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> RAJA KI AAYEGI BAARAAT
Drama. Indien. Hindi
Alternativer Titel
Raja Ki Ayegi Baraat
Regie Ashok Gaekwad
Drehbuch Santosh Saroj
Produktion Salim
Songs Aadesh Srivastava
Kamera Anwar Siraj
Choreografie Jay Borade, Nimesh Bhatt, Lolly Pop
Darsteller
Rani Mukherjee,
Shadaab Khan, Mohnish Bahl,
Gulshan Grover, Saeed
Jaffrey,
Gajendra Chouhan, Divya Dutta, Sulabha Deshpande, Yunus Parvez, G. Asrani,
Dinesh Hingoo
Länge 158 Min.
Kinostart 18.10.1997
Box office classification -
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 14
Humor | Spannung | Action | Gefühl | Anspruch | Erotik |
. | . |
©
Text Marco, molodezhnaja 3.2.08
© Bilder Spark,
Screenshots molodezhnaja
STORY
Die junge Lehrerin Mala (Rani Mukherjee) ist beim gütigen Kartar Singh (Gulshan
Grover) aufgewachsen, der sich um Waisen und Obdachlose kümmert. Von ihm hat sie
auch gelernt, sich nichts im Leben gefallen zu lassen. Diese Einstellung bringt
ihr den Zorn von Raj (Shadaab Khan), dem jüngeren Sprössling des arroganten
Millionärs Rai Bahadur (Saeed Jaffrey) ein. Er rächt sich, indem er sie vor den
Augen ihrer Schüler vergewaltigt. Dafür kommt er vor Gericht, wo Mala einen
flammenden Appell für Gerechtigkeit hält. Der Richter (Yunus Parvez) lässt sich
überzeugen und fällt ein ungewöhnliches Urteil: Raj wird gezwungen, Mala zu
heiraten, damit sie nach der Vergewaltigung nicht als Ausgestossene leben muss,
sondern Mitglied einer wohlhabenen Familie wird. Bei Rajs Verwandtschaft hat es
die junge Frau aber alles andere als einfach ...
REVIEW
Die Aussage von "Raj Ki Aayegi Baaraat"
irritiert nicht nur westliche Zuschauer: Eine gepeinigte Frau bekommt ihre
Gerechtigkeit, indem sie ihren Vergewaltiger heiraten "darf"? Im indischen
Kontext, wo eine vergewaltigte Frau zur Aussenseiterin der Gesellschaft wird und
eine normale Heirat danach meist unmöglich bleibt, macht das kuriose Urteil noch
halbwegs Sinn - was nichts daran ändert, dass es einem schwer fällt, so richtig
in die konstruierte Dramatik hineinzufinden. Vor allem einige durch Mala
ausgelöste Veränderungen in der zweiten Filmhälfte bedürfen einiges an gutem
Willen seitens der Zuschauer, schliesslich kommen gleich mehrere Leute, die
Übles angerichtet haben, viel zu leicht davon. Die juristische Seite des Films
dürfte daher sein grösstes Defizit sein.
Wichtigstes Plus ist dagegen die Hauptdarstellerin: Rani Mukherjee, noch aufgeführt im Vorspann als "Ranee", in ihrer allerersten Rolle. Anders als in Ghulam wurde hier ihre markante Stimme noch nicht synchronisiert, daher hat ihr Spiel bereits den typischen Rani-Charakter. Sie agiert mit Intensität und Gefühl, ein Debüt also, das den zukünftigen Superstar souverän ankündigt. Neben ihr verblassen die meisten anderen Akteure - Gulshan Grover als ihr Vater hält noch halbwegs mit. Dagegen bleibt Debütant Shadaab Khan eine Nullnummer, zur grossen Karriere konnte er denn auch nicht ansetzen. Mohish Bahl als sein netter Bruder bleibt kreidenblass, dafür chargiert sein Filmvater Saeed Jaffrey an manchen Stellen.
Neben dem soliden Cast mit Rani als seiner überzeugenden Speerspitze, treffen auch die Songs ins Schwarze. Es handelt sich zwar nicht um echt gelungene Stücke, doch vom ollen Disco-Track bis zum Ohrwurm-tauglichen Titellied sind alle Songs brauchbar. Lediglich ihre Platzierung könnte besser sein - das Kinderlied "Kya Roop Hai Tera" oder die flotte Punjabi-Nummer "Rab Ka Hoon" etwa sind gar mühsam in die Handlung gemurkst. Holprig ist an der zweitletzten Arbeit von Regisseur Ashok Gaekwad noch manches, doch man kann ihm meistens vergeben, denn das Resultat ist kurzweilig und mit sichtbarem Einsatz gemacht.
Hängen bleibt davon freilich nur eines: Rani. Alle anderen Akteure, seien es der blasse Debütant oder die Veteranen wie Saeed Jaffrey, hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Ebenso wenig die Inszenierung oder die Geschichte, die eher ein Kopfschütten auslöst wegen ihrer dubiosen Moral. Die damals gerade Mal 19-jährige Rani hat sich aber nichts zuschulden kommen lassen und legte ein souveränes Debüt aufs Parkett mit dem sie sich spielend als neues Star-Gesicht in Bollywood ankündigte. Eigentlich verwunderlich, hatte sie in dem Jahr nicht mehr Debüt-Preise abgeräumt. Grund könnte sein, dass der Film floppte. Daher schnappte ihr Mahima Chaudhary für den erfolgreicheren Pardes die wichtigsten Debüt-Awards wie etwa die "Filmfare"-Auszeichnung vor der Nase weg. Rani dürfte dies rückblickend kaum schocken, denn ihre Karriere hat jene von Mahima längst überflügelt.
MEINE DVD
Spark (NL), Code 0, NTSC
Bild:
Letterboxed Widescreen
Ton:
Hindi 2.0 mit englischen, deutschen, französischen und holländischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * (Leicht milchiges und bisweilen
unscharfes Bild mit kurzen Störungen, deutsche Untertitel unbrauchbar)
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