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> DAS WEIB DES PHARAO
Monumental-Stummfilm.
Deutschland
Alternativer Titel -
Regie
Ernst Lubitsch
Drehbuch
Norbert Falk,
Hanns Kräly
Produktion
Ernst Lubitsch
Musik Eduard Künneke
Kamera Theodor Sparkuhl,
Alfred Jansen
Darsteller Emil Jannings,
Dagny Servaes, Paul Wegener, Friedrich Kühne,
Albert Bassermann, Harry Liedtke, Lydia Salmonova, Paul Biensfeldt
Länge 99 Min.
(restaurierte, nicht vollständige Fassung)
Kinostart 1922
Humor | Spannung | Action | Gefühl | Anspruch | Erotik |
. | . |
©
Text Marco, molodezhnaja 27.9.2011
© Bilder arte,
Screenshots molodezhnaja
STORY
Der
äthiopische König Samlak (Paul Wegener) will für Bündnisgespräche zum
ägyptischen König Amenes (Emil Jannings) reisen. Als Zeichen seines guten
Willens wird er seine Tochter Makeda (Lydia Salmonova) mitbringen, um sie Amenes
zur Frau zu geben. Doch diese Meldung wird von einem Unglück überschattet: Das
Schatzhaus ist während des Baus eingestürzt. Gegen den Willen seines Baumeisters
Sotis (Albert Bassermann) und den Zorn der Ehefrauen der Arbeiter lässt der
tyrannische Pharao weiterbauen. Derweil flieht Makedas Dienerin Theonis (Dagny
Servaes) aus äthiopischer Gefangenschaft - und verliebt sich in den Pharao! Da
sie jedoch ausschliesslich ihrem Geliebten Ramphis (Harry Liedtke) treu sein
will, mauert der Pharao sie ein - und zieht gegen Äthiopien in den Krieg.
REVIEW
Die
Amerikaner haben den Monumentalfilm gross gemacht. Zwar gab es auf der ganzen
Welt bereits Filme, die klotzend auf Spektakel bauten - selbst in ungewöhnlichen
Ländern wie Österreich (siehe Sodom und Gomorrha).
Doch nirgends stiessen diese historischen Epen auf so viel Resonanz wie in
Amerika. Um also Hollywood auf sich aufmerksam zu machen, griff Ernst Lubitsch
folgerichtig auf den Monumentalfilm zurück, und inszenierte 1922 "Das Weib des
Pharao".
Zuvor drehte er mit Vorliebe Melodramen, doch auch in diesem Kino der Sensationen fühlt er sich mehr als heimisch, wie man sieht. Die Sets, die in und um Berlin entstanden sind, beeindrucken durch ihre Grösse. Und die Menschenmassen dazwischen sorgen für das nötige Gewusel, damit auch alles richtig gross und belebt aussieht. Das eigentliche Drama beschränkt sich auf wenige Personen, namentlich Superstar Emil Jannings als liebestrunkener Pharao oder Paul Wegener als schwarz angemalter Äthiopen-Führer. Doch es ist wohl mehr das Drumherum, das hier fesselt.
Sets, Kostüme und Massenszenen sind ein Grund, die epische Musik ein anderer. Hier wirklich alles geboten, was ein Film dieses Kalibers haben muss. Die Kehrseite des Ganzen sind eine gewisse Gestelztheit in den Nicht-Massenszenen sowie leicht theatralisches Spiel der Akteure. Es mag eine typische Stummfilmkrankheit sein, und die immensen Schauwerte sorgen dazwischen für so viel Dynamik, dass es gar nicht so extrem auffällt (grandios etwa der Sturmangriff, gedreht in einer Steingrube). Doch stören tun die wild gestikulierenden Charaktere manchmal schon.
Ansehen ist für Freunde des klassischen deutschen Films aber ein Muss, denn was Lubitsch hier zeigt, ist spektakuläres Kino. Viel Grösser, als man erwarten würde, viel dynamischer, als man befürchten könnte. Und es war für ihn tatsächlich die Visitenkarte nach Hollywood. Die Ironie bei der Sache? Kaum einmal jenseits des grossen Teichs angekommen, widmete sich Lubitsch mit Vorliebe den Komödien. Kleine, feine Star-Produktionen um zwischenmenschliche Komplikationen. Das also, was wir heute mit Lubitsch assoziieren. Manchmal muss man eben ein wenig schummeln, um das machen zu können, was man will. Wenn in dem Fall, wie hier, ein Werk wie "Das Weib des Pharao" herauskommt: um so besser.
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EXTERNE REVIEWS
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Screenshots der TV-Ausstrahlung mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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