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2010
> FANTÔME, OÙ ES-TU?
Jugendfilm
Taiwan 2010
Alternative Titel Fantome, ou es-tu?; 酷馬
Regie
Wang Shaudi
Darsteller Huang Yuan, Jin Cheng, Blue Lan, Ku Ming-She
Länge 105 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6
Humor | Spannung | Action | Gefühl | Anspruch | Erotik |
. | . |
©
Text Marco, molodezhnaja 25.2.2011
© Bilder Sky Digi,
Screenshots molodezhnaja
STORY
Der Student "Cool Ma" (Huang Yuan) gehört zu den vielversprechendsten
Marathon-Talenten seiner Schule. Eines Tages gerät er in einen Streit mit
Schulrivalen - und wird erschlagen! Doch seine Seele wandert nichts ins
Jenseits, sondern bleibt als Geist auf Erden. Also nistet er sich bei der
rebellischen Teenagerin "Candy" Tang-Guo (Jin Cheng) ein, die ihn unfreiwillig
getötet hat. Und weil sie eine besondere Beziehung zu seinem Ableben hat, ist
sie auch die einzige, die ihn sehen kann! Ma überredet sie, sich um seine
depressive Mutter (Ku Ming-She) zu kümmern.
REVIEW
Ein Geist, der auf Erden noch was zu erledigen
hat? Nicht gerade die frischeste Geschichte, die Regisseurin
Wang Shaudi auftischt. Doch die Taiwanesin nimmt sich der Sache derart nüchtern
an, dass man doch nicht anders kann, als Interesse zu entwickeln. Anstatt
grossem Schmalz und Fantasy-Einschüben wird Cool Mas Bleiben in irdischen
Gefilden einfach als ganz Normal hingenommen - von ihm jedenfalls, und bald
darauf auch von seiner Begleiterin Candy. Fortan lebt der Film von der Dynamik
zwischen den beiden.
Leiden können sie sich nicht, schliesslich hat sie ihn (ungewollt) um die Ecke gebracht. Verlieben können sie sich nicht, schliesslich ist er tot. Und so entwickelt sich eine unbeholfene, aber stets enger werdende Beziehung, die sich nicht zu leicht einordnen lässt. Dann ist sie wieder da, die Frische, denn wo anderen Filmemacher die offensichtlichen Dinge in den Vordergrund rücken würden, hält sich Wang Shaudi schon mal mit einem langen Gespräch auf oder verschiebt romantische Gefühle in die nächste Szene. Da die Wellenlängen der beiden bald im Takt schwingen, ist schon klar, dass so etwas wie Liebe ins Spiel kommt. Bloss wann? Und wie?
Der junge Huang Yuan, Sohn eines Sängers und Schauspielers, erledigt seine Debüt-Aufgabe zurückhaltend souverän, während Jin Cheng ein paar Klischees der Kategorie "rebellischer Teemager" in ihre Performance einfliessen lässt, aber dabei trotzdem überzeugt. Die Erwachsenen verleihen den weniger wichtigen Figuren derweil den nötigen Tiefgang, das gilt vor allem für Ku Ming-She als angeschlagene Mutter. Niemand im Ensemble leistet herausragende Arbeit, aber alle zeigen sie Routiniertes, ja Überzeugendes.
Letztendlich fehlt aber doch was an dem kurioserweise französisch betitelten "Fantôme, où es-tu?". Er ist bedächtig erzählt, unaufdringlich gefilmt, solide gespielt - nur der Funke will nicht vollends rüberspringen. Die ganze Nüchternheit, die Wang Shaudi an den Tag legt, macht den Film eben auch etwas austauschbar. Etwas undramatisch. Im schlimmsten Fall bekommt man deswegen das Gefühl, er plötschere dahin und vergesse völlig, uns an die Geschichte und die Figuren zu fesseln. Nüchternheit ist eben schon was Gutes, aber weil jedes Yang sein Ying haben muss, ist der Nebeneffekt dessen auch eine anwachsende Langeweile. Dröge ist der Film nie, keine Angst, aber eine Spur zu fad eben schon.
MEINE DVD
Taiwan, Code 3, NTSC
Bild:
Anamorphic Widescreen
Ton:
Mandarin 5.1 mit englischen und chinesischen Untertiteln.
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(Liefert aus HK)
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Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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