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Splatter-Trash
Japan 2005
Alternativer Titel Mîtobôru mashîn

Regie Yudai Yamaguchi, Hun'ichi Yamamoto
Drehbuch Junya Kato
Darsteller
Issei Takahashi, Aoba Kawai, Kenichi Kawasaki, Toru Tezuka

Länge 89 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung
ab 18

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik
.

©  Text Marco, molodezhnaja 27.10.06
©  Bilder AFN, Screenshots molodezhnaja


STORY
Der schüchterne Mechaniker Yoji Muraishi (Issei Takahashi) bewundert schon lange aus sicherer Distanz die hübsche Sachiko (Aoba Kawai). Als er sie eines Nachts mehr schlecht aus den Klauen eines lüsternen Arbeitskollegen befreit, vertraut sie sich ihm an. Viel näher kommen sie sich nicht, denn bei Yoji zu Hause fällt ein Monster über Sachiko her, das Yoji vorher regungslos auf der Strasse gefunden hat. Es handelt sich um einen ausserirdischen Parasiten, der sich sofort in seinem Wirt einnistet und ihn zu einem halbmechanischen Neoborg macht. Dem Opfer wächst ein Beutel, in dem ein Alien residiert, das die Steuerung über den Menschen übernimmt - und nur noch ein Ziel hat: Andere Neoborgs zu bekämpfen.

 

REVIEW
Die tiefe Bewertung täuscht ein wenig: Ich habe mich bei diesem Trash-Exzess durchaus unterhalten. Doch Qualität wird bei dem Nonsens im Grenzbereich aus Shinya Tsukamoto, "Alien", Hentai und Mighty Morphin Power Rangers nicht gerade gross geschrieben - es zählen vielmehr das Blut, der Glibber und der schiere Wahnsinn. Das spricht ein ganz besonderes und zweifellos kleines Segment der Asien-Fans an, aber die kommen bei dem Film ganz bestimmt auf ihre Kosten. Das macht ihn nicht besser im traditionellen Sinn, doch relativiert die 2-Stern-Bewertung.

Verantwortlich für "Meatball Machine" sind zwei Männer: Jun'ichi Yamamoto, der 1999 einen Kult-Kurzfilm mit demselben Inhalt gedreht hat, sowie Yudai Yamaguchi, Regisseur des masslos überschätzten Zombie-Trashs Battlefield Baseball. Die zwei inszenieren mit relativ bescheidenen Mitteln einen kompromisslosen Schleim- und Blutvulkan, der von seinem Fetisch für Abartigkeiten am ehesten in die Region der Tetsuo-Filme von Shinya Tsukamoto reicht. Dessen Qualität und visuelle Intensität erreicht "Meatball Machine" nie, er versucht sich auch nicht in Cyberpunkt-Ästhetik, sondern serviert einen Brutalo-Zweikampf der glitschigen Art. Diesem Konzept bleibt er von Anfang bis Ende treu.

Weitere Zitate stammen, wie bereits angesprochen, von "Alien" - so etwa der ausserirdische Facehugger, der tropfende Schleim von oben, das Festziehen an der Gurgel. Kleine, vielleicht sogar gewollte, aber auf jeden Fall auffällige Reverenzen. Hentai kommt am ehesten dann ins Spiel, wenn die Aliens ihre schnell zuckenden Fühler und Tentakeln ausfahren, die sich in einer Szene durchaus erotisch ums Bein eines (weiblichen) Opfers legen. Kaum jemand ausser den Japanern bekommt solch eine Fusion aus Ekel, Fetisch und Erotik hin - wie beim ganzen Film gilt: Nicht für jeden Geschmack, aber für sein Publikum wunderbar. Ich hätte mir sogar noch etwas mehr Röhren-Sex und Glibber-Fetisch gewünscht.

Wo der Film indes abfällt, ist die zweite Hälfte. Sie besteht fast ausnahmslos aus Kämpfen und obwohl die in ihrer Blutrünstigkeit durchaus zünden, so hat man sie bald einmal satt. Zwei Leute in absurden Kostümen zu sehen, die in menschenleeren Hinterhöfen Japans aufeinander einprügeln geht weder als unterhaltsam noch als spannend durch. Daher werden selbst die kurzen 89 Minuten recht lang - inklusive dem Puppentheater-Finale, das in seiner Putzigkeit schon fast wieder gut ist. Fast.

Langer Rede, kurzer Sinn: Der ist für die Fans. Wer nichts mit phallischen Metall-Bohrern, Menschenfleisch durchdringenden Röhren, aufgespiessten Augen und ausserirdischem Glibber anfangen kann, für den ist "Meatball Machine" die wahre Hölle: Ein stilloser, handlungsarmer und grenzdebiler Trash-Exzess. Doch einer, der von Leuten gemacht wurde, die ihr Handwerk durchaus verstehen und sich in ihrem Sub-Sub-Genre zu etablieren vermögen. Schaut die Screenshots unten an: Wenn die euch anwidern rate ich lieber vom Kauf ab, den bewegt sind sie noch viel abstossender.

 

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Japanisch2.0 und Deutsch 2.0 mit deutschen Untertiteln.

 

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SCREENSHOTS

 


 

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