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Erotikabenteuer
Japan 1984
Alternative Titel
Chikan densha: shitagi kensatsu; Molester Train: Underwear Inspection;
Molester Train 23; Groper Train 23; 痴漢電車 下着検札

Regie Yojiro Takita
Drehbuch Isao Takagi
Darsteller Yukijiro Hotaru, Kaoru Kaze, Yuka Takemura, Serina Miyabi, Kazumi Kimura, Naoto Takenaka

Länge 66 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 16

 

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. . .

©  Text Marco, molodezhnaja 4.1.10
©  Bilder Pink Eiga, Screenshots molodezhnaja


STORY
Mandschurei 1928: Der Soldat
Gohei Yamamori findet an der abgerissenen Hand von Zhang Zoulin den Ring mit einer riesigen schwarzen Perle, der den Krieg zwischen Japan und China ausgelöst haben soll. Viele Jahre später liegt der Mann im Sterben. Seiner jungen Frau Matsuko flüstert er nur noch ins Ohr "Pussy-Abdruck", dann scheidet er dahin. Matsuko kapiert sofort: Gemeint ist der Abdruck einer Vagina, der an der Wand hängt. Es handelt sich um eine Schatzkarte - doch die eine Hälfte fehlt! Also heuert Matsuko den Meisterdetektiv Ippei Kuroda (Yukijiro Hotaru) an, der sich mit Hilfe seiner Assistentin Hamako (Yuka Takemura) daran macht, in den Zügen der Stadt nach der zum Abdruck passenden Vagina zu suchen. Er findet Yamamoris junge Nichte namens Yoko (Serina Miyabi) und bittet nun den Krimiautor Seicho Matsuki (Naoto Takenaka
), das Rätsel hinter der Frau zu lösen.

 

REVIEW
Jeder Regisseur muss mal irgendwo anfangen. Und für Yojiro Takita hiess das: Schmuddel. Der Altmeister, der 2009 für seine Tragikomödie Departures mit dem Auslands-Oscar ausgezeichnet wurde, begann seine Karriere mit Pink Filmen, die er nahezu am Fliessband inszenierte. Was im Westen als Leiche im Keller gedeutet werden könnte (wie wenn Tom Tykwer "Lass jucken, Kumpel 12" gedreht hätte), ist in Japan indes ganz normal. Die billig produzierten Pink-Einstünder haben schliesslich einen relativ guten Ruf, vereinen sie doch schlüpfrige Erotik mit anderen Genres.

Im Falle von "Groper Train: Search for the Black Pearl" wären das Comedy und Krimi. Der Film ist der 23. Beitrag zur losen Reihe, für die Takita gleich mehrere Episoden beisteuerte - dies ist seine bereits sechste. In den Filmen geht es stets um das urjapanische Phänomen des Fummelns in öffentlichen Verkehrsmitteln. Was hierzulande schnurstracks zu einer Ohrfeige und einer Anzeige führen würde, wurde in Japan jahrelang toleriert, schliesslich war in vollen Bussen und Zügen nur schwer auszumachen, welcher Finger gerade an welcher Dame herumdrückte.

Hier geht Takita noch ein wenig weiter und lässt seinen Schnüffler mit Gasmaske bewaffnet am Boden des Zuges herumkriechen. Danach befühlt er seine Opfer so richtig doll, schliesslich muss er einen Pussy-Abdruck machen. Billig? Und wie. Spätestens wenn zu Slapstick-Musik auch ein Stück Kot auf Ippais Abdruck-Tuch landet, rümpft man nur noch die Nase. Doch es ist der Anblick eines Kerls in Gasmaske, der sich durch einen gut gefüllten Zug zwängt, der staunen lässt. Es ist auch keineswegs der einzige groteske Anblick: In einer Aufnahme filmt die Kamera aus dem Innern der Frau durch die Vagina nach draussen (!).

Merke: Auch wenn man solch skurrile Dinge dreht, kann man später mal einen Oscar gewinnen. Doch es gibt hier bereits einiges, das auf Takitas wachsendes Talent hinweist. So dient etwa der Kriegsherr Zhang Zuolin als Auslöser der Geschichte, die dadurch eine historische Komponente kriegt. Und mit seinem Meisterdetektiv Ippei Kuroda parodiert Takita hin und wieder klassische Elemente des Genre-Kinos - wenn auch oft auf eine all zu alberne Art und Weise.

Zwischen all dem gehts freilich primär um Sex, wie in jedem Pinkfilm. "Groper Train" Nummer 23 macht da keine Ausnahme und präsentiert genüsslich so manche Kopulationsszene. Die deutlichsten Merkmale für diese Serie sind aber eher die Fummelsequenzen. Und so wird weitaus öfter lustvoll gerieben und gestreichelt, als tatsächlich miteinander geschlafen. Der Film macht seinem Titel also alle Ehre und bedient vor allem jene, die sich von dieserlei Fetisch aufheizen lassen.

Ist "Search of the Black Pearl" sexy? Ja, er hat ein paar heisse Momente, doch oft ist er zu sehr in die Jahre gekommen und zu plump, um wirklich zu stimulieren. Ist er raffiniert? Für einen Pinkfilm halbwegs - all seiner Albernheiten zum trotz. Ist er sauber inszeniert? Da hört der Goodwill langsam auf, schliesslich sind die Bilder von wenig gestalterischem Reiz. Aber immerhin sind mit Yukijiro Hotaru (Sexy Battle Girls) und Naoto Takenaka (Shinjuku Incident) zwei Kerle am Start, die eine lange Karriere im Mainstreamkino vor sich hatten. So viel Talent vor und hinter der Kamera. Und das nur für Schmuddel. Dadurch kriegt "Groper Train: Search for the Black Pearl" trotz seiner Durchschnittlichkeit Kuriositätscharakter.

Folge 24: Groper Train - Wedding Capriccio (1984)

 

MEINE DVD
USA, Code 0, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Japanisch 2.0 mit englischen Untertiteln.

 

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EXTERNE LINKS 
imdb.com

 

SCREENSHOTS

Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint


 

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