allen auf Autopilot, doch die bittersüsse Story langweilt nie, die Ausstattung ist hübsch und die Schauspieler überzeugen - allen voran Kristen Stewart, die erstaunliche Glanzpunkte setzt. 

How to Make Love Like an Englishman (2014) - Professor Love * * ½ Nicht sonderlich glaubwürdige und klischeereiche, aber unterhaltsame Romanze, aus der Salma Hayek heraussticht. 

Bastille Day (2016) * * * Hochroutinierte Euro-Action, die ein paar nette Überraschungen auf Lager hat. Eine Frage stellt sich allerdings: Warum spielen zwei durch-und-durch Briten (Idris Elba, Richard Madden) Amerikaner? 

Demolition (2016) * * * ½ Ein weiterer stilvoller und kraftvoll gespielter Film des Kanadiers Jean-Marc Vallée ("Dallas Buyers Club"). Der zynische Humor sitzt, die Darsteller um Jake Gyllenhaal beeindrucken. Nur mit der Glaubwürdigkeit der Eskapaden, welche die Hauptfigur hinlegt, ist es nicht immer so weit her. 

Rico, Oskar und der Diebstahlstein (2016) * * * Kurzweiliger und weitgehend putziger dritter Teil, auch wenn die Frische langsam weg ist. 

Witch, The (2016) * * * An sich recht konventioneller Horror, der aber durch sein historisches Setting sowie die starken Schauspieler (allen voran Anya Taylor-Joy) überzeugt. Notiz am Rande: mit Ralph Ineson und Kate Dickie spielen zwei "Game of Thrones"-Nebendarsteller die Eltern. 

Chocolat (2016) * * * ½ Ich mag Zirkusclowns nicht, aber dieses auf Tatsachen basierende französische Drama im Zirkusmilieu offeriert allemal starke Figuren, eindrückliche Ausstattung und die richtige Menge an Gefühl.

Grandma (2015) *** Etwas standardisierte Indie-Tragikomödie von Paul Weitz, mit Lily Tomlin in einer absoluten Power-Rolle.

Free State of Jones (2016) * * * Der technisch überzeugende Film von "Hunger Games"-Regisseur Gary Ross erzählt die wahre Geschichte von aufständischen Südstaatlern, will aber in seiner aufgeblasenen Laufzeit zu viel, daher fehlt ihm der Fokus. Matthew McConaughey trägt die Story aber gut.

Michael Kohlhaas (2013) * * * Der Film verlegt Heinrich von Kleists Novelle mit internationalem Cast (Mads Mikkelsen, Bruno Ganz etc.) nach Frankreich und besticht mit berauschend rauer Optik. Doch die Überlänge und die zähe Erzählweise verlangen Geduld.

Independence Day: Resurgence (2016) - Independence Day 2 * * * Die späte Fortsetzung ist grösser in allen Belangen, ausser dem Unterhaltungswert. Die Tricks wirken alle überladen und daher weniger echt als beim Vorgänger, und da einem dazu auch nmoch die Figuren recht egal sind, kommt nie dieselbe Bedrohung auf. Zum hirnlosen Spektakel reichts aber allemal.

1.11.16

Sorry für die kurze Totalpause - ich war für ein paar Tage in Stockholm.
Zur Entschädigung die Kritik von Hirokazu Kore-edas After the Storm (* * * *).

23.10.16

Doctor Strange (2016) * * * * Die Marvel-Verfilmung begibt sich visuell auf neue Pfade, zeilweise à la "Inception". Sie unterhält mit erstaunlich viel Humor, spektakulären Szenen und Tempo. Benedift Cumberbatch trägt das alles in der Titelrolle glorios. 

Storks (2016) * * * Kurzweiliger Trickfilm von "Neighbors"-Regisseur Nicholas Stoller. Die Figuren agieren wie oft bei Animationsfilmen zu hektisch und der eskalierende Slapstick strengt etwas an. Aber zum Glück gibt es immer wieder gelungene Einfälle und jede Menge Gags. 

Blood Father (2016) * * * Mel Gibsons Charisma und die unzimperliche Gewalt peppen diesen ansonsten eher routinierten Thriller gehörig auf. 

Fathers & Daughters (2016) * * * Wieder mal übertreibt es Regisseur Gabriele Muccino hier mit dem Schmalz. Aber die Story rührt fraglos und mit dem Starensemble rund um Russell Crowe kann auch nicht viel schiefgehen. 

Night Before, The (2015) - Die Highligen drei Könige * * * Kuriose Weihnachtskömödie um drei Kumpels, für die Regisseur Jonathan Levine u.a. auf seine zwei "50/50"-Stars zurückgriff, Joseph Gordon-Levitt und Seth Rogen. Die Gags sitzen nicht immer, aber die Stars sind bei Laune, und ein paar Gastauftritte (u.a. Miley Cyrus) runden das Vergnügen ab.

Femme du Vème, La (2011) - Die geheimnisvolle Fremde * * ½ Gediegene und mysteriöse Romanverfilmung, die aber unter ihrer Lethargie fast verpufft.  

Atrapa la bandera / Capture the Flag (2015) - Einmal Mond und zurück * * ½ Der spanische Trickfilm gibt sich fast schon US-patriotischer als ein US-Film, aber immerhin flott gemacht.

Sing Street (2016) * * * ½ Sympathischer Jugend-Musikfilm vom Regisseur von "Once", angesiedelt im Irland der 80er, sympathisch besetzt und voller Wohlfühl-Energie. 

Sibylle (2015) * * * Der deutsche Low-Budget-Mysteryfilm des Schwyzer Regisseurs Michael Krummenacher verbeugt sich sehr offensichtlich vor seinen Vorbildern David Lynch und Stanley Kubrick - und erzeugt solides Unbehagen.  

Girl on the Train, The (2016) * * * Solide spannende Verfilmung des Bestsellerromans von Paula Hawkins, aufgewertet durch starke Frauenrollen und ein Krimi-Rätselraten. Die Inszenierung indes ist etwas leblos und macht sich das Groschenroman-Feeling weniger zu eigen als etwa der artverwandte "Gone Girl". 

Kubo and the Two Strings (2016) * * * * Ein weiterer Trickfilm-Knüller aus den Laika-Studios ("Coraline"), die dieses Mal eine rasante und bewegende Fantasygeschichte mit asiatischen Einflüssen inszenierten. 

10.10.16

Kritik des koreanischen Thrillers Inside Men (* * * ½).

 Bridget Jones's Baby (2016) * * * Die späte Rückkehr ist besser als der direkte Vorgänger, weil die Stars (trotz Renée Zellwegers Botox-Überschuss) spielfreudig dabei sind und der Film trotz Überlänge wohlfühlig zwischen Witz und etwas weniger Romantik pendelt. Hugh Grant ist leider nicht mehr dabei, aber die eh schon souveränen Nebenrollen werden durch Emma Thompson bestens aufgerüstet.

Abattoir (2016) * * Viele Kritiker bewerteten den Gruselfilm positiv, weil er einen neuen Ansatz im ausgelutschten Geister-Genre suchte. Doch ich kann auch diesmal nicht viel mit dem Schaffen von Regisseur Darren Lynn Bousman anfangen - von den lästig quasselnden Figuren über die abstruse Prämisse bis hin zum visuell überstrapazierten Geisterbahn-Finale. Immerhin ist die düstere Atmosphäre manchmal recht ansprechend.

Cabin Fever (2016) * ½ Liebloses und höchst unnötiges Remake von Eli Roths bösem und hintergründigem Schocker von 2002. Es wurde dasselbe Skript verwendet, aber viele Genrezitate sind weg (neu dazu kam höchstens "The Shining" am Anfang), ebenso weg sind der gewitzte Zynismus und der schlüpfrige Beigeschmack der hormongesteuerten Teenager. Diesmal ist alles fader, austauschbarer, oberflächlicher. 

Harms (2014) * * ½ Erstaunlich harter deutscher Gangsterfilm mit Heiner Lauterbach und namhaften Co-Stars. Die Typen und die Sprüche machen Laune, aber die immer kruder werdende Geschichte hängt die Zuschauer bald ab.

4.10.16

Kritik des Bollywood-Historienliebesfilms Bajirao Mastani (* * * ½).

2.10.16

Kritik des chinesischen Historienfilms Brotherhood of Blades (* * *).

23.9.16

Kritik des Hongkong-Actionfilms SPL 2: Time for Consequences (* * *).
Kritik des koreanischen Actionthrillers A Hard Day (* * * ½).

22.9.16

Kritik der japanischen Sci-Fi-Komödie Assassination Classroom (* * *).

Sausage Party (2016) * * * Superfreche Animationskomödie von Seth Rogen und seiner Gang, voller Perversion, Drogen und politisch-religiösen Anspielungen. Vieles sitzt, anderes ist sackplump. Doch vor allem wirkt die "Essen wehrt sich gegen sein Schicksal"-Story eher wie eine Idee für einen Kurzfilm und daher etwas aufgeblasen.

 Blair Witch (2016) * * ½ Die Fortsetzung ist fraglos unheimlich, folgt aber zu sehr den Spuren des Originals und vertraut zu sehr auf lärmige Jump Scares.  

21.9.16

Precious Cargo (2016) * * Stromlinienförmiger Billig-Thriller, für den sich Bruce Willis mal wieder in einer Nebenrolle verheizen liess. Die Dialoge sind bemüht, die Action bleibt sparsam und das sexistisch aufgeheizte Machismo nervt rasch. 

Secret in Their Eyes (2015) * * ½ Das starbesetzte US-Remake des argentinischen Oscargewinners schreibt die Story etwas um und nimmt ihr dadurch Faszination wie Spannung. Chiwetel Ejiofor, Nicole Kidman und Julia Roberts sind gut, aber das reicht nicht. 

Eye in the Sky (2015) * * * ½ Packender Thriller, der wichtige Fragen zu Sicherheit / Krieg / Kollateralschaden in einem einzigen, stimmigen Szenario verdichtet, und mit Helen Mirren und Alan Rickman auch bestens besetzt ist. 

Tagebuch der Anne Frank, Das (2015) * * * Inszenatorisch formelhafte Verfilmung des Klassikers, natürlich auch so noch höchst bewegend. Und von allen Beteiligten überzeugend gespielt.

17.9.16

Kritik des indischen Epos' Bahubali: The Beginning (* * *).

16.9.16

Kritik der Bollywood-Romanze Tamasha (* * ½).

15.9.16

Hell or High Water (2016) * * * * Die Redneck/Western-Antwort auf "Fargo" verlegt die Jagd nach zwei Kriminellen ins staubige und ökonomisch ruinierte West Texas. Das Skript von "Sicario"-Autor Taylor Sheridan baut clever politische Bezüge ein und der Brite David Mackenzie ("Starred Up") inszeniert souverän, nicht zuletzt agiert das Trio Jeff Bridges / Chris Pine / Ben Foster bestens.

Endless Love (2014) * * Eine stromlinienförmige Schmonzette, basierend auf einem Buch, das 1981 schon mit Brooke Shields verfilmt wurde. Die Story um zwei ungleiche junge Leute, die sich verlieben, wirkt so zeitlos und doch so ausgelutscht.  

War Dogs (2016) * * * ½ Flotte und böse Waffenschieber-Komödie, die erstaunlicherweise auf Tatsachen basiert. 

13.9.16

Kritik von Nobody's Daughter Hae-won (* *).

11.9.16

Kritik von Kingsglaive: Final Fantasy XV (* * *).

Magnificent Seven, The (2016) * * * Einfalls- und fast schon liebloses Remake des Klassikers von 1966, der notabene selbst ein Remake war. Aber damals eines mit frischen Ideen und neuem Setting. Nun kriegen wir dasselbe in grün, solide besetzt, solide inszeniert. Aber keine visuelle Virtuosität, keine dramaturgische Finessen. Nur Rekrutieren von sieben (Anti)helden und dann lange Schiesserei. Aber eben zumindest auf (nochmals dieses Wort) solidem Niveau. 

8.9.16

Kritik von C'era una volta il West (* * * * *).

Frantz (2016) * * * ½ François Ozons Remake von Ernst Lubitschs "Broken Lullaby" (1932) ist ein emotionales Französisch-Deutsches Drama, primär in schwarzweiss und toll gespielt v.a. von Paula Beer. Stark wie Ozon viele Szenen spiegelt (Deutsche im Restaurant, die blutigen Lyrics der Marseillaise im französischen Café) und angenehm, dass er den Twist so handhabt wie im Original, anstatt was wohl "typischer" Ozon gewesen wäre.

Ben-Hur (2016) * * * Unnötige Neuverfilmung des klassischen Stoffes, für den der modern inszenierende Timur Bekmambetov die falsche Wahl war. Der Hauptdarsteller wirkt fad, viele Szenen sind gehetzt und die für die christlichen Zuschauern in den USA wurde der Jesus-Schmalz gegen Ende etwas gar aufdringlich verstärkt. Nur: Die Story hat auch in dieser Inkarnation noch Kraft und alleine die beiden grossen Set Pieces (düster auf den Galeeren, packend beim Wagenrennen) machen den Film schon sehenswert. 

Geilste Tag, Der (2016) * * * Die "Sterbenskranke auf Odyssee"-Story ist ausgelutscht, aber Regisseur Florian David Fitz unterhält mit seinem Co-Star Matthias Schweighöfer gut, viele Gags sitzen. Der Film dürfte indes kürzer sein.

Nerve (2016) * * * Folgt im Muster den typischen Todesspiel-Thrillern, die momentan in Asien so populär sind, ganz zugeschnitten aufs Teeniepublikum. Die Inszenierung mit allerlei Social-Media- und Smartphone-Einblendungen ist gelungen, das Hauptdarsteller-Paar (Emma Roberts, Dave Franco) überzeugt. Aber gegen Schluss rutscht alles (wie so oft bei solchen Filmen) ins Abstruse und Unglaubwürdige, zu allem Übel auch noch übermässig moralisierend.

Shallows, The (2016) * * * Simpel konstruierter, aber höchst effektiver Hai-Thriller mit der schönen Blake Lively in Gefahr. 

Swiss Army Man (2016) * * * Höchst grotesker Indie-Film mit Paul Dano sowie Daniel Radcliffe - als Leiche! Am Anfang noch sehr witzig und überraschend, doch angesichts des Bombardements an seltsamen Szenen stumpft man etwas ab.

Popstar: Never Stop Never Stopping (2016) * * * ½ Sehr amüsante und oft treffsichere Veräppelung des Pop-Geschäfts anhand eines überzeichneten Popstars, gespielt von Andy Samberg. 

Pawn Sacrifice (2015) * * * ½ Packendes und tiefgründiges Psychogramm von Schachgenie Bobby Fischer (Tobey Maguire), schnörkellos inszeniert von Ed Zwick. 

Man Who Knew Infinity, The (2015) - Die Poesie des Unendlichen * * * Bewegendes, etwas formelhaftes Drama um ein indisches Mathematik-Genie, gespielt von "Slumdog Millionär" Dev Patel. 

Grüsse aus Fukushima (2016) * * * Doris Dörries neuster Trip nach Japan ist eine halb skurrile, halb wehmütige Reise in schickem Schwarzweiss. Leichte Längen stören nur bedingt. 

Grosse Sommer, Der (2016) * * * Mathias Gnädinger reist in seinem letzten Film mit einem Buben nach Japan, der Sumo lernen will. Nach Wohlfühl-Blaupause, aber sehr charmant. 

28.8.16

Mike and Dave Need Wedding Dates (2016) * * * Sympathisch besetzte und stellenweise recht lustige Komödie, die etwas brav und vorhersehbar ausgefallen ist. Unterhaltsam für Freunde von Lümmelkomödien aber allemal. 

Boss, The (2016) * * Melissa McCarthy auf den Leib geschriebene Klamotte, die aber weder mit Originalität noch mit überzeugenden Pointen überzeugen kann. 

Lady in the Van, The (2016) * * * Sympathische Komödie, nicht wahnsinnig überraschend, aber dank Maggie Smith in zynischer Bestlaune allemal sehenswert. 

Kollektivet (2016) - Die Kommune * * * ½ Inhaltlich nicht immer fokussierte, aber sehr realistisch anmutende Tragikomödie von Thomas Vinterberg. 

Shelter (2014) * * * Für sein Regiedebüt holte Schauspieler Paul Bettany seine Frau Jennifer Conelly zusammen mit Anthony Mackie vor die Kamera. Das Dauerleid der beiden ist anstrengend, und die Schauspieler wirken für Penner-Rollen zu proper, aber als düsteres Grossstadtdrama funktioniert's auf jeden Fall. 

Freeheld (2015) * * * Die Anliegen des gut gespielten Lesbendramas sind wichtig, schade ist die Inszenierung eher TV-konform und zu sehr darauf ausgerichtet, die Botschaft ans Publikum zu bringen. 

Man som heter Ove, En (2015) - Ein Mann namens Ove * * * ½ Rolf Lassgård ist perfekt in der Titelrolle, das gleicht die Schwächen in der Story mehr als aus. Den Rest besorgt der schön spröde Witz. 

Tschiller: Off Duty (2016) * * ½ Til Schweigers Tatort-Story mündete mit diesem überlangen Actionfilm im Kino. Trotz immensen Schauwerten aber eher eine Durchhalteübung. 

Jem and the Holograms (2016) * * Der leicht phantastische Musik-Jugendfilm weiss nie genau, was er sein will, entsprechend ist der gnadenlose Flop im Kino weder überraschend noch wirklich unverdient. 

Famille à louer, Une (2015) - Familie zu vermieten * * * Sehr formelhafte französische Wohlfühl-Komödie, die aber mit Benoît Poelvoorde und Virginie Efira treffsicher besetzt ist und gut zu unterhalten weiss.

27.8.16

Kritik des kubanisch-sowjetischen Propagandafilms Soy Cuba (* * * *).

21.8.16

Kritik von Nagisa Oshimas Drama Boy (* * *).

18.8.16

Captain Fantastic (2016) * * * ½ Viggo Mortensen brilliert in einer Indie-Tragikomödie, die zwar Home Schooling und sektenhaftes Einsiedlertum etwas gar idealisiert, aber mit viel Herz und sanfter Gesellschaftskritik das Publikum auf ihre Seite zieht.

Finding Dory (2016) * * * ½ Pixar geht keine neuen Wege und kopiert nahezu die Story des Vorgängers - nur weniger frisch und weniger emotional (Papa sucht Sohn klappt besser als erwachsene Frau sucht Eltern). Doch die Animation glänzt, die Sprecher überzeugen, der Mix aus Humor, Spannung und Drama stimmt.

16.8.16

Kritik von Kiyoshi Kurosawas Journey to the Shore (* * ½).

Mechanic: Resurrection (2016) * * Schlappe Fortsetzung des Remakes von 2011, nur noch Jason Statham ist dabei, dafür neue Gesichter wie Jessica Alba, Tommy Lee Jones und die verschwendete Michelle Yeoh. Das US-Debüt des Deutschen Dennis Gansel ("Die Welle") beginnt mit Kitsch auf Thailand, hat einige der schwächsten Bluescreen-Tricks des Jahres und eine Story, die nur in der Mitte (Sydney-Sequenz) kurz glänzt. Aber der Film wirkt so billig, so austauschbar, dass man sich fragt, wie er je ins Kino kam.

Maryland (2015) - Der Bodyguard * * * Der Film wirkt wie der erste Akt eines Liebesthrillers, daher fast etwas unfertig. Aber die Chemie zwischen Matthias Schoenaerts und Diane Kruger stimmt, der Elektro-Soundtrack fasziniert, die Inszenierung ist solide. 

Vie très privée de Monsieur Sim, La (2016) * * * Ein vom Leben gepeinigtes Vertreter hofft, ein Auftrag in der Provence bringt ihn ins Lot - doch es passiert eher das Gegenteil, mit tragikomischen Konsequenzen. Ein etwas unsteter Film, der aber mit leisem Humor und einer Portion Wehmut, aber v.a. mit tollen Akteuren fasziniert. 

Colonia (2015) * * ½ Der Deutsche  Florian Gallenberger inszenierte einen spannenden, wenn auch etwas schematischen Thriller rund um die deutsche Sektenkolonie in Chile. Daniel Brühl als Held, Michael Nyqvist als Schurke passen. Emma Watson dagegen wirkt eine Spur deplatziert ... 

Legend of Barney Thomson, The (2015) * * * Robert Carlyles Regiedebüt um einen mörderischen Coiffeur hat seine Längen, ist aber schön schräg - v.a. wenn Emma Thompson als rabiate Mutter ins Bild kommt. 

Clan, El (2015) * * * ½ Der chilenische Thriller basiert auf Tatsachen und wägt Spannung, Drama und sogar etwas Humor bestens ab. 

Rock the Kasbah (2015) * * ½ Wenn Barry Levinson eine Musiksatire mit einem Afghanistan-Film samt Topbesetzung (Bill Murray, Bruce Willis, Kate Hudson) dreht, dann müsste schon mehr herauskommen als dieses halbamüsante Filmchen. 

Pojkarna (2015) - Girls Lost * * ½ Der schwedische Film packt auf interessante und phantastisch angehauchte Weise das Thema Transsexualität an, wenngleich seine abgehobene Inszenierung und der durchhängende Mittelteil viel vom Goodwill wieder rauben.

 15.8.16 

Vampir auf der Couch, Der (2014) - Therapie für einen Vampir * * * Kurzweilige und einfallsreiche Gruselkomödie mit Tobias Moretti und Jeanette Hain als verheiratete, wenn auch spinnefeinde Blutsauger.  

Suicide Squad (2016) * * * David Ayer gaukelt einen frechen, grellen Superheldenfilm mit bösen Antihelden vor. Aber das Personal ist dazu zu brav, der Ton des Films zu düster - ein Bastard aus zwei nicht kompatiblen Bestrebungen (finsterer DC-Actionknaller, anarchischer Antihelden-Film). Zudem holpert die Story wegen der vielen Figuren, etliche Darsteller gehen schlicht unter, und die dunkle Inszenierung ist oft einfach fad. Aber: Will Smith und Margot Robbie überzeugen, der Soundtrack sorgt für Laune und in Ansätzen wäre der eingeschlagene Weg der Richtige, um das DC-Universum von seinem Bierernst zu lösen. Passierte nur eben zu halbherzig.

11.8.16

Kritik von Sion Sonos Love and Peace (* * * ½).

10.8.16

Kritik des italienischen Dramas Incompreso (* * * ½).

8.8.16

Pete's Dragon (2016) - Elliot der Drache * * * Disneys Remake seines halbkultigen Musicals "Elliot das Schmunzelmonster" ist weitaus humorloser, dafür angereichert mit Pathos und Tricks. Für junge Zuschauer sicher ein gefälliges und mitreissendes Abenteuer, aber es fehlt an Inspiration.

Night Manager, The (2016) * * * ½ Susanne Biers preisgekrönte Miniserie nach dem Roman von John le Carré, edel inszeniert und souverän gespielt von Tom Hiddleston & Co. Unter Serienfans ein wenig überschätzt, denn vor allem in der Mitte fehlt etwas die Dichte. Aber kraftvolles Agenten-Entertainment allemal.

5.8.16

Kritik von Hou Hsiao-Hsiens preisgekröntem Marial-Arts-Drama The Assassin (* * ½).

4.8.16

Finest Hours, The (2015) * * * Die fein besetzte (Chris Pine, Casey Affleck, Eric Bana) Adaption einer wahren Geschichte um eine heldenhafte Seerettung in den 50ern braucht zu lang, um in Schwung zu kommen, bietet aber in der zweiten Hälfte dramatisches Seemannsgarn. 

Girl in Progress (2012) * * ½ Die Komödie um ein Mädel, das Heldin einer typischen Coming-of-Age-Story wäre, beginnt ungewöhnlich und recht frech, verliert sich dann aber im moralingesäuerten Durchschnitt.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (2016) * * ½ Auch die Fortsetzung ist schrecklich lärmig und der Humor funktioniert fast nie. Zudem sind mir eigentlich alle Nicht-menschlichen Charaktere unsympathisch. Aber immerhin ist der Film weniger dunkel und chaotisch inszeniert als der Vorgänger.

Jason Bourne (2016) * * * Matt Damons Rückkehr zur Bourne-Reihe taucht wieder in die Vergangenheit ein und nervt mit Wackel-Kamera-Action (mehrmals kann man kaum die eingeblendeten SMS lesen). Aber die Akteure wie Neuzugang Alicia Vikander sind gut, Regisseur Paul Greengrass hat Chaos gut im Griff und das Tempo stimmt. Aber nächstes Mal bitte bitte was anderes als Bournes Vergangenheit.

Girlhouse (2014) * * ½ Solider Slasher fürs Digitalzeitalter, plakativ und klischeereich, aber die weiblichen Opfer haben überraschend Frauenpower, trotz einem verkaufsfördernden Überangebot an Tits and Ass. Im Kern gehts ums Abschlachten von schönen Körpern, was für einen Horrorfilm noch nie ein schlechtes Konzept war - und hier sind sie wirklich schön (entsprechend dürften die Meucheleien auch gern noch blutiger sein).

Ghostbusters (2016) * * ½ Paul Feigs Wiederbelebung des Kults sorgte wegen der weiblichen Besetzung im Vorfeld für Online-Tumulte. Die Besetzung indes ist ok. Aber der Film ist frei von Inspiration und neuen Ideen. Popkultur lässt sich nicht erzwingen, und wenn man nur von ihr zerrt wie dieses Fliessbandprodukt, dann ist der Frust der Geeks zurecht programmiert.

Legend of Tarzan (2016) * * * Die animierten Tiere sind etwas schwach und David Yates inszeniert (wie bei seinen Potter-Beiträgen) viel zu dunkeldüster, was etwa in den Dschungelszenen nicht passt. Nicht zuletzt fehlt es an Erotik, welche im Subtext (wilder Held, impotent in England, viril im Dschungel etc.) zwar vorhanden ist, aber einfach nie richtig ausbricht. Yates scheint dazu zu verklemmt. Doch Alexander Skarsgård gibt einen guten Tarzan ab, die Story kommt gut voran und ist so faszinierend wie eh und je. Trotz den offensichtlichen Schwächen solide Unterhaltung.

3.8.16

Kritik der Ghibli-Co-Produktion La tortue rouge (* * * *).

22.7.16

Kritik von Takashi Miikes Yakuza Apocalypse (* * ½).

19.7.16

Kritik von Star Trek Beyond (* * * *).

18.7.16

Kritik der Bollywood-Komödie Shaandaar (* *).

17.7.16

Madame Bovary (2014) * * Solide gespielte, aber eher langweilige und vor allem unfokussierte Adaption des Romans von Gustave Flaubert. Man bekommt nie ein Gefühl dafür, worauf der Film hinauswill und was seine Figuren sollen, so dass die ganze Tragik der Story nie Gewicht bekommt. Zudem wirken einige der Stars fehlbesetzt, inklusive der Hauptdarsteller Mia Wasikowska und Ezra Miller.

Smell of Us, The (2014) * ½ Ich hatte eine weiche Stelle für die pseudoskandalisierenden Teeniefilme Larry Clarks, von "Kids" über "Bully" bis "Ken Park". Doch mit dieser französischen Produktion hat er sich vollends aus dem narrativen Kino verabschiedet und setzt nur eine schmuddelige Szene an die nächste, dominiert mit dem ihm typischen beinahe-pädophilen Voyeursblick. Das ist nicht nur etwas unappetitlich, sondern vor allem sterbenslangweilig.

Point Break (2016) * * Das uninspirierte Remake eines eh schon leicht überschätzten Kultfilms hat bis auf die Stunts nichts zu bieten. Machogehabe, langweilige Figuren, GoPro-Ästhetik. Und er verkauft sein seltsam todessehnsüchtiges Weltbild auch noch als eine Art von Spiritualität, was mit der Zeit lächerlich wird.

London Has Fallen (2016) * * ½ Die Fortsetzung von "Olympus Has Fallen" bringt mehr vom selben, vor allem in der Anfangsphase noch durchaus gelungen. Danach schleichen sich Längen und Pathos ein. Ausserdem: In die CGI-Tricks hätte gerne etwas mehr Geld gesteckt werden können. 

13 Hours - The Secret Soldiers of Benghazi (2016) * * ½ Michael Bay versuchts mal günstiger und realistischer, aber seine solide inszenierte Aufarbeitung der Ereignisse von 2012 ist trotzdem mühsam langatmig und geprägt von Harte-Kerle-Pathos. 

Trumbo (2015) * * * ½ Für Kinofans dank all den Insider-Aspekten natürlich ein Genuss, aber auch als Drama über freies Denken sehenswert. Und Bryan Cranston liefert eine bemerkenswerte (sowie oscarnominierte) Leistung in der Titelrolle. 

Gut zu Vögeln (2016) * * ½ Stark standardisierte deutsche Komödie mit ein paar gelungenen Dialogen, aber auch viel Leerlauf.  

Forsaken (2015) * * * Vater und Sohn Sutherland in einem etwas formelhaften, aber gut gespielten und düsteren Westerndrama.

13.7.16

Kritik des thailändischen Actionfilms Tom Yum Goong 2 (* *).

11.7.16

Benefactor, The / Franny (2015) - Der Glücksbringer * * ½ Richard Gere spielt sich als Medikamente-süchtiger Mäzen die Seele aus dem Leib, aber die Story kommt nie in Fahrt und Langeweile schleicht sich ein. 

Me Before You (2016) * * * In der Bestsellerverfilmung ist "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke für einmal richtig besetzt, das hilft der tragischen Romanze, die trotz Klischees amüsiert und bewegt. 

Boy, The (2016) * * ½ Atmosphärischer, aber ziemlich vorhersehbarer Gruselfilm. 

Sisters (2016) * * ½ Amy Poehler und Tina Fey sind ein eingespieltes Duo, bei dieser überlangen, halbwegs amüsanten Klamotte verkaufen sie sich aber unter Wert. 

By the Sea (2015) * * ½ Angelina Jolie inszenierte mit Gatte Brad Pitt ein ziemliches Ego-Projekt: ein lethargisches Ehedrama im Stil eines französischen Autorenfilms der 70er, durchaus gelackt und atmosphärisch, aber eben auch dröge. 

Dunkle Seite des Mondes, Die (2015) * * * Weitgehend packende Martin-Suter-Verfilmung mit dem überzeugenden Moritz Bleibtreu auf dem üblen Pilz- und Kapitalismus-Trip.

Green Room, The (2015) * * * Etwas gar düsterer und simpel gestrickter Survival-Punk-Indiefilm mit Patrick Stewart als Neonazi und dem jung verstorbenen Anton Yelchin als Mitglied einer eingeschlossenen Band, doch immerhin schön konsequent und im Stile eines frühen Carpenters. 

Legend (2015) * * * Die wahre Geschichte der Kray-Brüder arbeitete Brian Helgeland nicht gerade virtuos auf, aber Tom Hardy ist in der Doppelrolle furios und die Story bietet immerhin ein paar dramatische Facetten. 

Dressmaker, The (2015) * * * Zwischendurch etwas zähe, aber schwarzhumorige und stark gespielte australische Romanverfilmung mit Kate Winslet als rachsüchtiger Näherin. 

Dark Places (2015) * * ½ Charlize Theron und Nicholas Hoult (zuletzt so genial zusammen in "Mad Max: Fury Road") in einer eher holprigen Verfilmung des Romans von Gillian Flynn ("Gone Girl"). 

Hrutar (2015) - Rams * * * ½ Anfänglich skurrile, später primär dramatische Geschichte um isländische Schafzüchter. Es schleichen sich Längen ein, aber die Figuren faszinieren. 

Peanuts Movie, The (2015) * * * Sympathische CGI-Wiedergeburt der legendären Schulz-Figuren. Der Look ist dezidiert altmodisch, ebenso die Story. Grosse Sprünge darf man deswegen nicht erwarten.

Amour fou (2014) * * Wie gewohnt ohne Soundtrack und fast ohne emotionale geschweige denn kameratechnische Regung inszeniert die Österreicherin Jessica Hauser das Drama um den Doppelsuizid des Dichters Heinrich von Kleist. Eine "romantische Komödie" à la Hauser sei es, aber es ist nur eine asketische Durchhalteübung, immerhin stilvoll arrangiert in den wenigen Einstellungen. 

Nichts passiert (2015) * * * Das ironisch angehauchte Thrillerdrama von Micha Lewinsky beginnt toll, v.a. weil Devid Striesow als harmoniesüchtiger Familienvater so überzeugt. Je mehr der Film Richtung Thriller wandert, um so mehr möchte man den Mann aber durchschütteln, weil er so unglaubwürdige Entscheidungen trifft. 

Fúsi (2015) - Virgin Mountain * * * "Nói albinói"-Regisseur Dagur Kari erzählt von einem fetten Single-Isländer, der sich durchs (Liebes)Leben quält. Schön melancholisch und typisch nordisch, aber dramaturgisch nicht so mitreissend. 

Kindergarten Cop 2 (2016) * * Die unnütze Fortsetzung ist nicht gar so schlimm, wie befürchtet, aber plkump allemal. Und wer kam auf die hirnrissige Idee Dolph Lundgren eine romantische Beziehung zu einer 30 Jahre jüngeren Frau ins Skript zu schreiben? 

Freaks of Nature (2016) * * * Drolliger Zombie-Vampir-Aliens-Spass, der vor allem famos beginnt und mit witzigen Figuren aufwartet. Die Luft ist dann mal draussen, aber bis dahin wurde man schon gut unterhalten. 

Max (2016) * * Klebriger Tierfilm mit patriotisch-militärischem Beigemüse, das ausserhalb der USA nicht gerade gut kommt. 

Lobster (2015) * * * ½ Schräge Zukunftsvision des Griechen Yorgos Lanthimos ("Dogtooth"), der das bizarre Konzept konsequent und unterkühlt durchzieht.  

Trust, The (2016) * * ½ Nicolas Cage und Elijah Wood in einem 08/15-Thriller, der bis auf solide Hauptfigurenzeichnung nur wenig zu bieten hat.

29.6.16

BFG, The (2016) * * * ½ Wenn diese Roald-Dahl-Adaption in den 80ern entstanden wäre, dann wohl durch Jim Henson mit Puppen. Steven Spielberg nutzte einfach neuere Mittel (CGI), aber vom Flair her bleibts ähnlich. Mit seiner üblichen Top-Crew, Mark Rylance als Riese und einer zauberhaften Newcomerin verfilmte er das letzte Skript seiner ET-Autorin Melissa Mathison und schuf einen hochwertigen Kinderfilm mit Detailliebe und schrägem Humor. Ganz zünden will das nicht, man bleibt etwas distanziert, aber auf Spielberg ist selbst bei seinen schwächeren Werken Verlass. 

Dheepan (2015) - Dämonen und Wunder * * * ½ Das preisgekrönte Drama vom Regisseur von "Un prophet" beginnt sackstark, verliert erst im letzten Drittel dann aber an Zugkraft. 

Son of Saul (2015) * * * ½ Der ungarische Auslands-Oscar-Gewinner ist harte Kost, kein Wunder beim Holocaust-Thema. Die voll auf das Gesicht des Protagonisten fixierte Inszenierung, die den ganzen KZ-Horror sozusagen im Hintergrund ablaufen lässt, ist mutig und anfänglich auch eindrücklich, macht das Ganze mit der Zeit aber extrem anstrengend. 

Concussion (2015) - Erschütternde Wahrheit * * * Will Smiths nigerianischer Akzent in dem True-Story-Drama ist gewöhnungsbedürftig, aber der Star spielt überzeugend. Die Geschichte verläuft jedoch in etwas gar vorhersehbaren Bahnen, selbst für jemanden, der diese NFL-Dramatik vorher nicht kannte. 

Z for Zacharia (2015) * * ½ Das Endzeit-Drama baut Atmosphäre auf und ist von seinen drei Protagonisten überzeugend gespielt. Doch auf keinem der angepeilten Ebenen (Endzeit, Dreiecks-Romanze, Drama) funktioniert er so richtig und verliert rasch an Kraft.

Game of Thrones - Season 6 (2016) * * * * ½ Die Staffel kommt vermeintlich zögerlich (aber politisch-konspirativ sehr bereichernd) voran, und bringt immer wieder kleine Highlights wie die Hodor-Folge - um dann in den letzten zwei Episoden zu gigantischer Grösse anzuschwellen. 

23.6.16

Ice Age: Collission Course (2016) * * Im vierten Teil ist die Luft endgültig raus: Es dominieren hektische und hysterische Figuren, während die eigentlichen Stars nichts zu melden haben. Mannys Familienangelegenheiten sind langweilig, die Bedrohung ist gesucht. Nur ein paar der Scrat-Szenen amüsieren.

Risen (2016) * * Die Erzählung der Auferstehung Christi als möglichst naturalistisches Historienepos von Kevin Reynolds ("Waterworld") mit Joseph Fiennes. Doch der Versuch missglückt, denn der Film ist staubtrocken und daher schnell langweilig. 

Unfriend (2016) * * Der Deutsche Simon Verhoeven drehte in Südafrika einen typischen Internet/Teenie-Horror, der zwar durchaus einnehmend beginnt, aber immer abstruser und formelhafter wird. 

Midnight Special (2016) * * * ½ Faszinierende Sci-Fi von Jeff Nichols, überzeugend gespielt und inszeniert, mit dem richtigen Mass an Mystery.  

20.6.16

Lange Pause sogar für jüngste Verhältnisse. Der Grund? Ich war in den Ferien :)

Neon Demon, The (2016) * * * ½ Der Däne Nicholas Winding Refn ("Drive") muss langsam aufpassen, dass er sich mit seinen audiovisuellen Kunstfilm/Schock-Fusionen nicht selbst zu imitieren beginnt und sein Ego Überhand nimmt. Aber auch diese visuell eindrückliche, von Cliff Martinez furios akustisch begleitete Tour de force um das Fressen und Gefressen werden im Modezirkus ist ganz eigen und hat trotz Längen eine faszinierende Aura. Bestens auch der leichte Hang zur Satire. Der in Cannes erhobene Vorwurf der Frauenfeindlichkeit indes ist absurd (Männer sind hier die Kotzbrocken).

Ein Dutzend weitere Kurzkritiken ist bereits abgetippt, aber die Woche ist etwas busy.

28.5.16

Warcraft (2016) * * * Die Verfilmung der Hit-Games von Blizzard ist eine Art Prequel, kompetent erzählt von "Moon"-Regisseur Duncan Jones. Der David-Bowie-Spross kann seine eigene Handschrift zwar nicht einbringen, schuf aber einen unterhaltsamen Film mit interessanten Figuren und starker Optik. Kein Knüller, denn vieles wirkt wie Tolkien'sche Versatzstücke - aber besser als ich erwartet hätte. 

Amateur Teens (2015) * * * ½ "Cannabis"-Regisseur Niklaus Hilber blickt furchtlos und ungekünstelt in die von Sex und moderner Kommunikation dominierte Welt der Teenager. Eine Spur plakativ vielleicht, aber nah am Puls der Zeit und v.a. überzeugend gespielt.

Robinson Crusoe (2016) * * ½ Harmlose, halbwegs kurzweilige Trickfilm-Interpretation der bekannten Story, doch aber mit der Zeit recht an Drive verliert. Und warum auch müssen Katzen immer die Bösen sein, tsts. 

Valley of Love (2015) * * * Der Film lebt von der Präsenz von Gérard Depardieu und Isabelle Huppert, die sich quasi selbst spielen. Doch die gespenstisch langsame Geschichte bleibt immer mal wieder hängen und nur das Charisma der Akteure hält sie am Leben. 

Double, The (2014) * * * Der Mindfuck-Film mit dem doppelten Jesse Eisenberg in einer sterilen, kuriosen Zukunft ist vor allem in der ersten Hälfte grandios. Doch ihm gehen die Ideen aus und die Faszination legt sich.  

8 Sekunden (2015) * * ½ Das türkisch-deutsche Drama findet nie den richtigen Ton, trotz interessanter Ansätze und überzeugenden Schauspielern. 

Ride Along 2 (2016) * * Mehr vom selben: Der zweite Einsatz von Ice Cube und Kevin Hart lässt auch noch das Bisschen Spritzigkeit, das der Vorgänger hatte, vermissen. 

Forest, The (2016) * * ½ Das Gruseldrama mit Natalie Dormer rund um den "Selbstmord-Wald" in Japan hätte mehr Tiefe vertragen können, liefert aber immer noch einen brauchbaren Mix aus Nervenkitzel und Psychodrama. 

19.5.16

Alice Through the Looking Glass (2016) * * * Mit der Buchvorlage hat dieser Exzess nicht mehr viel zu tun und "Muppets"-Regisseur James Brolin inszeniert und erzählt erstaunlich einfallslos. Nicht zuletzt nervt Johnny Depp erneut mit überkandideltem Spiel. Und doch ist der Film minimal besser als Tim Burtons Vorgänger, weil er keinen Instant-Augenkrebs verursacht. Weitere Pluspunkte: starke Tricks und Sacha Baron Cohen, der mit seiner Performance die Aussprache von Werner Herzog kopiert.

Nice Guys, The (2016) * * * * Eine Buddy-Komödie, die voll und ganz den Stempel von Shane Black trägt, und vom Duo Russell Crowe / Ryan Gosling köstlich zum Leben erweckt wird. Stylish, blutig und eben vor allem witzig. 

Stonewall (2015) * * Gut gemeint: Der selbst schwule Roland Emmerich will der Schwulenbewegung der späten 60er ein Denkmal setzen. Doch das tut er visuell unauffällig, besetzt mit nicht gerade talentierten Akteuren und erzählt in einer unfokussierten, uninteressanten Weise. 

Electric Slide (2014) * * ½ Schauspieler und Inszenierung machen die ziellos erzählte Gangstergeschichte einigermassen sehenswert, doch der Film geht im Nu wieder vergessen. 

Pay the Ghost (2015) * * ½ Uli Edel kopiert die Handlung von "Insidious"mit Nicolas Cage auf der Suche nach seinem Sohn. Am Anfang sehr atmosphärisch, später, wenns phantastischer wird, dominiert die Abstrusität und das Interesse geht flöten. 

Je suis à vous tout de suite (2015) - Mademoiselle Hanna & die Kunst, nein zu sagen * * ½ Die Besetzung, allen voran Hauptdarstellerin Vimala Pons, gibt alles, aber die Geschichte kommt nach flottem Start nicht mehr gross voran und wird repetitiv.

13.5.16

Kritik des Bollywood-Hits Dilwale (* *).

12.5.16

Kurzkritiken

X-Men: Apocalypse (2014) * * * ½ Bryan Singer & Co. gehen langsam die Ideen aus (Magneto hat schon wieder eine Sinnkrise?) und der Film ist weniger packend als der Vorgänger bzw. weniger stilvoll als "First Class". Damit fällt er ans untere Ende der X-Filme. Doch er liefert noch immer solide Action und gute Tricks, v.a. aber ein überzeugendes Figurenkarussell - heraus stechen etwa Quicksilver und Nightcrawler.

Vénus à la fourrure, La (2013) - Venus im Pelz * * * ½ Roman Polanski macht aus demTheaterstück von David Ives ein amüsantes, sexuell aufgeladenes Wortgefecht zwischen Mann und Frau. 

Moonwalkers (2016) * * * Amüsante, wenn auch etwas verzettelte Posse rund um die angeblich inszenierte Mondlandung. 

Woodlawn (2016) * ½ Man nehme einen klischeehaften und überlangen Sportfilm und reichere den zu allem Übel noch mit klebriger Christentums-Propaganda an. Das Resultat ist doppelt anstrengend.  

5th Wave, The (2016) - Die 5. Welle * * ½ Brauchbare Jugendromanverfilmung, die nach einem starken Start aber in zu gewohnte Muster abdriftet. 

Goosebumps (2016) * * * Kurzweilige Fantasykomödie, die ein leichtes Déjä-vu-Gefühl hervorruft, aber die Horror- und Fantasykreaturen gelungen in einen Jugendfilm einbaut. 

I'll See You in My Dreams (2015) * * * ½ Gut gespielte Tragikomödie mit reifen Themen und subtiler Herangehensweise an zwischenmenschliche Beziehungen. 

Solace (2015) - Die Vorsehung * * * Der reisserische Thriller mit Anthony Hopkins und Colin Farrell wandelt auf "Seven"-Spuren, mal geglückt, mal weniger. Auf jeden Fall spielt er eine Liga tiefer.  

Danish Girl, The (2015) * * * Die Tatsachenverfilmung brachte Alicia Vikander einen Oscar ein, Co-Star Eddie Redmayne ging trotz vollem Einsatz leer aus. Der edle Film von "King's Speech"-Regisseur Tom Hooper wirkt ein wenig zu pittoresk, zu wenig greifbar, und zu sehr auf Oscar-Gewinn ausgelegt. Aber man kann sich seinen Themen und Figuren trotzdem nur schwer verschliessen.