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11.7.2018

Kritik online: Kladivo na carodejnice (1970) * * * *
Kritik online: Lust Stories (2018) * * *

10.7.2018

Ant-Man and the Wasp (2018) * * * Nette Fortsetzung von "Ant-Man", kurzweilig, tricktechnisch top und witzig. Aber dramaturgisch einer der schwächsten Marvel-Filme mangels Fokus und richtig prägnanten Figuren.

Skyscraper (2018) * * ½ Extrem formelhafter Mix aus "Die Hard" und "The Towering Inferno", ganz und gar zugeschnitten auf Hauptdarsteller Dwayne Johnson. Wäre der bedrohte Wolkenkratzer realistischer, wäre der Film wohl auch dramatischer, aber weil alles so künstlich aussieht, mangelt es an visuellen Wow-Momenten.

Sicario: Day of the Soldado (2018) - Sicario 2  * * * ½ Grundsolider, gut gespielter, packender Thriller, der aber nicht mehr den Fokus und den famosen Stil des Originals hat (wohl weil hinter der Kamera nahezu alle Beteiligten ausgetauscht wurden). Auch fehlt Emily Blunt, die zuvor das Herz ausmachte, Episode zwei wirkt dagegen distanzierter. 

Papillon (2018) * * * Brauchbares, aber unnötiges Remake, das nicht so aufgeblasen ist wie die McQueen/Hoffman-Fassung, aber daher auch nicht dessen Nachhhaltigkeit entwickelt. 

Destination Wedding (2018) * * * 90 Minuten lang tauschen Keanu Reeves und Winona Ryder unsympathisch Dialoge aus, es gibt keinen anderen Sprechpart - das strengt an. Doch der grenzenlose Zynismus der beiden sorgt für göttliche Disharmonie, eine der bizarrsten Sexszenen überhaupt und so manch köstliche Szene. Ein schwieriger, aber durchaus lohnender Film, nicht nur für Leute mit negativer Welteinstellung. 

Marfa Girl (2013) * * * Larry Clark will diesmal nicht nur mit nackten Teenagern schocken, sondern bietet auch Einblicke in das Leben von Ausgestossenen und Aussenseitern an der Grenze. Die seltsam unchronologische Erzählweise (manchmal selbst innerhalb einer Szene) ist unnütz künstlich, der Rest wirkt schön roh und ungeschönt.

12 Strong (2018) * * ½ Inhaltlich dürrer Nach-Tatsachen.Soldatenfilm aus der Bruckheimer-Fabrick, solide gemacht und gespielt, aber so uninspiriert und mit propagandistischem Anstrich, dass einem schnell die Lust vergeht. 

Tau (2018) * * Die Netflix-Produktion ist ein ziemlicher Reinfall, trotz soliden Schauwerten und Gary Oldman als Computerstimme. Die Story überrascht nie, mit der Logik hapert es und einige Szenen sind nahezu lächerlich. 

Dude (2018) * * * Die Netflix-Produktion nimmt ihre weiblichen Teenage-Heldinnen zwischen Schule, Drogen und Sex überraschend ernst. Schade sind die Aktricen deutlich zu alt und eine Date-Rape-Szene wird seltsam still hingenommen. Aber ansonsten ein solider Highschool-Film-Effort.

Adrift (2018) * * ½ Sauber inszeniertes True-Story-Drama um ein auf See havariertes Pärchen; doch die Dramaturgie reisst nicht wirklich mit, es gibt so gut wie keine Überraschungen, zumal wir ähnliche Geschichten schon so oft gesehen haben.

Hölle, Die (2017) * * * Harter Reisser von Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky, der wenig Story oder Charakterentwicklung bietet, aber darüber mit Tempo hinwegtäuscht- Die Hauptdarstellerin ist klasse, die Inszenierung leicht Giallo-inspiriert.

Hamilton: I nationens intresse (2012) - Agent Hamilton: Im Interesse der Nation * * ½ Sauber gemachter, aber inhaltlich wenig prickelnder Schwedenthriller nach dem Roman von Jan Guillou.

Hamilton: Men inte om det gäller din dotter (2012) * * ½ Temporeicher, aber formelhafter zweiter Reisser mit Mikael Persbrandt in der Schweden-Bond-Rolle.

20.6.2018

Kritik online: The Agony and the Ecstasy * * * * ½

19.6.2018

Kritik online: The Tiger - An Old Hunter's Tale * * *

Alex Strangelove (2018) * * * Sehr sympathischer Netflix-Jugendfilm um die sexuelle Identitätssuche eines Schülers. Dramaturgisch etwas holprig und als Ganzes etwas vorhersehbar, doch die Überraschungen liegen oft im Detail.

18.6.2018

Kritik online: The Pink Panther Strikes Again * * * * ½

Love, Simon (2018) * * * ½ Wohlfühl-Teeniefilm um einen schwulen Schüler und seine Sorgen rund ums Outing. Die Witze sind gelungen, die Story überrascht, die Schauspieler sind alle höchst charmant. Nur beim Kitsch drückt der Film etwas gar fest auf die Tube, etwa bei der Zeichnung von Simons Familie. Doch das ist wohl dem Feelgood-Zwang geschuldet.

90210 Shark Attack (2014) ½ Selbst verglichen mit anderen Werken des B-Regisseurs David DeCoteau ist dieser "Horrorfilm" wahrer Bodensatz. Null Handlung, null Spannung, null Schauspieltalent, null Budget für Spezialeffekt und fast null Haifisch. Dafür endlose Szenen, in denen adrette Typen baden oder sich einseifen. Klar, das erwartet man von DeCoteau, aber noch nie war das in so viel Langeweile verpackt wie hier. 

Ocean's 8 (2018) * * ½ Verschmitzter Ableger der (männlichen) Ocean's-Reihe nun mit namhafter weiblicher Besetzung. Die Darsteller machen denn auch Spass, die Inszenierung ist flott, aber es fehlt die Chemie zwischen den Akteuren, wie sie etwa noch bei Clooney/Pitt/Damon zu sehen war. Auch die Story wirkt eher wie ein Abklatsch des ersten Teils.

6.6.2018

Jurassic World: Fallen Kingdom (2018) * * * Das erste Drittel mit Dinos und Vulkanausbruch ist visuell stimulierend, doch danach fällt der Film optisch wie inhaltlich ab, wirkt reduziert auf klischeereiche Szenen und eher formelhaftes Monsterspektakel. Schade auch, kommt John Williams' Soundtrack so gut wie nie vor und wich stattdessen einem austauschbaren Klangteppich. Durchaus symptomatisch. PS: Während der erste "Jurassic World" dem Muster von Steven Spielbergs Original folgte, hat dieser nun etliche Parallelen zu Teil 2, "The Lost World"

Rider, The (2017) * * * ½ Höchst atmosphärische Americana-Story um einen jungen Rodeoreiter. Die Story wirkt etwas repetitiv, doch sie ist auch nicht zentral, denn hier geht es um einen Einblick in ein Leben - was noch authentischer dadurch wird, dass sich fast jeder praktisch selbst spielt.

Hereditary (2018) * * * ½ Ein präzise inszeniertes Regiedebüt, das den Horror langsam, aber konsequent aufbaut. Toll gespielt von Toni Collette & Co. und mit einigen schön unheimlichen Szenen, die dankbarerweise ohne Jump Cuts auskommen. Schade nur wirkt die Story wenig innovativ, die ganze Reviewer-Euphorie um den Film kann ich deswegen nicht ganz nachvollziehen. 

Don't Worry, He Won't Get Far on Foot (2018) * * * Gus Van Sant erzählt vom Leben eines Cartoonisten und Alkoholikers, wobei der Fokus auf Letzterem liegt. Die Stars um Joaquin Phoenix und Jonah Hill sind famos, der Wechseln zwischen Witz und Drama gelingt trotz etwas holpriger Erzählweise auch. Die Story dürfte aber etwas mehr Fokus haben, gegen Ende wirkt vieles fast melodramatisch.

Downsizing (2017) * * ½ Nach dem amüsanten und ideenreichen Start fragmentiert der Film in alle Richtungen und findet nie einen dramaturgischen oder emotionalen Anker. Der Humor von Alexander Payne ist ebenso sichtbar wie sein Humanismus, ebenso wie in seinen besten Werken, aber hier wirkt das alles nie aus einem Guss. Kein per se schlechter Film, aber einer, bei dem man frustriert ist, weil so viel mehr hätte drinliegen können. 

Singularity (2017) * ½ Der junge Schweizer Regisseur Robert Kouba realisierte einen Hollywood-Sci-Fi-Film, der sich grosszügig bei "Terminator" und "Hunger Games" bedient, und von A bis Z leider billig und holprig daherkommt. Keine Idee fruchtet, kein Bild bleibt hängen. Und John Cusack schlafwandelt einmal mehr durch eine typische Paycheck-Rolle, ist aber immer noch besser als die grauenhaft untalentierten Teenager in den Hauptrollen. 

Chli Häx, Di / Die kleine Hexe (2018) * * * Putzige Adaption von Otfried Preusslers Bestseller, etwas gewhöhnungsbedürftig nur, Karoline Herfurth auf Schweizerdeutsch synchronisiert zu hören.  

28.5.2018

Kritik des deutschen Krimis Sieben Tage Frist (* * ½)

Wind River (2017) * * * ½ Der Autor von "Sicario" und "Hell or High Water" inszenierte ein fesselndes Drama mit intensiven Szenen. Ab der Sequenz, in der zwei Väter von getöteten Kindern sich weinend in die Arme fallen, hab ich gewusst, dass ich den Film mag. Und auch danach kombiniert Taylor Sheridan eindrücklich die raue Natur Montanas mit dem komplizierten Seelenleben der Figuren. 

Mann aus dem Eis, Der (2017) * * Jürgen Vogel spielt den Ötzi und grunzt sich durch einen visuell durchaus anregenden, aber nach wenigen Minuten todlangweilig werdenden Film. 

Loving Vincent (2017) * * * ½ Von Hand (!) mit Ölfarben gemalter Trickfilm, der dafür verdient eine Oscarnomination erhielt. Die Story liess mich eher kalt, aber dem Stil kann man sich nicht entziehen. 

Cured, The (2017) * * ½ Der Film will dem Zombie-Genre neue Impulse geben, ist aber in seinem Aufbau extrem unglaubwürdig und wird deswegen auch rasch öde. 

Forget About Nick (2017) * * Margarethe von Trotta taucht in New Yorks Modewelt mit zickenden Männlein und Weiblein ein. Selten lustig, selten tiefgründig, meistens langweilig. 

On Chesil Beach (2017) * * * Eine seltsame Romanverfilmung, die nicht sicher ist, was sie erzählen will - aber das mit überzeugenden Darstellern (Saoirse Ronan glänzt wie immer) und sauberer Inszenierung tut. Auch die angesprochene Idee eines Missbrauchs wird nie ausgeführt, was den unsteten Ton zwischen Humor und Heavy Drama weiter kompliziert. 

Wonder (2017) - Wunder * * * ½ Vorhersehbares, aber bewegendes und stark gespieltes Melodrama vom Regisseur von "The Perks of Being a Wallflower". 

Beast of Burden (2017) - Der Kurier * ½ Der klaustrophobische Teil mit Daniel Radcliffe in einem Cockpit dominiert fast den ganzen Film und wird rasch extrem öde. Hier ging etwas von der Struktur bis zur Ausführung schief. 

HHhH / The Man With the Iron Heart (2017) - Die Macht des Bösen * * ½ Der Auftakt um SS-Monster Reinhard Heydrich ist faszinierend und bedrohlich, doch in der Mitte wechselt der Fokus zu den Widerständlern und trotz soliden Akteuren hat mich dies nur noch gelangweilt. 

18.5.2018

Kritik von John Woos Manhunt (* *)

Solo: A Star Wars Story (2018) * * * ½ Nach den vielen Produktionsproblemen ist es erleichternd, einen durch und durch unterhaltsamen, visuell stimulierenden und solide gespielten Film zu sehen. Nur: Braucht es ihn? Er bringt nichts Neues und ich hab die "wie wurde Person X zu Person X"-Vorgeschichten-Drehbücher längst satt, denn sie entzaubern den Mythos und wirken wie Fanfiction. Tricks klasse, Soundtrack auch, Alden Ehrenreich brauchbar, Donald Glover etwas overhyped, aber ein Highlight im Film. Und zum Glück gibt es nicht zu viele verkrampfte Momente, den Film in den Episoden-Kontext einzuordnen.

15.5.2018

Deadpool 2 (2018) * * * ½ Wie schon beim ersten Teil der überraschend erfolgreichen Reihe holpert die Story etwas, weil sie vor lauter Rückblenden, Meta-Jokes und langen Gag-Monologen zerstückelt wird. Doch die Gags sind schön derb und zünden besser als im Vorgänger, die Action ist solide (wenn auch beim Co-Regisseur von "John Wick" minimal enttäuschend), die Post-Credits-Sequenz ist köstlich, die Brutalität erstaunt und Ryan Reynolds hat die Rolle buchstäblich perfektioniert.

Revenge (2017) * * * ½ Das Langfilmdebüt der Französin Coralie Fargeat verleugnet seine Exploitation-Wurzeln nicht, sondern mischt audiovisuell aufregend Rachefilm, französischen Kultfilm, "Mad Max" und "Kill Bill" zum kurzweiligen Reisser. Hauptdarstellerin Matilda Lutz geht von Lolita zu "Tomb Raider"-Look und der Film behält ihren Sex Appeal stets bei, doch auf schön doppelbödige Weise.

Cargo (2017) * * * ½ Wie sich Martin Freeman mit Baby durch ein Zombie-verseuchtes, postapokalyptisches Australien kämpft, ist visuell anregend und bewegend, dazu gibt’s einen interessanten Rassen-Subtext, also ob die Zombies eine Krankheit wären, welche die von den Weissen gebrachte Verunreinigung wieder vom Kontinent der Aborigines entfernt.

Rampage (2018) * * * The Rock und drei riesige Kreaturen: das klingt nach dummem Actionspass und genau das will der Film auch sein, nicht mehr und nicht weniger. Mit Logik sollte man gar nicht erst kommen (ein Riersenkrokodil schwimmt unerkannt von Florida bis Chicago?), sonst ruiniert man sich nur den Fun bei diesem tricktechnisch soliden Spektakel.

5.5.2018

Kritik des japanischen Thrillerdramas The Third Murder (* * *) von Hirokazu Kore-eda.

Sense8 - Season 2 (2016) * * * Die zweite Staffel ist in ihren (gut gemeinten) Botschaften oft so plakativ, dass selbst die Dialoge holpern. Auch die Logik wird strapaziert und vor lauter Zeitlupen-Montagen und wiederkehrenden Themen kommt die Story lange Zeit so gut wie nicht voran. Aber der Look ist trotzdem noch immer top, die Ideen gefallen und die Staffel zieht bis zum offenen Ende noch an. Eine dritte Staffel soll es laut Netflix nicht geben, dafür ein Spielfilm-Finale.

Week of, The (2018) - Die Woche * * Ein weiterer Adam-Sandler-Flop, der im Rahmen seines Netflix-Deals entstand. Ein paar wenige Gags amüsieren, aber der bemühte Plot zieht sich in die Länge, etliche Pointen treffen nicht und das Melodrama am Ende wirkt unverdient.

Uns geht es gut (2016) * * Anstrengender deutscher Kunstfilm um ein paar junge Leute, die durchs Leben driften. Der erotisch aufgeladene Film ist nur leider genauso ziellos und dadurch schwindet alles Interesse recht schnell.

28.4.2018

Kritik des japanischen Dramas Radiance (* * ½)

Isle of Dogs (2018) * * * ½ Wes Andersons zweiter Stop-Motion-Trickfilm ist stilistisch ganz und gar sein Baby: mit liebevoll arrangierten Bildern, schrägen Figuren, eigenwilligem Humor. Die Story wirkt etwas gar gestelzt und dadurch fliesst die Handlung nicht so gut, doch man kann sich dieser Aneinanderreihung an Kuriositäten kaum verschliessen. 

The Leisure Seekers (2017) - Ella & John * * ½ Gut gemeintes, aber recht belangloses Oldie-Roadmovie, das alleine von der Besetzung (Donald Sutherland, Helen Mirren) lebt.

Ingrid Goes West (2017) * * * Eine etwas holprige, aber sehr sympathische Komödie mit ein paar gelungenen Weisheiten über das Leben in Kalifornien. 

25.4.2018

Avengers: Infinity War (2018) * * * * Marvel bündelt seine ganzen Superhelden, von den "Avengers" bis zu den "Guardians oft he Galaxy", in einem einzigen Film. Mit dem zu erwarten spektakulären Resultat. Die Action dürfte manchmal etwas entschleunigt sein, die Optik im All kommt nie an die Verspieltheit von "Guardians" oder "Thor: Ragnarok" heran und wirkt monoton. Und das Ganze ist nun schlicht zu überladen mit Helden. Doch der Mix aus Krawall, Humor und Pathos funktioniert fantastisch, die zweieinhalb Stunden Laufzeit spürt man nie, und das Cliffhanger-Ende ist mutig. Die Spannung bis zur Fortsetzung 2019 ist gross.

22.4.2018
Kritik von Yoji Yamadas What a Wonderful Family! (* * *)

Deep Blue Sea 2 (2018) * ½ Mehr Remake als Fortsetzung - und was für eines: amateurhaft inszeniert auf Haifisch-Trash-Niveau à la Syfy, viel zu viel Blabla, schwache Schauspieler, wenig Spannung. Das Original war kein cineastischer Höhenflieger, aber sehr kurzweilig. Davon kann hier keine Rede mehr sein.

I Feel Pretty (2018) * * Die Amy-Schumer-Show hat eine gut gemeinte Body-Positivity-Botschaft, diese aber verpackt in eine durch und durch vorhersehbare, ab und zu richtig mühsame Komödie. Schumer ist brauchbar, die Internet-Jungs werden ihr wohl wie gewohnt (unnötig) viel Hass entgegenbringen. Doch die Show stiehlt wohl Michelle Williams mit ihrer Piepsstimme. 

Daddy's Home 2 (2018) * * Noch zwei grundverschiedene Grossväter dazuzunehmen (Mel Gibson! John Lithgow!) ist an sich genial, doch daraus machen die Filmemacher nichts Schlaues, höchstens eine halblustige Variante von "National Lampoon's Christmas Vacation".

18.4.2018

Kritik des japanischen Remakes Unforgiven (* * * ½)
Kritik des japanischen Hit-Sequels Bayside Shakedown: The Final (* *)

Quiet Place, A (2018) * * * ½ John Krasinski inszenierte sich und seine Frau Emily Blunt in einem hochspannende Horrorfilm nach "Signs"-Muster. Die Atmosphäre ist toll aufgebaut, über Unglaubwürdigkeit schaut man schnell hinweg. 

Blockers (2018) * * ½ In den USA gefeierte, aber eigentlich eher mittelmässige Komödie, die ein Pro-Argument hat: die "horny teenagers" sind diesmal Mädels. Ansonsten läuft alles nach Formel und die Ausgangslage ist für aufgeschlossene Zuschauer einfach verdammt unglaubwürdig.

Detroit (2017) * * * ½ Kathryn Bigelow widmet sich den Rassenunruhen in der titelgebenden Stadt im Jahr 1967, sehr detailliert und realistisch, nur der Fokus fehlt in der überlangen Produktion bisweilen. 

Gun Shy (2017) * * Eine durchwachsene, meistens unlustige Komödie von Simon West, in der Antonio Banderas als abgehalfterter Altrocker à la Slash immerhin ein paar Pointen auf seiner Seite hat.

Agnes (2015) * * ½ Die Adaption des Debütromans des Schweizer Schriftstellers Peter Stamm hat einen interessanten Kern, ist aber zunehmend sperrig und lethargisch umgesetzt.

Amant double, L' (2017) - Der andere Liebhaber * * * François Ozons erotischer Thriller zerfällt am Schluss dramaturgisch in sich zusammen, was frustriert. Aber inszenatorisch wie schauspielerisch überzeugt der Film, einige angedachte Ideen machen neugierig - und dass das Ganze den Schwenk in Richtung überschwängertem Trash wagt, ist auch recht angenehm. Wäre nur der Inhalt durchdachter.

Lost in Space - Season 1 (2018) * * * ½ Netflix' Revival der Kultserie geht ganz neue Wege, verbannt sogar John Williams' tolles Titelstück in den Abspann, und bietet aufwendige, kurzwielige Sci-Fi. Die Figuren treffen etwas oft dumme Entscheidungen und manche Entwicklungen sind weniger der Logik als der dramaturgischen Willkür geschuldet. Aber das mindert das Interesse nur bedingt.

5.4.2018

Ready Player One (2018) * * * * Steven Spielberg verfilmte den Nostalgie-und-Geek-Roman von Ernest Cline, wechselt dabei mit hohem Tempo zwischen realer Welt und Spielwelt hin- und her. Beide sind vollgestopft mit Popkultur-Referenzen, von A-Ha über "Starcraft" bis "Iron Giant" oder "Back to the Future". Doch Spielberg verfällt nicht einfach dem Zitieren, sondern macht diese Elemente zum elementaren Teil der (etwas dünnen) Story. Der blaustichige, ausgewaschene Look droht manchmal, die visuellen Spielereien zu verschleiern, aber dank Spielbergs Erzähltalent wird man immer mitgerissen. Etwas unpassend höchstens die Schlussbotschaft, die im Gegensatz zum Rest des Films auf Gamer-feindliche Weise moralisierend scheint.

Lean on Pete (2017) * * * ½ Etwas zu lange, aber bewegende Romanverfilmung vom Regisseur von "45 Years", in der vor allem der junge Hauptdarsteller Charlie Plummer einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

You Were Never Really Here (2017) - Beautiful Day * * * ½ Das radikale Drama von Lynne Ramsay ("We Need to Talk about Kevin") ist Style over Substance, denn der exploitation-lastige Inhalt zwischen "Taxi Driver" und "Oldboy" gibt mit seinen nicht gerade erhellenden Rückblenden nicht so viel her. Doch der kraftvolle Score von Jonny Greenwood und vor allen die Power-Performance von Joaquin Phoenix hieven das Ganze trotzdem ins Sehenswerte. 

Strange Magic (2015) * * Die Story von George Lucas (!) ist lose bei Shakespeare inspiriert, doch die lieblose Animation der Figuren und die austauschbare Geschichte machen das Ganze rasch langweilig.

Game Over, Man! (2018) * * ½ Die Netflix-Komödie tischt so ziemlich die primitivsten Witze auf und hat einen kuriosen Penis-Fetisch. Doch bei den völlig überzeichneten Gewaltszenen und dem schlüpfrigen Humor hab ich mich, auch wenn ich nicht wollte, doch immer wieder gekrümmt vor Lachen. 

Geostorm (2018) * * ½ Der ehemalige Emmerich-Produzent Dean Devlin machte es als Regisseur seinem Kumpel gleich und inszenierte einen geradezu alles abdeckenden Katastrophenfilm. Der fällt oft ins Lächerliche ab und einige Tricks sind unter aller Sau, aber Fans von Desaster-Schauwerten kommen immer mal wieder auf ihre Kosten.

Roxanne Roxanne (2017) * * ½ Das Netflix-Drama porträtiert die Jung-Rapperin Roxanne Shanté aus dem New York der 80er. Die Musik scheint nur am Rande wichtiger, im Vordergrund steht das Sozialdrama um Shanté - und das ist so einfallslos wie gemächlich inszeniert.

26.3.2018

Lady Bird (2017) * * * * Zauberhafter Jugendfilm mit realistischen Figuren, die Humor und Emotionen gleichermassen vermitteln. Schauspielerin Greta Gerwig realisierte als Regisseurin damit ein (autobiografisches) Herzensprojekt und zuzuschauen, wie sie die Darsteller führt und die Geschichte erzählt, macht sie zu einem ernstzunehmenden neuen Talent hinter der Kamera. Letzter Punkt: Die Irin Saoirse Ronan ist genial als kalifornisches Mädchen von Nebenan.

Suburbicon (2017) * * ½ George Clooney adaptierte ein Skript der Coen-Brüder und vereinte es mit einem Rassismus-Drama zu einem konfusen Thrillerdrama, das szenenweise durchaus überzeugt (und auch toll besetzt ist), aber nie wirklich fesselt.

Pacific Rim: Uprising (2018) * * * Ohne Regisseur Guillermo Del Toro fehlt der Fortsetzung etwas die Seele, aber als kurzweilige und audiovisuell imposante Materialschlacht mit tollen Tricks schlägt der Film ein (Notiz am Rande: Die Action mag krawallig sein, aber anders als bei "Transformers" kann man der Action dank ruhigeren Einstellungen wenigstens folgen!). Das Hauptproblem indes ist, dass die Story aufgewärmt scheint, und dem simplen "Robo vs. Monsters"-Konzept wenig Neues entlockt.

Happy End (2017) * * ½ Michael Hanekes schwächster Film seit langem ist eine Art Fortsetzung von "Amour", hat starke Darsteller, eine gewohnt stilvolle Inszenierung und einige raffinierte Szenen. Aber die Story mäandriert endlos und mündet irgendwie im Nichts. 

Professor Marston & the Wonder Women (2017) * * * Ein gelungenes Porträt mit überzeugender Besetzung und nur leichtem Hang zur Weiderholung.  

Flatliners (2017) * * Ein nutzloses und unnötiges Remake (oder solls eine Fortsetzung sein?). Die Darsteller sind nicht übel, aber sie machen aus dem ihnen gebotenen, aufgewärmten Material auch nicht viel.  

Battle of the Sexes (2017) * * * Die Macher von "Little Miss Sunshine" rekonstruieren das Tennismatch von 1973 zwischen Bobby Riggs und Billie Jean King mit überzeugenden Stars, Witz und viel Zeitkolorit. Schade ist der Film deutlich zu langatmig. 

Gringo (2018) * * * Starbesetzte Komödie, angenehm frech und zynisch. Sie dürfte noch einiges frecher sein und einige Nebenhandlungen wirken unfertig - aber solide Unterhaltung ist stets garantiert. 

Letzte Pointe, Die (2017) * * * "Schweizermacher"-Regisseur Rolf Lyssy drehte eine wohlige Tragikomödie, die ein paar schwere Themen auf lockere Weise anpackt. Dramaturgisch und inszenatorisch indes dürfte der Film mehr Pepp haben.

Clue (1985) - Alle Mörder sind schon da * * * Drollige Verfilmung des Brettspielklassikers "Cluedo" mit durchaus namhafter Besetzung. Nicht so genial wie "Murder by Death" eine Dekade früher, oft sogar klamaukig, aber immer unterhaltsam, sei es nur wegen Tim Currys Overacting oder Colleen Camps Sexappeal. Fun fact: Im Kino gab es drei alternative, etwa gleich mittelmässige Enden, die für TV und DVD nun nacheinander gezeigt werden.

Rebel in the Rye (2017) - Das verschwiegene Buch * * * Eine stattliche J.-D.-Salinger-Biografie, natürlich angesiedelt um sein Kultbuch "The Catcher in the Rye". Es fehlt allerdings an echten dramaturgischen wie inszenatorischen Überraschungen.

Pitch Perfect 3 (2017) * * ½ Die Luft ist raus aus der A-capella-Reihe, auch wenn ein gewisser Restcharme zweifellos geblieben ist und auch Humor immer wieder auftaucht.

14.3.2018

Tomb Raider (2018) * * * Der Neustart der Reihe orientiert sich am blutigen Realismus des gleichnamigen Spiels von 2013, einzelne Szenen sind gar 1:1 übernommen. Aber der Plot wirkt seltsam ausgedünnt und mit falschen Prioritäten aufgefüllt, v.a. die Papa-Story wirkt nun ausgelutscht, und es fehlt nicht zuletzt an Blut: Ein R-Rating wäre sinnvoller gewesen. Und doch: Alicia Vikander ist eine energische Lara, das Tempo ist solide, der Unterhaltungswert trotz allem recht hoch.

Midnight Sun (2018) * * * Formelhaftes, aber bewegendes Remake des gleichnamigen japanischen Films von 2006. Patrick Schwarzenegger gibt sein Hauptrollen-Debüt und ist ganz solide, wenn auch etwas austauschbar.

Mary Magdalene (2018) * * * In Bild und Ton eindrücklicher Bibelfilm vom Regisseur von "Lion", der den Fokus auf Maria Magdalena lenkt. Die feministische Neuorientierung wirkt eine Spur zu forciert, vor allem gegen Ende, aber funktioniert. Mässig indes die eigentliche Aussagekraft und der Fakt, dass Jesus hier nie und nimmer als visionärer Prophet herüberkommt: er predigt kaum, ist mehr am Weinen und ins Weite Schauen.

Mark Felt: The Man Who Brought Down the White House (2017) - The Secret Man * * * Wichtiger Whistleblower-Film um "Deep Throat", gespielt von Liam Neeson. Die Inszenierung ist leider lustlos und graustichig, das Tempo gedrosselt. Das mindert die Kraft des Films markant. 

Home Again (2017) - Liebe zu Besuch * * ½ Die Komödie von Nancy-Meyers-Tochter Halley hat ihren Charme, doch der geht zwischen Klischees und holpriger Inszenierung immer mal wieder unter. 

All I See Is You (2017) * * Mark Fosters überfrachteter Thriller fällt immer mehr auseinander, ist psychologisch holprig und allzu verkünstelt inszeniert für den doch eher auf TV-Thriller-Niveau gehaltenen Inhalt. 

Jigsaw (2017) * * Der Ableger der "Saw"-Reihe ist eigentlich bloss eine weitere, unglaubwürdige Fortsetzung der ausgelutschten Reihe, die immer und immer wieder auf Jigsaw zurückfällt, obwohl der längst tot ist. Es ist nur noch lächerlich. Die Todesszenen? Für Horrorfans ja ganz nett. 

6.3.2018

Kritik des koreanischen Actionfilms The Villainess (* * * ½)

Death of Stalin, The (2017) * * * ½ Der Regisseur von "In the Loop" drehte eine bitterböse Satire auf die Sowjetpolitik, lose basierend auf Tatsachen rund um die Säuberungswellen nach Stalins Tod.

5.3.2018

Oscar-Update

Annihilation (2018) - Auslöschung * * * ½ Alex Garlands Romanverfilmung ist ein visuell faszinierender Sci-Fi-Trip zwischen Tarkowskis Werken "Stalker" und "Solaris" sowie Bodyhorror und allerlei Auflösungs-Metaphern, von Krebs bis Altern. Nicht alles sitzt, aber es gibt genug zu diskutieren - und bestaunen.

Wetter in geschlossenen Räumen, Das (2015) * * * Maria Furtwängler glänzt als UNO-Mitarbeiterin im Nahen Osten, die sich ständig im Delirium befindet. Die Atmosphäre ist Trumpf, auch wenn sich Längen einschleichen. 

Death Wish (2018) * * Unnötiges Remake mit ein paar wenigen interessanten neuen Ansätzen (Amerikas Waffenpolitik, Social media), die Regisseur Eli Roth aber nie fruchten lässt. Was bleibt ist ein 08/15-Rachefilm mit einem erstaunlich müden Bruce Willis. 

Comedian, The (2016) * * * Ich kein Fan von solchen Wut- und Fluch-Comedians, wie der Film sie porträtiert - aber Robert De Niro und seine Co-Stars sind so überzeugend, dass der Film von Taylor Hackford doch seine Momente hat. 

LEGO Ninjago Movie, The (2017) * * * Kurzweiliger, aber austauschbarer Lego-Film, bei dem die hektische Machart und überladene Optik zum ersten Mal anfängt, die Qualität runterzuzuziehen.  

28.2.2018

Kritik des US-Stummfilms Shoes (* * * ½)

Irreplaceable You (2018) - Unersetzbar * * * Rührendes und charmantes Netflix-Drama um eine sterbenskranke junge Frau. Oft erzählt? Ja, aber die Geschichte, wenn sie so frisch gemacht ist, zieht immer.

26.2.2018

Kritik des deutschen Gruselfilms Laurin (* * * ½)

25.2.2018

Kritik des Schweizer Dramas Der schwarze Tanner (* * * ½)

22.2.2018

Kritik des Trickfilms Godzilla: Monster Planet (* * ½)
Kritik von Takashi Miikes 100. Fillm, Blade of the Immortal (* * *)

Peter Rabbit (2018) * * * Putzige Live-Action-Komödie mit den Figuren von Beatrix Potter. Anfänglich etwas seelenlos, aber immer flott und erstaunlich frech in seinem Humor. Beste Besetzung: Domhnall Gleeson, den man ebenso leidenschaftlich hassen wie mögen kann. 

Game Night (2018) * * * ½ Die "Vacation"-Regisseure erzählen eine turbulente Geschichte mit viel Energie und treffsicherem Witz. Die Darsteller sind mit Lust dabei, die Pointen funktionieren bis kurz vor Schluss bestens. Als kleines Zückerchen gibts einen wummrigen Soundtrack von Synthie-Master Cliff Martinez.

Mute (2018) * * ½ Der Netflix-Film, den Duncan Jones seinem Vater David Bowie und seiner Ersatzmutter Marion Skene widmet, soll eine Art Weiterführung von "Moon" sein, hat mit dem aber nichts zu tun. Der Sci-Fi-Thriller hat Dank Musik von Clint Mansell, soliden Tricks und dem Mix aus englischen und deutschen Schauspielern eine ganz eigen Atmosphäre - aber in dieser etabliert sich nie eine richtige Story: Die Suche nach der Geliebten ist plump, die Antagonisten wechseln alle paar Minuten und man weiss nie recht, was das alles eigentlich bringen soll.

20.2.2018

Kritik des sowjetischen Dramas Sudba Cheloveka (* * * ½) aka. "Ein Menschenschicksal"
Kritik des tschechischen Dramas
Marketa Lazarova (* * * *)

Early Man (2018) * * * Nicht der beste Film aus den Knetgummi-Studios von Aardman, aber immer noch eine kurzweilige Geschichte voller schrulliger Figuren und schräger Ideen.

19.2.2018

Post, The (2017) * * * ½ Steven Spielberg verfällt, weil das Thema so aktuell ist wie eh und je, ab und zu der Polit-Predigt. Doch er macht es spannend und eindringlich, getragen von tollen Akteuren und einer erstaunlich nüchternen Inszenierung. 

Biene Maja, Die: Die Honigspiele (2018) * * Austauschbarer Trickfilm, solide animiert und flott erzählt, aber die Botschaften werden im Eiltempo und ohne echten Nachhall vermittelt, so dass der Film rasch verpufft. 

Ritual, The (2017) * * * Der britische Gruselfilm um vier Freunde, die durch Nordschweden wandern, ist am Anfang höchst bedrohlich, fast "Blair Witch"-ohne-Wackel-Kamera. Die Auflösung indes holpert, aber eines hat der Film von Anfang bis Ende: eine erstklassige Inszenierung, die jedes Stück Holz unheimlich erscheinen lässt. 

Magical Mystery (2017) * * * Die Verfilmung des Romans von Sven Regener lebt von den Schauspielern, allen voran Charly Hübner, doch er steuert nie irgendwo hin und beginnt bald, abzustumpfen. Die schrägen Figuren halten das Ganze zum Glück knapp am Leben. 

Square, The (2017) * * * ½ Der Cannes-Gewinner ist etwas überschätzt, aber die ätzende Kunstkritik ist vor allem am Anfang sehr unterhaltsam, doppelbödig und hochwertig, leider nur ist der Film zu lang und läuft sich gegen Ende dann mal tot. 

18.2.2018

Kritik des Schweizer Dramas Marie-Louise (* * * ½)

14.2.2018

Foreigner, The (2017) * * * Von Martin Campbell sauber inszenierter Rachethriller mit Jackie Chan in einer seiner besten dramatischen Rollen. Dass die Story doch eher simpel ist, lässt sich verschmerzen. 

Shape of Water, The (2017) * * * ½ "Amélie" trifft "Creature from the Black Lagoon": Guillermo Del Toros Fantasyromanze ist visuell erquickend und schauspielerisch überzeugend. Nur die Geschichte kommt nur selten über Schablonenhaftigkeit hinaus.

Fifty Shades Freed (2018) * ½ Zum Glück ist die Reihe nun aus: Der langweilige Abschluss hat nichts zu erzählen, ist ideenlos inszeniert und die Thriller-Beigaben sind eine Lachnummer. Die Erotik hat etwas mehr zu bieten als im zweiten Teil, aber bei der x-ten Schmuse-Montage zu einem einfältigen Popsong sehnt man nur noch ein rasches Ende herbei.

What Happened to Monday? / Seven Sisters (2017) * * * Die interessante Ausgangsidee verliert stark an Glaubwürdigkeit mit der Zeit, aber die Spannung bleibt erhalten und Noomi Rapace' Spiel wertet alles zusätzlich auf. 

American Assassin (2017) * * * Solide Romanadaption, unerwartet deftig teilweise. Die Story indes flacht ab, aber wenn man Darsteller wie Dylan O'Brien und Michael Keaton am Start hat, behält das Ganze trotzdem Klasse. 

Wizard of Lies, The (2017) * * * ½ Robert De Niro brilliert als Finanzbetrüger Bernie Madoff, unterstützt von soliden Co-Stars und einer nüchternen Inszenierung von Barry Levinson.

7.2.2018

All the Money in the World (2017) * * * Ridley Scott verfilmte das Drama um den entführten Enkel von Milliardär Getty, sauber gespielt und (bis auf den exzessiven Einsatz von Farbfilter) ebenso inszeniert. Aber es fehlt etwas an Überraschungen und herausragenden Szenen. In die Filmgeschichte eingehen wird der Thriller indes, weil in einer Nacht-und-Nebel-Aktion der in Ungnade gefallene Kevin Spacey durch Christopher Plummer ersetzt wurde und alle seine Szenen neu gedreht werden mussten. Respekt. Und letztendlich gut für den Film, denn Plummer passt besser als Spacey mit künstlicher Nase. 

Maze Runner, The: The Death Cure (2018) * * * Das wegen Dylan O'Briens Unfall etwas verspätete Finale der Trilogie ist (trotz massiven Abweichungen zur Buchvorlage) geradlinig und actionreich, die Jungdarsteller überzeugen. Ein paar Nebenhandlungen wie der Angriff auf die Stadt verlängern das Ganze unnötig und es gibt etwas gar viele Zufälle. Knapp der schwächste Teil der Trilogie, da nicht immens überraschend. 

Final Portrait (2017) * * * Als Regisseur widmete sich Stanley Tucci dem Leben des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti. Inhaltlich und dramaturgisch eher dünn, aber die Darsteller (allen voran Geoffrey Rush) sorgen für solide Unterhaltung. 

6.2.2018

Black Panther (2018) * * * Der dramaturgisch wohl unausgegorenste Marvel-Film seit langem. Durchaus solide gemacht und visuell etwas anders als gewohnt - aber der aufgebaute Konflikt à la "Malcolm X vs. Martin Luther King" kommt zu spät und scheitert, weil die Hauptfigur keine echten Visionen hat. Das Skript hätte wohl nochmals überarbeitet werden müssen, was schade ist, weil sonst vieles stimmt.

Cloverfield Paradox, The (2018) * * ½ Netflix landete mit dem überraschenden Start des zuvor als Kinofilm geplanten Werks einen Coup. Und die erste halbe Stunde aus Sci-Fi, Horror und Cloverfield-Verknüfung verspricht viel. Der Rest löst das allerdings nicht ein, die Story wird immer dümmer und die Verbindung zum Ur-"Cloverfield" ist viel zu gesucht, als hätte man hier zwei Filme verwoben. Nicht zuletzt wird vieles nicht erklärt. Wieso hat der Arm etwa ein eigenes Wesen? Und anderes läuft auf nichts raus: Die Szenen auf der Erde etwa, wo der Mann der Astronautin ein Mädchen rettet und sich mit ihr verschanzt. Ende dieser Story, Mädchen für nix.

Molly's Game (2017) * * * ½ Für die übertriebene Lauflänge erstaunlich kurzweilige und spritzige Biographie, mit Jessica Chastain in Toplaune, souverän unterstützt von Idris Elba als ihr Anwalt.

2.2.2018

Kritik des Schweizer Dramas Das Menschlein Matthias (* * ½)

25.1.2018

Call Me by Your Name (2017) * * * * Eine zauberhafte Sommerromanze, so melancholisch wie leichtfüssig, und famos gespielt von allen Beteiligten - allen voran dem jungen Timothée Chalamet. Regisseur Luca Guadagnino schafft es wie nur wenige andere, Ferienland-Stimmung in Bilder umzusetzen (siehe zuletzt "A Bigger Splash").

Open House, The (2018) * ½ Teenager Logan ist traumatisiert vom Tod seines Vaters. Doch erst als mit seiner Mama in einer zum Verkauf stehenden Villa weilt, beginnt der wahre Horror. Welcher? Das weiss der sterbenslangweilige Film bis zu seinem hirnrissigen Schluss wohl selbst nicht so recht.

Disaster Artist, The (2017) * * * ½ James Franco verfilmte die Entstehungsgeschichte des wegen seiner Miesheit zum Kultfilm avancierten „The Room“ mit sich selbst in der Hauptrolle als Regisseur/Hauptdarsteller Tommy Wiseau. Für „Room“-Kenner eine Freude, aber wie Franco das Wesen eines besessenen Filmemachers zeigt, entwickelt neben viel Comedy auch erstaunlich viel Herz.

I, Tonya (2017) * * * ½ Sarkastische Biografie der Eiskunstläuferin Tonya Harding, toll verkörpert von Margot Robbie. Die Figuren treffen den Nagel auf den Kopf und auch wenn der Film der Version Hardings zu folgen scheint, macht er sich doch auch über deren Erinnerungen lustig.

Leatherface (2017) * * So unnötiges wie unglaubwürdiges "Texas Chainsaw"-Prequel, das immerhin über weite Strecken nicht der weit verbreiteten Rob Zombie'schen Ich-filme-Müllkippen-bei-Dunkelheit-Ästhetik verfällt, sondern den Horror auch bei Tag steigen lässt. Doch sehenswert ist letztendlich nur der Gore, der hier heftig aufgetischt wird.

Victoria & Abdul (2017) * * * Stephen Frears verfilmte die wahre und faszinierende Geschichte von Queen Victoria und ihrem indischen Freund und Helfer. Die Darsteller sind souverän, kein Wunder mit Judi Dench in der Hauptrolle, und der Film ist süffisant - aber es fehlt der Story dann doch etwas an Gehalt und Dringlichkeit. 

Sac de billes, Un (2017) * * * ½ Der bewegende Roman, einfühlsam und stilvoll inszeniert von Christian Duguay. 

Salzburg Connection, The (1972) - Top Secret * * ½ Routinierter, aber etwas austauschbarer Agententhriller, der zu oft zäh erzählt ist. Klaus Maria Brandauer gab hier sein Leinwanddebüt, mit dabei auch Udo Kier und Anna Karina.

À bras ouverts (2017) - Hereinspaziert! * * ½ Die Französische Komödie der "Monsieur Claude"-Macher tischt fast denselben Multikulti-Spass erneut auf, doch diesmal noch klischeereicher und deutlich weniger frisch. 

My Little Pony (2017) * * * Erstaunlich kurzweiliger Kinofilm zu den beliebten Figuren. Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich mich über einige der überzeichneten Figuren gut amüsiert. Die Geschichte indes bleibt rudimentär. 

Borg/McEnroe (2017) * * * Gut gespielte und kurzweilige Rekapitulation dieser legendären Tennis-Rivalität, jedoch recht arm an Überraschungen und ohne die Vitalität eines "Rush". 

Circle, The (2017) * * Der mit Tom Hanks und Emma Watson stark besetzte Thriller packt wichtige Themen wie Privatsphäre, Überwachung und gläserne Kunden an, ohne daraus etwas Spannendes oder Logisches zu machen. Figuren handeln bekloppt, die Naivität ist oft schwer auszuhalten. 

17.1.2018

Kritik des koreanischen Thrillerdramas Pluto (* * *)

Florida Project, The (2017) * * * ½ Gelungene Milieustudie, die hinter den properen und farbenfrohen Fassaden (gefilmt vom Kameramann von Pharrells "Happy") das soziale Elend und die Schizophrenie Floridas zeigt. Toll und oft improvisierend gespielt. Nur die Dramaturgie ist letztendlich etwas mager.

16.1.2018

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017) * * * * Ein glorios gespieltes, facettenreiches Drama, in dem Hass und Liebe unentwegt um Vorherrschaft buhlen; gewohnt zynisch und mit bösen Dialogen inszeniert vom Iren Martin McDonagh. Die Parallelen zu "Fargo" sind wohl gewollt, vom Komponisten bis zum Hinterwäldler-Setting - und der famosen Frances McDormand.

Book of Henry, The (2016) * * ½ Das Drama von "Jurassic World"-Regisseur Colin Treverrow zeigt starke Leistungen von Naomi Watts und den gefragten Jungstars Jaeden Lieberher & Jacob Tremblay, ja selbst die erste halbe Stunde ist richtig gut mit dem Mix aus Comedy und Drama. Doch ein paar Wendungen in der Mitte machen alles kaputt, verlieren einen überzeugenden Tonfall völlig aus den Augen und ruiniert fast allen Goodwill. 

Polka King, The (2018) * * ½ Jack Black ist eine Freude als real existierender krimineller Polka-Star, doch die Story, welche die Fakten etwas gar weisswäscht, überrascht trotz des Absurditäts-Levels nur selten und dreht sich lange im Kreis.

Wonder Wheel (2017) * * ½ Überzeichnetes Drama und unterzeichnete Figuren dominieren diesen schwachen Woody-Allen-Film, der durch solide Schauspieler und angenehm lichtgeflutete Bilder von Vittorio Storaro aufgewertet wird. Nach dem (übereilten) Ende bleibt primär Schulterzucken. 

Good Time (2016) * * * ½ Stilistisch eindrücklicher und mit dem famos aufspielenden Robert Pattinson auch besten verankerter Neon-Gaunerthriller.

God's Own Country (2017) * * * ½ Narrativ nicht überraschend, aber eine präzise Charakterstudie mit Herz und gutem Auge für Alltag und dessen Frust wie auch dessen Freuden.

15.1.2018

Kritik von Shin Godzilla (* * *).

10.1.2018

Kritik des koreanischen Hits Confidential Assignment (* * *). 

Abschussfahrt (2014) * * Tumbe deutsche Schülerkomödie um Jungs, die in Prag einen draufmachen. Viel zu aggressiv im Humor, und mit den Figuren ist man nie dabei. 

Devil and the Deep Blue Sea, The / The Book of Love (2016) * * ½ Gut gemeintes und durchaus rührendes, aber zu klebriges Drama, bei dem Maisie Williams' aufgesetzter Akzent noch zusätzlich irritiert. 

Annabelle: Creation (2017) - Annabelle 2 * * Das Prequel ist besser als der erste "Annabelle", aber bis auf eine stimmungsvolle Inszenierung hat er nichts ausser plumpen Jump Scares zu bieten. Kam bei den Kritikern erstaunlich gut an, wohl weil er besser war, als verdient. 

Beyond Skyline (2017) * ½ Im Kern bot schon der Vorgänger "Skyline" Potential, das dann aber der Lächerlichkeit preisgegeben wurde. Niemand wollte eine Fortsetzung. Sie kam trotzdem. Und auch sie hätte was - vergeigts aber weitgehend. Immerhin sind die Stars von "The Raid" mit dabei.  

9.1.2018

Kritik des japanischen Dramas While the Women Are Sleeping (* * ½) von Wayne Wang.

Phantom Thread (2017) * * * ½ Daniel Day-Lewis gibt seine (angeblich) letzte Darbietung als starrsinniger Modedesigner, eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert scheint. Er und seine Co-Stars spielen famos, die klassische Musik von Johnny Greenwood betört, die kühlen Bilder, für die Regisseur Paul Thomas Anderson erstmals gleich selbst als Kameramann waltete, haben einen Kubrick-Touch. Und der eiskalte Humor macht manche Szenen köstlich. Aber: Die Geschichte ist so kontrolliert und für ihre Laufzeit an sich dünn, dass ich nie einen echten emotionalen Zugang fand. Der Film lässt daher grässlich kalt, die Euphorie vieler Kritiker teile ich lediglich im technischen Bereich. Und selbst da war Anderson schon besser.

120 battements par minute (2017) - 120 Beats Per Minute * * * ½ Engagiertes und lebensechtes Drama um die Aids-Krise in den 90ern. Der Fokus auf die Act-Up-Gruppe macht den Film etwas kühl, die endlosen Diskussionen strengen an (und resultieren in akuter Überlänge). Aber als Zeitbild faszinierend, atmosphärisch und wichtig.

Commuter, The (2018) * * ½ Routinierter Actionthriller, der aber zu sehr den anderen Zusammenarbeiten von Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra ähnelt - vor allem "Non-Stop". Spannend sicher, aber zu austauschbar, und die Tricks und Actionszenen wirken zudem etwas billig.

3.1.2018

Kritik des koreanischen Historienthrillers The Age of Shadows (* * * ½) von Kim Jee-woon ("The Good the Bad the Weird").

2.1.2018

Kritik der japanischen Comicverfilmung Death Note: Light Up the New World (* *).

Dieses bescheuerte Herz (2017) * * * Mit der realen Vorlage hat diese Tragikomödie kaum mehr etwas zu tun, aber Publikumsliebling Elyas M'Barek und seine überzeugenden Co-Stars sorgen für etliche gelungene Szenen und die richtige Balance aus Humor und Kitsch. Nie subtil, aber stets unterhaltsam. 

Congress, The (2013) * * * Innovativer Sci-Fi-Mix aus Realfilm und Zeichentrick, sowohl gültig als Kritik Hollywoods wie der Gesellschaft an sich. Robin Wright spielt sich dabei famos selbst. Die zweite Hälfte bietet visuell zwar viel, aber der Film verliert deutlich an Kraft und schöpft sein Potential nicht aus. 

Megan Leavey (2017) - Sergeant Rex * * ½ Wahre Geschichte um eine Soldatin und ihren Hund, durchaus bewegend uns solide gemacht, aber voller militaristischem Pathos, das ausserhalb der USA einfach nicht so funktionieren will. 

1.1.2018

Kritik des koreanischen Fantasydramas Vanishing Time - A Boy Who Returned (* * * ½).

31.12.17

Kritik des koreanischen Katastophenfilms Pandora (* * *).

30.12.17

Kritik des Bollywood-Films Jab Harry Met Sejal (* * ½).
Kritik des Hongkong-Klassikers Comrades, Almoist a Love Story (* * * ½).

Get Me Roger Stone (2017) * * * Die Netflix-Produktion porträtiert einen der grössten Schleimbeutel hinter den Kulissen der US-Politik, Strippenzieher, Verschwörungsmufti und Durch-und-durch-Arschloch Roger Stone - der sich über dergleichen Anfeindungen sogar freut. Der Film zeigt nüchtern wie Stone die Fäden von Nixon bis Trump zieht, gefällt daher kurioserweise linken wie rechten Zuschauern. Aus unterschiedlichen Gründen.

28.12.17

Kritik des sowjetischen Stummfilms Goluboy ekspress (* * *).

27.12.17

Kritik des Horrorklassikers Operazione paura (* * * ½).

26.12.17

Kritik des koreanischen Historienfilms The Last Princess (* * *).

Greatest Showman, The (2017) * * * Inhaltlich glattgebügelte und auf Schauwert-Musical getrimmte Verfilmung des Lebens von "Zirkus-Erfinder" P.T. Barnum. Die Besetzung ist toll und singt (bis auf Rebecca Ferguson) selbst, das Tempo ist hoch, der Unterhaltungswert ebenso.

Bright (2017) * * ½ David Ayer mischt Fantasy, Thriller und Buddy-Komödie in einem von Menschen, Orks, Elfen und anderen Wesen bewohnten Los Angeles. Das düstere Machismo passt nicht so recht zu den Albernheiten, aber der Film ist zumindest schön ruppig und selten langweilig.

Star Wars Holiday Special, The (1978) * Ein grauenhafter TV-Nachzügler des Originalfilms, bei dem die Besetzung fast komplett antrat, aber George Lucas fehlte. Der verbot danach auch jede wietere Aufführung - verständlich: Das peinliche und langweilige Laientheater beschmutzt den Star-Wars-Mythos mit kindischen Dialogen, unterirdischer Bildgestaltung, Softporno-Einlage und recht miesem Cartoon-Clip. Immerhin singt Carrie Fisher am Schluss süss.

Maximilian (2016) * * * ½ Stattlicher TV-Historienfilm von Andreas Prochaska, bemerkenswert in seiner düsteren Optik und sauber gespielt. Einzig Hauptdarsteller Jannis Niewöhner ist deutlich zu attraktiv für einen Kinn-und-Lippengeschädigten Habsburger ...

Maria Theresia (2017) * * * Etwas beliebiger, aber von  Robert Dornhelm schön süffisant inszenierter TV-Zweiteiler mit spielfreudiger Besetzung und sehenswertem Mix aus historischen Fakten sowie Spekulationen rund um die junge Maria Theresia.

20.12.17

Kritik des koreanischen Thrillers Bluebeard (* * *).

16.12.17

Kritik des koreanischen Gruseldramas House of the Disappeared (* * *).
Kritik des Animes Silent Voice (* * * ½).

15.12.17

Kritik von Out of Inferno (* * ½) von den Pang-Brothers.
Kritik von Opfergang (* * * ½).

Song to Song (2017) * * Wie schon "Knight of Cups" ist dies nur eine Collage von Flüstern und Flirten in edler Architektur. Musikhintergrund? Wird nicht aufgenommen. Figuren? Ein Hauch von nichts. Diesen schönen Akteuren zwei Stunden lang beim Lamentieren, Plattitüden Hauchen und Anbändeln zuzusehen, ist schnell auslaugend und ein weiterer Schritt nach unten für den einst grossen Terrence Malick. 

Jumanji (2017) * * * Amüsanter und kurzweiliger Neustart zur Reihe. Man hätte mehr aus dem Game-Setting herausholen können, der Schurke und die "Levels" sind recht öde. Aber die erwachsenen Schauspieler, die die Teen-Verhaltensweise ihrer Gamer kopieren dürfen, sind höchst spassig. Bis auf Kevin Hart, der ist einfach wieder Kevin Hart. 

Cut, The (2014) * * * Mit seinem ersten englischsprachigen Film knöpft sich Fatih Akin den Völkermord an den Armeniern vor. Das ist in der ersten Stunde einfahrend, danach etwas ausufernd. Aber immerhin stets mit einem Aufwand inszeniert, den man sonst von Akin nicht kennt.

Einsamkeit und Sex und Mitleid (2017) * * * ½ Zwischen Gesellschaftsdrama und bitterböser Satire pendelt diese Romanverfilmung von Lars Montag, für welche die Darsteller einiges an Mut aufbringen mussten. Doch es hat sich gelohnt: ein sehenswertes Bild der Grossstädter von heute. 

Promise, The (2017) * * ½  Das Drama präsentiert episch und mit Staraufgebot ein wichtiges Thema: den Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich. Doch trotz Emotionen wirkt das alles seltsam distanziert und die Figuren gehen einfach nicht nahe.

Room, The (2003) * Ein legendär schlechter Film von und mit Tommy Wiseau, der zum Kult wurde - dank grässlich miesem Schauspiel, unerotischen Sexszenen, Football-Fetisch, unterirdischen Dialogen und unendlich vielen "hi"-Begrüssungen.

12.12.17

Kritik von Star Wars: The Last Jedi (* * * *)
PS: Ich bin kurz davor, den halben Euphorie-Stern noch abzuziehen, da ich den Film aber am Sonntag nochmals anschauen werde, habe ich die Entscheidung bis dann aufgeschoben.

Ferdinand (2017) * * * Das Kinderbuch wurde einst schon als Kurzfilm von Disney verfilmt, nun macht das "Ice Age"-Team daraus einen simpel gestrickten, aber unterhaltsamen Spielfilm aus dem Computer.

7.12.17

Coco (2017) * * * * Zauberhafter Pixar-Trickfilm, der mexikanische Kultur und Folklore gewissenhaft und herzlich in seine Story um Familie und Musik einbaut. Ein paar Parallelen zu "Kubo and the Two Strings", aber der Rest ist inhaltlich wie visuell einfallsreiches Kino. Und wer im letzten Drittel nicht einige Tränen vergiesst, ist aus Stein.

Sens de la fête, Le (2017) - C'est la vie * * * ½ Sympathische französische Komödie von den "Intouchables"-Machern mit schlauem Humor und interessantem Konzept.

Mountain Between Us, The (2017) * * ½ Kate Winslet und Idris Elba kraxeln als Crash-Überlebende durch imposante Rocky-Mountains-Panoramen. Doch der sich entwickelnden Romanze kann man sich schwer erwärmen, weil der Film an einem Berg von Klischees und holprigen Dialogen zerschellt. Vor allem Winslet hat ihre Mühe mit diesem für sie suboptimalen Material. 

Aus dem Nichts (2017) * * * ½ Basierend auf den NSU-Morden in Deutschland erzählt Fatih Akin eine fiktive Leidensgeschichte. Er schneidet im Schmerz nie weg und Diane Kruger, in ihrer ersten deutschen Hauptrolle, spielt exzellent. Das letzte Segment mit der gewollt kontroversen Schlussszene fällt etwas ab, aber Akins Wut (und sein Können) sind stets sichtbar.

Beach Rats (2017) * * * ½ Traumwandlerisches Drama um einen Teenager zwischen seiner Homosexualität und dem Alltag in einer Macho-Clique in Brooklyn. Inhaltlich vielleicht etwas dünn, aber voller Atmosphäre und getragen von einem überzeugenden Hauptdarsteller.

Papa Moll (2017) * * * Drollige, auf Kinder und Familien ausgerichtete Verfilmung der Schweizer Kultbücher, die den Spagat zwischen Originaltreue und moderner Umsetzung finden. Manchmal holpern Story und Dialoge, doch die Figuren wachsen in die Story und damit ans Herz, v.a. Stefan Kurt ist toll in der Titelrolle. 

Colossal (2016) * * * Interessanter Mix aus Charakterstudie und ... Monsterfilm. Das wirkt gesucht und holpert bisweilen, aber die Schauspieler um Anne Hathaway und Jason Sudeikis sowie der Einfallsreichtum überzeugen.

Midnight Sun (2014) * * ½ Süsses, aber etwas gar formelhaftes Jugend-und Eisbären-Abenteuer. 

6 Below (2017) * * Josh Hartnett geht in den Bergen verloren. Das basiert auf Tatsachen, kommt aber nie an "127 Hours " ran: zu schematisch, zu kühl. 

Bach in Brazil (2015) * * * Edgar Selge, Bach und Brasilien: ein sympathischer Mix, adagio inszeniert und mit leisem Humor. 

47 Meters Down (2017) * * ½ Solider Hai-Thriller, der kurzfristig sogar ins Kino gehievt wurde. Die Hai-Szenen sind besser als beim üblichen TV-Trash, aber der Story geht bald die Luft aus. 

Dræberne fra Nibe (2017) - Small Town Killers * * Die dänische Komödie möchte rabenschwarz sein, doch der Ton stimmt nie, die Story mündet im Nichts und das eventuell vorhandene Potential wird nie ausgeschöpft.

No Way Out (1950) - Der Hass ist blind * * * ½ Joseph L. Mankiewicz inszenierte Sydney Poitier in seinem Kinodebüt, als Arzt, der ins Visier eines Rassisten (Richard Widmark) gerät. Engagiert in Inhalt und Spiel, solide inszeniert, wenn auch dramaturgisch nicht immens überraschend. 

Paris Can Wait / Bonjour Anne (2016) - Paris kann warten * * Superseichte Frankreich-Tour von Francis Ford Coppolas Ehefrau. Da kann auch die souverän aufspielende Diane Lane die Langeweile nicht aufhalten. 

Henri 4 (2010) * * * Aufwendige und namhaft besetzte Verfilmung der historischen Heinrich-Mann-Romane. Selten überraschend, aber immer mit genügend Fleisch, Blut und historischem Gehalt.  

Return to Montauk (2017) - Rückkehr nach Montauk * * Volker Schlöndorffs Max-Frisch-Hommage hat Potential, schläfert aber rasch ein und verliert im letzten Drittel allen Fokus. 

Morris from America (2016) * * * Sympathischer kleiner Film um einen Afroamerikaner, sauber gespielt vom Komiker Craig Robinson, der mit seinem Sohn in Heidelberg lebt. Ein paar Klischees und Stereotypen, aber auch ein paar erfrischende Ideen.

Alles ist Liebe (2014) * * ½ Das starbesetzte, durchaus charmante deutsche Remake eines holländischen Weihnachtsfilm wandelt etwas gar deutlich auf "Love Actually"-Spuren und ist nicht nur zu lang, sondern auch zu einfallslos.

26.11.17

Stranger Things (2016) * * * * Die Netflix-Serie hat eine an sich simple Story, doch der Mix aus "The Mist", "Aliens" und 80er-Jahre-Kino von Carpenter bis Spielberg macht den von tollen Figuren und stimmiger Atmosphäre getragenen Trip dennoch zum Ereignis. 

Stranger Things 2 (2017) * * * * Ein paar Nebenfiguren sind nicht mein Ding (Stichwort: "Lost Boys"-Punker), doch auch die zweite Staffel ist von Musik bis Atmosphäre ein Genuss. Diesmal mit mehr Horror und noch mehr "Aliens"/Catpenter-Referenzen als sowieso schon vorhanden.

 

15.11.17

Justice League (2017) * * ½ Die Helden sind diesmal besser als in "Batman v Superman", v.a. Wonder Womans Seele und Flashs Humor stechen heraus. Doch der Bösewicht taugt wenig, das Finale ist ein CGI-Müll und Danny Elfman vergeigt den Soundtrack, obwohl er sein altes "Batman"-Thema und John Williams' "Superman"-Thema kurz auspackt. Dazwischen erklingt nur Soundmurks. Immerhin ist die Story recht knackig gehalten und holpert erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, dass Zack Snyder die Regie nach dem Tod seiner Tochter an Joss Whedon übergab. Der Goodwill ist nun aber endgültig aufgebraucht: Das DC-Universum ist, sieht man mal von "Wonder Woman" ab, ein vom fundamentalen Problem, dass Düster-Batman und Hoffnungs-Superman nicht zusammenpassen, heruntergezogenes Universum.

13.11.17

Kritik des französischen Mysterythrillers Pleins feux sur l'assassin (* * * ½)
Kritik des deutschen Propagandafilms Die Rothschilds (* ½)

Mudbound (2017) * * * ½ Ausladend inszenierte und gut gespielte Romanadaption, die sich ganz der typischen "Deep South"-Bilder bedient und den Rassismus der 40er-Jahre intensiv anprangert.

6 Days (2017) * * * Grundsolide und recht spannende, wenn auch wenig überraschende Aufarbeitung der Geiselnahme in der iranische Botschaft in London 1980. 

Arsenal (2017) * ½ Einfallsloser und langweiliger Thriller, bei dem Nicolas Cage (mit grässlicher Frisur und künstlicher Nase) und John Cusack mal wieder auf gewohntes Direct-to-Video-Niveau absinken. Der recht hohe Blut-Anteil macht die Sache auch kaum besser. 

Rendel (2017) * * ½ Wenn Finnen einen Superheldenfilm drehen, kommt sicher nicht 08/15 raus: ein düsterer, blutiger Mix aus "Punisher" und "Batman". Aber irgendwie ist die Rachestory dann doch konventionell, der Film mit der Zeit eher träge.

9.11.17

Kritik des Dramas Sweet Bean (* * *)

Big Sick, The (2017)  * * * ½ Basierend auf Erlebnissen von Hauptdarsteller Kumail Nanjiani entstand ein wunderbarer Mix aus Komödie, Romanze und Drama, die nicht nur die Balance bestens meistert, sondern jedem dieser Genres etwas Erfrischendes dazufügt.

Tusen ganger god natt (2013) - Tausendmal gute Nacht * * * Gut gespieltes Drama mit einigen Denkanstössen, doch die Terror- und Dritt-Welt-Problematik verblasst etwas gegen das Familienproblem der Protagonisten, was das Ganze etwas holpern lässt.

Goliath (2017) * * * Ohne Ballast und ansprechend naturalistisch inszeniertes Schweizer Drama, das aber (der Kürze geschuldet) etwas gar schnell voranschreitet und gegen Ende leicht überzeichnet wird. Fraglos solide: die Leistung der Darsteller

Family Man, A (2017) - The Headhunters * * ½ Bemühtes und bisweilen sehr klebriges Motivationsdrama, in dem Gerard Butler als tougher Headhunter über den Sinn seines Lebens sinnieren muss. Solide gespielt und inszeniert, aber mehr nicht.

Bad Moms Christmas, A (2017) - Bad Moms 2 * * Wie schon beim erfolgreichen Vorgänger untergräbt die Sentimentalität den Humor und so bleibt trotz Hoden-Waxing und Penis-Lebkuchen doch vor allem Weihnachts-Schmalz. Da helfen auch Susan Sarandon und Christine Baranski als Omas nicht weiter.

Murder on the Orient Express (2017) - Mord im Orient-Express * * * Kenneth Branaghs starbesetzte Neuverfilmung des Agatha-Christie-Stoffes ist stilvoll und sauber gespielt, aber es fehlt das zündende Etwas, was den Film wirklich nötig machen würde. Auch wirken (bis auf Brabagh) alle Schauspieler etwas unterfordert. 

Confirmation, The (2017) - Mein fast perfekter Vater * * * Clive Owen und der kleine Jaden Lieberher ("It") sind famos als Vater und Sohn, aber die Geschichte um Aussenseiter und gesellschaftliche Verlierer kommt kaum vom Fleck, was immerhin durch gelungene Szenen aufgewogen wird. 

Aftermath (2017) - Vendetta * * ½ Von der wahren Vorlage, dem Flugzeugunglück von Überlingen, blieb in dieser Hollywood-Variante nicht mehr viel übrig.  Arnold Schwarzenegger wirkt, trotz solidem Drama-Spiel, in der Hauptrolle zudem etwas fehlbesetzt. 

Pubertier, Das (2017) * * * Schwungvolle, wenn auch wenig überraschende deutsche Hit-Komödie mit charmanter Besetzung.

2.11.17

Kritik des polnischen Historienfilms Krzyzacy (* * *)

1.11.17

Paddington 2 (2017) * * * ½ Hochcharmante Fortsetzung zwischen schlauem Witz und zuckersüssem Wohlfühl-Ambiente. Die Schauspieler sind das Tüpfchen auf dem "i", vor allem Hugh Grant als überkandidelter Bösewicht. 

Un + une (2015) * * ½ Die Liebes-Tragikomödie von Claude Lelouch hat Charme, begibt sich aber etwas gar oft auf esoterisches Terrain. 

Hunter's Prayer, The (2017) * * Durch und durch formelhafter Actionthriller von Jonathan Mostow, bei dem Sam Worthington lustlos die klischierte Rolle des bekehrten Killers gibt.

Detour (2017) - To Kill a Man * * * Inhaltlich zwar etwas dürftiger, aber clever arrangierter und solide gespielter Thriller von Genre-Profi Christopher Smith.  

Overdrive (2017) * * ½ Mit den Macho-Allüren kann ich ebenso wenig anfangen wie mit dem Autofetisch und der 08/15-Story. Aber die Oldtimer-Action ist halbwegs solide und die Schauspieler um Scott Eastwood und Ana De Armas ist engagiert dabei. 

Jungle (2017) * * * "Wolf Creek"-Regisseur Greg McLean ist ein Mann, der wohl noch nie schöne Ferien verbracht hat - das passt auch zu dieser True Story um Daniel Radcliffe, der im südamerikanischen Dschungel verloren geht. Manche Szenen sind passend widerlich (Wurm aus Wunde zum Beispiel ...), aber das Ganze ist trotz ungemütlicher Atmosphäre schon eher formelhaft. 

Junge Marx, Der (2017) * * ½ Gute Schauspieler machen diese sperrige und wenig mitreissende Jung-Marx-Bio auch nicht viel lebendiger.   

26.10.17

Fack ju Göhte 3 (2017) * * * Witziger als Teil zwei, weils zurück an die vertraute Schule ging - aber die Luft ist nun definitiv raus, also gut, dass es der letzte Teil ist. Mühsam: Der Kreisch-Humor der Schüler, die ich manchmal schlicht nicht verstanden habe. Fragwürdig: Humor rund um Drogen und Suizid, manchmal hart an der Grenze. Toll: Wie gewohnt Katja Riemann, fast übertrumpft von "Toni Erdmann"-Star Sandra Hüller.

Unlocked (2017) * * ½ Der Terror-Thriller von Michael Apted war jahrelang in Produktion und verstaubte danach trotz Starbesetzung (Noomi Rapace, Orlando Bloom, Michael Douglas, John Malkovich, Toni Collette) im Archiv. Verständlich, denn bis auf solide Darbietungen ein paar spannende Szenen hat er der lustlos inszenierte Film nicht viel zu bieten.

Hounds of Love, The (2016) * * * ½ Der verstörende wie visuell stimmige australische Thriller verdient sich mit seinen Figuren ein emotionales Ende. Nicht neu im Entführungs-Film-Kosmos, aber konsequent durchexerziert.

22.10.17

Kritik von Blind Date (* * *) mit Hardy Krüger.

21.10.17

Kritik von Tikhiy Don (* * *)

20.10.17

Thor: Ragnarok (2017) - Thor: Tag der Entscheidung * * * ½ Der bisher beste Thor-Film ist ein knallbuntes, spassiges Unterfangen, in den Händen des Neuseeländers Taika Waititi bestens aufgehoben. Die Darsteller spielen mit Freude, darum ist es umso bedauerlich, dass die herrliche Bösewichtin Cate Blanchett zu wenige Szenen hat und zum 08/15-Gegner verkommt. 

18.10.17

Kritik von Diabolik (* * * ½)

Wolves at the Door (2016) * ½ Der Horrorthriller beruft sich auf die Morde der Manson Family, erweckt aber nicht eine Sekunde lang True-Story-Feeling, geschweige denn die 70er-Jahre. Was dann bleibt ist ein langweiliger, mässig inszenierter Reisser. 

Within / Crawlspace (2017) * * Szenenweise stimmungsvoller, aber weitgehend ideenloser Horrorfilm. 

Sage femme (2017) - Ein Kuss von Béatrice * * * Gut gespieltes und berührendes französisches Drama mit leisem Humor, wenn auch ohne Szenen, die in Erinnerung bleiben. 

Hevn (2015) - Rache * * * Solide inszenierter skandinavischer Rachethriller, dessen etwas gar simples Konzept die Spannungskurve drückt.

Shark Lake (2015) * ½ Langweiliger Hai-Thriller, bei dem zwischen der lahmen Story und den schwachen Tricks immer mal wieder Dolph Lundgren durchs Bild schlafwandelt.

12.10.17

Kritik des Sci-Fi-Trickfilms Starship Troopers: Traitor of Mars (* * ½)

Snowman, The (2017) * * Die Jo-Nesbø-Adaption des talentierten schwedischen Regisseurs Tomas Alfredson ("Let the Right One In") schlittert haarscharf am Desaster vorbei: stark gespielt, atmosphärisch inszeniert und gespickt mit fürs skandinavische Kino üblichen Gräueltaten - das rettet den zweistündige Thriller teilweise. Aber der Film ist unnötig aufgeblasen und mündet in einer schwachen Auflösung. Zu viele Fragen bleiben offen (warum sind die Leichen z.B. zerstückelt?), zu verschwendet sind etliche Figuren.

Dinner, The (2017) * * ½ Weil ihre Söhne in eine verabscheuungswürdige Straftat verwickelt sind, müssen zwei verfeindete Brüder (Richard Gere, Steve Coogan) wieder miteinander reden - bei einem Diner im Nobelrestaurant. Gut gespielt und ziemlich böse, aber mit diesen giftelnden Figuren möchte man kaum zwei Stunden verbringen.  

Mune, le gardien de la lune (2014) * * * ½ Süsser wie einfallsreicher französicher Trickfilm, der sich in manchen Aspekten durchaus vom Schaffen Hayao Miyazakis inspirieren liess.

Cult of Chucky (2017) * * ½ Ganz brauchbarer erneuter Versuch, die Horrorpuppe aus den 80ern neu zu beleben. Solide Gore-Effekte, annehmbare Inszenierung, dünne Story.

Bring It On: Worldwide #Cheersmack * ½ Mit dem mittlerweile sechsten Teil ist die Luft endgültig raus. Formelhafte Langeweile ohne Charme, dafür mit den üblichen Tanzbattle-Posern. 

Gold (2016) * * * Solides, auf Tatsachen beruhendes Drama um die Gier an der Wall Street. Gut gespielt, aber nicht immens überraschend.  

Churchill (2017) * * ½ Brian Cox spielt den grossen britischen Staatsmann angenehm angeknackst, aber die Inszenierung ist recht zäh und historische Fakten werden gar oft zurechtgebogen.  

Man Down (2016) * * Shia LaBeouf in einer seiner besten Rollen - aber der Mix aus Kriegstrauma und postapokalyptischer Aufarbeitung will nicht funktionieren und mündet in einen mühsamen Schluss.  

Last Face, The (2017) * * Die Regiearbeit von Sean Penn vergeudet die Oscarpreisträger Javier Bardem und Charlize Theron für ein gut gemeintes, aber richtig ödes Drama.

1.10.17

Kritik von Kung Fu Yoga (* *) mit Jackie Chan.
Kritik von Blade Runner 2049 (* * * *).

Grave (2016) - Raw * * * ½ Das französische Coming-of-Age-Drama ist im Horrorstil verpackt, so blutig wie widerlich wie trotz allem stets schön. Tolle Schauspieler und einige krasse Szenen runden das Ganze ab.

Quand on a 17 ans (2017) - Mit Siebzehn * * * ½ Ein wunderbarer Adoleszenz-Film von Ü70-Regisseur André Téchiné, der mühelos von zwei 17-jährigen Jungs und ihrer Annäherung erzählt. Etwas konventionell, aber einfühlsam und echt. 

24.9.17

It (2017) * * * ½ Das erste Kapitel der Stephen-King-Adaption ist höchst atmosphärisch und in den Szenen mit den (talentierten) Kinderdarstellern kommt "Stand by Me"-Vibe auf. Die Clown-Sequenzen mit Pennywise sind eher reissbrettartig, aber immerhin unheimlich genug. An den Kinokassen wars jedenfalls ein monströser Hit. 

Lommbock (2017) * * ½ Die verspätete Fortsetzung von "Lammbock" ist ein netter Kiffer-Spass, der aber nicht recht weiss, wohin er in seiner Handlung will. 

19.9.17

Kingsman: The Golden Circle (2017) * * * ½ Die Zutaten, die den ersten Teil so genial machten, sind fast alle wieder da - nur diesmal zerdehnter und weniger frisch präsentiert. Das Zusammenspiel von Musik und Action stimmt wieder, der Witz ist schön subversiv und die letzten 30 Minuten liefern die gewohnte Fusion aus Brutalität und Pepp, doch zu oft müssen Überbleibsel aus Teil 1 aufgearbeitet werden (Colin Firth, Prinzessin etc.) anstatt eine Story voranzubringen. Leicht enttäuschend.

18.9.17

Kritik des Bollywood-Hits Raees (* * *).

Glass Castle, The (2017) * * * ½ "Er war ein beschissener Vater, aber er hatte seine Momente": Der Regisseur von "Short Term 12" (auch mit Brie Larson) verfilmte die düstere Autobiographie etwas ausladend und teilweise repetitiv, aber höchst eindringlich - nicht zuletzt dank des Spiels von Larson, Woody Harrelson und Naomi Watts. 

Göttliche Ordnung, Die (2017) * * * Erfolgreiche Schweizer Tragikomödie über die späte Einführung des Frauenstimmrechts. Stets gut gemeint und unterhaltsam gemacht, wenn auch recht formelhaft. 

16.9.17

Kritik des chinesischen Hits The Mermaid (* * ½)

13.9.17

Kritik des Bollywood-Hits Jai Ho (* *)

12.9.17

Mother! (2017) * * * ½ Darren Aronofsky stösst Filmfans mal wieder vor den Kopf mit diesem intensiven und Allegorie-reichen Trip im Stile eines ultimativen Home Invasion Thrillers. Er läuft etwas ausser Kontrolle, aber fasziniert durchgehend. Es gibt zwei faszinierende Lesungen, die nicht ohne Spoiler gehen: Es ist ein apokalyptische Lesung der Bibel von Adam und Eva bis zur Kreuzigung von Christus und dem Untergang der Welt. Oder eine Studie über die Schöpfungskraft der Frauen und die destruktive Gier der Männer, etwas sexistisch dargeboten, aber auch höchst interessant.

Message from the King (2016) * * ½ Der King im Titel ist Jacob King, gespielt von "Avengers"-Mitglied Chadwick Boseman. Er kommt aus Südafrika nach Los Angeles, um seine tote Schwester zu rächen. Das wird in den Händen von Regisseur Fabrice du Welz ("Vinyan") düster und grob - aber auch recht monoton.

11.9.17

Kritik des koreanisches Dramas Han Gong-ju (* * * ½)

First They Killed My Father (2017) - Der weiter Weg der Hoffnung * * * Angelina Jolie verfilmte den autobiografischen Roman über das Überleben als Kind in Zeiten der Roten Khmer. Vor Ort mit Laien gedreht, erstaunlich nüchtern von Anthony Dod Mantle bebildert ist der Film höchst authentisch und bewegend. Es fehlt ein wenig der Fokus im Mittelteil und die 135min wirken daher etwas lang.

10.9.17

Kritik des Italowesterns Sugar Colt (* * *)

Unforgettable (2017) * * Der Thriller markiert das Regiedebüt der langjährigen Tim-Burton-Produzentin Denise De Novi - und unterscheidet sich kaum vom typischen TV-Thriller-Ramsch der US-Kabelsender. 

Rules Don't Apply (2016) - Regeln spielen keine Rolle * * ½ Warren Beattys Rückkehr auf den Regiestuhl ist solide inszeniert und historisch spannend, aber will einfach nie mitreissen.  

CHiPs (2017) * * ½ Zwischen Parodie und Hommage auf die alte TV-Serie entfaltet sich hier eine 08/15-Komödie, die immerhin ein paar gelungene Gags bietet.

City of Tiny Lights (2016) * * ½ "Dredd"-Regisseur Pete Travis versucht sich an einem britischen Film noir: Riz Ahmed ("Rogue One") untersucht im Auftrag einer Prostituierten einen Mord - und kämpft gegen Dämonen aus seiner Vergangenheit. Das hat den nötigen Düster-Stil, aber nicht viel mehr.

6.9.17

Kritik des Dramas Cemetery of Splendour (* *)

Tigermilch (2017) * * * Ute Wielands Verfilmung des Romans von Stefanie de Velasco ist, um im Jargon seiner Teen-Mädchen zu bleiben, manchmal echt kross. Es ist an sich Deprokino voller Sozialbauten, Multikulti-Konflikten und Coming-of-Age-Erfahrrungen, Sex und Alkohol inklusive. Doch all das erstaunlich poppig und mit viel Herz erzählt, bis zum konsequent unschönen Ende. Da mit man ein paar Längen und Klischees in Kauf.

Nouvelle amie, Une (2014) - Eine neue Freundin * * * François Ozon verfilmte den Roman von Ruth Rendell als erotisches bis sozialkritisches Melodrama, das bis zur Mitte wunderbar vorankommt, dann aber nicht so recht weiss, wo es hin will.

Logan Lucky (2017) * * * Steven Soderbergh hat es (zum Glück) mit seiner Regie-Abstinenz nicht so lange ernst gemeint. Sein Comeback ist eine Hillbilly-Version von "Ocean's 11", etwas zu lang und zu wenig hysterisch - aber durchgehend amüsant und mit schön schrägen Typen besetzt.

My Cousin Rachel (2017) * * ½ Elegant und werknah verfilmte Roger Michell den Roman von Daphne Du Maurier ("Rebecca"). Doch obwohl Rachel Weisz in der Titelrolle überzeugt, holt der Film kaum eine Überraschung aus seinem Plot heraus, die Chemie der Figuren stimmt nicht und der Film macht daher die Aktionen von Weisz Co-Star Sam Claflin nie wirklich glaubhaft.

Kidnap (2017) * * Ganz auf Halle Berry zugeschnittener Kind-Entführungs-Thriller, der aber so formelhaft daherkommt und oft so hysterisch wirkt, dass das Interesse sehr schnell verfliegt.

Traumfrauen (2015) * * ½ Trotz eines deutschen Traumcasts eine durch und durch mittelmässige Sketchparade, denn sie kommt selten über ausgelutschte Gags und Stereotypen hinaus. 

Dog's Purpose, A (2017) - Bailey - Ein Freund fürs Leben * * ½ Superklebriges Hundemelodrama, das buchstäblich ein paar Tränen erzwingt. Doch weder Lasse Hallströms Inszenierung noch die episodenhafte Story bleiben danach hängen. 

Kill Switch (2017) * * Sci-Fi der eher billigen Art, deren Story-Wendungen man früh erahnt. Ein Grossteil der Szenen wurde zudem im Ego-Shooter-Stil gedreht, was jedoch weder Dynamik noch Authentizität erzeugt, sondern nur rasch auslaugt.

4.9.17

Kritik des Trickfilms Resident Evil: Vendetta (* * ½)
Kritik des italienischen Melodramas Ritratto di borghesia in nero (* * ½)

Cars 3 (2017) * * * Grundsolider Pixar-Trickfilm, etwas besser als der gescholtene Vorgänger, doch die Ludt ist nun echt draussen. Da hilft auch bestechend realistische Animation nicht mehr viel.

Twin Peaks (2017) * * ½ Die herbeigesehnte Rückkehr der Kultserie trägt voll und ganz David Lynchs Stempel - mit allen Vor- und Nachteilen. Die Serie ist ganz klar neuer Lynch (also sperrig, spartanisch, kryptisch) und schlägt alte "Twin Peaks"-Fans teilweise vor den Kopf. Es gibt durchaus faszinierende Szenen, aber auch unendlich viel Füllmaterial, mäandrierende Nebenhandlungen und unwichtige Figuren. Dazu eine Story, die wenig hergibt und das Original teilweise aufhebt, sowie ein offenes Ende, das auf eine Fortsetzung bzw. 4. Staffel nur wenig Lust macht. Für mich eine Enttäuschung, wenn auch eine interessante.

30.8.17

Kritik von Sion Sonos Tag (* * *)

29.8.17

Kritik der Netflix-Version von Death Note (* * ½)

Game of Thrones - Season 7 (2017) * * * * Die Staffel wurde (zu Recht) dafür gescholten, dass das Geschichtenerzählen in den Hintergrund rückte, und es mehr darum ging, Plot-Punkte abzuhaken. Dies oft auch noch in übertriebener Zeitraffer-Manier, wodurch die Grösse von Westeros kaum mehr spürbar war. Bestes Beispiel "Beyond the Wall", wo ein Rabe und ein Drache wohl mit Überschall fliegen mussten, um das Timing zu bewältigen. Trotzdem: Die Serie bleibt ein Eckpunkt moderner Unterhaltung, lässt mitfiebern und hat immer wieder Folgen, die einem den Atem rauben - etwa Episode vier mit dem Angriff auf den Lannister-Versorungstross. Da kann selbst Kino schwer mithalten. 

Hundraettåringen som smet från notan och försvann (2016) - Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand * * * Kurzweilige Fortsetzung der Romanverfilmung, wirkt aber etwas formelhafter. 

27.8.17

Flitzer (2017) * * * Amüsante Schweizer Komödie, die Fussball-Flitzen mit Gottfried Keller verbindet. Nicht alles funktioniert, aber der Ideenreichtum entschädigt. 

Boys in the Trees (2016) * * * Das träumerische und einfallsreiche Coming-of-Age-Drama wurde vielerorts gelobt, doch ich fand nicht so ganz hinein, da die Dramaturgie etwas bruchstückhaft wirkt. Der Mix aus Fantasy, melancholischem Jugenddrama und Mood Piece ist aber fraglos überzeugend.

Son of Bigfoot, The (2017) - Bigfoot Junior * * ½ Kurzweiliger, aber uninspirierter Trickfilm von den belgischen Machern hinter "Robinson Crusoe". 

Mindscape / Anna (2013) * * * Thriller auf "Inception"-Spuren, nicht immens überraschend, aber atmosphärisch und mit Mark Strong & Co. überzeugend besetzt.

Free Fire (2016) * * ½ Der etwas überschätzte britische Regisseur Ben Wheatley dampft einen Actionfilm sozusagen auf den dritten Akt ein und präsentiert einen 90-minütigen Shootout. Bei allem Versuch, cool und kultig zu sein, ist das aber rasch ziemlich öde, und die Figuren jucken niemanden.  

Shack, The (2017) - Die Hütte * * ½ Die Romanverfilmung umschifft die Probleme von predigenden Religionsfilmen, kommt aber mit ihrer esoterischeren Herangehensweise rasch klebrig rüber.  

Zookeeper's Wife, The (2017) * * * Manipulatives, aber bewegendes 2.-Weltkriegs-Drama, bei dem die bemühten polnischen Akzente der englischsprachigen Darsteller etwas anstrengen. 

Pilgrimage (2017) * * * Urchiges und urtümliches Historien-und-Religionsdrama, das vor allem von seiner Atmosphäre lebt, weniger von seinem Plot. 

Mine (2016) * * ½ Armie Hammer liefert als Soldat auf einer Mine eine wahre One-Man-Show ab. Doch der Film verliert sich in Metaphern und psychologisch halbgaren Rückblenden, was ihn einiges an Kraft kostet. 

Indignation (2016) - Empörung * * * Die Verfilmung von Philip Roths Roman bietet Logan Lerman eine wunderbare Plattform und ist generell gut gespielt, hat aber ihre Längen. 

Tulip Fever (2017) * * ½ Die drei Jahre in der Postproduktion stecken gebliebene Romanverfilmung trumpft mit grossem Staraufgebot auf (Alicia Vikander, Christoph Waltz, Judi Dench etc.), doch Regisseur Justin Chadwick ("The Other Boleyn Girl") findet nie den richtigen Ton, die Story wirkt überhastet und unglaubwürdig. Und Dane DeHaan ist komplett fehlbesetzt als Maler, der eine Frau mit wenigen Blicken um den Finger wickelt.

16.8.17

Bullyparade - Der Film (2017) * * Michael Herbig und Co. graben ihre Hit-Serie wieder aus und verbinden vier Episoden zu einem lust- und humorlosen Film. Die Gags sitzen nicht, die Handlungen der Episoden sind uninspriert. Es gibt nur ganz wenige gelungene Momente wie etwa die Lensflares auf der Trek-Brücke.

Hitman's Bodyguard, The (2017) * * ½ Gut gelaunte Besetzung, ein paar heisse Actionszenen (v.a. in Amsterdam) und absolut passendes Blut-Level für ein R-Rating. Doch der Film vom Regisseur von "Expendables III" will nicht so recht funktionieren - zu lang und bei all dem Kollateralschaden unangenehm bösartig bis menschenverachtend.

Life Before Her Eyes, The (2007) - Das Leben vor meinen Augen * * * Gut gespieltes, düster bewegendes Drama von Vadim Perelman, das am Ende auch noch zünftig überrascht.

Incredible Jessica James, The (2017) * * * "Daily Show"-Korrespondentin Jessica Williams empfiehlt sich hier als facettenreiche Schauspielerin, denn sie trägt die dialogreiche Netflix-Komödie nahezu alleine. 

9.8.17

Kritik des Animes Your Name. (* * * *)

8.8.17

Baby Driver (2017) * * * ½ Einem Musical gleich taktet Edgar Wright hier die Action zum Soundtrack, das ist erfrischend und stylish, wenn auch inhaltlich nicht viel mehr als Standard-Gangsterfilm-Ware. Weiter aufgewertet wird der kurzweilige Film durch starke Schauspielleistungen und eine höchst charmante Romanze. 

Dragonheart: Battle for the Heartfire (2017) * ½ Patrick Stewart verschwendet seine Stimme für den ziemlich miesen CGI-Drachen in diesem vierten und schwächsten Teil, der eine 08/15-Story auf "Game of Thrones"-Spuren erzählt - ohne Dreck, ohne Spannung, ohne Feuer.

Dark Tower, The (2017) * * ½ Der Film an sich ist nicht das Wrack, für das er mancherorts hingestellt wird: solide Tricks, ebensolche Hauptdarsteller, selten Langeweile. Aber es ist frustrierend, wie viel mehr Stephen Kings Fantasy-Magnum-Opus in anderen Händen hätte sein können - als Mehrteiler oder gar als Serie. So wirkt er weichgespült und verkürzt, befreit von Ecken und Kanten, und damit von Charakter.

2.8.17

Atomic Blonde (2017) * * * ½ Die eine Hälfte der "John Wick"-Macher gönnt nun auch Charlize Theron eine brutale Actionrolle: Der Neon-Style und das Berlin-1989-Setting sind genauso toll wie die deftigen Kämpfe. Nur die überladene Story hat nicht denselben Drive wie bei Wick. 

Vizontele (2001) * * * ½ Die türkische Erfolgskomödie kombiniert den Einzug des TVs in ein anatolisches Kaff mit einem Männerkonflikt à la "Don Camillo und Peppone". Das ist kurzweilig, erstaunlich doppelbödig und lebt von der gelungen gezeichneten Dorfgemeinschaft.

Berlin Kaplani (2012) * * Lahme türkische Posse, die bis auf ein paar gelungene Witze nicht zünden will und auch vom erfolgreichen Komiker Ata Demirer ("Eyyvah Eyvah") nicht belebt wird.

Eyyvah Eyvah (2010) * * ½ Überlange und etwas holprige türkische Komödie, die in ihrer Heimat zum Erfolg avancierte. Eine Fortsetzung folgte.

Emoji Movie, The (2017) * * Man kann auch aus den dümmsten Ideen einen Film machen. Der hier funktioniert halbwegs ok als eine Art Mix aus "Inside Out" und "Wreck-It-Ralph", die freilich beide um Meilen besser und frischer sind. 

Sorgenfri / What We Become (2015) * * * Atmosphärischer Grusel aus Skandinavien, der lange eher als Familiendrama durchgeht, sicher dann aber in immer apokalyptischeren Bildern entlädt.

27.7.17

Kritik von Takeshi Kitanos Ryuzo and the Seven Henchmen (* * ½)

26.7.17

In Zeiten des abnehmenden Lichts (2017) * * * Matti Geschonnek und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase bringen den Roman von Eugen Ruge etwas theatralisch anmutend, aber höchst atmosphärisch auf die Leinwand. Die DDR zerfällt und parallel zerfällt auch eine Kommunisten-Familie, eindrücklich angeführt von Bruno Ganz. Der Film überrascht nicht immens, ist aber getragen von Dialogen, Schauspielern und einer Art von Endzeit-Stimmung (wenn der Rest der Welt kurz vor einer Aufbruchsstimmung steht: 1989). 

Power Rangers (2017) * * ½ Malen nach Zahlen: Die Kinoadaption der Kultfiguren ist weniger bunt , aber solide aufgebaut und durchaus kurzweilig. Aber es steckt nicht wirklich viel drin in Sachen Story und Figurenpotential.  

Last Word, The (2017) * * * Von Mark Pellington unauffällig, aber sauber inszenierte Tragikomödie, die ganz vom Zusammenspiel von Shirley MacLaine und Amanda Seyfried lebt. 

Smurfs: The Lost Village (2017) * * Diesmal sind die Schlümpfe zum Glück nicht mehr mit einer öden Realfilm kombiniert (der Film ist 100% CGI) und das ist gut, doch Story und Witz kommen auch diesmal nicht richtig in die Gänge.  

Sleepless (2017) * * ½ Auch das Charisma von Jamie Foxx hält diesen vom Schweizer Baran Bo Odar sauber inszenierten 08/15-Thriller nicht am Leben: zu oft gesehen der Inhalt, zu bekannt die Charaktere. 

22.7.17

Valerian and the City of a Thousand Planets (2017) * * * ½ Luc Besson verfilmte den klassischen franzöischen Comic als reines Eye-Candy, am ehesten vergleichbar mit seinem "Fifth Element". Die Story ist dünn, die zweite Hälfte holpert oft - aber die kindliche Freude am Erschaffen von Welten und Bildern steckt einfach an. Schauspielerisch: Cara Delevingne geht mit erfreulicher Energie ans Werk, Dane DeHaan indes wirkt fehlbesetzt, da wäre jemand lebendigeres wie Taron Egerton besser gewesen.

20.7.17

Kritik von Dunkirik (* * * ½)

Lady Macbeth (2016) * * * ½ Unterkühlte, aber sehr präzise Studie über Lust und Einsamkeit, über Geschlecht und Klasse. Manchmal etwas zu distanziert, aber stets famos gespielt und faszinierend in seiner Konsequenz.

19.7.17

Kritik des Abenteuerfilms North West Frontier (* * *)

Spider-Man: Homecoming (2017) * * * ½ Der zweite (!) Neustart ist der bisher drittbeste Film. Wenig überraschend in der Story, visuell nicht immens einfallsreich und die während des Marvel-Logos eingespielte Orchester-Version des Spidey-Themas hätte das Leitthema des ganzen Films sein sollen. Aber: Tom Holland ist super, die Einbettung ins Marvel-Universum sitzt und die Schulszenen liefern einen wunderbaren Kontrast zum Superhelden-Einerlei.

18.7.17

Zurück aus den Ferien :)

Kritik von Daughter of the Nile (* * ½)

Jugend ohne Gott (2017) * * ½ Der Schweizer Alain Gsponer verlegt  Ödön von Horváths Klassiker in die Zukunft und macht daraus eine überlange, nicht besonders glaubhafte Schelte gegen die Leistungsgesellschaft. Die Sozialkritik hat Grundschulniveau, das World Building ist enttäuschend dünn und viele im Roman wichtige Ideen verkommen zu leeren Parolen. Die Inszenierung ist immerhin solide, die meisten Schauspieler überzeugen. 

Viceroy's House (2017) - Der Stern von Indien * * * Gurinder Chadha arbeitet die traumatische Teilung Indiens auf, verwebt sie etwas holprig mit einer Liebesgeschichte. Das ist zu viel des Trivialen in einem so gewichtigen Thema - aber das Herz am rechten Fleck kann man dem Film nicht absprechen, und die Akteure sind top. 

2.7.17

Kritik von Mamoru Oshiis Garm Wars (* * ½)

Despicable Me 3 (2017) * * ½  Der Reihe geht nun wirklich die Luft aus, denn mit neuem Feind und neuem Partner (dem Bruder) besteht das Ganze fast nur aus Exposition. Temporeich, witzig, farbenfroh - sicherlich. Doch ich hab mich trotzdem fast schon gelangweilt.

Miss Sloane (2016) * * * ½ Stark gespielte, bissige Einblicke in das Lobby-Haifischbecken Washingtons. Das Ende ist etwas zu versöhnlich, aber Überraschungen und v.a. Jessica Chastains Spiel halten immer das Interesse aufrecht. 

Hidden Figures (2016) * * * ½ Sympathische wahre Geschichte um schwarze Mathematikerinnen bei der Nasa. Die Story überrascht nur selten, aber hält dank starker Schauspieler und emotionaler Momente bei Laune.

House, The (2017) * * ½  Die Will Ferrell / Amy Poehler-Komödie ist überraschend grob und durchaus kurzweilig, aber mit Überraschungen geizt sie ebenso mit den ganz grossen Gags.

Going in Style (2017) * * ½  Fades Remake von Martin Brests gleichnamigen Film von 1979. Die Besetzung ist klasse, aber das wars wohl auch schon. 

Boss Baby (2017) * * * Auf Cartoon getrimmter Trickfilm, der weit hergeholt ist, aber meistens gut genug amüsiert.

Keeping Up with the Joneses (2016) - Die Jones * * ½  Drollige Agentenkomödie, die kaum je überrascht, aber immerhin mit spielfreudiger Besetzung auffährt.

28.6.17

Kritik des Animes Angel's Egg (* * * ½)

24.6.17

Kritik von Cutie Honey: Tears (* *)
Kritik des indonesischen Actionfilms Headshot (* * *)
Kritik des koreanischen Dramas A Girl at My Door (* * * ½)

Beguiled, The (2017) * * * Sofia Coppolas Adaption des Romans ist weniger auf Macho getrimmt als das Clint-Eastwood-Don-Siegel-Original von 1971, setzt den Fokus dafür voll auf Atmosphäre und Bilder. Die Akteure glänzen, die erste Hälfte ist gelungen, doch am Ende wirkt der Film seltsam dünn.

Wedding Ringer, The (2015) - Die Trauzeugen AG * * ½ Kurzweilige, aber auch höchst vorhersehbare Komödie mit Kevin Hart, der die Hochzeit von Josh Gad aufpeppen soll. 

21.6.17

Kritik von Bong Joon-hos Okja (* * *)

Girl With All the Gifts, The (2016) * * * Die Romanverfilmung wirft einen spannenden neuen Blick aufs Zombiegenre, wenn auch das Ende etwas mehr bieten dürfte. Überzeugende Schauspieler runden die Sache ab.

Transformers: The Last Knight (2017) * * Die erste "ungerade" Transformers-Folge, die nicht viel taugt: Mehr vom selben, uninspiriert und recht orientierungslos zusammenmontiert, nur um dann auch wieder auf zweieinhalb Stunden aufgebläht zu werden. Wenn es wirklich der letzte Film sein sollte, dann auch gut, denn diesen öden Figuren trauert kaum jemand eine Träne nach. Solides im Film? Die Action ist etwas entschleunigt (aber so chaotisch wie gewohnt), die Tricks sind sauber.

Party, The (2017) * * * ½ Sally Potter drehte in Schwarzweiss und mit einer Luxus-Besetzung ein Beinahe-Theaterstück, das komplett im selben Haus spielt. Es geht um Feminismus, Politik, Glaube, Sex, Liebe - und das alles in nur 70 Minuten. Daher endet der Film fast zu abrupt, ich hätte den Figuren (etwa Bruno Ganz als netter, esoterisch verblendeter Deutscher, Patricia Clarkson als Erz-Zynikerin, Cillian Murphy als Koks-Banker oder Cherry Jones als Lesbe und Gender-Spezialistin). Man kann das Ganze auch als Parabel auf das England von Heute anschauen, nicht umsonst läuft in den Credits die Ersatz-Nationalhymne "Jerusalem".

Gifted (2017) * * * "Amazing Spider-Man"-Regisseur Marc Webb inszenierte Chris Evans als Vater eines hochbegabten Kindes. Die Story nimmt so ziemlich jede Wendung, die man vorausahnen kann, aber mit viel Charme und erstaunlicher Zurückhaltung.

20.6.17

Rough Night (2017) - Girls' Night Out * * ½ Mit Scarlett Johansson ungewöhnlich prominent besetzte Girl-Comedy, die auch den Mut hat, morbides "Very Bad Things"-Terrain zu betreten. Aber die Gags sind oft plump, der Film findet nicht den richtigen Ton. Potential verschenkt. 

Collateral Beauty (2016) * * ½ Das starstark besetzte Melodrama (Will Smith, Kate Winslet, Helen Mirren, Edward Norton, Keira Knightley) ist so unglaubwürdig wie plump, drückt bemüht auf die Tränendrüsen und schafft es trotzdem nicht, nachhaltig zu bewegen. 

Voice from the Stone (2017) * * Schwaches Mysteryfilmchen mit "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke und den üblichen Haunted-House-Zutaten, die mehr schlecht als recht mit Melodrama gekoppelt werden.  

Masterminds (2017) * * ½ Die schön überzeichnete Komödie beruht auf Tatsachen, doch die Figuren snd so übertrieben seltsam, dass weder Glaubwürdigkeit noch Spass so richtig aufkeimen wollen. 

Fences (2016) * * * Die Theaterverfilmung von Denzel Washington ist zweifellos stark gespielt (von Washington selbst sowie Viola Davis), doch die endlosen Dialoge strengen an und die Charaktere nimmt man nicht wirklich für voll. Gibt es wirklich Müllmänner, die einen so seltsamen Mix aus Gossensprache (Nigger hier, Nigger da) gemixt mit hochgestochenen Theaterphrasen von sich geben?

Shimmer Lake (2017) * * ½ Bankräuber und Polizisten übertrumpfen sich gegenseitig mit Dummheit. So weit, so gewöhnlich. Doch die Handlung ist Tag für Tag rückwärts erzählt. Eine reizvolle Idee, aus welcher die Netflix-Krimikomödie jedoch nicht wahnsinnig viel herausholt.

Everything, Everything (2017) * * ½ Durchaus charmante und bewegende Jugendromanverfilmung, die aber etwas gar konstruiert wirkt und im letzten Drittel alle Glaubwürdigkeit einbüsst.

12.6.17

Kritik des koreanischen Thrillers Hide and Seek (* * *)
Kritik des Trashfilms Teenage Zombies (*)

10.6.17

Kritik des Bollywood-Films Dear Zindagi (* * *)
Kritik des britischen Sci-Fi-Films The Tunnel (* * *)
Kritik des Horrorfilms Beast from Haunted Cave (* *)
Kritik des koreanischen Thrillers Asura - The City of Madness (* * *)
Kritik von Takashi Miikes Shield of Straw (* * *)

Wonder Woman (2017) * * * * Dank "Monster"-Regisseurin Patty Jenkins, die aus unerfindlichen Gründen 15 Jahre lang weg vom Fenster war, kommt das DC-Universum zu seinem besten Film seit langem: tiefgründig in seinen Themen, locker in seiner Präsentation, dynamisch in seiner Inszenierung, wirkungsvoll in seinem Zeitlupeneinsatz, sauber gefilmt und vertont, und vor allem hervorragend besetzt mit der quicklebendigen Gal Gadot. Dass ihre Rolle auch eine Frauenpower-Botschaft in die doch eher männerlastigen Comicverfilmungen bringt, ist sozusagen ein Bonus nebenbei.

Snatched (2017) * * Lahme Komödie, die nie das richtige Timing findet. Amy Schumer ist zu unsympathisch und Goldie Hawn (in ihrem ersten Film seit 15 Jahren) darf ihre typische Energie nie rauslassen. 

Billy Lynn's Long Halftime Walk (2016) - Die irre Heldentour des Billy Lynn * * * In der Romanverfilmung von Ang Lee ("Life of Pi") wird ein junger US-Soldat in der Heimat als Held inszeniert. Dabei hat ihn seine Fronterfahrung im Irak traumatisiert. Der gewagt montierte Film holpert etwas, zeigt aber auf schlaue Weise die Verlogenheit der amerikanischen Heldenkultur auf. 

Kind of Murder, A (2016) * * Die Patricia-Highsmith-Verfilmung ist zwar solide besetzt, erzählt aber die fade Geschichte ohne Flair und mündet im Nichts. 

33, The (2015) * * * Die international besetzte Produktion basiert auf dem chilenischen Grubenunglück von 2010 und weicht kaum von den Formeln eines solchen Films ab. Aber er bewegt fraglos und ist überzeugend in Szene gesetzt. 

Ballerina (2016) * * * Putziger Trickfilm aus Frankreich, gerichtet an das Zielpublikum Mädchen. Die Bildsprache ist gelungen, die Inszenierung flott. 

Void, The (2016) * * * Der per Crowdfunding finanzierte, schön schleimige Horrorschocker ist ein angenehmes Revival des 80er-Genrekinos à la John Carpenter. Etwas vieles spielt im Dunkeln, weshalb man die teils sehr gelungenen Tricks (die meist nicht aus dem Computer stammen) gar nicht richtig bestaunen kann. 

5.6.17

Kritik des Animes Appleseed Alpha (* * *)
Kritik des Stummfilmdramas Regeneration (* * *)
Kritik des japanisch-indonesischen Schockers Killers (* * * ½)

Männerhort (2014) * * Einfallslose Komödie, die alte Männerwitze hortet, und dabei die gute Besetzung (u.a. Elyas M'Barek, Christoph Maria Herbst) vergeudet. 

Juif pour l'example, Un (2016) * * * Ein wichtiger Schweizer Film um eine reale Tragödie zur naziverseuchten Zeit. Die Inszenierung ist etwas gewöhnungsbedürftig (moderne Autos und Klamotten in einem Film aus den 40ern) und das Ganze etwas steif. Aber starke Akteure und das eindringliche Thema machen's wett. 

Allied (2016) * * * Sauber inszenierte, aber etwas sterile Zweit-Weltkriegs-Agentenromanze von Robert Zemeckis. Bei Brad Pitt fällt auf, dass er Französisch sehr gut spricht, aber einfach ungeheuer flach. Kein Franzose murmelt so unmelodiös wie er, daher versteht man ihm kaum, das fiel mir schon bei "By the Sea" negativ auf. 

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016) * * Plumpe und ideenlose Umsetzung des Kinderabenteuers, für Kinder vielleicht ganz nett, für alle anderen im Nu langweilig.

Sherlock: The Six Thatchers (2017) - Sherlock: Die sechs Thatchers * * * Brauchbarer Auftakt zur neuen Staffel, doch der Fall wirkt etwas gesucht, die Überraschungen scheinen forciert. Schauspieler und Inszenierung retten darüber hinweg.

Sherlock: The Lying Detective (2017) - Sherlock: Der lügende Detektiv * * * ½ Toby Jones liefert einen schön diabolischen Gegenspieler und das Ende ist bestens - aber wie schon der Vorgänger wirkt auch diese Folge zu forciert.

Sherlock: The Final Problem (2017) - Sherlock: Das letzte Problem * * * Und auch die dritte Episode ist weit hergeholt. Zwar sind die sadistischen Spiele spannend, aber das Ganze hat die Konfusion der "Saw"-Sequels und verrät teilweise auch seine Figuren. Langsam geht dieser Reihe die Luft aus.

29.5.17

Baywatch (2017) * * ½ Ein paar nette Gags, eine überzeugende Besetzung - aber der Film ist weder Parodie der Serie noch echte Hommage, und vergisst vor lauter Bodyschau und (mehr oder weniger gelungenen) One-Linern eine packende Story. Daher schleicht sich in der zweiten Hälfte Langeweile ein. Da setzte "21 Jump Street" definitiv eine höhere Messlatte in Sachen Serien-Verfilmung/Veräppelung.

Rings (2017) * * Lahmer Versuch einer Neubelebung der Reihe, kaum jemals unheimlich oder überraschend. Aus der Idee am Ende hätte man eventuell einen Film machen können, aber alles davor wirkt wie eine Teenie-Horror-Fassung des "Ring"-Kanons. 

Florence Foster Jenkins (2016) * * * Stephen Frears verfilmte die späte Gesangskarriere von Jenkins, der "schlechtesten Sängerin der Welt". Anfang ist das lustig, später rührend. Und Meryl Streep sowie Hugh Grant tragen diese Balance bestens. Wirklich überraschen tut der Film indes nicht. 

Fifty Shades Darker (2017) * * Routinier James Foley übernahm die Reihe, liefert aber nur ideenlose Fliessbandware ab, die inhaltlich nicht vorankommt und angesichts des folgenden dritten Teils auch unfertig wirkt. Die Sexszenen sind immer noch extrem brav für ein Sadomaso-Thema.

Usgrächnet Gähwilers (2017) * * Die Schweizer Komödie will den Bünzlis den Spiegel vorhalten, langweilt aber mit stereotypen Figuren und einer Story, die ins Nichts führt.

22.5.17

War Machine (2017) * * * Der Film des Australiers David Michôd ("The Rover") greift den US-Truppeneinsatz in Afghanistan auf, reichert die wahren Ereignisse aber mit satirischem Witz an. Brad Pitt spielt den General, der das Land unter dem Motto "Wir können sie nicht gleichzeitig beschützen und töten" befrieden soll. Derweil guckt Präsident Karzai (Ben Kingsley) lieber "Dumm und Dümmer" am TV. Das Ganze könnte noch mehr Biss und etwas mehr Zugkraft haben, überzeugt aber immer wieder mit Top-Szenen.

Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales / Pirates of the Caribbean: Salazar's Revenge (2017) - Pirates of the Caribbean: Salazars Rache * * * Ein Fortschritt gegenüber den den letzten Teilen: In Episode fünf übernehmen die zwei norwegischen Regisseure hinter "Kon-Tiki" das Ruder und knüpfen vom Tempo und Spass her an den ersten Teil ein. Also weniger aufgeblasen als die Vorgänger, dafür wieder mehr Fokus auf nautischem Abenteuer. Damit einher geht auch, dass die Optik heller und knackiger ist, nicht mehr das ununterbrochene Braun-in-grau-Gedöns aus den Teilen 2 und 3. Schade nur, bietet die Story so gut wie nichts Neues.

17.5.17

Kritik des japanischen Dramas Destruction Babies (* * *)

16.5.17

Kritik des Animes Psychic School Wars (* * *)

Es war einmal in Deutschland... (2017) * * ½ Der belgische "Irina Palm"-Regisseur Sam Garbarski widmet sich in dieser Romanverfilmung dem jüdischen Überleben im kriegsversehrten Deutschland. Der (Galgen)-Humor funktioniert recht gut, aber das Drama wird dadurch abgeschwächt und bisweilen wirken Szenen, die eindringen sollten, gar bieder. Ein solider, aber leicht frustrierender Genremix.

12.5.17

Alien: Covenant (2017) * * * ½ Die Fortsetzung von "Prometheus" ist ein weiteres Bindeglied hin zu "Alien" und als solches recht vorhersehbar, wohl auch, weil Ridley Scott kaum Wagnisse eingeht. Bei allen Problemen, die "Prometheus" hatte, er wirkte frischer und atmosphärischer als diese Nummernrevue. Die besten Segmente sind das Ankommen und das Flüchten vom Planeten. Und auch die Schauspieler überzeugen, von Scotts Gespür fürs Visuelle ganz zu schweigen. Ein technisch solides, aber einfach nicht inspiriertes Werk, das in der Reihe keine neuen Akzente setzen kann - im Gegenteil, es raubt der Figur des Alien-Xenomorphes sogar etwas von seiner Mystik.

10.5.17

King Arthur: Legend of the Sword (2017) * * * Guy Ritchie macht aus der Artus-Sage Fun-Fantasy der lauten und lärmigen Art, eine Art Musikvideo-Ritterspektakel zur betont bombastischen Musik von "Man from U.N.C.L.E."-Komponist Daniel Pemberton. Und erstaunlicherweise passt das alles recht gut, vor allem auch, weil sich die Harte-Kerle-Schose nicht zu ernst nimmt.

4.5.17

7 morts sur ordonnance (1975) - Quartett Bestial * * ½ Der gut gespielte Film basiert auf Tatsachen, wirkt aber trotzdem weit hergeholt und weiss nie richtig, worauf er sich fokussieren will. Schade um die Besetzung um Michel Piccoli und Gérard Depardieu.

Who Am I? (2015) * * * ½ Hochwertiges deutsches Genre-Kino zum Miträtseln, kraftvoll inszeniert, sauber gespielt. Die Parallelen zu Fight Club aufzuzählen, würde Bücher füllen, von kleinen Dingen (Säure, Fahrt durchs Hirn, M’Bareks Mara-Auftritt) bis hin zu den gröberen Plot-Parallelen, etwa dem biederen/schlaflosen Helden, der sich mit einer Tyler-Durden-Figur verbündet.

Million Dollar Arm (2014) * * * ½ Formelhafter, aber bewegender und sportgeistlicher Baseball-Film um einen Amerikaner, der in Indien zwei Spieler rekrutiert. Das Skript schrieb der "Spotlight"-Regisseur Tom McCarthy.

Loving (2016) * * * Stark gespieltes, thematisch wichtiges Liebesdrama, basierend auf Tatsachen. Wenn das Ganze nur nich so zerdehnt und träge wäre. 

Willkommen bei den Hartmanns (2016) * * * Formelhafte deutsche Komödie, aber gut besetzt und mit ein paar träfen Kommentaren auf die aktuelle Politlage in Deutschland. 

Our Kind of Traitor (2016) - Verräter wie wir * * ½ Gut besetzte John-Lé-Carré-Verfilmung, die aber einfach nicht packen will. Am ehesten hält noch Stellan Skarsgard bei Laune, der Rest wirkt erstaunlich uninvolviert. 

Wild Horses (2015) * * Die gut gemeinte Regiearbeit von Robert Duvall will schauspielerisch und drehbuchtechnisch nicht funktionieren, grenzt mit seinem Mangel an Subtilität sogar oft ans Peinliche.

20th Century Women (2016) * * * ½ Intimes, autobiographisch angehauchtes Drama von Mike Mills ("Beginners"), der seine etwas schrägen, aber immer höchst glaubhaften Figuren von erstklassigen Akteuren spielen lässt. 

Skiptrace (2016) * * Jackie Chan wird für diese plumpe Actionkomödie mit Co-Star Johnny Knoxville völlig vergeudet. Regie führte bei der chinesisch-amerikanischen Co-Produktion Renny Harlin. 

Allein gegen die Zeit (2016) * * Während die zu Grunde liegende TV-Serie noch Lob bekam, ist dieser mit plumpen Fantasymurks angereicherte Kino-Ableger kaum der Rede wert. 

Demain tout commence (2016) - Plötzlich Papa * * * Französisches Remake eines mexikanischen Hits, durchaus unterhaltsam und amüsant, aber auch recht formelhaft und etwas manipulativ. 

Hollars, The (2014) * * * Mit seiner zweiten Regiearbeit instenierte John Krasinski eine einfühlsame Tragikomödie, die aber nicht gerade mit Überraschungen prahlen kann. Neben Krasinski spielen u.a. Anna Kendrick, Richard Jenkins und Sharlto Copley. 

Get Out (2017) * * * Mit dem satirisch angehauchten Horrorfilm gibt der Komiker Jordan Peele sein hochgelobtes Regiedebüt. Der Hype ist etwas übertrieben, aber der Film überzeugt mit seiner unterschwelligen Gesellschaftskritik und dem schnörkellosen, spannenden Aufbau. 

Humbling, The (2014) - Der letzte Akt * * Al Pacino mag in dieser Tragikomödie von Barry Levinson glorios spielen und manche Dialoge sind wunderbare Geschlechterkonflikte. Aber ich hab mich bei diesem theatralischen Gemurmel ungeheuer gelangweilt. 

24.4.17

Kritik von Guardians of the Galaxy Vol. 2 (* * * ½)

21.4.17

Kritik von Kiyoshi Kurosawas Creepy (* * * ½)
Kritik der Groteske R100 (* * ½)
Kritik von Twin Peaks: Fire Walk With Me (* * * ½)

Elvis & Nixon (2016) * * * Der leichtfüssige, aber auch oberflächliche Film behandelt das Treffen der Polit- und der Musikgrösse mit humoristischem Touch. Nur wird man nie das Gefühl los, dass da mehr dringelegen hätte.

9th Life of Louis Drax, The (2016) - Das 9. Lebenm des Louis Drax * * ½ Alexandre Aja verfilmte den gleichnamigen Roman als vielo zu umständlich und darum kalt lassendes Fantasydrama, das nie so richtig weiss, was es sein will.

Shut In (2016) * * Solide bestezter, aber abstruser wie fader Horror mit Naomi Watts.

Date and Switch (2014) * * ½ Eine typische Teeniekomödie, aber mit schwulem Twist. Das ist interessant und frisch, doch beides lässt sich von der Inszenierung nicht behaupten. In einer Nebenrolle der spätere "Fifty Shades"-Star Dakota Johnson.  

Cooties (2014) * * ½ Schön schräger Zombiefilm um fleischfressende Kinder, doch mit der Zeit wird die Sache recht repetitiv. Mit dabei u.a. Elijah Wood, Rainn Wilson und Co-Drehbuchautor Leigh Whannell ("Saw").

15.4.17

Fate of the Furious, The (2017) - Fast & Furious 8 * * ½ Künstlerisch ein Rückschritt, weil man das Gefühl hat, bei all dem Action-Bombast stehe nichts mehr auf dem Spiel, und wenn selbst der Superschurke aus Teil 7 nun zum Co-Helden Nummer zwanzig wird, fühlt sich das Ganze so willkürlich und überfüllt an. Ein paar gute Szenen gibts allemal, aber es fehlen dem Ganzen noch deutlicher die Glaubwürdigkeit (das will was heissen bei dieser eh schon unglaubwürdigen Reihe) und eine richtige Motivation für die Bösewichtin (Charlize Theron).

2.4.