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17.5.12
Kurzkritik von "
Moonrise Kingdom" (* * * *)
Ein unverkennbarer Wes-Anderson-Film: Das famose Starensemble (u.a. Bruce Willis, Edward Norton, Bill Murray) wuselt durch wunderbare Kulissen und Designs, trägt kuriose Kostüme und schwafelt oft bizarres Zeug. Aber alles hält dank Andersons Sinn fürs Ungewöhnliche bestens zusammen und ergibt einen schrägen Film mit Herz und Humor. Optik und Musik dienen als Zückerchen. Wie vorherige Anderson-Filme sicher nicht für alle, aber ich war fasziniert.

Kurzkritik von "Men in Black 3" (* * * ½)
Das späte Revival der kultig-coolen Sci-Fi-Reihe verzichtet auf die albernen Elemente, die Teil 2 schwächer machten, und setzt ganz auf die Stars, die Aliens und den Fun. Nicht gar so cool wie das Original, aber temporeich, witzig und gesegnet mit gelungenen Trickeffekten - vor allem das Finale kommt in 3D sehr gut. Es gibt ein paar Logiklöcher, etliche Déjà-vus, aber das sind kleine Probleme in einem Film, der einfach gut unterhält und Lust darauf macht, dass die Reihe noch weitere Folgen auf Lager hat.

15.5.12
Kurzkritik von "Moneyball" (* * * ½)
Von Brad Pitt & Co genial gespieltes Sportdrama, das hinter die Kulissen der Baseball-Industrie blickt. Immerzu packend, stets bewegend, aber wirklich neu ist an der Geschichte auch nicht gerade viel.

Kurzkritik von "LOL" (* * ½)
Im US-Remake des sympathischen Sophie-Marceau-Films spielen Demi Moore und Miley Cyrus Mutter und Tochter, die herausfinden, dass sie eigentlich dieselben Sorgen und Freuden haben. Weil das in einer Welt spielt, in der einfach jeder gut aussieht und jeder ein verdammtes Apple-Produkt besitzt, wirkt das Ganze zu gelackt und kommerziell. Aber trotz der kleineren Stolpersteine in Schauspiel, Dialogen und Inszenierung bleibt der Film doch immerhin charmant und verdient die teilweise gehässigten Anti-Miley-Kritiken nicht.

14.5.12
Kritik des koreanischen Dramas Scars (* * *)
Kritik des Bollywood-Dramas Rivaaz (*
½)
Kritik des Singapur-Dramas Sandcastle (*
* *)

Kurzkritik von "Pride and Prejudice" (* * * *)
Gefeierte BBC-Adaption von Jane Austens Klassiker, die unter anderem Colin Firth in die Herzen der Frauen brachte. Die Miniserie nimmt sich Zeit, entwickelt die Figuren und spielt mit den Dialogen. Zwar lang, aber durchwegs ein intelligentes, gefühlvolles Vergnügen.

Kurzkritik von "J. Edgar" (* * *)
Etwas trocken und dramaturgisch sprunghaft erzählt Clint Eastwood vom Leben des langjährigen FBI-Chefs J. Edgar Hoover, souverän gespielt von Leonardo DiCaprio, auch wenn ihn das Alters-Makeup teilweise ziemlich entstellt.

13.5.12
Kritik der Hongkong-Komödie I Love Hong Kong 2012 (* * ½)

12.5.12
Kritik des Bollywood-Actionepos
Agneepath (* * *), 1990er-Version mit Amitabh Bachchan.
Kritik des koreanischen Sportfilms Pacemaker (* * *)

Kurzkritik von "The Dictator" (* * * ½)
Zum Schreien komische Komödie, die ganz auf Sacha Baron Cohen zugeschnitten ist. Als Diktator eines fiktiven nordafrikanischen Landes kann er jedem ans Bein pinkeln - den Arabern, den Israelis, den Chinesen, den Linken, den Rechten, den Frauen, den Männern. Und vor allem den Amerikanern, denen er in einer Rede subtil klarmacht, dass sie in einer Diktatur leben. Dazu mutige Gastauftritte und schamlose Witze, die kein Pardon kennen. Wer sonst getraut sich, Witze über Vergealtigung, Mord und Kinderschändung zu machen? Ein Hoch auf Cohen. Nur leider wirkt die Story etwas ausgelutscht, das "fremd in den USA"-Motiv hat er mit Borat und Brüno schon beackert. Etwas wirklich Neues sucht man in dem Kim Jong-il gewidmeten Film vergebens. Aber eben: er ist elend lustig.

Kurzkritik von "Les infidèles" (* * *)
Französischer Episodenfilm, bei dem verschiedene Leute hinter der Kamera standen, aber Jean Dujardin und Gilles Lellouche in variablen Rollen auftauchen: als Männer, die Frauen betrügen. Simpel gestrickt, aber oft sehr komisch - und wenn die Oscar-gekrönten "Artist"-Macher mitmischen, dann bürgt das für zusätzliche Qualität. Die witzigste Episode ist "Anonyme Fremdgeher", aber auch jene von Michel Hazanavicius überzeugt. Eher etwas schwach dagegen die, bei der Dujardin und Lellouche auch Regie führten.

10.5.12
Kritik des sowjetischen Monumentalfilms
Voyna i mir (* * * *) aka. "Krieg und Frieden".
Kritik des koreanischen Horrorfilms Ghost (* *)

9.5.12
Kritik der schweizerisch-deutschen Musicalkomödie Schneewittchen und die sieben Gaukler (* * *)
Kritik des Hongkong-Komödie I Love Hong Kong (*
*)

Kurzkritik von "The Grey" (* * * ½)
Simpel gestrickter, aber höchst effektiver "Mann-gegen-Wolf"-Film, der unerbittlich und mit sadistischer Logik vorgeht. Ungeheuer viel Fleisch ist nicht am Knochen, aber die nihilistische Geschichte fesselt Anfang bis Ende und unter der Regie seines "A-Team"-Regisseurs Joe Carnahan läuft Liam Neeson zu Hochform auf.

Kurzkritik von "Hysteria" (* * *)
Schick besetzte und ausgestattete Komödie über die Erfindung des Vibrators - und den Kampf der Frauen für mehr Selbstbestimmung. Manchmal etwas forciert, aber stets unterhaltsam.
 

Kurzkritik von "Beneath the Darkness (* ½)
Langweiliger Gruselthriller, der nichts Neues bietet, nichts wagt und nie spannend ist. Am schlimmsten kommt Dennis Quaid weg, der in seiner Karriere nie übler chargierte als hier.

Kurzkritik von "Sherlock: The Reichenbach Fall" (* * * ½)
Spannender Abschluss der zweiten Staffel mit etwas weit hergeholten Wendungen, die aber in ein fesselndes letztes Drittel münden.

Kurzkritik von "Blackthorn" (* * *)
Gut gespielter spanisch-amerikanischer Western mit Sam Shepard als altem Butch Cassidy. Die Bilder sprechen an, die Story ist ok, aber es fehlt an einer zugkräftigen Dramaturgie und einer gewichtigen Verknüpfung der Szenen mit dem alten und dem jungen Butch.

8.5.12
Kurzkritik von "Dark Shadows" (* * *)
Die Zusammenarbeiten von Johnny Depp und Tim Burton haben etwas zu routinehaftes bekommen. Aber diese Film-Adaption der langläufigen TV-Serie aus den 60ern passt gut zu beiden. Der Schwerpunkt verlagert sich klar in Richtung Comedy, die Pointen sind denn auch gelungen, vor allem, weil Depp und seine Co-Stars lustvoll spielen. Dazu gibts Burtons gewohnt düsteren Look, eine kurzweilige Story und (nach ein paar Filmen Pause) Danny-Elfman-Musik.

7.5.12
Kritik des koreanischen Liebesfilms Spellbound (* * ½)
Kritik des Animes Roujin-Z (*
* * ½)
Kritik des chinesischen Historienfilms White Vengeance (*
* ½)

Kurzkritik von "Un monstre à Paris" (* * *)
Etwas  simpel gestrickter Trickfilm mit angenehmem Witz, sympathischen Figuren und brauchbarem Look. Eher für Kinder geeignet als für Erwachsene.

Kurzkritik von "Dolphin Tale" (* * *)
Formelhafter Familienfilm mit nicht immer überzeugenden Effekten. Doch die charmanten Darsteller, die gefällige Geschichte und ganz generell ein gelungenes Wohlgefühl heben den Film aus dem Sumpf der mittelmässigen Mensch-Tier-Filmchen. Wenn auch nur knapp.
 

Kurzkritik von "Intruders" (* * ½)
Von der Gruselstimmung her solides Werk, auch gut gespielt und ansehnlich bebildert. Aber die Geschichte bleibt zu lange vage, die Dramatik auf eine Überraschung ausgelegt. Und wenn die dann kommen, ist alles bereits zu spät, zu konstruiert und im schlimmsten Fall auch vorhersehbar.

6.5.12
Kritik des koreanischen Musikfilms Play (* * ½)

4.5.12
Kritik des polnischen Gruselmärchens Sanatorium pod klepsydra (* * * ½) aka. "The Hourglass Sanatorium"

Kurzkritik von "Hotel Lux" (* * *)
Gefällig inszenierte Komödie vor tragischem politischen Hintergrund zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Bully Herbig spielt die Hauptrolle solide, Leander Hausmann erzählt den Plot zwar etwas verharmlosend, aber noch immer mit genügend Seitenhieben auf totalitäre Regimes, Führerkult und linke Propaganda-Worthülsen. 

Kurzkritik von "The Divide" (* * ½)
"Frontière(s)"-Regisseur Xavier Gens pfercht eine Gruppe Menschen in einen Keller, während draussen radioaktive Strahlung die Welt in eine Einöde verwandelt. Die Figuren sind klischeevoll, die Entwicklungen vorhersehbar, aber mit einiger Gewalt und bedrohlicher Atmosphäre entsteht immerhin Endzeit-Horror-Unterhaltung von mittlerer Qualität.

3.5.12
Kurzkritik von "My Little Princess" (* * *)
Eva Ionesco verarbeitete mit diesem Drama ihre eigene Jugend als minderjähriges Aktmodel für die Bilder ihrer Mutter (gespielt von Isabelle Huppert). Ein stets edel gefilmtes, manchmal erschreckendes, oft aber auch etwas mutlos anklagefreies Werk, das vor allem durch das eindrückliche Spiel der zehnjährigen Debütantin Anamaria Vartolomei beeindruckt.

2.5.12.
Kritik des Italowesterns
Le pistole non discutono (* * *)
Kritik der Bollywood-Tragikomödie Always Kabhi Kabhi (* *)
Kritik des koreanischen Dramas REC (* *)

Kurzkritik von "Sherlock: The Hounds of Baskerville" (* * * ½)
Die legendäre Geschichte in neuem, leicht drogengeschwängertem Licht, mit den Protagonisten in gewohnter Hochform.

1.5.12.
Kritik des japanischen Erotikfilms Dan Oniroku's Personal Diary (*
½)
Kritik der Bollywood-Liebeskomödie Ek Main Aur Ekk Tu (*
* * ½)

Kurzkritik von "Another Earth" (* * *)
Reizvoller Sundance-Gewinner um eine "Parallelerde", die plötzlich neben unserer schwebt. Die Geschichte um Schuld und Sühne ist nicht der Brüller, aber mit viel Atmosphäre und etwas Mystery-Sci-Fi-Beigaben wird der Film dennoch sehenswert - und zeigt, dass sich Independentfilmer auch mit wenig Geld auf fantastisches Genre-Terrain begeben können.

Kurzkritik von "Shark Night 3D" (* *)
David R. Ellis drehte mit "Final Destination 2" den besten der Reihe und zeigte mit "Snakes on a Plane", dass etwas von Trash versteht. Hier jedoch vergeigt er den potentiellen Spass-und-Bier-Film mit miesen Spezialeffekten und einer latenten Mutlosigkeit. Wo bleiben die Titten? Die Gedärme? Die Spannung? Als B-Film viel zu ernst, als A-Film viel zu schlecht. Eine Enttäuschung.

29.4.12
Kritik des Hongkong-Liebesfilms Romancing in Thin Air (* * ½) von Johnnie To.

28.4.12
Kritik des Bollywood-Hits Agneepath (* * *)

27.4.12
Kritik des koreanischen Dramas Journals of Musan (* * *)

Kurzkritik von "Project X" (* * *)
Der Found-Footage-Film münzt den Realo-Look für einmal auf eine Teeniekomödie, mit durchaus überzeugendem und witzigem Resultat. Wie eine Party immer mehr ausser Kontrolle gerät, ist für das Teenie-Zielpublikum eine Sause, während ältere Zuschauer durchaus auch eine versteckte Warnung hineinlesen können, zumal das Ganze auf einem tatsächlichen Fall basiert. Doch hier steht nicht derZeigefinger im Vordergrund, sondern der Fun. Nur dürfte der Film noch um einiges frecher, heisser und ruppiger sein.

Kurzkritik von "Let Me In" (* * * ½)
An sich unnötiges, aber atmosphärisches, einfühlsames und gut gespieltes US-Remake des schwedischen Kleinods "Låt den rätte komma in" (2008). "Cloverfield"-Regisseur Matt Reeves erreicht aber nicht ganz die gleiche Ebene der Poesie.

Kurzkritik von "Sherlock: A Scandal in Belgravia" (* * * ½)
Cleverer, kurzweiliger und gewohnt vorzüglich interpretierter Auftakt zur zweiten Staffel. Den Machern gelingt es erneut bestens, alt und neu zu verknüpfen, und zu überraschen.

Kurzkritik von "Precious" (* * * ½)
Zweifach oscargekrönte Romanadaption, die sich in düsterste Gefilde eines Sozialdramas wagt, aber dennoch Hoffnung am Leben lässt. Manchmal wohl ein Deut zu sehr darauf erpicht, die Protagonistin von einem Leid zum nächsten zu drücken, aber dies stets auf schauspielerisch höchstem Niveau.

26.4.12
Kurzkritik von "The Avengers" (* * * *)
TV-Experte Joss Whedon ("Buffy") bringt die Helden des Marvel-Comic-Universums endlich zusammen: zum glorios unterhaltsamen Stelldichein mit glanzvoller Action, coolen Figuren und witzigen Dialogen. Nicht revolutionär, aber angesichts der Menge an Figuren (u.a. Ironman, Thor, Hulk, Captain America) doch ein erstaunlich kurzweiliges und stringentes Ergebnis. Die besten Szenen gehören Robert Downey Jr. sowie dem Hulk, der gegen Schluss zweimal den Saal zum Toben bringt.

25.4.12
Kritik des sowjetischen Abenteuerdramas Neotpravlennoye pismo (* * * *) aka. "Letter Never Sent".

24.4.12
Gut erholt zurück aus den Ferien. Heute gibts erst einmal nur die Updates der Criterion-Titel, die ich im Urlaub angeschaut habe. Ab morgen geht's regulärer weiter.

Kurzkritik von "Life During Wartime" (* * *)
Todd Solondz wiederholt sich mit seinen Themen um Isolation, Kindsmisshandlung und familiären Zwists. Das tut er zwar mit Zynismus und tollen Akteuren, aber die Luft ist langsam raus aus dem "Happiness"-Regisseur.

Kurzkritik von "12 Angry Men" (* * * *)
Vom gefeierten TV-Stück zum Kino-Klassiker: Sidney Lumets Regiedebüt ist leicht überschätzt unter US-FIlmkritikern, packt aber auch heute noch mit seinem famosen Schauspiel, der präzisen Inszenierung und der juristischen Aussage.

Kurzkritik von "The War Room" (* * *)
Solide Doku über den Präsidentenwahlkampf von Bill Clinton, die einige faszinierende Einblicke gibt - aber irgendwie wird nie vollends klar, was denn der neue und revolutionäre Ansatz des "War Room"Wahlkampfteams sein soll.

Kurzkritik von "Anatomy of a Murder" (* * * *)
Famos gespielter und clever inszenierter Justizfilm-Klassiker, bei dem der Vorspann von Saul Bass und die Musik von Duke Ellington nur Zückerchen sind. Den Kern bildet James Stewarts brillante Anwalt-Rolle und die akribische Rekonstruktion vor Gericht. Der Fall selbst ist am Ende vielleicht eine Spur zu überraschungsarm, der Film aber trotz Überlänge spannend.

Kurzkritik von "Zazie dans le métro" (* * *)
Slapstick trifft Nouvelle vague - gefiltert durch Kinderaugen. Ein anarchischer, turbulenter und bunter Spass, der aber zunehmend anstrengt und gegen Ende mit seinem orchestrierten Chaos langsam nervt.

Kurzkritik von "Cul-de-sac" (* * * ½)
Roman Polanskis zweiter englischsprachiger Film mixt Gangsterfilm und Groteske zum kuriosen, etwas langfädigen, aber äusserst atmosphärischen Werk.

Kurzkritik von "Les cousins" (* * ½)
Halb Sittenbild, halb Charakterstudie, von Claude Chabrol solide inszeniert und von den Akteuren sauber gespielt - aber dramaturgisch fehlt einfach die Zugkraft und daher stellt sich erstaunlich schnell Langeweile ein. Um so aufgesetzter wirkt der überdramatische Schluss.

Kurzkritik von "Le beau Serge" (* * *)
Claude Chabrols Regiedebüt ist nicht gerade Nouvelle-vague-typisch, und vielleicht gerade deswegen ganz brauchbar: gut gespielt, sehenswert inszeniert - und inhaltlich immerhin überzeugend.

Kurzkritik von "Tiny Furniture" (* * *)
Manchmal salopper, aber sehr persönlicher und daher faszinierender Low-Budget-Mumblecore-Film, bei dem Regisseurin/Hauptdarstellerin Lena Dunham zwar viel improvisiert und sogar ihre Familie mitspielen lässt - aber doch präzise inszeniert und ein gut geschriebenes Narzissismus-Skript beisteuert. Erst gegen Ende wird alles etwas dünn und verliert Fokus, bis hin zum offenen Ende.

Kurzkritik von "Identificazione di una donna" (* *)
Edel komponierte Bilder, erotische Szenen, schöne Frauen - aber der Film will und will nicht enden und das mit der Zeit immer belanglosere Gelaber geht auf die Nerven, weil es zu nichts führt. Ein typischer Antonioni eben.

8.4.12
Kritik des koreanischen Dramas Silenced (* * * ½)

Kurzkritik von "Jane Eyre" (* * * ½)
Souveräne Adaption von Charlotte Brontë durch Cary Fukunaga ("Sin nombre"), die ebenso kurzweilig wie atmosphärishc ist, aber vor allem durch de starken Akteure aufgewertet wird.

7.4.12
Kritik des chinesischen Historienfilms The Great Magician (* * *)

5.4.12
Kritik des Italowesterns Navajo Joe (* * *).
Kritik des taiwanesischen Jugendfilms You Are the Apple of My Eye (* * * ½)

Kurzkritik von "Melancholia" (* * * *)
Leidvoll und traurig geht die Welt unter: Lars von Triers stimmungsschwangeres Endzeit-Drama funktioniert als Parabel auf Depression (unter der auch der Regisseur leidet) ebenso gut wie als Sci-Fi-Drama über den Umgang mit dem nahen Tod. Beides keine Aufsteller-Themen, aber bei Schwarzmaler Von Trier bestens aufgehoben, denn er inszeniert mit tollen Darstellern, konfrontierender Kamera, dichter Atmosphäre und präzisem Auge für Banalitäten in unserem Leben. Dazu treffsicher die Musik von Wagners "Tristan & Isolde", die alleine schon beim beeindruckenden Super-Zeitlupen-Vorspann für Gänsehaut sorgt.

Kurzkritik von "Kill List" (* * *)
Atmosphärischer, mysteriöser Mix aus Killer-Thriller, Familiendrama und Gruselhorror der Marke "Wicker Man", solide inszeniert und brutal, aber gegen Ende schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen und ziemlich plakativ. Es steckt viel drin in dem Film, aber er wirkt nicht ganz ausgereift.

Kurzkritik von "New Year's Eve" (* *)
Nach "Valentine's Day" v
ersammelt "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall erneut etliche Stars zum romantischen Stelldichein. Mit völlig trivialem Resultat, denn die einzelnen Episoden können nie genug atmen, wodurch keine von ihnen irgendwelches Interesse generiert. Schade um die Stars. 

Kurzkritik von "There Be Dragons" (* *)
Der einst gefeierte Roland Joffé ("The Killing Fields") verhunzt die an sich spannenden Geschichten um den spanischen Bürgerkrieg und die Gründung des Opus-Die-Ordens zum Möchtegern-Epos mit uninteressanten Figuren, holpriger Erzählweise und mühsamem Spanisch-Akzent bei den Englisch sprechenden Akteuren.

3.4.12
Kritik von Pen-Ek Ratanaruangs Kurzfilm Twelve Twenty (* * *)
Kritik des koreanischen Erotikdramas My Heart Beats (* * ½)

Kurzkritik von "American Reunion" (* * *)
Eigentlich nur wieder dasselbe Gemisch aus kruden Gags und schlüpfrigen Szenen - aber weil dies 13 Jahre nach dem Original eine Art Comeback-Funktion einnimmt, kommen noch nostalgische Gefühle dazu. Die Akteure wiederzusehen ist jedenfalls funny, und nur ganz wenige haben wohl völlig verlernt, zu schauspielern (etwa die botoxsteife und einst so schöne Tara Reid). Für einige der amüsantesten Szenen sorgen derweil die Eltern …

2.4.12
Kritik des Bollywood-Actionthrillers Players (* * ½)
Kritik des Kurzfilm-Dramas No Day Off (* * * ½)

Kurzkritik von "London Boulevard" (* * *)
Der Vorspann ist hip und flott, doch was danach folgt, ist eher Routine: Fluchende Gangster, Gewaltausbrüche und London Slang. Doch der in Boston geborene "Departed"-Drehbuchautor William Monahan verfilmte den Roman von Ken Bruen ebenso kurzweilig wie routiniert, und hat dazu schlagfertige Akteure zur Hand (u.a. Colin Farrell, Keira Knightley, Ray Winstone). Ein solides Regiedebüt.

Kurzkritik von "The Darkest Hour" (* *)
Zu Unrecht total verrissener, aber tatsächlich etwas missglückter Sci-Fi-Reisser, der aus seiner Idee wenig herausholt und stattdessen mit Unlogik und billigen Tricks "glänzt". Immerhin spielt das Ganze in Moskau, das sorgt für eine etwas neue Optik in einem Hollywood-Film.

1.4.12
Kein Aprilscherz: Die Kritik des Bollywood-Horrorfilms Ghost (*).

31.3.12
Kritik des koreanischen Dramas Night and Day (* *).

30.3.12
Kritik des Bollywood-Actionthrillers Don 2 (* * *)

Kritik des Kurz-Dramas Magician(s) (* * ½)
Kritik des Kurz-Dramas Worldly Desires (½) von Apichatpong Weerasethakul.

Kurzkritik von "La solitudine dei numeri primi" (* * *)
Leicht verkünstelte Buchadaption, die sich aber eindringlich in seelische Abgründe vorwagt und Themen wie Einsamkeit, Sühne und Isolation anpackt - stets atmosphärisch und souverän gespielt.

28.3.12
Kurzkritik von "Wrath of the Titans" (* * ½)
Tolle Tricks, bessere 3D-Nachbearbeitung, wuchtiger Sound und ein gigantischer Titan Kronos. Doch alles andere ist mäh. Von Sam Worthingtons fader Darbietung über die lieblosen Bilder bis hin zur dünnen Story. Der kriegslüsterne "Battle Los Angeles"-Regisseur etabliert nur Gut und Böse, danach wird gekämpft und gelärmt, bis die Ohren wackeln. Lava-Wesen werden mit Feuerpfeilen bekämpft, Götter hauen sich mit Fäusten und sowieso regt man sich alle paar Minuten darüber auf, wie dumm die Macher sich anstellen - dabei könnten sie diesmal ihrer Fantasie freien Lauf lassen, da keine Vorlage mehr bedient werden muss wie bei "Clash of the Titans". Schade um die verpasste Chance.

27.3.12
Kritik des chinesischen Liebesfilms Love Is Not Blind (* * *)

Meiner Katze geht es überhaupt nicht gut. Gestern Tierarzt, heute nochmals. Daher war filmtechnisch etwas Flaute. Aber ich hol zuerst Mal ein paar Kurzkritiken nach.

"Alvin and the Chipmunks: Chipwrecked" (* *)
Wiederverwertete Ideen, ohrenschädigende Stimmen und eine dünne Story. Bis auf ein paar gelungene Witzchen hat dieser zweite Aufguss der Erfolgsreihe nichts zu bieten.

"La piel que habito" (* * * ½)
Body-Horror trifft Psychothriller trifft Melodrama trifft schwarze Komödie - und alles zwischen Trash und Edelkino. Das ist Almodóvar. Vielleicht nicht sein bester Film, weil etwas unterkühlt und (wie viele seiner jüngeren Werke) überkonstruiert, aber allemal höchst unterhaltsam, sexy und subversiv.

 "Le Havre" (* * * ½)
Warmherzige Geschichte um Menschen und Wunder, erzählt mit Farbtupfern in der tristen Hafenstadt. Aki Kaurismäki ist der Meister des melancholischen europäischen Kinos, doch mit dem Alter scheint er sich mehr und mehr dem Wohlfühlkino zuzuwenden, wenn auch auf seine ganz eigene Art.

24.3.12
Kritik des Kurzfilm-Dramas Mirrored Mind (* *) von Sogo Ishii
Kritik des Kurz-Sci-Fi-Films Dance With Me to the End of Love (½)
Kritik des japanischen Dokudramas Hayabusa (* * ½)

Kurzkritik von "The Help" (* * * ½)
Basierend auf einem (nicht unumstrittenen) Bestseller entstand ein rührendes und sackstark gespieltes Südstaaten-Melodrama, das von US-Kritikern etwas zu viel Lob einheimste. Schön gemacht, zweifellos, aber auch etwas mutlos.

Kurzkritik von "One Day" (* * *)
Kurzweiliger, aber etwas stereotype Liebesfilm nach Romanvorlage, der vor allem durch die sympathisch harmonierenden Stars (Anne Hathaway, Jim Sturgess) aufgewertet wird. 
 

Kurzkritik von "Paranormal Activity 3" (* *)
Das Konzept ist ausgelutscht, die Umsetzung bringt nichts mehr Neues. Die Reihe bräuchte eine Blutauffrischung, sonst kann man es auch sein lassen.

21.3.12
Kritik der koreanischen Kurzfilm-Mockumentary Influenza (* * *) von Bong Joon-ho.
Kritik der koreanischen Kurzfilm-Doku Digital Search (* *).
Kritik der Hongkong-Sci-Fi-Komödie The 33D Invader (* *).

Kurzkritik von "Mirror Mirror" (* * *)
Tarsem Singh ("Immortals", "The Cell") steuert den ersten "Schneewittchen"-Film zum 200-Jahr-Jubiläum bei: Eine oft alberne, ebenso aber auch distanzierte Märchenklamotte, die irgendwie nicht den richtigen Ton findet - und wohl auch beim grossen Publikum durchfällt. Doch kurzweilig ist der Film schon, etwa wegen dem überkandidelten Spiel von Julia Roberts (ihre "Schönheitschirurgie"-Szene ist genial). Ebenso wegen den ausgefallenen Kostümen der kurz vorher verstorbenen Oscarpreisträgerin Eiko Ishioka, den kuriosen Bauten und dem Mut zum nicht vollends massenkonformen Film. Definitiv kein leicht zu bewertendes Werk.

20.3.12
Kritik des koreanischen Thrillers The Beast (* * ½)
Kritik von Shinji Aoyamas Kurzfilm-Drama Like a Desperado under the Eaves (* * ½)

Kurzkritik von "Männerherzen... und die ganz ganz grosse Liebe" (* * ½)
Nicht mehr so frisch wie der erste Teil. Zudem wirkt die Story etwas zusammengestückelt und manche Episoden, vor allem jene von Wotan Wilke Möhring, funktionieren weniger gut als andere.
 

Kurzkritik von "Hostel - Part III" (* ½)
Nach einem halbwegs gelungenen Start tischt dieser Heimvideo-Abklatsch nur noch die bekannten Folterhorror-Zutaten auf, ebenso ideen- wie lustlos. Die Schockszenen schocken nicht, die Schauspieler interessieren nicht. Und wenn die deutsche DVD noch massiv zensiert ist, fällt selbst das letzte Bisschen Reiz weg.

Kurzkritik von "Jack and Jill" (* *)
Schlaffe Adam-Sandler-Komödie, für die der Star auch gleich noch seine eigene Zwillingsschwester spielt. Meistens plump, oft beleidigend, selten einfallsreich - aber ein Dutzend Mal habe ich gelacht, v.a. bei der völlig übertriebenen Selbstdarstellung / Selbstparodie von Al Pacino, der sich selbst spielt.

19.3.12
Kritik von Johnny Tos Hongkong-Drama Life Without Principle (* * ½)

Kurzkritik von "Game of Thrones - Season 1" (* * * *)
Eine der tollsten Serien der letzten Zeit macht aus dem Fantasy-Bestseller von George R. R. Martin mitreissenden Unterhaltung mit eindrücklicher Optik, toll aufspielenden Stars, markanten Figuren, ansehnlicher Gewalt und passend viel Sex. So muss eine Genre-Serie für Erwachsene sein, wenngleich das offene Ende etwas zu kribbelig macht und die Dramaturgie manchmal zu episodisch ausfällt.

Kurzkritik von "11-11-11" (* ½)
Darren Lynn Bousman, der Mann, der die "Saw"-Reihe ruinierte, aber finanziell erfolgreich machte, versucht sich an einem Okkult-Horror, der einmal mehr zeigt, wie schlecht Bousman inszenieren kann. Müde Schauspieler und ein ausgelutschter Plot tragen ebenso dazu bei, dass man sich hier in Grund und Boden langweilt. Wenn am Ende langsam die Auflösungen kommen, ist alles schon verloren.

Kurzkritik von "Foeksia de miniheks" (* * ½)
Etwas zu hysterischer Kinderfilm um eine junge Hexe, basierend auf einem niederländischen Roman. Für die Kleinen aber sicher ganz adrett.
 

Kurzkritik von "Happy Feet Two" (* * *)
Öko-Touch trifft Musical trifft erstklassige Trick-Animation - also gleich gut wie Teil eins? Leider nein, denn der Plot gibt diesmal wenig her, die Spässe wollen nicht alle zünden und der düstere Sog, den der erste Teil gegen Schluss erzeugte, ist weg. Als kurzweiliges Animationsabenteuer ist der Film aber gerade noch gut genug.

18.3.12
Kritik des japanischen Polit-Dokudramas United Red Army (* * *)

16.3.12
Kritik des Sci-Fi-Thrillers The Hunger Games (* * * ½)

15.3.12
Kritik des japanischen Melodramas Star Watching Dog (* * *)

Kurzkritik von "The Thing" (* * *)
Die Vorgeschichte zu John Carpenters Meisterwerk hat zu viele CGI-Tricks, vorhersehbare Horror-Situationen und Logiklöcher, st aber allemal spannend und schön gespickt mit widerlichen Spezialeffekten.

Kurzkritik von "Elephant Boy" (* * *)
Mit dem putzige Abenteuerfilm nach Rudyard Kiplings Roman wurde der junge Sabu zum Star. Inhaltlich dünn, aber sehenswert dank der Kombination der beiden Regisseur - Naturfilmer Robert Flaherty und Unterhaltungsfilmer Zoltan Korda.

Gleich zwei Reviews darf ich wegen eines Embargos nicht besprechen - "The Hunger Games" und "American Reunion". Ersterer ist am Samstag dran und kriegt ne Langkritik, der zweite muss mit einer Kurzkritik Vorlieb nehmen, und zwar erst am 4. April (!).

13.3.12
Kritik der chinesischen Kurzfilm-Doku The New Year (* ½)
Kritik des Bollywood-Liebesfilms Love Breakups Zindagi (* * ½)

Kurzkritik von "Amer" (* * * ½)
Mit inhaltlichen, musikalischen wie visuellen Motiven des Giallo gespickt - Augen, Nahaufnahmen, Rasiermesser, Morricone-trifft-Goblin-Score. Aber all das reduziert und abstrahiert, bis eher ein Kunstfilm übrig bleibt, der keine Story mehr erzählt, stattdessen wortkarg eine faszinierende Bildreihe an die nächste hängt, fast übertrieben reif an Metaphern und Möchtegern-Metaphern. Besonders toll ist der hypersinnliche Mittelteil, der Erotik erzeugt, ohne je Sex zu zeigen. Eine Hommage für Liebhaber oder ein Stil-Experiment, das sich mit der Zeit totläuft? Ich reih mich auf der "mag ich"-Seite ein.

Kurzkritik von "Norwegian Ninja" (* * ½)
Im Retro-Look gehaltener Trash made in Norwegen, der etliche Filme zitiert und Agenten-Klischees aufs Korn nimmt. Leider geht all dem recht schnell die Luft aus und am Ende war alles doch eher fad. 

11.3.12
Kritik der koreanischen Liebeskomödie Penny Pinchers (* * ½)

10.3.12
Kritik des Bollywood-Dramas Rockstar (* * *)

Kurzkritik von "Urban Explorer " (* * ½)
Deutscher Horror um ein paar Touristen, die in den Katakomben unter Berlin den Slasher-Terror erleben. Formelhaft fürwahr, und die Untergrund-Szenen entstanden zu offensichtlich in einem Lagerhaus - aber die Sache ist immerhin spannend und eklig genug, um etwas zu unterhalten.

Kurzkritik von "All Good Things" (* * *)
Leicht spekulativer, aber gut gespielter und halbwegs spannender True-Story-Thriller mit Kirsten Dunst und Ryan Gosling. 

Kurzkritik von "Cave of Forgotten Dreams" (* * *)
Nicht der beste Film von Werner Herzog, aber eine ehrfürchtige und spirituelle Verbeugung vor der menschlichen Kunst, hier in Form von Höhlenmalerei. Der Epilog ist typisch Herzog, irgendwie völlig unpassend, und doch organisch einfliessend. Davon hätte es vielleicht noch mehr gebraucht. Wie immer gilt: Englische Version anschauen, weil Herzog sanfter spricht und seine Wortwahl wahre Poesie ist, während die deutsche Fassung stets etwas schulmeisterlicher klingt
.

8.3.12
Kritik des koreanischen Kurzfilm-Dramas Survival Game (* * ½)

Einen Langfilm spar ich mir heute - "Rockstar" aus Indien lag schon parat, aber die Zeit reicht nicht. Mehr übers Weekend :)

Vintner's Luck, The (* * ½)
Melodramatische und etwas bizarre Romanadaption von Niki Caro mit ihrem "Whale Rider"-Star Keisha Castle-Hughes in einer wichtigen Nebenrolle. Das Design ist ansprechend, die Akteure sind gut - doch der Film mit seinem Mix aus Magie und Realismus nie richtig abheben.

7.3.12
Kritik der japanisch-koreanischen Kurzfilmdoku Letter from Hiroshima (* ½)
Kritik des Bollywood-Dramas Hostel (* *)

Kurzkritik von "Apollo 18" (* *)
Ein Found-Footage-Sci-Fi-Gruselfilm mit interessanter Ausgangslage, die aber nie in immense Spannung mündet und am Ende etwas zu schnell verpufft.

Kurzkritik von "Bel Ami" (* * *)
Kurzweilige Adaption des Romans von Guy de Maupassant, die etwas gar brav ausgefallen ist, aber lustvoll Politik, Erotik und Gesellschaftskritik unter einen Hut bringt. Die Damen (Uma Thurman, Christina Ricci, Kristin Scott Thomas) stehlen Hauptdarsteller Robert Pattinson die Show - nicht etwa, weil der zu haariger Brust und "Twilight"-untypischem Wabbelbauch neigt, sondern weil er von Beginn weg den Unsympathen spielen muss und man nicht versteht, wie die Frauen auf diesen verkrampften Typen anspringen können. Keine Fehlbesetzung, aber auch keine ideale.

Kurzkritik von "Les émotifs anonymes" (* * *)
Sympathische Romantikkomödie um die Annäherung zweier gehemmter Menschen vor dem Hintergrund einer Schokolaterie. 

6.3.12
Kritik des japanischen TV-Dramas A School Behind Bars (* * *)
Kritik der chinesisch-koreanischen Kurzfilmdoku In Public (* ½)
Kritik der taiwanesisch-koreanischen Kurzfilmdoku A Conversation with God (½)

5.3.12
Kritik des Hongkong-Historienfilms Legendary Amazons (* * ½)

Kurzkritik von "The Best Exotic Marigold Hotel" (* * * ½)
Die Romanadaption um britische Rentner, die in Indien Seelenfrieden suchen und erst einmal Chaos finden bemüht zwar allerlei Klischees (farbenfrohes, wildes Indien, biedere Briten etc.), doch dank den grandiosen Schauspielern um Judi Dench, Tom Wilkinson und Bill Nighy geht dies ganz enorm ans Herz und lässt schmunzeln. Einzig die "junge" Geschichte um den etwas überforderten Slumdog Dev Patel stört.
 

Kurzkritik von "Ein Tick anders" (* * *)
Sich über Tourette lustig zu machen, gehört zum niederen Comedy-Berteich, doch dank den charmanten Akteuren lässt das hier überraschend oft Schmunzeln.

Kurzkritik von "Der Sandmann" (* * *)
Schön skurrile Groteske des Schweizers Peter Luisi, manchmal in ihren Metaphern arg verkünstelt, aber sympathisch gespielt und gewitzt inszeniert. Einer der besseren schweizerdeutschen Kinofilme des generell eher schwachen Jahrgangs 2011.

3.3.12
Kritik des chinesischen Actiondramas My Kingdom (* * ½)
Kritik des koreanischen Kurzfilmdramas The Name of the Night (* ½)
Kritik der chinesisch-koreanischen Kurzfilmdoku Miss Jin Sing Story (* * ½)

Kurzkritik von "Tower Heist" (* * ½)
Mit Ben Stiller, Eddie Murphy, Matthew Broderick & Co. namhaft besetzte Komödie, die eine witzige Idee zum fliessbandartigen Hollywood-Spass verhunzt, dem ideenlosen Regisseur Brett Ratner sei Dank.
 

Kurzkritik von "Wickie auf grosser Fahrt" (* * *)
Der kindertaugliche und kurzweilige Abenteuerfilm hat etwas mehr Drive als der Vorgänger und profitiert abermals von der extrem treffsicheren Besetzung, die die Comicfiguren nahezu 1:1 trifft. Nur die Story dürfte etwas mehr Ideen bieten.

1.3.12
Kritik des Sci-Fi-Abenteuers John Carter (* * * ½)
Kritik des koreanischen Kurzfilmdramas www.whitelover.com
(* *)

Kurzkritik von "Die vierte Macht" (* * *)
Die Glaubwürdigkeitslücken und Logikschwächen (Deutscher ohne Russischkenntnisse als Partyreporter? Schwächlicher Deutscher im Hardcore-Knast? Hinweise fallen zufällig im richtigen Moment in die Hände?) machen den reisserischen Film fast schon lächerlich. Doch Dennis Gansel ("Die Welle") inszeniert den Verschwörungsthriller mit Moritz Bleibtreu konsequent im Hollywood-Style und lässt die Zügel nie locker. Das Resultat ist Spannung und Action auf hohem inszenatorischem Niveau. Da vergibt man inhaltliche Schwächen etwas schneller.

29.2.12
Kritik des Stummfilm-Abenteuers The Thief of Bagdad (* * * ½)
Kritik des koreanischen Historienfilms War of the Arrows (* * *)

Kurzkritik von "Submarine" (* * * ½)
Der britische Jugendfilm bekam teils euphorische Kritiken, und tatsächlich schwankt er angenehm zwischen britischem Humor und treffsicheren Einblicken in das Leben von Teenagern. Sonderlich neuartig ist das Gezeigte allerdings nicht, einfach nur schön unterhaltsam erzählt.

Kurzkritik von "In Time" (* * *)
Reizvoller Sci-Fi-Thriller, bei dem Andrew Niccol ("Gattaca") einmal mehr einen kritischen Blick in die Zukunft wirft. Vieles am Plot ist unglaubwürdig, es klaffen gigantische Logiklöcher, doch die Idee von der Lebenszeit als Währungsmittel sorgt für eine spannende Grundlage, auf der die charismatischen Schauspieler (Justin Timberlake, Amanada Seyfried, Cillian Murphy) aufbauen können und die dank den formidablen Technikern hinter der Kamera - u.a. Roger Deakins und Craig Armstrong - stets stick anzusehen ist. Ja. Man hätte mehr aus dem Film machen können als eine Art futuristischer "Bonnie and Clyde", doch er ist allemal unterhaltsam.

Kurzkritik von "What a Man (* *)
Der stets sympathische Matthias Schweighöfer gibt sein Regiedebüt mit dieser nur mässig amüsanten Komödie, die alte Beziehungsklischees auftischt, sich betont konservativ gibt (Sadomaso böse, Lust böse, Kuscheln gut) und in mancherlei Hinsicht sogar auf reaktionäres Gebiet abrutscht, wenn es darum geht, den karrieregeilen Frauen eins auszuwischen.

28.2.12
Kritik des Horrorfilms The Human Centipede II (Full Sequence) (* * ½)
Kritik der Bollywood-Komödie Ladies vs Ricky Bahl (* * ½)

Kurzkritik von "Warrior" (* * * *)
Kampfsport-Klischees, eine manipulative Männerstory und etwas forciert eingesetzte "Hochkultur" von Beethoven über Moby Dick bis Sparta. Doch all dem zum Trotz entfaltet sich hier eine kraftvolle Mixed-Martial-Arts-Brüder-Saga mit grandiosen Schauspielern, mitreissenden Kampfszenen und hemmungslosen Emotionen. Eine Art Duell der Genre-typischen US-Arbeiterhelden, zwischen Jake LaMotta und Rocky Balboa, oder eben dem aggressiven Tom Hardy und dem tragischen Joel Edgerton. Und mittendrin der oscarnominierte Nick Nolte. So muss ein Männermelodrama sein.

27.2.12
Noch ein Tag Gamer-Weekend bei mir, deshalb wohl frühestens am Abend Reviews. Bis dann aber mal die Oscar-Analyse

Kritik des indischen Dramas Gandu (* * * ½)

24.2.12
Kritik des Actionhorrors Yakuza Weapon (* * *)
Kritik der Schweizer Tragikomödie Die missbrauchten Liebesbriefe (* * * ½)

Kurzkritik von "The Conspirator" (* * *)
Von Robert Redford etwas langsam, aber durchaus packende Aufbereitung der juristischen Folgen der Lincoln-Ermordung. Gespickt mit etwas zeitgenössischer Kritik an der Verurteilung von  Terrorverdächtigen erzählt er von der voreingenommenen Verhandlung gegen Mary Surratt, in deren Haus sich die Verschwörer trafen. Stark gespielt von Akteuren wie James McAvoy, Robin Wright, Evan Rachel Wood und Kevin Kline. 

Kurzkritik von "Copie conforme" (* *)
Abbas Kiarostami langweilt mal wieder, auch wenn diesmal wenigstens die Idee von Echtheit und Fälschung durchaus ihren Reiz hat. Aber bis auf den Handlungs-Schwenk in der Mitte beschränkt sich dieser Diskurs auf endloses Labern. Dass Juliette Binoche in Cannes dafür den Darstellerpreis bekam, ist noch halbwegs nachvollziehbar, aber der Film ist eben doch typisch Kiarostami: Eine Idee, wiederholtes drauf Herumreiten, andauernds Gähnen.

22.2.12
Kritik der chinesischen Martial-Arts-Komödie The Butcher the Chef and the Swordsman (* * *)
Kritik des Italowesterns Un fiume di dollari (* * *)

Kurzkritik von "Journey 2: The Mysterious Island" (* * *)
Unter neuer Regie wird die unbeholfen betitelte Fortsetzung überraschend gut - nicht zuletzt dank Neuzugang The Rock, der wohl jede Filmserie aufpeppt (Fast & Furious, G.I. Joe), in die er nachträglich eingebaut wird. Hier sorgt er für Humor und Charisma, den Rest besorgen brauchbare Tricks, fantasievolle 3D-Bilder, Jules-Verne-Anspielungen und die niedliche Vanessa Hudgens. Dass die Story wenig hergibt und Logiklöcher riesig sind (wenn die Insel alle 140 Jahre so zerstört wird, wie kann sie dann mit Fauna und Architektur wieder "auferstehen"?) stört dann nur noch leicht …

Kurzkritik von "Haywire" (* * *)
Steven Soderbergh reduziert einen Actionfilm auf das Minimum, mit einem simplen, aber labyrinthisch erzählten Plot und Kämpfe ohne Firlefanz, sondern echt wirkenden Schlagabtäuschen. Dazwischen Stars wie Michael Douglas, Ewan McGregor, Antonio Banderas, Michael Fassbender und die Martial-Arts-Fighterin Gina Carano. Begleitet von einem funkigen Soundtrack, der das Ganze stark entdramatisiert, und von Digitalbildern, die etwas zu kühl daherkommen. Das Endresultat ist gleichsam faszinierend wie frustrierend.
 

Kurzkritik von "The Art of Getting By" (* * ½)
Durchaus sympathische Akteure (Freddie Highmore, Emma Roberts) in einem auch durchaus charmanten Film übers Erwachsenwerden. Doch die Hauptfigur ist so ein verkünstelt gehemmtes Wesen, dass es schwer fällt, die vielen Probleme, die er sich auflädt, überhaupt je ernst zu nehmen. 

Kurzkritik von "Attack the Block" (* * * ½)
Freche Alien-Invasions-Geschichte, angesiedelt in South London und besetzt mit nicht gerade sympathischen Posern und Ghetto-Mini-Machos. Doch gerade diese Widerborstigkeit, gekoppelt mit dem dicken Akzent, den Popkultur-Referenzen und der sauberen Inszenierung machen den Film speziell. Und gut.

Kurzkritik von "Win Win" (* * * ½)
Sympathische Tragikomödie mit ebenso schrulligen wie alltäglichen Figuren, angeführt vom gewohnt starken Paul Giamatti. 

20.2.12
Kurzkritik von "Der Kameramörder" (* * *)
Aus dem medienkritischen Bestseller macht der Film ein Thrillerdrama im Kammerspiel-Stil. Ästhetisch kühl, schauspielerisch stark. Trotz des etwas vorhersehbaren Plots, der am Ende noch mysteriöser hätte sein dürfen, bleibts somit spannend.

Kurzkritik von "Rain Fall" (* *)
Westlich-japanische Koproduktion, die aus der Romanvorlage einen abwechselnd glatten, dann durch Wackelkamera zu hektisch geratenenen Thriller macht. Gary Oldman chargiert, die anderen Akteure wirken etwas blass, und die Bildsprache ist mit den überdunkelten Bildern nicht immens attraktiv. "Rain Fall" ist kein Reinfall, aber eine Enttäuschung.

Kurzkritik von "Little Bit of Heaven" (* * ½)
Solides, wenn auch vorhersehbares und etwas zu forciertes Melodrama mit Kate Hudson als sterbenskranker Frau, die sich im Leben neu finden muss. Kathy Bates als Mutter hat mich kurioserweise fast mehr bewegt. Und am Ende bleibt das Ganze dann doch eine Sour zu banal.

19.2.12
Kritik des taiwanesischen Liebesdramas Blowfish (* * *)

18.2.12
Kritik des koreanischen Liebesfilms Always (* * *)
Kritik des deutschen TV-Dramas Bambule (* * *)

Kurzkritik von "This Means War" (* * ½)
Tom Hardy und Chris Pine kämpfen als Superagenten mit allen Mitteln um Reese Witherspoon. Eine witzige Idee, die McG aber einfallslos und holprig umsetzt: die Dialoge sind oft spröde, die Action gibts nur sporadisch, das Ende ist viel zu fad. Nur die Akteure sind stets spielfreudig bei der Sache.

16.2.12
Kritik des koreanischen Thrillers S.I.U. (* * ½)

Kurzkritik von Joel Schumachers "Trespass" (* *)
Denkbar unorigineller und unlogischer Thriller von Joel Schumacher, der mit Nicolas Cage und Nicole Kidman zwar prominent besetzt ist, aber seine bedrohliche Home-Invasion-Idee nie zu etwas führt. Stattdessen immergleiche Bedrohungsszenarien und Yuppie-Ängste.

15.2.12
Kritik des Bollywood-Dramas Elbowroom (* *)

Kurzkritik von "Footloose" (* * *)
Irgendwie ist das Setup (Gemeinde verbietet Tanzen und Partys) in der heutigen Zeit nicht mehr glaubhaft, selbst im US-Süden. Das beraubt den Film seiner Dramatik. Ausserdem wirkt der Hauptdarsteller deutlich blasser als damals Kevin Bacon. Doch die Tänze reissen mit, die Musik macht Stimmung, die Inszenierung gefällt. Ein solides Remake.

Kurzkritik von "Sleeping Beauty" (* * ½)
Von Jane Campion "präsentiertes", edles Drama, bei dem sich die junge Emily Browning traut, nahezu dauernd nackt herumzulaufen. Einige Ideen stecken drin: Umkehrung von Märchenmotiven, männliche Impotenz, Frauen als Objekte - doch mit der Zeit wirkt die lethargische Inszenierung nur noch anmassend und verkünstelt, bevor alle Luft raus ist.

Kurzkritik von "The Ward" (* * ½)
Solider, aber kaum erfrischender und auch nicht immens schockierender Horrorfilm. Für John Carpenter aber ein brauchbares Halb-Comeback fast zehn Jahre nach dem Flop von "Ghosts of Mars".

Kurzkritik von "Tropa de Elite 2: O Inimigo Agora É Outro" (* * * ½)
Die Fortsetzung sprengte in Brasilien Kassenrekorde und kam auch international gut an. Der Film reisst zwar mit, wirkt authentisch und klagt flammend an - aber es fehlt ihm dramaturgische Raffinesse, was sich vor allem beim Übertriebenen Einsatz der Erzählstimme der Hauptfigur manifestiert.

13.2.12
Kritik der Bollywood-Komödie Loot (* ½)

Kurzkritik von "Safe House" (* * *)
Denzel Washington und Ryan Reynolds in einem soliden, wenn auch überlangen CIA-Actionthriller, der etwas gar verkrampft daherkommt: Schüttelkamera, Macho-Typen, versteinerte Minen, kantiges Spiel. All das wirkt etwas wenig enthusiastisch, aber immerhin stets kurzweilig. Und es kracht ganz schön.

12.2.12
Kritik der Bollywood-Komödie Desi Boyz (* * ½)

Dann hab ich endlich meine Oscar 2012-Seite fertiggestellt.

9.2.12
Kritik des koreanischen Dramas Re-Encounter (* * *)
Kritik der japanischen Fantasykomödie Zebraman 2 (* * ½)

Kurzkritik "We Need to Talk About Kevin" (* * * *)
In der Romanverfilmung erzählt Lynne Ramsay ("Ratcatcher") von einer Mutter, die mit ihrem Sohn nie klarkam und nun mit Schande und Schuldgefühlen leben muss: Der Teenager hat ein Schulmassaker angerichtet. Präsentiert in einer verschachtelten, nur anfänglich etwas verkünstelten Erzählweise schnürt der Film die Kehle immer wieder zu - nicht zuletzt dank des intensiven Spiels von Tilda Swinton, deren Nerven hier konstant blank zu liegen scheinen. Die Begründung für den Sadismus des Sohns wirkt manchmal etwas simpel (unfähiges Mami), aber nie plump, und glücklicherweise werden auch Ego-Shooter nicht herangezogen. Vielmehr wirkt das Ganze manchmal wie "The Omen" ohne übernatürliche Beigaben - und dient damit bestens als Verhütungsmittel.
 

Kurzkritik von "The Vow" (* * ½)
Extrem klebriges Liebesdrama, um die Beziehung zu einer Frau, die sich nicht mehr an einen erinnern kann. Die Darsteller Rachel McAdams und Channing Tatum verleihen Charme, aber das Ganze wirkt (obwohl lose auf Tatsachen basierend) doch etwas zu sehr wie vorgefertigter Konfekt.

8.2.12
Kritik des koreanischen Dramas Dooman River (* *).
Kritik der thailändischen Jugendfilms Suck Seed!! (* * *)

Kurzkritik von "I'm Still Here" (* * *)
2008 kündigte Joaquin Phoenix an, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, um zu rappen. Es folgte ein Absturz, psychologisch wie karrieretechnisch, begleitet vom physischen Zerfall. All dies soll, so Regisseur Casey Affleck, Teil des FIlmprojekts gewesen sein. Wenn ja, dann ist dies eindrückliches Spiel - ein Schauspieler am Limit, und drei Jahre dafür geopfert. Oder es war ernst gemeint und erst als "Rettungsanker" zum Film erhoben? Auch so wärs noch ein faszinierendes, wenn auch auf Dauer anstrengendes Dokument.

7.2.12
Kritik der Hongkong-Fantasykomödie Magic to Win (* ½)
Kritik des taiwanesischen Sportdramas Jump Ashin! (* * *)
Kritik des chinesischen Horrfilms Nightmare (*)

Kurzkritik von "Mandrill" (* * *)
Chilenischer Mix aus Agentenfilm-Hommage und -Parodie, anfänglich noch schön retro, aber mit der Zeit unstet und ziellos. Vor allem am Ende wissen die Macher nicht wohin. Zudem kann der Hauptdarsteller gut kämpfen und aussehen - aber sein Schauspieltalent ist ziemlich limitiert. Für soliden Retro-Fun reichts aber noch knapp.

6.2.12
Kritik des koreanischen Dramas Pain (* * *).

Gesund und munter zurück aus Davos. Ab heute wieder Reviews. Auch kurze, so wie diese:

Resturlaub (* *)
Die deutsche Bestsellerverfilmung verläuft in extrem vorhersehbaren Bahnen und bietet abgestandene Witze. Das erlaubt Ex-Miss-Schweiz Melanie Winiger immerhin, das Beste am Film zu sein, mit ihrer Rolle als verführerische Argentinierin.

Retreat (* * *)
Gut gespielter und recht spannender Mix aus "Dead Calm" und Viren-Bedrohung: Cillian Murphy und Thandie Newton sind allein auf einer Insel, als Jamie Bell auftaucht, und behauptet, draussen seine Seuche ausgebrochen. Psycho-Schurke oder echte Bedrohung? Oder beides? Viele Klischee-Situationen und ein paar Überraschungen inbegriffen.

1.2.12
Kritik von Star Wars: Episode I - The Phantom Menace (* * * ½)
Kritik des Bollywood-Dramas The Dirty Picture (* * * ½)

Kurzkritik von "The Three Musketeers" (* * *)
Von Kritikern grundlos kaputtgeschriebener Fun-Film, bei dem der leider immer noch talentfreie Paul W.S. Anderson die Vorlage von Alexandre Dumas nur noch als loses Gerüst nimmt, und es mit Fantasy und Nonsens aufpeppt. Dazu viele Stars, manche gut, manche chargierend, aber alle offensichtlich mit Spielfreude bei der Sache. Ich liess mich davon jedenfalls gerne anstecken.

Kurzkritik von "The Double" (* * ½)
Stets absurder werdender, aber durchaus spannender Agententhriller mit Richard Gere. Vor allem am Anfang gibt's noch einiges zu mögen, später verflüchtigt sich dies immer mehr.

Kurzkritik von "I Phone You" (* * ½)
Durchaus sympathische deutsche Komödie, die aber erzählerisch unglaubliche Haken schlägt und irgendwann unglaubwürdig wird. Doch das schlimmste ist das Einschleimen beim Konzern mit dem Apfel, dessen Produkt es ja sogar in den Filmtitel geschafft hat.

Morgen bin ich 3 Tage in Davos in den Skiferien. Mein erster Einsatz auf Skiern seit gut 20 Jahren. Ich hoffe mal, ich komme lebendig zurück am Montag. Zumal es im Engadin ja zwischen minus 20 und minus 30 Grad warm werden soll.

31.1.12
Kritik des japanischen Horrorfilms Tomie Unlimited (* * ½).

30.1.12
Kritik des Bollywood-Jugendfilms Bubble Gum (* *).

Kurzkritik von "The Con Artist" (* *)
Die Regisseurin von "200 Cigarettes" erzählt mit Papa Donald Sutherland und Sohn Rossif von einem Gauner, der keiner mehr sein will, sich verliebt und Künstler werden möchte. Das alles und viel mehr, bloss ohne Ziel und zu sehr improvisiert. In Einzelszenen vielleicht ganz nett, aber dramaturgisch äusserst schwach.

Kurzkritik von "Incendies" (* * * ½)
Manchmal überfrachtetes, aber stets bewegendes Drama über das Schicksal einer Frau im nahen Osten und die Suche ihrer Kinder nach der Wahrheit. Manche Szenen brennen sich ein, andere wirken etwas ziellos. Die nicht exakt definierte politisch-geographische Einordnung (es handelt sich wohl um den Libanon) wirkt mutlos und am Ende trägt der Film wohl etwas dick auf - doch kraftvoll ist der oscarnominierte Film allemal.

29.1.12
Kritik des koreanischen Thrillers The Client (* * *).

Eigentlich war ein Filmwochenende geplant, aber Freitag und Samstag hatte ich netten Besuch und danach weniger netten in Form von Fieber. Das hält noch an und beschränkt gerade meine Arbeitsfähigkeit. Aber heute gibts sicher mehr Film-Reviews ...

Kurzkritik von "A Lonely Place to Die" (* * *)
Der britische Thriller beginnt stark, könnte den "Descent"-Weg genauso einschlagen wie einen Kraxelfilm à la "Cliffhanger". Doch gegen Ende wird die Sache überraschend plump und verheizt so den anfänglichen Goodwill beinahe.

Kurzkritik von "Resident Evil: Afterlife" (* *)
Der Reihe geht nun wirklich langsam die Luft aus, denn Paul W.S. Anderson verbringt mehr Zeit damit, seine Gattin Milla Jovovich ins beste 3D-Licht zu rücken, als Zombie-Action zu bieten. So stellt sich in dem visuell seelenlosen Film rasch Langeweile ein.

Kurzkritik von "Colombiana" (* * *)
Luc Besson wärmt als Autor und Produzent etliche Elemente seines Klassikers "Nikita" auf, diesmal mit der hübschen Zoe Saldana als Kampf-Amazone. Die Fights fetzen, die Action sitzt, aber der Plot könnte um einiges erfrischender sein.
 

Kurzkritik von "Obitaemyy ostrov / The Inhabited Island" (* * *)
Der erste Teil der epischen russischen Sci-Fi-Comicverfilmungen: Ein überschöner Blondlocke-Typ findet sich in einer all zu erdähnlichen Welt im All wieder, auf der die Mächtigen die Massen indoktrinieren und unterdrücken. Der Regisseur zeigt dabei grosse Paul-Verhoeven-Affinität, ist doch der Soundtrack aus "Conan" geklaut, stammen etliche Ideen aus "Starship Troopers" und andere aus "RoboCop". Trotz holprigem Schnitt und dem Versatzstück-Plot für Sci-Fi-Freunde durchaus einen Blick wert, alleine schon wegen des Aufwands.

26.1.12
Der Abschluss meiner kleinen Kim Soo-yong-Reihe: Mist (* * *).
Kritik des koreanischen Musikdramas Mr. Idol (* * ½).

25.1.12
Kritik des koreanischen Dramas The Seashore Village (* * * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Night Journey (* * * ½).
Kritik des koreanischen Dramas Confessions of an Actress (* * ½).

Und damit heute still und heimlich die 800-Review-Grenze bei den südkoreanischen Filmen gesprengt.

Kurzkritik von "Hugo" (* * * *)
Martin Scorsese verbeugt sich vor der Magie des Kinos und dem Schaffen von Georges Méliès, in einem zauberhaften und nostalgischen 3D-Spektakel voller Charme, Witz und liebenswerter Darsteller. Einziges Manko ist vielleicht, dass in Paris alle Englisch sprechen. Darüber hört man aber schnell hinweg. Die 11 Oscarnominationen sind also gerechtfertigt.

Kurzkritik von "Requiem pour une tueuse" (* * *)
Mélanie Laurent glänzt in dem stark gespielte, atmosphärischen, aber inhaltlich etwas formelhaften Killer-Thriller à la française.

24.1.12
Kritik des spanischen Schockers Tras el cristal (* * * ½) alias "Im Glaskäfig".

Kurzkritik von "Bucky Larson: Born to Be a Star" (* ½)
Der von Kritikern desaströs in die Pfanne gehauene Kassenflop aus Adam-Sandler-Produktion ist fürwahr grässlich erzählt, plump inszeniert und gespickt mit abgestandenen Witzen über kleine Pimmel und schiefe Zähne. Die tiefste Art Humor. Aber ein paar Mal musste ich doch lachen angesichts des schieren Irrsinns des Gezeigten. Sicher ein schlechter Film, aber ich sah schon Übleres …

23.1.12
Kritik des Animes Mardock Scramble: The First Compression (* * * ½).
Kritik des japanischen Liebesfilms Paradise Kiss (* * ½).

Kurzkritik von "Super" (* * * ½)
Näher an "Defendor" als an "Kick-Ass" nimmt James Gunn das Superhelden-Genre aufs Korn und zollt ihm gleichzeitig Tribut. Das Konzept ist nicht neu, doch charmante Akteure, schicke Dialoge, coole Comic-Anspielungen und die recht heftige Gewalt sorgen für Spass, der Knick zum Drama sowie die Verankerung in der Realität sind das Spezielle. Im Vergleich zu "Kick-Ass" eine Spur vorhersehbarer und weniger stringent, aber allemal … super.

Kurzkritik von "In the Name of the King 2: Two Worlds" (* ½)
Jason Statham ist nicht mehr dabei, das Budget schrumpfte markant, geblieben ist dennoch nur Schrott. Diesmal tritt Dolph Lundgren an, reist in die Vergangenheit und kämpft gegen Schurken, Magie und Drachen. In der Theorie jedenfalls. In der Praxis wird geredet und geredet. In öden Kulissen labern die Leute, was sie tun sollte, was sie tun werden und was sie gerade getan haben. Gähn.

22.1.12
Kritik des japanischen Remakes Ghost - In Your Arms Again (* *).
Kritik des chinesischen Fantasyfilms Mural (* * ½).

21.1.12
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Hindsight (* * *).
Kritik des Bollywood-Thrillers Chase (*).
Kritik der Hongkong-Liebeskomödie Love Is the Only Answer (* * ½).

Kurzkritik von "Fright Night" (* * *)
Schön blutiges Remake des 80er-Kultfilms, weitgehend frei von Charme, aber gut besetzt - vor allem dank Colin Farrell. Als diabolisch verführerischer Macho mit viel maskuliner Virilität ist er fast bedrohlicher als später mit Beissern. Dazu sexy Mädels, passabler Horror - nicht übel.

Kurzkritik von "Johnny English Reborn" (* * ½)
Minimal besser als der erste Teil, weil der Humor weniger hysterisch ist. Aber eine Vielzahl der Gags wirkt ausgelutscht und die Spielfreude aller Beteiligten köchelt auf Sparflamme.

19.1.12
Kritik des japanischen Splatterspasses Deadball (* * ½).

Kurzkritik von "The Descendants" (* * * ½).
Alexander Paynes fünfter Film, sieben Jahre nach "Sideways", erzählt von Wurzeln - nämlich der Heimat und der Familie - beides auf bewegende und amüsante, aber doch nie kitschige Weise. George Clooney ist grandios in der zentralen Rolle, seine Filmtöchter agieren ebenso famos. Und es gibt etliche Szenen, die einen nicht unberührt zurücklassen. Auf der Negativseite wirkt die Geschichte etwas vorhersehbar und zerstückelt, ausserdem scheinen manche Neben-Informationen (die Stiftung zum Beispiel) vage, während andere Szenen das eine oder andere Klischee aufweisen.

18.1.12
Kritik des chinesischen Dramas Love for Life (* * *).

Kurzkritik von "Young Adult" (* * *)
Freche Komödie mit Drama-Einschlag, inszeniert von Jason Reitman und geschrieben von seiner "Juno"-Autorin Diablo Cody. Der Kleinstadt-Mief ist super getroffen und Charlize Theron agiert köstlich - doch die Geschichte wirkt letztendlich etwas dünn und Gags wiederholen sich.
 

Kurzkritik von "30: Minutes or Less" (* * ½)
Das Team hinter "Zombieland" versucht sich an einer leicht actionhaltigen Komödie, mit weniger Erfolg. Die vier Komiker in den Hauptrollen sind alle köstlich - vor allem Danny McBride und Nick Swardson, zudem leistet sich Jesse Eisenberg einen witzigen Facebook-Gag. Doch der Rets kurvt bald auf Autopilot. Die Dialoge hätten gerne noch frecher sein dürfen.

Kurzkritik von "Straw Dogs" (* * ½)
Dem 30 Jahre älteren Original hat dieses formelhafte Remake von Rob Lurie nichts hinzuzufügen. Das Abhandeln derselben Ideen (Was ist Männlichkeit? Passiv-aggressives Verhalten in einer Beziehung. Stadt-Land-Gegensatz) wirkt hier ungleich formelhafter und seelenloser. Aber als Gewalt-Reisser zieht die Story auch diesmal nicht allzu übel.

17.1.12
Kurzkritik von "Clubland" (* * *)
Brenda Blethyn als in Australien gestrandete Comedy-Mama liefert eine Tour-de-Force in dieser Tragikomödie, während die prickelnderen Szenen ihrem schüchternen Sohn und deren sexy Freundin gegönnt sind. Dazu ein behinderter Bruder und ein singender Vater - etwas viele Ansätze und doch wenig Handlungsdichte. Der Mix aus Lachern und später viel wehmütiger Tragik sorgt aber für Unterhaltung. 

Kurzkritik von "Das Blaue vom Himmel" (* * *)
Stark gespieltes, inhaltlich etwas überladenes deutsches Mutter-Tochter-Drama, das die turbulente Geschichte Litauens als Hintergrund benutzt.

Kurzkritik von "Passion Play" (* *)
Recht krude Fantasy-Romanze mit Megan Fox als verführerischem und doch unschuldigen Engel (buchstäblich) und der für einmal nicht ganz kaputt wirkende Mickey Rourke als ihr Erlöser. Überladen an allen Ecken und Enden, um am Ende irgendwie nicht gerade dicht, aber immerhin nicht öde.

16.1.12
Kritik des Bollywood-Liebesdramas Mausam (* * *).
Kritik des Hongkong-Liebesfilms Love You You (* * ½).

Kurzkritik von "The Debt" (* * * ½)
Famos besetzter Spionagethriller zur Zeit des Kalten Krieges, als ein paar Mossad-Agenten einen Nazi-Doktor aus Ostberlin entführen wollen. In den Rückblende-Szenen höchst spannend, in den Gegenwart-Sequenzen differenziert. Doch mehr Überraschungen hätten drinliegen müssen, ebenso ein packenderes Finale.

Kurzkritik von "Jasper und das Limonadenkomplott" (* * *)
Zeichentrickfilm mit dem Pinguin-Helden aus "Die Sendung mit der Maus": für die ganz Kleinen sehr kurzweilig, für die Erwachsenen immerhin niedlich animiert.

15.1.12
Kritik des japanischen Boxerfilms Tomorrow's Joe (* * *).

14.1.12
Kritik des koreanischen Thrillerdramas Countdown (* * *).

Kurzkritik von "Sommer in Orange" (* * *)
Bayern-Filmer Marcus H. Rosenmüller erzählt vom Konflikt zwischen Hippies und konservativen Dörflern - mit Klischees, aber auch lustigen Szenen, die sowohl verblendeten Sektenfuzzis als auch verklemmten Hinterwäldlern ans Bein pinkeln. 

Kurzkritik von "Jodaeiye Nader az Simin" ("A Separation") (* * * ½)
Der überschätzteste Film des Jahres: Ein famos gespieltes, sauber inszeniertes und bewegendes Familiendrama, das aber dramaturgisch nie aus den Socken haut und auch nicht immens lange nachhallt. Der Konsens, dieses iranische Werk gleich in die Topränge der besten Filme aller Zeiten zu hieven, ist für mich nicht nachvollziehbar. Sehr gut ist es aber auf jeden Fall.

Kurzkritik von "Max Schmeling" (* *)
Uwe Boll nimmt sich etwas zurück, aber den FIlm viel zu wichtig. Entstanden ist eine Biografie, die träge und formelhaft entwickelt ist, aber dennoch jede Szene, jede Geste an die grosse Glocke hängt. An sich nicht enorm schlecht, aber frei von Vision. Und in einem ein völliger Fehlgriff: Ex-Boxer Henry Maske, der seinen Freund Schmeling spielt, ist ein absolut übler Darsteller, hilflos strauchelnd und stammelnd.

11.1.12
Kritik des koreanischen Actionthrillers Quick (* * ½).
Kritik des Horrorfilms ¿Quién puede matar a un niño? (* * * ½).

Kurzkritik von "Tinker Tailor Soldier Spy" (* * *)
"Let the Right One In"-Regisseur Tomas Alfredson komprimierte den komplexen Kaltkrieg-Spionageroman von John Le Carré, der schon einmal als sechsstündige Miniserie erzählt wurde, zu einem zweistündigen Kinofilm, der nicht primär Intelligenz voraussetzt, sondern das Glück, die richtigen Informationen aufzunehmen, die falschen zu streichen und die unwichtigen wieder auszublenden. Das Skript schrammt haarscharf an konfus vorbei. Wer aber bei der Sache bleibt bekommt einen schön im 70er-Jahre-Stil inszenierten Spionagefilm mit Edelbesetzung zu sehen. Alleine schon der Cast macht den bei Kritikern leicht überschätzten Film sehenswert. Neben der verzettelten Handlung das grösste Manko: Es wurde mit Digitalkamera gedreht, weshalb manche Szenen enttäuschend viel Bildrauschen aufweisen.

10.1.12
Kritik des koreanischen 3D-Monsterfilms Sector 7 (* * ½).
Kritik des japanischen Animes Ice (* ½).

Kurzkritik von "Dylan Dog" (* * ½)
Basierend auf dem italienischen Comic, der auch "Dellamore Dellamorte" inspirierte, drehte der Regisseur von TMNT einen eher billig aussehenden, aber immerhin kurzweiligen Mix aus und Film noir, der in seinen witzigen Szenen fast besser punktet als in den fantastischen. Es fehlt das Comic-Flair, es mangelt an Biss.

9.1.12
Kritik der indischen Komödie Hum Tun Shabana (*).

Kurzkritik von "The Muppets" (* * *)
Die Komödie weckt Nostalgie-Goodwill und verströmt Kurzweil, aber es fehlt am anarchischen Charme der Serie, zudem wirken die menschlichen Darsteller stark unterfordert. Zu lachen gibts aber genug.

8.1.12
Kritik des koreanischen Dramas Champ (* * * ½).

7.1.12
Kurzkritik von "Setup" (* *)
Von einem Stuntman inszenierter Actionthriller ohne Action und mit wenig Spannung. Dass Curtis "50 Cent" Jackson die Hauptrolle spielt und Bruce Willis nur den schlappen Mafiaboss in einer Nebenrolle ist ebenso bedenklich. 
 

Kurzkrtitik von "Bruc. La llegenda" (* * ½)
Hübsch ausgestatteter Historienfilm um den Widerstand der Spanier gegen Napoleons Truppen. Leider formelhaft erzählt und dramaturgisch wenig fesselnd.
 

Kurzkritik von "War Horse" (* * * ½)
Von Steven Spielberg im Stil von Technicolor-Klassikern inszeniertes Melodrama um ein Pferd und die Schicksale seiner verschiedenen Halter im Ersten Weltkrieg: eindrückliche Kriegs-Action, prächtige Bilder, starke Schauspieler. Negativ ins Gewicht fallen die leichte Überlänge, John Williams' überzuckerter Soundtrack und der Umstand, dass zwar verschiedene Nationalitäten die Hauptrollen spielen, aber alle English sprechen (bloss jeweils mit deutschem, französischen oder sonstigem Akzent). Eine verpasste Chance, um dem ansonsten gelungenen Werk den letzten Kick Authentizität zu verleihen.

Kurzkritik von "Boy A" (* * *)
Das Frühwerk des späteren "Spider-Man"-Stars Andrew Garfield erzählt von einem jungen Mann, der als Bub einen Mord beging und nach 14 Jahren im Knast neu anfangen will. Bewegender Stoff, lose inspiriert von einem Fall in England, manchmal etwas zu formelhaft entwickelt und am Ende eine Spur zu offen - aber stets sehenswert.

Kurzkritik von "Prom" (* *)
Lieblos zusammengeschustertes Disney-Konfekt um hübsche Teens und ihre Nöte rund um den Abschlussball. Nebenhandlungen wirken unaufgelöst, die Haupthandlung ist so steril wie stereotyp und mit den Figuren kann man nie wirklich mitfiebern. 

5.1.12
Kritik des koreanischen Zeichentrickfilms Leafie, a Hen into the Wild (* * * ½).

4.1.12
Kritik des Trickfilms Tekken: Blood Vengeance (* * *)
Kritik der Komödie Das Hofkonzert (* * *) in Gedenken an Jopi Heesters.

Kurzkritik von "Der ganz grosse Traum" (* * ½)
Historisch verdreht und verändert der Film um die Einführung der "Engländerkrankheit" Fussball im Deutschen Reich nahezu alles - und er will etwas viel auf einmal, weshalb etliche Nebenhandlungen völlig übereilt eingebaut sind. Doch bei diesem "Dead Poets Society light" machen das spielfreudige Ensemble und die einnehmende Geschichte immerhin etwas Goodwill wett.

Kurzkritik von "Le rafle" (* * *)
Aufwendige und bewegende Rekonstruktion von Internierung und Deportation von Juden im Vichy-Frankreich. Dem Skript fehlt etwas der Fokus und die Regie trägt etwas dicht auf, um Gefühle zu erzeugen, doch meistens funktioniert das nicht schlecht.

2.1.12
Kritik des Bollywood-Dramas Dhobi Ghat (Mumbai Diaries) (* * * ½).

31.12.11
Kritik des chinesischen Fantasyfilms The Sorcerer and the White Snake (* * *).
Kritik des Bollywood-Hits Ra.One (* * ½).
Kritik des thailändischen Historienfilms Yamada - The Samurai of Ayothaya (* * ½).

Kurzkritik von "Red Riding Hood" (* * ½)
Catherine Hardwicke versucht mit dieser ausstatterisch ansprechenden Teenie-Umdeutung von "Rotkäppchen", an ihren Grosserfolg "Twilight" anzuknüpfen. Nicht gar so peinlich, aber irgendwie ebenso blutleer. Hier wird eine an sich coole Teenie-Märchen-Erotik-Idee zum Fliessbandprodukt verheizt.

29.12.11
Kritik der Bollywood-Komödie My Friend Pinto (* *).
Kritik des Schweizer Klassikers Landammann Stauffacher (* * *).

Kurzkritik von "Final Destination 5" (* * *)
Gerade wenn man denkt, alle Luft sei raus aus der Serie, macht sie wieder Spass. An Teil 5 ist nichts Neues dran, aber die sadistischen Todesfälle (in 3D) machen einfach gute Laune, da können die Teens noch so dumm und die Story noch so dünn sein. Nett auch, dass sich das Ganze als Prequel von Teil eins entpuppt und die Reihe so ein würdiges Ende findet. Eigentlich schade, aber wer weiss …

Kurzkritik von "Zombie Diaries 2" (* ½)
Billig gemachter Pseudo-Dok-Horror, der nach solidem Start einfach nur stinklangweilig ist. Ein paar kurze Horrorszenen funktionieren, der Rest ist bloss schwach.

Kurzkritik von "Kiss the Abyss" (* ½)
Der Independent-Horror beginnt recht geschickt und weckt Spekulationen, wohin die Reise geht - aber sind die Eckpunkte einmal gesetzt wird die mässig gespielte und fad inszenierte Sache dann doch zur Durchhalteübung.

27.12.11
Kritik des griechischen Schockers Island of Death (* * *).
Kritik des tschechischen Gruselmärchens Valerie (* * * *).

Kurzkritik von "The Ledge" (* * ½)
Gleichzeitig als Thriller wie als Drama verpackter Diskurs zwischen Atheismus und Gottesfürchtigkeit, mal durchaus anregend, meistens jedoch etwas schulmeisterlich und manipulativ.

26.12.11
Kritik des japanischen Melodramas Snow Prince (* * ½).

Kurzkritik von "Catene" (* * *), bei Eclipse released als "Chains".
Solider Mix aus Melodrama und Neorealismus, aufgewertet durch starke Akteure und mutig überladenes Melodrama. Für Regisseur Raffaelo Matarazzo ein Wendepunkt in seiner Karriere, denn fortan widmete er sich erfolgreich solchen Melodramen.

24.12.11
Fröhliche Weihnachten allerseits :)

Kritik des Italowesterns Ando Muchacho, spara! (* * *) aka. Knie nieder und friss Staub.

Kurzkritik von "The Girl With the Dragon Tattoo" (* * * ½)
Dass David Fincher sein gigantisches Talent an das Remake eines bereits sehr gelungenen Films "verschwendet", ist bedauerlich. Aber das Resultat allemal sehenswert: Vom grandiosen "Immigrant Song"-Cover zum visuell brillanten Vorspann über den geschliffenen Schnitt, die starken Akteure und die unterkühlte Optik ein Genuss. Das Finale ist etwas abgeändert und nach dem eigentlichen Höhepunkt unnötig aufgeblasen (im Vergleich zur schwedischen Version). Doch das sind eher kleinere Mankos. Was bleibt ist ein hochroutinierter, spannender und menschlich abgründiger Thriller mit leichten Exploitation-Einschlag, den die Vorlage von Stieg Larsson schon vorgab …

Kurzkritik von "The Scorpion King 3: Battle for Redemption" (* ½)
Einschläfernde Vorgeschichte zur Vorgeschichte des Ablegers des "Mummy"-Remakes. Oder so ähnlich. Aber auf alle Fälle vergeudete Zeit mit heissen Mädels und chargierenden Typen, lahmer Action, dünner Story und doofer Dialoge. Dass der Held auch noch fast aussehen muss wie der Bösewicht (Billy Zane) macht die Sache auch nicht gerade besser.

Kurzkritik von "Dean Spanley" (* * *)
Gut gespieltes, etwas schwer zugängliches Drama über einen Mann, der glaubt, früher ein Hund gewesen zu sein - eine Vorstellung, die weite Kreise zieht.

Kurzkritik von "Le nom des gens" (* * * ½)
Kurzweilige, lebensfrohe und doch vielschichtige Tragikomödie über das Leben, die Liebe und Vorurteile, die wir mit uns herumtragen. In wenigen Szenen etwas plakativ, aber meistens höchst erfrischend.

20.12.11
Kritik der koreanischen Komödie Marrying the Mafia 4 (* *).
Kritik des Schweizer Krimis Wachtmeister Studer (* * * ½).

Kurzkritik von "The Ramen Girl" (* * ½)
Grundsympathische Komödie mit der zu früh verstorbenen Brittany Murphy als US-Mädchen in Tokio. Der TV-Regisseur hinter der Kamera inszeniert aber zu fad, das Essen kommt zu wenig zum Zug und der Plot ist arg dünn. Aber zwischen Murphy und ihrem grantigen japanischen Sensei gibts immer wieder viel zu lachen.

Kurzkritik von "La proie" (* * *)
Etwas abstruser und manchmal schlicht unglaubwürdiger Frankreich-Thriller, der aber gehörig Zug macht und meistens gut Unterhält sowie routiniert gespielt und inszeniert ist.

19.12.11
Kritik des Bollywood-Liebesfilms Mod (* * ½).

Kurzkritik von "Hidden 3D" (* ½).
Die Idee, Sucht zu verkörperlichen und buchstäblich zu gebären, ist so abstrus wie im Cronenberg'schen Body-Horror-Umfeld genial. Aber dieser plumpe, langweilige und schlecht produzierte Horrorfilm macht daraus nur Grusel von der Stange, ohne Atmosphäre, dafür mit schwachen Tricks.