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Biografie. Indien. Hindi
Alternative Titel BMB; Renn Milkha, Renn; Der Lauf seines Lebens - The Flying Sikh

Regie Rakeysh Omprakash Mehra
Drehbuch Prasoon Joshi

Produktion
P.S. Bharathi, Rajiv Tandon
Songs Shankar-Ehsaan-Loy
Kamera Binod Pradhan

Choreografie
Vaibhavi Merchant, Shiamak Davar, Ganesh Acharya
Darsteller Farhan Akhtar, Pavan Malhotra, Sonam Kapoor, Divya Dutta, Prakash Raj,
Art Malik, Rebecca Breeds, Japtej Singh, Yograj Singh, Dev Gill, Chandan Gill, Dalip Tahil, Meesha Shafi
Länge 186 Min.

Kinostart 12.7.2013
Box office classification Superhit
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 16

 

Humor Spannung Action Gefühl Anspruch Erotik

©  Text Marco, molodezhnaja Viacom 18.2013
©  Bilder 19.11, Screenshots molodezhnaja


STORY
Die Familie von Milkha Singh (Farhan Akhtar) wurde während der Partition 1947 fast komplett ausgelöscht. Nur ihm und seiner Schwester (Divya Dutta) gelang die Flucht. Nun leben sie in Delhi unter ärmlichsten Verhältnissen, weshalb sich Milkha als Gelegenheitsdieb durchschlägt. Erst die Liebe zu Biro (Sonam Kapoor) bringt ihn auf den rechten Weg - und ins Militär. Dort beweist er den Offizieren, dass er immense Laufkraft besitzt, und schon bald fördern sie seine Talente. Dank seines rigorosen Trainings kann Milkha 1956 an den Olympischen Spielen teilnehmen. Doch da er sich am Abend vor seinem 400-Meter-Rennen gehen lässt, versagt er. Das gibt ihm erneut einen Antrieb, besser zu werden: Er verspricht seinem Trainer (Pawan Malhotra), dass er den Weltrekord von 45.80 Sekunden brechen werde.

 

REVIEW
Eine Sportbiographie weckt normalerweise nicht gerade Euphorie. Doch wenn sich ein talentierter Regisseur wie Rakeysh Omprakash Mehra (Rang De Basanti) sich eines legendären Sportlers seiner indischen Heimat annimmt, der zudem auch noch gleich das indisch-pakistanische Trennungstrauma personifiziert, dann steigt das Interesse doch deutlich an. "Bhaag Milkha Baag" mag zu lang sein und manchmal auch etwas vorhersehbar in Aufbau und Ambitionen - doch der Film wird der erzeugten Erwartungshaltung durchaus gerecht und kombiniert erstklassige Unterhaltung mit Emotionen und etwas historischem Hintergrund.

Doch primär ist es die Show von Farhan Akhtar. Der Regisseur, Produzent und Schauspieler gibt sich hier ganz der Hauptrolle hin, trainierte seinen Körper topfit und sieht mit bald 40 Jahren sowohl in jungem Alter wie als gereifter Sportler souverän aus. Der echte Milkha Singh mag drahtiger gewesen sein (die Art von Bodybuilding-Körper wie ihn Farhan vorweisen kann, gabs in den 50ern noch nicht) - doch das nimmt der Glaubwürdigkeit nur wenig weg. Das liegt auch daran, dass Farhan mit grossen Präsenz, aber wenig Stargehabe den Film auf seinen breiten Schultern bis zur Ziellinie trägt: in den bewegenden Szenen, in den lustigen und in den mitreissenden.

Die Kehrseite seiner allumfassenden Performance: Neben ihm hat es nicht mehr viel Platz. Einige weniger bekannte Schauspieler geben zwar sehr glaubwürdige Nebenfiguren ab, etwa Trainer, Politiker, Sportler oder Prakash Raj als strenger Militärausbildner. Doch andere emotionale Fixpunkte als Milkha gibts hier nicht. So verkommt selbst eine grosse Inspiration seines Lebens, gespielt von der stets würdevollen Sonam Kapoor, zu einer Fussnote. Die Szenen zwischen den beiden sind zwar schön gefilmt und recht süss, doch da Kapoor nur ein paar Minuten lang auftaucht und es nie wirklich zu einer echten Beziehung kommt, ist sie eben nur Stichwortgeber, oder besser gesagt: Teil seiner Entwicklung. Alle Menschen im Orbit von Milkha sind nur dazu da, seinen Charakter zu formen.

Macht aber eben nicht viel, schliesslich ist dies seine Biographie und dank Farhan auch eine, bei der die zentrale Performance etwaige Probleme spielend aufwiegt. Als da wäre die bereits angesprochene Überlänge, die auch durch die klassisch eingewobenen (aber nicht immer nötigen) Songs resultiert. Die Lieder sind fraglos gut, aber nicht ganz so ohrwurmig wie in den letzten Werken von Rakeysh Omprakash Mehra. Dann wirkt alles eine Spur zu schematisch und "drehbuchig" - etwa wenn der Trainer in denelben Worten Milkha anfeuert, wie es in Pakistan sein sterbender Vater tat. Das sorgt für eine leichte Distanz, die einen aber nicht daran hindert, mit den Charaktere mitzufiebern.

Auf alle Fälle ist "Bhaag Milkha Bhaag" ein unterhaltsamer, sehenswerter Film. Historisch korrekt? Wohl kaum. Ich weiss zum Beispiel nicht, ob australische Mädchen in den 50ern beim ersten Date schon Sex hatten - und dann noch mit einem fremd aussehenden Mann aus einem fernen Land. So liberal waren die Australier dann doch nicht. Aber wen juckts, zumal uns diese Episode auch mit dem witzigsten Song des Films erfreut, den Country-Hindi-Mix "Slow Motion Angreza - I Met a Girl from Wulumulu Wonda". Damit ist auch gleich klar gemacht: Hier geht es nur marginal um eine Lehrstunde, nur bedingt um Wissensvermittlung - sondern vor allem um Entertainment.

 

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Induna (Liefert aus IND)


EXTERNE REVIEWS 
imdb.com

Bollywood Hungama (4½/5)
Rediff (2½/5)

 

SCREENSHOTS

Screenshots der DVD mit PowerDVD 12, verkleinert und geschärft mit Photoshop CS2


 

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