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Kinderfilm. Indien. Hindi
Alternativer Titel
CK2MK

Regie Kituu Salooja
Drehbuch Nupur Asthana nach einer Story von Jay Shewakramani
Produktion Saregama Films, Ken Ghosh
Songs Salim-Sulaiman
Kamera Pramod Kumar H. Pradhan
Choreografie Longinus, Feroze Khan
Darsteller Zain Khan,
Rahul Bose, Meera Vasudevan, Rajesh Kehra,
Susheel Parasher, Vijay Chrishna, Deeptiman Chaudhary, Raj Bhansali
Länge 93 Min.

Kinostart 22.6.2007
Box office classification
Flop
Molodezhnaja Altersempfehlung o.A.

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
. .

©  Text Marco, molodezhnaja 21.8.07
©  Bilder Saregama, Screenshots molodezhnaja


STORY
Der 13-jährige Karan (Zain Khan) lebt im Waisenhaus des tyrannischen Buckligen John Kakkad (
Rajesh Khera), den die Kinder nur Hitler nennen. Karan hat einige Freunde, doch er gerät immer wieder an den vorlauten Raghav (Raj Bhansali), der sich für den Anführer der Waisen hält. Eines Tages findet Karan einen Cricket-Schläger, in den die Initialen K.D. 83 eingraviert sind. Der Bub folgert sofort, dass es der Schläger von Kapil Dev sein muss. Und tatsächlich scheint das Teil von Magie beseelt, denn Karan spielt damit wie ein Sportgott. Das fällt ausgerechnet Ranjeet (Vijay Crishna), dem Trainer der zuletzt gebeutelten indischen Cricket-Nationalmannschaft, auf. Er heuert Karan an und stellt ihm dem Captain Varun Roy (Rahul Bose) zur Seite. Sie sollen als Dreamteam die Nationalmannschaft aus dem Tief holen.

 

REVIEW
"Chain Kulli Ki Main Kulli" ist eine Kopie des US-Kinderfilms Like Mike, in dem ein Waisenbub die Schuhe mit den Initialen von Michael Jordan findet und damit zum NBA-Star wird. In Indien klappt das Ganze natürlich besser mit Cricket, als mit Basketball. Und statt Michael Jordan ist Kapil Dev (der einen Gastauftritt hat) der Glücksbringer. Ansonsten ist die Formel dieselbe: Ein Kind erfüllt sich seinen Traum von der grossen Sportkarriere und da diese Grundidee eigentlich ganz nett funktioniert, ist auch dieses Bollywood'sche Remake nicht übel. Keinen Applaus bekommt das illegale Remake selbstverständlich für die Originalität, dafür ist die Neuverfilmung einen Deut charmanter als die vom Kommerzdenken getriebene US-Vorlage.

Ein weiterer Grund für das Charme-Plus sind die Akteure. Rahul Bose bietet mit dem bekannten Understatement einmal mehr eine sympathische Show, auch wenn sein Part hier arg dünn, ja fast unnütz ist. Der Newcomer Zain Khan ist aber die wahre Seele des Films und tritt nicht in die Fettnäpfchen vieler Kinderstars. Er bleibt natürlich und glaubhaft. Die Kids in seinem Heim spielen auch nicht übel, heimlicher Star dort ist jedoch der völlig verunstaltete Rajesh Khera, der mit seinem Äusseren auf Jim Carrey in Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events macht. Nur noch ungleich hässlicher.

Gerade das Heim bringt dem Film ein paar Extrapunkte, denn es ist ein wenig surreal und schräg. Ideal für einen Kinderfilm wie diesen, der mit einem Hauch von Magie operiert. Weniger gelungen indes die Sportszenen auf dem Cricket-Feld. Denen fehlt der Drive und die Dramatik. Alles läuft etwas gar rund und Cricket ist halt eben von Natur aus ein aus dramaturgischen Gründen für einen Spielfilm denkbar ungeeigneter Sport. Lagaan hat es geschafft, Spannung aus Cricket zu generieren, doch damit steht er noch immer beinahe alleine da. "Chain Kulii Ki Main Kulii" geht sicher nicht als ernst zu nehmender Cricket-Film in die Bollywood-Geschichte ein.

Dafür eben als ganz ansehnlicher Kinderfilm. Bollywood hat notorisch Probleme mit Kinderfilmen, oft sind sie zu billig, oft zu brutal, oft viel zu laut und hysterisch. "Chain Kulli Ki Main Kulli" ist dagegen schon fast clever und sein Humor nicht allzu aufdringlich. Klar bleibt die Story stets vorhersehbar, selbst wenn man "Like Mike" nicht kennt, und die Moral zum Schluss ist aufgesetzt. Doch man kann hier kurzweilige eineinhalb Stunden verbringen und den Film auch zusammen mit den Kindern schauen. Das ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, denn was in Bollywood oft als Kinderfilm verkauft wird, würde bei uns eine Freigabe irgendwo zwischen 12 und 16 kriegen, man beachte dazu etwa School oder den schlüpfrigen Mazaa Mazaa. Gegen die ist "Chain Kulli Ki Main Kulli" ja schon fast richtig gut. Wenn die Macher es nochmals versuchen und nächstes Mal nicht Hollywood Pate stehen muss, besteht ja vielleicht tatsächlich die Chance auf einen geglückten Kinderfilm made in India ...

 

SONGS
1) Sunday Chain Kulii Ki Main Kulii - Sympathischer, aber unspektakulärer Kindersong.
2) Dhoom Dhadaka - Solide Bhangra-Nummer mit Mitwipp-Garantie (Kailash Kher, Hrishikesh Kamerkar, John Stewart, Mangal Mishra, Salim Merchant)
3) Khulla Asmaan - Temporeicher Song mit schickem Gesang und Gitarreneinsatz (KK)
4) Chain Kulii Ki Main Kulii - Der typische Technobeat für Abspann-Musik. Nichts Besonderes. (Kunal Ganjawala)

 

MEINE DVD
Saregama (IND), Code 0, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Hindi 2.0 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * ½ (Etwas verpixelt und bei Bewegungen unscharf, Bild ansonsten okay)

 

BESTELLEN 
nehaflix (USA)

 

EXTERNE REVIEWS 
imdb
indiafm.com (1½/5)
Rediff.com (2½/5)

 

SCREENSHOTS

 


 

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